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Mittwoch, 29. August 2018

Kinderserien der 2000er Teil 9 (Realserien) - Watch.Read.Discuss.

In unserem neunten Teil der Reihe "Kinderserien der 2000er" werfen wir erneut einen Blick auf verschiedene Realserien, die wir in unserer Kindheit angeschaut haben. Dieses Mal geht es nur um "Nickelodeon"-Sendungen. Die vorherigen Beiträge, in denen wir über Sendungen wie "Disneys Große Pause", "Powerpuff Girls" oder "H2O - Plötzlich Meerjungfrau" diskutieren, findet ihr hier. Dieser Post gehört zur Rubrik "Watch.Read.Discuss.", bei der wir Autoren uns mit demselben Thema beschäftigen. 
Klickt auf die Titel, um euch die Intros anzuschauen.


Katrin

Jane (l.) ist eine Nervensäge!!!
Foto: Family Channel
"Highschool Halleluja" (Originaltitel: "Wingin' It") ist eine Serie des kanadischen Senders "Family Channel" und wurde in Deutschland auf "Nickelodeon" gezeigt. Sie handelt vom fünfzehnjährigen Pechvogel Carl Montclaire (Dylan Everett), der in der Schule für seine ständigen Missgeschicke verspottet wird. Sein Leben ändert sich schlagartig, als ihm der EiA (Engel in Ausbildung) Porter Jackson (Demetrius Joyette) zur Seite gestellt wird. Der muss Carl zum beliebtesten Schüler an der Bennett High School machen, um sich seine Flügel zu verdienen. Vertrauenslehrer Dr. Cassabi (Wayne Thomas Yorke) entpuppt sich ebenfalls als Engel, der ein wachsames Auge auf den jungen Flügelanwärter hat. Das ist auch bitter nötig, denn Porters unausgereifte magische Kräfte und sein endloser Enthusiasmus sorgen regelmäßig für Chaos und bringen alle Beteiligten in Schwierigkeiten.
"Highschool Halleluja" ist eine Serie, die ich immer gerne geguckt habe, ohne ein großer Fan zu sein. Das Konzept hat mir von Anfang an gefallen, da es zwar um Engel geht und die auch regelmäßig im "Himmel" gezeigt werden, die Sendung aber nicht religiös ist. Die Schutzengel wollen den Menschen das Leben erleichtern und ihnen helfen, aber sie treten nie als "kirchliche Vertreter" auf. Es wird auch nie darüber gesprochen, wo die Wesen eigentlich herkommen und was genau der Himmel ist. Die Engel werden zudem nicht als weise, unfehlbar und brav dargestellt, sondern sind genauso emotional, impulsiv und voreilig wie die Menschen - allerdings mit magischen Fähigkeiten. In meinen Augen ist die Serie in der zweiten Staffel noch um einiges besser geworden, als mit Denise (Kendra Timmins) ein zweiter EiA an die Bennett High kam. Ihr Enthusiasmus, ihr Charme, ihre Dusseligkeit und ihre Lebensfreude haben die von Porter noch locker getoppt. Außerdem stimmte die Chemie zwischen den beiden EiAs und Carl. Was die Sendung für mich getrübt hat, sind die anderen Charaktere - allen voran Carls beste Freundin, die Nachwuchsjournalistin Jane Casey (Brittany Adams). Sie ist altklug, nervig und ändert ständig ihre Meinung. Dabei trägt sie nichts als Drama zur Geschichte bei und bremst die Handlung damit konsequent aus. Die anderen Schüler - darunter der eigenartige Außenseiter Alex Horatio P. Rodriguez (Brian Alexander White), die beliebte und nicht sehr intelligente Brittany Hanson (Hannah Lochner) sowie der mobbende Sportler Serge Delvecchio (Sebastian Hearn) - entsprechen den typischen High School-Klischees und haben keinerlei interessante Charakterzüge. Obwohl sie kaum Einfluss auf die Handlung und nur kleine Rollen haben, gehören sie trotzdem zu den rund zehn Leuten, die im Vorspann namentlich genannt werden. "Highschool Halleluja" wäre jedenfalls noch um Längen besser gewesen, wenn sich die Geschichte auf Carl, Porter und Denise beschränkt hätte.


Troop - Die Monsterjäger

Sieht aus wie T-Rex, ist es aber nicht  
Foto: Nickelodeon
Diese Serie, die im Original "The Troop" heißt, dreht sich um den Comics liebenden, durchschnittlichen High School Schüler Jake Collins (Nicholas Purcell), der eines Tages von seinem Lehrer Mr. Stockley (John Marshall Jones) für eine geheime Organisation angeworben wird. Die "Troop" ist eine Vereinigung, die sich der Jagd auf Monster verschrieben hat. Da Erwachsene beim Anblick der Kreaturen vor Angst erstarren, werden Teenager als Monsterjäger eingesetzt. Eine der vielen Zentralen ist unter Jakes High School. Zum Team gehören neben ihm auch der hochintelligente Einzelgänger Felix Garcia (David Del Rio) und die vielbeschäftigte Cheerleaderin Hayley Steele (Gage Golightly, Step Sisters). Gemeinsam beschützen die drei ihren Bezirk, indem sie Monster aufspüren und einfangen.
"Troop" gehört nicht zu den Sendungen, die ich unter keinen Umständen verpassen wollte. Dennoch habe ich die Abenteuer der Monsterjäger immer gerne verfolgt. Mir hat besonders gefallen, dass die drei Protagonisten nicht so extrem stereotypisch waren, wie in vielen anderen Kinder und Teenieserien. Zwar musste beispielsweise Felix immer den Klugscheißer raushängen lassen, aber die Persönlichkeiten der Charaktere wurden nicht nur auf ein Attribut heruntergebrochen. Die Vielschichtigkeit hat sich übrigens nicht nur in den menschlichen Figuren, sondern auch bei den Kreaturen gezeigt. In Bezug auf Gruselfaktor, Boshaftigkeit und Fähigkeiten waren sie verschieden. Es gab zum Beispiel auch menschenähnliche Monster oder welche, die den Jägern geholfen haben - wie das knuddelige, süße Wesen, dessen Schrei das Gedächtnis von Zeugen gelöscht hat, sodass sie sich nicht an die Geschehnisse erinnern konnten. Allerdings hat mich bei der Serie immer gestört, wie "talentiert" und "weise" die Teenager dargestellt wurden. Ich fand es beispielsweise total albern, dass alle Erwachsenen (Selbst die, die in ihrer Schulzeit selbst Monsterjäger waren!!!) beim Anblick der Kreaturen vor Angst erstarrt sind, während drei pubertierende Jugendliche mit kreativen Lösungen regelmäßig die Stadt gerettet haben


Laura

Unfabulous

Viel Teenie-Drama, aber immerhin glaubhaft
Foto: Nickelodeon
Die 12-jährige Addie Singer (Emma Roberts) ist zusammen mit ihren besten Freunden Geena (Malese Jow) und Zach (Jordan Calloway) vor Kurzem in die siebte Klasse gekommen. Wie alle Teenager muss auch sie sich mit ganz alltäglichen Problemen herumschlagen: Egal ob Pickel am Schulfototag, peinliche Erlebnisse im Unterricht oder Stress mit ihren Eltern (Molly Hagan und Markus Flanagan) und ihrem älteren Bruder Ben (Brandon Kelly). In Sachen Liebe beschäftigt sie vor allem ihr Schwarm Jake (Raja Fenske), der sie nur als Kumpel sieht. Statt einfach bloß Tagebuch zu führen, um all die Gefühle und Erlebnisse zu verarbeiten, singt Addie lieber Songs. Die schreibt sie selbst und lässt sich die Melodien dazu auf der Gitarre einfallen. 
Diese Serie habe ich ziemlich regelmäßig verfolgt, weil sie wirklich unterhaltsam war. Außerdem konnte ich sie immer gut nebenbei schauen, weil die Handlung nicht vollkommen abgedreht oder verwirrend war. Im Grunde ist diese "Nickelodeon"-Sendung eine gute und halbwegs realistische Darstellung von den Problemen eines Teenagers. Aus heutiger Sicht finde ich diese ganzen Dramen vollkommen überzogen, aber damals konnte ich mich in einigen Folgen in den Figuren wiederfinden. Addie war zwar nie eine meiner absoluten Lieblingsfiguren einer Teenie-Sendung, aber es hat trotzdem immer Spaß gemacht, ihr Leben zu verfolgen. Ihre besten Freunde Geena und Zach mochte ich ganz gerne und sie alle drei haben ein gutes Team abgegeben. Sie waren damals eine glaubwürdige Freundesgruppe. Sie haben sich nicht ständig super gut verstanden, haben auch mal gestritten oder sich über die anderen lustig gemacht - wie es Freunde eben machen. An Addies Eltern kann ich mich kaum erinnern. Ihr älterer Bruder hingegen war die meiste Zeit richtig nervtötend und auch hin und wieder gemein - was aber als Zuschauer teilweise sehr unterhaltsam war. Die Sache mit den Songs fand ich früher echt lustig und ich finde die Idee auch heute noch kreativer als das übliche Tagebuchschreiben. Ich würde die Serie heute definitiv nicht mehr schauen, weil sie wirklich für eine bestimmte Zielgruppe gemacht wurde und man sich als Nicht-Teeanger einfach mit nichts identifizieren kann. Aus damaliger Sicht hat sie mich aber gut unterhalten.

Katrin: "Unfabulous" war eine der wenigen 2000er Realserien, die ich wirklich nicht mochte und bei der ich regelmäßig aus- oder umgeschaltet habe. Der Grund dafür war das übermäßige Drama in jeder Folge. Addies Probleme waren zwar halbwegs realistisch, aber sie wurden IMMER zu einer absoluten Katastrophe aufgebauscht. Jeder normale Jugendliche hätte dieselben Probleme schnell gelöst oder vergessen, bei "Unfabulous" ging nichts ohne Weltuntergangsstimmung - einfach nur nervig und langweilig. Außerdem hatte die Show kein wirkliches Konzept. Ein Protagonist, der mit seinem weiblichen und seinem männlichen besten Freund die Schule überstehen muss: Das gibt es hundertfach, aber bei "Unfabulous" bleibt es dabei. Es gibt kein Alleinstellungsmerkmal - wenn man mal von Addies furchtbar schlechten Liedern absieht.


Big Time Rush

Die Gruppe "pausiert" seit 2014
Foto: Nickelodeon
Die vier Freunde Kendall (Kendall Schmidt), James (James Maslow), Logan (Logan Henderson) und Carlos (Carlos PenaVega) leben komplett normale Leben als Teenager in Minnesota. Bis der Musikproduzent Gustavo Rocque (Stephen Kramer Glickman) Kendall durch Zufall beim Singen eines albernen Songs hört. Spontan bietet er ihm an, zu einem Vorsingen zu kommen. Der Jugendliche ist davon überhaupt nicht begeistert, lässt sich aber überreden. Er will allerdings nur kommen, wenn James, Logan und Carlos die gleiche Chance erhalten. Letztendlich kann Kendall Gustavo  nicht nur beim Vorsingen von sich überzeugen, er kann ihn sogar überreden, die anderen drei ebenfalls unter Vertrag zu nehmen. Sie werden zur Boy-Band "Big Time Rush", ziehen nach L.A. und müssen sich im Musik-Business behaupten. Währenddessen sind sie immer noch die chaotische Bande aus Minnesota, die sich ständig in Schlamassel bringt, womit sie Gustavo und seiner Assistentin Kelly (Tanya Chisholm) tagtäglich auf die Nerven gehen.
"Big Time Rush" war für mich eine pure Unterhaltungsshow. Es geht fast ausschließlich um dumme und alberne Situationen und zwischendrin gibt es paar Songs. Zusätzlich sieht der Zuschauer die Erlebnisse von Kendalls kleiner Schwester Katie, die viel zu clever und durchdacht für ein Kind ist. Diese Szenen fand ich zwar lustig, aber ansonsten eher uninteressant. Hinzu kommt dann noch in jeder Folge mindestens ein Wutanfall von Gustavo, der nach dem zehnten Mal auch nicht mehr sehr witzig ist. Tiefgang gibt es so gut wie gar nicht und die Romanzen sind oftmals auch eher oberflächlich und nicht wirklich glaubhaft. Die vollkommen platte Beziehung zwischen Kendall und Jo fand ich immer unglaublich langweilig. Trotzdem konnte mich das Konzept dieser Serie über eine Band, die es wirklich gibt, überzeugen. Das hat mich selbst überrascht: Die "Jonas Brothers", die ebenfalls eine echte Band mit eigener Sendung waren, habe ich mit Ausnahme von "Camp Rock" nie verfolgt. Auch "Hannah Montana" konnte mich nie umhauen. Das war bei BTR anders. Die Geschichte um die chaotischen Freunde fand ich toll. Das lag wohl vor allem an der guten Chemie zwischen den Jungs. Der Humor ist wie bei anderen "Nickelodeon"-Sendungen oft etwas zu überzogen, aber das hat mir nie etwas ausgemacht. Außerdem mochte ich die meisten Lieder, die in der Serie vorkamen. Manche Songs gefallen mir heute noch, zum Beispiel das Titellied "Big Time Rush", "Stuck" oder "Worldwide". Insgesamt war diese Sendung wirklich witzig und unterhaltsam und die Gruppe hatte wirklich Potenzial, groß rauszukommen. Es ist daher echt schade, dass es seit 2014 still um sie geworden ist. Sie wurde zwar nicht aufgelöst, aber dass es irgendwann noch ein Comeback geben wird, finde ich ziemlich unwahrscheinlich.

Katrin: Obwohl ich die Charaktere manchmal echt nervig fand (Ich stimme Laura in ihrer Meinung über Kendall und Jo absolut zu!), mochte ich "Big Time Rush" wirklich gerne. Eine der wenigen Serien mit guten Songs, guter Laune und ohne den Anspruch, den jungen Zuschauern gezwungenermaßen etwas beibringen zu müssen. Dass es die Band nur noch auf dem Papier gibt, finde ich auch sehr schade. Laura und ich waren zwar keine Hardcore-Fans, aber ein Konzert haben wir trotzdem besucht. War cool. ;)


Welche Serien habt ihr in eurer Kindheit gerne geguckt? Teilt es uns in den Kommentaren mit. Wir planen weitere Diskussionsbeiträge zum Thema Kindersendungen (alle bisherigen Posts dazu gibt es hier), vielleicht wird euer Favorit in einem zukünftigen Post thematisiert.

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Donnerstag, 19. Juli 2018

Filme unserer Kindheit (Disney Channel Original Movies) - Watch.Read.Discuss.

Es macht großen Spaß, für unsere "Watch.Read.Discuss."-Reihe "Kinderserien der 2000er" regelmäßig in Erinnerungen zu schwelgen. Euch, unseren Lesern, scheint es genauso zu gehen, denn die Posts zu diesem Thema landen regelmäßig in unserer Top-Liste der am meisten geklicktesten Beiträge des Monats (hier findet ihr sie alle). Aus diesen Gründen haben wir uns entschlossen, nicht nur über die Serien zu reden, die unsere Kindheit und Jugend geprägt haben, sondern auch über Filme. In dieser ersten Ausgabe sprechen wir über "Disney Channel Original Movies" (DCOM), also Fernsehfilme, die vom "Disney Channel" produziert wurden.
Klickt auf die Titel, um euch die Trailer anzuschauen.


Katrin

Movie Star - Küssen bis zum Happy End

Leider ein eher unbekannter Film
Foto: Disney Channel
Der High-School-Schüler Josh Rosen (Matt Prokop) liebt Filme und träumt von einer Karriere als Regisseur. Für ein Filmfestival soll er eine Dokumentation zum Thema Beliebtheit drehen. Als Protagonistin wählt er Dylan Schoenfield (Sarah Hyland), das beliebteste Mädchen der Schule. Die kandidiert gerade für den Titel der "Blossom Queen" und sieht in Joshs Film einen Vorteil gegenüber ihren Konkurrentinnen. Dylans divenhaftes Verhalten führt jedoch dazu, dass sich die beiden schnell zerstreiten und der Film zu scheitern droht. Josh startet einen zweiten Versuch und freundet sich nach und nach mit der versnobten Tochter aus gutem Hause an. Während Dylan ihm hilft, bei seinem Schwarm Amy (Sasha Pieterse) zu landen, versucht sich der aufstrebende Regisseur in seine Protagonistin hineinzudenken und sie möglichst lebensnah darzustellen. Schließlich verstehen sich die beiden so gut, dass sich ihre jeweiligen Freunde von ihnen abwenden. Doch die Dokumentation steht noch zwischen ihnen. 
Obwohl ich kein Fan von Filmen bin, bei denen eine Liebesgeschichte im Vordergrund steht, ist dieser einer meiner liebsten "Disney Channel Original Movies" - auch wenn der deutsche Titel furchtbar ist (im Original heißt er deutlich schlichter: "Geek Charming"). Der Hauptgrund ist die herrlich schräge Art der Hauptcharaktere. Sie werden übertrieben stereotypisch und albern dargestellt - je weiter der Film jedoch voranschreitet, desto nachvollziehbarer werden sie. Außerdem mag ich den Ansatz, dass sich nicht - wie in den meisten anderen Filmen - eine Hauptfigur durch den Einfluss einer anderen verändert. Stattdessen machen beide Hauptcharaktere eine Entwicklung durch, wodurch sie in ihrem Freundeskreis zu Außenseitern werden. Außerdem mag ich die Tatsache, dass Dylan weder als "böse", arrogante Zicke noch als armes Mädchen mit einer traurigen Vorgeschichte abgestempelt wird. Sie hat gewisse Charakterzüge aus beiden Sparten, aber je nachdem in welcher Stimmung und mit wem sie zusammen ist, scheinen andere Eigenschaften durch. Dasselbe gilt für Josh: Er ist einerseits ein Nerd, anderseits aber auch noch zu cool für die anderen Nerds, wodurch er nicht wirklich irgendwo dazu gehört. Die Eltern der beiden sind ebenfalls klasse. So ist Dylans alleinerziehender Vater Alan Schoenfield (Andrew Airlie) zwar ein vielbeschäftigter, steinreicher Businessmann, entspricht aber überhaupt nicht dem Klischee. Er ist freundlich, gut gelaunt, macht gerne Witze und findet Josh sofort sympathisch. Genau wie dessen fertige Popularitäts-Doku zeigt auch "Movie Star", dass in jedem Menschen mehr steckt, als der erste Blick vermuten lässt. Ein relativ typisches Fazit für einen "Disney"-Film und dennoch verpackt dieser die Botschaft deutlich witziger und unterhaltsamer als die meisten anderen. Die echte Liebesgeschichte zwischen den beiden Hauptdarstellern hatte jedoch leider kein gutes Ende. 

Radio Rebel - Unüberhörbar

Unlogisch, unlogischer, Radio Rebel
Foto: Disney Channel
Tara Adams (Debby Ryan, Letztendlich sind wir dem Universum egal) ist eine extrem schüchterne 17-Jährige, die in der Schule so gut wie kein Wort herausbringt. Kaum ist der Unterricht allerdings zu Ende, startet sie ihren erfolgreichen Podcast "Radio Rebel". Ihre Mitschüler lieben die coole Moderatorin, wissen aber nicht, dass es sich dabei um Tara handelt. Als ihr Stiefvater Rob (Martin Cummins), der Besitzer eines großen Radiosenders, "Radio Rebel" hört und herausfindet, wer sich hinter dem Alias verbirgt, gibt er seiner Stieftochter eine eigene Sendung. Gemeinsam mit der DJane Cami Q (Mercedes de la Zerda) organisiert Tara eine wilde Tanzparty an ihrer High School. Die wütende Direktorin Moreno (Nancy Robertson) verkündet daraufhin, dass der Prom abgesagt wird, sollte sich "Radio Rebel" nicht zu erkennen geben. Viele Schüler sind sauer und rufen in der Sendung an, um ihrem Ärger Luft zu machen. Also entschließt sich Tara, in Zusammenarbeit mit dem Radiosender einen eigenen Abschlussball zu veranstalten. Doch die arrogante Stacy (Merritt Patterson) ahnt mittlerweile, wer hinter "Radio Rebel" steckt und erpresst Tara.
Diesen Film habe ich einmal angesehen und werde es vermutlich kein zweites Mal tun. "Radio Rebel" ist einer dieser Teenie-Streifen, die so wirken, als habe jemand eine Idee gehabt und die mit kleinem Budget, einem halbfertigen Drehbuch und einem altbekannten "Nummer sicher"-Star verfilmt. Die Handlung, die aber tatsächlich auf einem Buch basiert, ist ziemlich uninspiriert und hat keinerlei nennenswerte Höhepunkte oder Überraschungsmomente. Dazu kommen stereotypische, langweilige Charaktere, wie sie in absolut jedem Teenager-Format vorkommen. Im Gegensatz zu "Movie Star" nimmt der Film sich und seine klischeehaften Figuren jedoch nicht selbst auf die Schippe, sondern meint alles total ernst. Da liegt die große Schwachstelle. Ich konnte weder die Geschichte noch die Charaktere oder das ganze Szenario irgendwie ernst nehmen. Tara ist alles, nur keine Revolutionärin und alle ihre Probleme wirken ziemlich hausgemacht. Außerdem war es auch schon 2012, im Erscheinungsjahr des Films, nicht mehr sonderlich realistisch, dass Jugendliche regelmäßig Podcasts oder gar Radiosendungen hören. Alles in allem ist "Radio Rebel" ziemlich inhaltslos, langweilig und lebensfern.

Laura: Ich habe von diesem Film nur mal die ersten zehn, zwanzig Minuten gesehen und dann abgeschaltet. Mir ist dieser übertrieben unglaubwürdige Widerspruch in Taras Charakter zu sehr auf die Nerven gegangen. Dass sie in der Schule nicht einmal ein Wort sagen kann und in ihrer Radioshow das Selbstbewusstsein in Person ist, war für mich überhaupt nicht realistisch!

Laura

Camp Rock

Meistens eher Pop und weniger Rock
Foto: Disney Channel
Mitchie Torres' (Demi Lovato) Leidenschaft ist das Singen und sie möchte im Sommer unbedingt zum "Camp Rock" - einem Sommerprogramm für musikbegeisterte Jugendliche. Als ihre Mutter (Maria Canals-Barrera) einen Job als Köchin im Camp angeboten bekommt, kann Mitchie mitfahren. Doch ihr ist es peinlich, dass sie es sich eigentlich nicht leisten kann. Daher verheimlicht sie es und behauptet sogar, dass sie eine reiche Mutter habe, um vor Tess Tyler (Meaghan Martin) anzugeben. Daraufhin wird sie Teil der angesagten Clique und darf zusammen mit Ella (Anna Maria Perez de Taglé) und Peggy (Jasmine Richards) im Background singen, während Tess im Mittelpunkt steht. Im Camp ist auch der Popstar Shane Gray (Joe Jonas), der dort lernen soll, seine Arroganz in den Griff zu bekommen. Eines Tages hört er durch Zufall Mitchie singen, ohne sie dabei zu sehen. Als er sie dann persönlich trifft, hat er keine Ahnung, dass sie die Stimme ist, die ihn so verzaubert hat.
Ich mochte den ersten Teil von "Camp Rock" sehr gerne und habe ihn immer geschaut, wenn er gerade im Fernsehen kam. Damals fand ich die meisten Lieder richtig toll und konnte sie natürlich alle mitsingen. Auch wenn ich mir die meisten heute nicht mehr anhören würde (vor allem nicht das schnulzige "Gotta Find You" oder das nichtssagende "Too Cool"), mag ich "Play My Music" immer noch, weil es wirklich gute Laune macht. Die Handlung war für mich schon als Kind sehr vorhersehbar, es ist halt der bekannte Ablauf: Schüchternes Mädchen wird vor eine Herausforderung gestellt, läuft erst davor weg, bevor sie sich doch traut und dabei eine Transformation durchlebt und sich selber akzeptiert, so wie sie ist. Daneben darf natürlich nicht die Oberzicke fehlen, die mit aller Macht versucht, ihr das Leben schwer zu machen. Auch wenn das nichts Neues ist, hat mir der Film früher  trotzdem gut gefallen. Das lag auch an dem Setting. Das Camp am See mit nichts als Natur rundherum fand ich damals richtig schön. Die Love Story ist passend zum Rest der Handlung auch nichts besonders Ausgefallenes. Ich finde es bis heute komisch, warum Shane so lange nicht erkannt hat, dass Mitchie das Mädchen ist, dessen Stimme er gehört hat. Das nötige Drama gibt es dann, weil die Protagonistin bezüglich ihrer Mutter lügt. Das fand ich damals auch nicht in Ordnung, habe aber verstanden, warum sie es tut - obwohl sie die Lüge unnötig groß aufbauscht. Die Reaktion der anderen auf die Wahrheit habe ich dagegen als vollkommen übertrieben und kindisch empfunden. Der einzige Teil, der mich bei der ganzen Geschichte überrascht hat, ist das Ende. Peggy gewinnt den Wettbewerb. Schön, dass die Filmmacher den Fokus nicht komplett auf die Hauptfigur gesetzt haben. Mit ihrem Song "Here I Am" hat sie den Sieg auch wirklich verdient, denn die Botschaft dahinter ist sehr berührend und stark!

Katrin: Ich habe "Camp Rock" zwar ein paar Mal geguckt, war aber nie ein sonderlich großer Fan des Films. Für mich war er immer nur ein "Gewollt-aber-nicht-gekonnt-High-School-Musical". Der Hauptgrund waren die Charaktere. Mit Ausnahme von Mitchies Mutter und ihrer Camp-Freundin Caitlyn (Alyson Stoner) waren sie alle unglaublich unsympathisch und dumm. Dazu kamen noch die inhaltslosen Songs (auch wenn man die gut bei "Disney: Sing It" mitsingen konnte!) und die völlig lieblose Handlung. Den zweiten Teil habe ich mir jedenfalls noch nie angesehen.

Lemonade Mouth - Die Geschichte einer Band

Eine ziemlich coole Band
Foto: Disney Channel
Olivia (Bridgit Mendler), Mohini "Mo" (Naomi Scott, Power Rangers), Charlie (Blake Michael), Stella (Hayley Kiyoko) und Wen (Adam Hicks) gehen alle auf die gleiche High School, haben aber nichts miteinander zu tun. Doch dann landen sie am selben Tag beim Nachsitzen. Als die Musiklehrerin Miss Reznick (Tisha Campbell-Martin) sie kurz unbeaufsichtigt lässt, entwickeln die Fünf spontan einen Song. Als Miss Reznick das mitbekommt, ist sie begeistert und schlägt ihnen vor, eine Band zu gründen. Als "Lemonade Mouth" wollen sie beim Musikwettbewerb "Rising Star" mitmachen. Bis dahin müssen sie aber noch einige Hürden überwinden und als Band richtig zusammenwachsen. 
Die Charaktere sind für einen Teenagerfilm überraschend wenig klischeebehaftet. Eigentlich wirken sie alle angenehm "unaufgeregt" und einfach wie normale Jugendliche. Sie waren mir schon beim ersten Mal Schauen sehr sympathisch. Außerdem hat jeder von ihnen ein Problem, das sie belastet. Dank ihrer Freundschaft, die sich im Laufe des Films aufbaut, können sie diese aber überwinden, was eine schöne Botschaft ist. Auch wenn es teilweise um Liebesbeziehungen geht, steht bei "Lemonade Mouth" der Zusammenhalt der Band im Vordergrund und das ist richtig erfrischend. Besonders als sie zusammen den Song "More Than a Band" singen, wird wirklich deutlich, wie wichtig sie einander sind. Im Gegensatz zu "Camp Rock" hat hier wirklich jedes Lied eine Bedeutung und alle fügen sich schön in die Geschichte ein und wirken nie unpassend oder erzwungen. Dazu kommt, dass die meisten Songs einen rockigen und kraftvollen Ton anschlagen. Das Lied "Determinate" hat mich damals umgehauen! Im Vergleich zu "High School Musical" oder "Camp Rock" war das eine tolle Abwechslung. Die ganze Geschichte, wie sie letztendlich zu einer Band werden, ist spannend und humorvoll erzählt. Doch es gibt bei diesem Film auch vorhersehbare Momente. Der Klassischste ist wohl der, als ihre Band scheinbar zerbricht. Das sorgt natürlich nur für kurzzeitige Dramatik, denn dass es nicht so zu Ende gehen wird, weiß man durch den Anfang des Films. Dem Zuschauer wird zu Beginn gezeigt, dass "Lemonade Mouth" groß rausgekommen ist und der Film beschreibt den Weg dahin. Ich hätte es damals aber besser gefunden, wenn man nicht schon so früh sieht, wie es letztendlich ausgeht. Einerseits ist das ein "Disney Channel"-Film - also geht am Ende natürlich alles gut aus - dafür brauche ich keine "Versicherung" bevor die Geschichte überhaupt losgeht. Andererseits hätte ich es viel überraschender gefunden, erst am Ende zu wissen, WIE groß sie tatsächlich herauskommen.

Katrin: "Lemonade Mouth" habe ich vor wenigen Jahren zufällig zum ersten Mal geguckt und mich gefragt, warum mir der Film vorher nicht aufgefallen ist. Die Lieder sind ganz cool, die meisten Charaktere unterhaltsam und auch die Geschichte hat Pep. Letztere ist für einen Film aus dem Hause "Disney" auch an einigen Stellen überraschend anders. So kommen nicht alle Hauptcharaktere mit der Person zusammen, in die sie verliebt sind und es gibt auch eine Handvoll ernster Momente.


Welche "Disney Channel Original Movies" habt ihr in eurer Kindheit und Jugend gerne geguckt? Teilt es uns in den Kommentaren mit. Wir planen weitere Diskussionsbeiträge zu diesem Thema, vielleicht kommt euer Favorit in einem zukünftigen Post vor.

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Sonntag, 10. Juni 2018

Jurassic World 2: Das gefallene Königreich - Watch.Read.Discuss. [D/E]

The following discussion of the movie "Jurassic World: Fallen Kingdom" is also available in English. Please scroll down for the English version.

Deutsch


- Der folgende Text enthält Spoiler -

Dinosaurier sind so cool!
Foto: Universal Pictures
"Jurassic World: Das gefallene Königreich" ist die Fortsetzung des Megaerfolgs "Jurassic World". Der spielte 2015 über 1,6 Milliarden US-Dollar ein und ist derzeit auf Platz 5 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Wir, die "Watch.Read.Talk."-Autoren, waren begeistert von dem Film und konnten den zweiten Teil kaum erwarten. In diesem Beitrag unserer Reihe "Watch.Read.Discuss." diskutieren wir unter anderem, ob sich unsere Erwartungen erfüllt haben und wie uns der neue Super-Dino gefallen hat. 

Drei Jahre sind seit der Tragödie im Erlebnispark "Jurassic World" vergangen. Die ehemalige Parkmanagerin Claire Dearing (Bryce Dallas Howard) hat mittlerweile die "Dinosaur Protection Group" gegründet, die sich für die Rechte der Urzeitriesen einsetzt. Die Isla Nublar, auf der die verbleibenden Tiere leben, droht von einem Vulkanausbruch komplett zerstört zu werden. Claire und ihre Mitstreiter, darunter Paläo-Tierärztin Dr. Zia Rodriguez (Daniella Pineda) und IT-Fachmann Franklin Webb (Justice Smith, Letztendlich sind wir dem Universum egal), versuchen die erneute Auslöschung der Dinosaurier zu verhindern. Sir Benjamin Lockwood (James Cromwell) und seine rechte Hand Eli Mills (Rafe Spall, The Ritual) sind bereit, eine Rettungsmission zu finanzieren und den Urzeittieren ein sicheres Leben auf einer anderen Insel zu ermöglichen. Claire überredet ihren Ex-Freund und ehemaligen Velociraptor-Trainer Owen Grady (Chris Pratt, Avengers: Infinity War) mit ihr, Franklin und Zia zur Isla Nublar zurückzukehren. Vor Ort werden sie nicht nur mit gefährlichen Dinosauriern und tödlicher Lava konfrontiert, sondern auch mit einer Intrige, die sie fast das Leben kostet. Zurück auf dem Festland müssen Claire, Owen und Webbs Enkelin Maisie (Isabella Sermon) verhindern, dass die überlebenden Dinosaurier, darunter Owens trainierter Velociraptor Blue, den falschen Menschen in die Hände fallen.


Wie seid ihr auf den Film aufmerksam geworden und warum wolltet ihr ihn gucken?

Katrin: Ich fand "Jurassic World" hammergeil! Daher war es sonnenklar, dass ich am Erscheinungstag des zweiten Teils mit meinem "Jurassic Park"-Hoodie im Kino sitzen würde! Es ist übrigens ziemlich cool, dass der Film in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern schon zwei Wochen vor dem US-Start angelaufen ist. 

Laura: Ich habe die "Jurassic Park"-Trilogie als Kind geliebt, deswegen habe ich natürlich die neuen Filme auch im Auge behalten. Der erste Teil von "Jurassic World" hat mir gut gefallen, deshalb wollte ich auch "Das gefallene Königreich" schauen. Ich war definitiv gespannt, wie die Geschichte weitergehen wird.

Wie schlägt sich "Das gefallene Königreich" im Vergleich zu seinem Vorgänger?

Katrin: Mir hat der Film etwas weniger gefallen als der erste Teil. Das lag vor allem daran, dass die Atmosphäre nicht so intensiv war. Dadurch, dass der weltbekannte Original-Soundtrack kaum benutzt wurde, nur ein kleiner Teil der Handlung auf der Isla Nublar spielte und bis auf Claire und Owen keine anderen "Jurassic World"-Charaktere vorkamen, war die Stimmung nicht die gleiche. Trotzdem hat mir "Das gefallene Königreich" gut gefallen. Das lag vor allem daran, dass er im Gegensatz zum Vorgänger mehr dramatische Momente hatte.

Laura: Insgesamt mochte ich den ersten auch noch lieber. Trotzdem ist auch dieser Teil unterhaltsam. Der große Pluspunkt bei diesen Filmen sind einfach die Dinosaurier. Mittlerweile ist die Technik so weit, dass sie unglaublich real erscheinen und das Filmerlebnis sehr besonders machen. Ich könnte wahrscheinlich stundenlang einfach bloß Szenen sehen, in denen sie ganz normale Dinge tun. Schon allein deshalb schaue ich mir diese Filme gerne an und würde wahrscheinlich nie komplett enttäuscht das Kino verlassen. Trotzdem fand ich es schade, dass die Handlung auf der Insel so schnell vorbei war. Ich mochte das Setting sehr, weil der Park mittlerweile ziemlich zerstört ist und ein tolles "Lost Place"-Gefühl hat. Die Militärgeschichte mochte ich nicht wirklich, vor allem weil sie langweilig und nichts Außergewöhnliches ist: Die Dinos als neue "Waffe" im Krieg einzusetzen, hat mich einfach nicht interessiert. Zudem sind die Gegenspieler alle vollkommen unausgereifte und eindimensionale Charaktere, was das ganze nicht besser gemacht hat.

Wie fandet ihr die menschlichen Charaktere - sowohl die bereits bekannten als auch die neuen?

Owen, Franklin, Claire & Zia kümmern sich um Blue
Foto: Universal Pictures
Katrin: Von mir aus hätten alle menschlichen Charaktere und alle fleischfressenden Dinosaurier sterben können, wenn dafür der Brachiosaurus (Ich glaube jedenfalls, dass es einer war.) am Bootsanleger gerettet worden wäre. Ich fand es schade, dass nur zwei der "Jurassic World"-Charaktere dabei waren, zumal ich Owens Art nicht sonderlich mag (Sein Verhalten hat sich im Vergleich zum vorherigen Film aber deutlich gebessert!). Claire hat mir diesmal richtig gut gefallen, da sie sich weiterentwickelt und versucht, ihre vergangenen Fehler wiedergutzumachen. Leider durfte sie wieder nur dabeistehen, während Owen alle gerettet hat. Positiv überrascht war ich von Maisie. In den vorherigen Filmen des Franchise haben die Kinder immer kolossal genervt, aber die Kleine umgeht alle Fehler ihrer Vorgänger: Sie ist selbstständig, quengelt nicht, bringt sich nicht in Gefahr, ist nicht altklug und bleibt weitestgehend ruhig. Ich hoffe, sie ist im dritten Teil wieder mit dabei. Das Ende von "Das gefallene Königreich" ist schonmal vielversprechend in dieser Hinsicht.

Laura: Neben den Antagonisten konnten mich auch die anderen Figuren nicht wirklich überzeugen. Genauso wie Katrin mag ich Claire noch am liebsten, finde Owen aber auch in Ordnung und ihre gemeinsame Dynamik sorgt für ein paar nette Szenen. Das war's dann aber auch. Zia und Franklin sind ganz gute neue Charaktere, die den Zuschauer definitiv unterhalten. Insgesamt bleiben sie dabei aber ziemlich eindimensional. Viel mehr mochte ich Maisie - aus den gleichen Gründen wie Katrin. Bei den anderen Kindern war ich ständig genervt von ihren zahlreichen dummen Aktionen. Sie ist da mal eine sehr nette Abwechslung.

Wie sieht es bei den Dinosauriern aus? Was haltet ihr vom "Indoraptor"?

Laura: Wie ich oben schon erwähnt habe, sind die Dinosaurier insgesamt immer ein Pluspunkt. Auch dieses Mal konnten sie mich überzeugen, vor allem Blue. Aber auch der T-Rex hat wieder einen coolen Moment, als er Claire, Owen und Franklin auf der Insel vor einem anderen Saurier "rettet". Er und Blue haben wirklich Persönlichkeit. Was den "Indoraptor" angeht: Ich finde es etwas ermüdend, dass es immer ein noch "böserer" Dinosaurier sein muss. Als ob ein ganz normaler fleischfressender, aggressiver Dino nicht schon krass genug wäre. Mich konnte er nicht wirklich überzeugen, weil er vergleichsweise wenig Screentime bekommt. Der Zuschauer sieht nicht mal wirklich, wozu er fähig ist und was ihn jetzt so sehr von anderen Dinosauriern abhebt. Den "Indominus Rex" aus dem ersten Teil fand ich deutlich interessanter und unheimlicher. Er wird von Anfang an in die Geschichte eingebunden und bekommt eine wirkliche Einführung.

Katrin: Ich wünschte, die Produktion hätte den Mosasaurus als "Endgegner" genommen. Jede Szene mit ihm ist einfach nur purer Horror - besonders die unglaublich gut gemachte Aufnahme, wie er durch eine Welle taucht, auf der mehrere Surfer unterwegs sind. Das ist der Stoff, aus dem Albträume gemacht sind! Der "Indoraptor" hat mich einfach nur enttäuscht. Er sieht aus, wie ein Velociraptor mit goldener Färbung an den Seiten. Natürlich konnte er nicht so groß sein, wie der "Indominus Rex", da er sonst nicht in die Villa gepasst hätte. Aber im Gegensatz zu zahlreichen anderen Sauriern fand ich ihn schon etwas langweilig. Dass er wie ein Hund dressiert war, hat ihn auch nicht gerade furchterregender gemacht.

Welche Szene hat euch am wenigsten gefallen?

Das ist ein Dinosaurier und keine böse Hexe!
Foto: Universal Studios
Laura: Wo wir gerade schon beim "Indoraptor" sind: Seine Todesszene ist einfach komplett überzogen. Musste er wirklich in Zeitlupe durch das Glasdach stürzen und dann so brutal von einem Dinoskelett aufgespießt werden? Dann wird seine Leiche auch noch durch einen Blitz im dunklen Raum erleuchtet und dazu kommt natürlich noch dramatische Musik. Bei so viel Übertreibung konnte ich nur mit dem Kopf schütteln.

Katrin: Alle mit dem "Indoraptor" - besonders die, in der er in Maisies Zimmer ist. Es ist einfach nur lächerlich, dass er langsam die Tür aufmacht und sich durch den Raum schleicht, als sei er ein Einbrecher und kein wildes Tier. Außerdem fand ich es wirklich schade, dass keiner der Charaktere auf die Enthüllung des großen Geheimnisses (Das ich schon ziemlich früh erraten habe.) eingegangen ist.

Und welche am besten?

Katrin: Die oben bereits angesprochene Szene, in der die Menschen mit einem Boot von der Insel fliehen und ein einzelner Brachiosaurus am Anleger steht - hinter ihm Lava und Aschewolken - der ganz klägliche Laute von sich gibt, als würde er um Hilfe rufen. Ich bin bei Filmen selten emotional, aber der Moment hat mir wirklich wehgetan. Er hat mehr als alle anderen Szenen in beiden "Jurassic World"-Filmen gezeigt, dass Dinosaurier keine Spielzeuge und Killer sind, sondern Lebewesen. Claires völlig verzweifelter Blick macht die Sequenz noch trauriger und eindrücklicher. Optisch mochte ich fast jede Szene - die Kameraufnahmen sind beeindruckend und sehr kreativ!

Laura: Für mich war das ebenfalls die beste Szene! Sie zieht sich so lange, dass es für den Zuschauer fast unerträglich ist, hinzuschauen. In diesem Film habe ich deutlich mehr mit den Dinosauriern mitgefühlt als mit irgendeinem der Charaktere. Ansonsten haben mir auch alle Szenen auf der Insel mit am besten gefallen. Schade, dass diese Handlung so schnell vorbei war!

Was hättet ihr an der Geschichte verändert?

Das ist Grusel genug, es braucht keinen Indoraptor!
Foto: Universal Pictures
Katrin: Ich hätte den Mosasaurus oder zumindest einen anderen furchteinflößenden Dinosaurier in den Mittelpunkt gestellt und die Handlung größtenteils auf der Insel spielen lassen. Die freilebenden Urzeittiere und der ausbrechende Vulkan hätten als Horrorszenarien gereicht, da hätte es die alberne Auktion und die eindimensionalen menschlichen Antagonisten nicht gebraucht. Außerdem hätte ich Zia und Franklin mehr Sendezeit gegeben und deutlicher gezeigt, wie heldenhaft Claire ist.

Laura: Da ich die ganze Idee mit dem Militär sehr langweilig fand, hätte ich dem Film wahrscheinlich eine andere Art von Gegenspieler gegeben. Außerdem hätte ich es toll gefunden, wenn die Rettungsaktion mehr im Fokus gestanden hätte und nicht nur ein Vorwand gewesen wäre, um Claire und Owen auf die Insel zu locken.

Last, but not least: Was versprecht ihr euch vom dritten Teil, der im Juni 2021 erscheint?

Katrin: Dass der Film eine Erklärung dafür findet, wie drei Dutzend Dinosaurier (darunter Pflanzenfresser und sehr kleine), die sich nicht fortpflanzen können, tatsächlich eine Gefahr für die ganze Welt darstellen sollen. Außerdem hoffe ich, dass Maisie, Franklin und Zia wiederkehren und die Sendezeit gerechter zwischen den Charakteren verteilt wird. Hat mittlerweile irgendeiner eine Zeitmaschine erfunden? Ich möchte nicht 1.098 Tage warten! 

Laura: Genau das habe ich mich auch am Ende gefragt. Was mich außerdem gewundert hat: Wieso wurden nicht direkt Pläne geschmiedet, um die Dinosaurier doch noch zur sicheren Insel zu bringen? So viele können das doch wirklich nicht gewesen sein, da sie alle auf das Schiff gepasst haben. Ich hoffe daher, dass die Rettungsaktion im kommenden Teil immer noch eine Rolle spielen wird.


Habt ihr "Jurassic World: Das gefallene Königreich" schon gesehen? Wie hättet ihr geantwortet? Teilt es und in den Kommentaren mit

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English


- The following text contains spoilers -


Dinosaurs are so cool!
Photo: Universal Pictures
"Jurassic World: Fallen Kingdom" is the sequel of the mega-hit "Jurassic World". It grossed more than 1.6 billion US dollar in 2015 and is currently ranked fifth on the "Most successful movies of all time" list. We, the "Watch.Read.Talk.", authors loved the movie and couldn't wait for the second part. In today's "Watch.Read.Discuss." we discuss some questions about the movie - like if our expectations were satisfied and what we thought about the new super dino.

Three years have passed since the tragedy at the "Jurassic World" adventure park. Meanwhile former park manager Claire Dearing (Bryce Dallas Howard) has founded the "Dinosaur Protection Group" which advocates for the prehistoric animals' rights. The Isla Nublar where all the remaining species live is threatened to be destroyed by a volcanic eruption. Claire and her fellow campaigners, including paleo-veterinarian Dr. Zia Rodriguez (Daniella Pineda) and IT expert Franklin Webb (Justice Smith), try to prevent the dinosaurs' reextinction. Sir Benjamin Lockwood (James Cromwell) and his right hand Eli Mills (Rafe Spall) offer to finance a rescue mission and allow the animals to live a peaceful life on a different island. Claire convinces her ex-boyfriend and former velociraptor trainer Owen Grady (Chris Pratt) to accompany her, Franklin and Zia to Isla Nublar. On site they're not only confronted with dangerous dinosaurs and deadly lava, but also with an intrigue that almost claims their lives. Back on the mainland Claire, Owen and Webb's granddaughter Maisie (Isabella Sermon) have to stop the surviving dinosaurs, including Owen's trained velociraptor Blue, from falling into the wrongs hands.


When did you become aware of the movie and why did you want to watch it?

Katrin: I thought "Jurassic World" was awesome! Therefore it was crystal clear I would be at the movie theater opening day wearing my "Jurassic Park" hoodie! It's pretty amazing the movie was released in Germany and many other European countries two weeks earlier than in the US.

Laura: I loved the "Jurassic Park" trilogy when I was a kid, that's why I was really anticipating the new films. Since I really liked the first part of "Jurassic World" I also wanted to see "Fallen Kingdom". I was very curious how the story would go on.

How did "Fallen Kingdom" do in comparison to its predecessor?

Katrin: I liked the movie a little less than the first one. The main reason is the not-so-intense atmosphere. The original soundtrack was barely used, just a small bit of the story was actually set on Isla Nublar and except for Claire and Owen none of the other "Jurassic World" characters returned, therefore the mood wasn't the same. I still liked "Fallen Kingdom" a lot. Mainly because it had more dramatic moments than its predecessor.

Laura: Overall I also liked the first one better. Nonetheless this film is entertaining too. The great thing about these movies are the dinosaurs. The technology is so advanced that they look unbelievable realistic and this is what makes the movie experience so great. I could probably watch scenes in which they do ordinary things for hours. That's why I love to watch these films and I guess I would never leave the cinema totally disappointed. But I didn't like that the plot on the island ended so soon. I loved the setting because the park looked abandoned and had a great "lost place" feeling. The military story annoyed me, because it's boring and overdone: The idea of using dinosaurs as a "weapon" in wars just wasn't interesting. Furthermore the opponents are all completely one-dimensional and lack interesting characteristics.

What did you think of the human characters - the already known ones as well as the new ones? 

Owen, Franklin, Claire & Zia take care of Blue
Photo: Universal Pictures
Katrin: As far as I'm concerned all human characters and carnivorous dinosaurs might as well have died if the brachiosaurus (At least I think it was one.) at the pier would have lived instead. I was disappointed that only two "Jurassic World" characters returned, especially because I'm not a fan of Owen's attitude (It's way better in this movie than in the previous one!). I really liked Claire this time, because she evolved and tried to compensate for her mistakes in the past. Sadly she once again was only allowed to stand there and wait for Owen to save everyone. I was positively surprised by Maisie. In the other movies of the franchise the children were always incredibly annoying, but she avoided all of her predecessors' mistakes: She is independent, pretty calm most of the time, not whining, not putting herself in danger and not precocious. I hope she'll be in the third movie. The end of "Fallen Kingdom" is promising in this case.

Laura: The antagonists weren't the only ones who couldn't impress me. The other characters weren't very groundbreaking either. Just like Katrin I like Claire the most, but Owen is okay too. I especially enjoy their dynamics because they provide the viewer with some entertaining scenes. But that's about it. Zia and Franklin are good new characters who can entertain the viewers but overall their roles are quite one-dimensional. I liked Maisie a lot for the same reasons as Katrin. All the other children always annoyed me with their countless dumb decisions. So her character is a nice change.

What about the dinosaurs? What's your opinion on the "Indoraptor"?

Laura: As I mentioned above the dinosaurs are always a highlight. This time is no different. Blue was amazing again, but the T-Rex also had its great moment when it "rescued" Claire, Owen and Franklin from another dinosaur. Both of them have real personalities. As for the "Indoraptor": It's kinda tiring that it always has to be a dinosaur that's "more evil" than the last. As if a regular carnivorous and aggressive one wouldn't already be scary enough. I wasn't really impressed by it, mainly because it doesn't even get that much screen time. The viewer doesn't get a clear insight of what it's capable of and what exactly is setting it apart from all the other dinosaurs. The "Indominous rex" in the first part was much more interesting and terrifying. It's involved in the story from the beginning and gets a real introduction.

Katrin: I wish the production would've chosen the mosasaurus as "final enemy". Each scene with it is pure horror - especially the incredible shot of it diving through a wave with a bunch of surfers on top. It looks like a nightmare! I thought the "Indoraptor" was really disappointing. It looks like a velociraptor with a golden coloration on its side. Of course it couldn't have been as big as the "Indominus rex", because otherwise it wouldn't have fit into the villa. But in comparison to other dinosaurs it was quite boring. Being trained like a dog made it even less terrifying.

Which scene did you like the least?

That's a dinosaur and not an evil witch!
Photo: Universal Studios
Laura: Since we're already talking about the "Indoraptor": Its death scene was completely over the top. Did it really have to fall through the glass roof in slow motion and then get brutally impaled by a dinosaur skeleton? Afterwards its corpse gets illuminated by lightning and of course there has to be dramatic music. Seeing so much exaggeration I just sat there shaking my head.

Katrin: Every single one with the "Indoraptor" - especially the scene in Maisie's bedroom. It's ridiculous how the "Indoraptor" slowly opens the door and lurks through the room like a burglar and not like a wild animal. Furthermore it was a great pity that none of the characters really reacted to the revelation of the big secret (Which I guessed pretty early.).

Which scene did you like best?

Katrin: The above-mentioned scene in which the humans flee from the island with a boat and a single brachiosaurus stands at the pier - behind him lava and ash clouds - wailing miserably like it's crying for help. I rarely get emotional while watching movies, but this moment really hurt. Like no other scene in both "Jurassic World" films it shows that dinosaurs are not toys or killers, but living creatures. The completely desperate look on Claire's face makes the scene even more sad and touching. Visually I liked basically every scene - the camera shots are impressive and very creative.

Laura: For me, that was also the best scene! It goes on long enough that the viewer can barely keep his eyes on the screen. In this movie I felt much more empathy for the dinosaurs than for any other character. Additionally, I liked all the scenes on the island very much. It's a pity that this plotline ended so soon!

What would you have changed about the story?

That's enough horror, no "Indoraptor" needed!
Photo: Universal Pictures
Katrin: I would have focussed on the mosasaurus or another terrifying dinosaur and set most of the story on the island. The free-living prehistoric animals and the erupting volcano would've been enough horror scenarios. There would've been no need for the ridiculous auction and the one-dimensional human antagonists. Additionally I would've given Zia and Franklin more screen time and shown distinctly how heroic Claire is.

Laura: I would have introduced different antagonists, because I thought the whole story with the military was boring. Furthermore, I would have loved to see the rescue operation get more importance rather than it just being an excuse to get Claire and Owen to the island.

Last, but not least: What do you expect from the third movie that's going to be released in June 2021? 

Katrin: That it has a good explanation how three dozen dinosaurs (including herbivores and very small ones) which can't procreate are a threat to the entire world. Furthermore I hope Maisie, Franklin and Zia will be back and that the screen time is equally distributed among the characters. Has anyone invented a time machine yet? I don't want to wait 1,098 days!

Laura: I asked myself the same question. Another thing that confused me: Why didn't they make plans to get the dinosaurs to the safe island after all? There really couldn't have been that many dinosaurs since all of them fit on the ship. I hope that the rescue operation will still play a part in the next movie. 


Have you seen "Jurassic World: Fallen Kingdom" yet? What would have been your answers? Tell us in the comments.

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Dienstag, 8. Mai 2018

The Rain (Serie) - Watch.Read.Discuss. [D/E]

The following discussion of the "Netflix" TV show "The Rain" is also available in English. Please scroll down for the English version.

Deutsch


- Der folgende Text enthält Spoiler -


Im September haben wir die wenigen Stärken und vielen Schwächen der damals frisch erschienenen "Netflix"-Serie "The Mist" diskutiert (klickt hier um zum Post zu gelangen). Vor wenigen Tagen hat der Streaming-Anbieter eine weitere Sendung über tödliche Wetterveränderungen veröffentlicht: "The Rain". Es ist gleichzeitig auch das erste dänische "Netflix Original". Also mehr als genug Gründe für eine neue Ausgabe unserer Reihe "Watch.Read.Discuss.", in der wir Autoren einige Fragen zum selben Medium diskutieren (hier kommt ihr zu allen vorherigen Teilen - zum Beispiel über "Ku'damm 59", "Dark" oder "Greatest Showman").

Einer nerviger als der andere...
Foto: Netflix
Das Leben der pubertierenden Simone (Alba August) verändert sich schlagartig, als ihr Vater Frederik (Lars Simonsen) sie kurz vor einer wichtigen Prüfung aus der Schule zerrt. Im Auto warten bereits ihre Mutter Ellen (Iben Hjejle) und ihr kleiner Bruder Rasmus (Bertil De Lorenzi). Hektisch flieht die Familie und schlägt sich schließlich zu Fuß bis zu einem unterirdischen Bunker durch. Frederik berichtet seiner Tochter, dass sich ein tödlicher und hochgradig ansteckender Virus im derzeit fallenden Regen befindet. Er werde fortgehen und nach einem Heilmittel suchen. Solange müsse sie auf ihren Bruder aufpassen, da er der Schlüssel zur Rettung sei. Noch am selben Tag stirbt Ellen, als sie beim Kampf gegen einen Eindringling in Berührung mit dem Regen kommt. Die beiden Kinder bleiben alleine zurück und warten auf die Rückkehr ihres Vaters. Nach über fünf Jahren neigen sich die Vorräte im Bunker dem Ende zu und die Geschwister entscheiden, ihr unfreiwilliges Zuhause zu verlassen. Wenig später werden sie von einigen Überlebenden überfallen. Da Simone weiß, wo weitere Nahrungsvorräte zu finden sind, entschließt sich Anführer Martin (Mikkel Boe Følsgaard) dazu, sie und Rasmus (jetzt: Lucas Lynggaard Tønnesen) mitzunehmen. Die Gruppe, zu der noch Patrick (Lukas Løkken), Lea (Jessica Dinnage), Jean (Sonny Lindberg) und Beatrice (Angela Bundalovic) gehören, macht sich auf die Suche nach Lebensmitteln und Antworten.


Wie seid ihr auf die Serie aufmerksam geworden und warum wolltet ihr sie gucken?

Katrin: Für "The Rain" wurde online exzessiv Werbung gemacht. Kaum war der Teasertrailer veröffentlicht, wurde er mir schon in sämtlichen sozialen Netzwerken angezeigt - da gab es kein Entkommen. Die Ausschnitte sahen vielversprechend aus und die Handlung klang trotz des ausgelutschten "eine Gruppe Teenager muss in einer dystopischen Welt überleben"-Konzepts ganz interessant. 

Laura: Ich habe den Trailer schon vor einer Weile gesehen, die Serie dann aber erst mal wieder vergessen. Kurz vor dem Start habe ich ihn durch Zufall nochmal gesehen und ziemlich spontan entschieden, die Sendung zu schauen. Mich hat die Idee mit dem Regen als Bedrohung interessiert. Ich war vor allem neugierig darauf, wie genau sie umgesetzt wurde.

Wurden eure Erwartungen erfüllt?

Ein Leben im Bunker stand bei Simone nicht auf dem Plan
Foto: Netflix
Katrin: "The Mist" ging in eine sehr ähnliche Richtung und die Serie hat mich weitestgehend enttäuscht, daher bin ich praktisch ohne Erwartungen an "The Rain" herangegangen. Ich habe mich später trotzdem geärgert und der verschwendeten Zeit hinterhergetrauert. Wenn Laura und ich nicht diesen Post geplant hätten, hätte ich die Sendung garantiert abgebrochen. Ich habe zwar schon häufig Formate rezensiert, die mir nicht gefallen haben, doch dieses hier hat mich noch zusätzlich furchtbar gelangweilt und aufgeregt.

Laura: Ich habe damit gerechnet, dass der Regen mehr im Fokus stehen würde. Stattdessen spielt er gar keine so große Rolle. Er ist quasi nach der ersten Folge der harmloseste "Gegner". Es geht vielmehr um das Überleben an sich, weil es kaum Essen gibt und eine organisierte Gruppe jeden umbringt, der infiziert sein könnte. Eben ein typisches Endzeit-Szenario. Auch nicht sehr viel außergewöhnlicher ist die klassische Suche nach einem Familienmitglied, hier dem Vater von Simone und Rasmus. Ich dachte, die Serie würde etwas ausgefallener sein, dreht sich aber eher um bekannte Ideen. 

Hebt sich "The Rain" von anderen Serien ab, die ihr gesehen habt?

Katrin: Nein, überhaupt nicht. Es gibt Dutzende Filme und Serien über Dystopien, in denen eine Gruppe Jugendlicher ums Überleben kämpft und nebenher mit mehr oder weniger typischen Problemen des Älterwerdens konfrontiert wird. "The Rain" unterscheidet sich in keinster Weise von ihnen. Die meisten Erwachsenen sind sofort qualvoll gestorben, doch die Teenies schaffen es seit Jahren alleine zu überleben; ein übermächtiger Konzern, der für den Untergang der Welt verantwortlich ist und auch noch nach der großen Katastrophe normal weitermacht; eine starke und gutherzige Protagonistin, die sich in den mysteriösen, introvertierten Anführer der Rebellen verliebt... all das war schon in unzähligen anderen Formaten zu sehen. Die ganze Serie wirkt wie ein liebloser Versuch, den längst abgeflauten Trend, der mit "The Hunger Games" gestartet ist, aufzuwärmen. Mit einigen unvorhersehbaren Wendungen, vielschichtigen Charakteren und innovativen Ideen hätte daraus vielleicht noch eine passable Sendung werden können, doch es gibt nichts dergleichen.

Laura: Ich finde auch nicht, dass die Sendung irgendetwas Neues zu bieten hat. Tatsächlich wurde ich an einigen Stellen sogar an eine spezielle Serie erinnert: "The Walking Dead". Besonders als sich herausstellt, dass die "netten" Menschen in Wahrheit Kannibalen sind. Mir war schon bei der Begrüßung klar, dass mit denen etwas nicht stimmt. Warum? Weil ich sofort an die populäre Zombie-Sendung denken musste. Da treffen die Protagonisten ebenfalls ständig auf vermeintlich gute Menschen, die am Ende doch die Bösen sind. An sich muss die Ähnlichkeit nichts Schlechtes sein. Allerdings tut der dänischen Serie der Vergleich mit "The Walking Dead" überhaupt nicht gut, weil sie nicht mithalten kann. Das liegt vor allem daran, dass die Charaktere einfach nicht interessant und komplex genug sind. Eine Geschichte, in der es oft darum geht, dass die Figuren durch die Gegend laufen und sonst nichts passiert, braucht vielschichtige Protagonisten. Sonst langweilt sich der Zuschauer irgendwann. Leider bleiben die Personen hier alle viel zu blass. Die einzigen Konflikte in der Gruppe sind Liebesdramen, Eifersucht und Meinungsverschiedenheiten und die werden alle nicht besonders mitreißend erzählt. Zwischendurch gibt es dann diese beinahe absurden Szenen, in denen alle vollkommen überdreht herumhüpfen, als hätten sie den Spaß ihres Lebens. Das ist ein zu krasser Gegensatz zu der sonst sehr düsteren Stimmung und will für mich einfach nicht passen. "The Walking Dead" ist da hundertmal besser. Leider kann die Serie daher für mich nichts Besonderes bieten und hebt sich auch nicht von anderen Sendungen ab. 

Was hat euch noch an den Charakteren gestört?

Wer möchte das Alter der Charaktere erraten?
Foto: Netflix
Laura: Der Zuschauer hat keine Ahnung, wie alt sie sein sollen. Das hat mich ständig irritiert. Vor allem die Liebesgeschichte zwischen Rasmus und Beatrice fand ich die ganze Zeit ziemlich merkwürdig. Die Rückblenden machen teilweise auch keinen Sinn. Lea und Patrick sehen nach sechs Jahren immer noch genauso aus. Wie kann das sein? Simone hat einen anderen Haarschnitt, das war es dann aber auch. Ich habe mich andauernd gefragt, wieso nicht drei Jahre zwischen der Katastrophe und der Gegenwart vergangen sein können. Dann wären zumindest die scheinbar nicht alternden Figuren etwas glaubwürdiger.

Katrin: Genau wie Laura hat es mich kolossal gestört, dass der Zuschauer nicht erfährt, wie alt die Weggefährten von Simone und Rasmus sind. Lea ginge als 14 durch, während Martin schon Ende 30 sein könnte. Ihre Vorgeschichten lassen zwar auf ihr ungefähres Alter schließen, doch die Schauspieler passen vom Aussehen her nicht dazu. Besonders die Beziehung zwischen dem 15- oder 16-jährigen Rasmus und der deutlich älter wirkenden Beatrice erscheint in dieser Hinsicht sehr komisch. Außerdem sind alle Figuren unglaublich einseitig und klischeehaft. Die Gruppe besteht aus - wie sollte es anders sein - einem vermeintlich starken Anführer, einem aufbrausenden Kiffer, einer hübschen Verführerin, einem planlosen Trottel und einem gottesfürchtigen Mauerblümchen, das alle beschützen wollen. Mit Ausnahme von Letztgenannter, die zwischendurch auch für sie eher untypische Entscheidungen trifft, handeln alle Charaktere genauso, wie es ihr oberflächliches Rollenprofil vorgibt. Das ist langweilig, vorhersehbar und einfallslos. Genauso wie ihre unglaublich tragischen Vorgeschichten, die zwar zu Beginn der Folgen gezeigt, danach aber nicht mehr thematisiert werden und die Figuren kaum in der Gegenwart beeinflussen.

Welche Szene hat euch am wenigsten gefallen?

Katrin: Absolut jede, in der der jugendliche Rasmus vorkommt. Er trifft eine saudumme Entscheidung nach der anderen, motzt herum und bringt die Gruppe ständig in Gefahr, ohne dafür irgendwelche Konsequenzen tragen zu müssen. Schade, denn den zehnjährigen Rasmus fand ich klasse! Außerdem die komplette Folge, in der die Protagonisten kurz einer Kannibalen-Sekte beitreten. Die Sequenz ist  einfach nur seltsam und zeigt nachdrücklich, wie unglaublich dumm und naiv die Teenager sind. Müsste ich eine bestimmte Szene wählen, dann die, in der Rasmus um Beatrice trauert und jeden Lebenswillen verliert. Mehr Melodramatik geht kaum noch - "Die Leiden des jungen Werthers" lassen grüßen.

Laura: Als Simone das erste Mal nach sechs Jahren den Bunker verlässt. Es ist stockdunkel und sie rennt wer weiß wohin, schafft es aber trotzdem wieder ohne Probleme zum Bunker zurück. Was ist das bitte für ein krasser Orientierungssinn? Generell ist es nicht logisch, dass sie die Lage aller Bunker im Kopf haben soll und außerdem genau weiß, wie sie dort hinkommt. Das hat mich die ganze Zeit ziemlich genervt. Eigentlich hätte das ein Aspekt sein müssen, der die Figuren vor Hindernisse stellt, ist es aber nicht, einfach weil Simone es kann. Es scheint fast so, als hätten die Serienmacher keine Lust darauf gehabt, sich mit diesem Problem auseinanderzusetzen. Denn einem Charakter ohne jegliche Erklärung einen so außergewöhnlichen Orientierungssinn zu geben, ist eine ziemlich einfache, aber auch unglaubwürdige Lösung.

Und welche am besten?

Katrin: Die Szenen zwischen Simone und dem kleinen Rasmus zu Beginn der Serie. Die Chemie zwischen den beiden ist klasse, genauso wie die schauspielerische Leistung. Es gibt viele anrührende, stimmige Momente, wie die gemeinsame Trauer um ihre Mutter oder eine spontane Tanzparty zur Aufmunterung. Außerdem ist es interessant zu sehen, wie Simone, die gerade noch Schulprojekte und ein Date im Kopf hatte, sich mit der Situation arrangieren muss, plötzlich allein verantwortlich für ihren kleinen Bruder zu sein.

Laura: Mich konnte keine so richtig begeistern. Ganz gut fand ich aber die Szenen, in denen Martin misstrauisch wird und bei der Sekte herumspioniert. Wenigstens eine Person, die merkt hat, wie merkwürdig die Menschen dort sind! Außerdem ist er nicht so dumm, dass er von einem der Bewohner gefunden und niedergeschlagen wird. Das habe ich schon fast kommen sehen, aber zum Glück ist es nicht passiert.

Was hättet ihr an der Geschichte verändert?

Simone muss viel Schlimmes mitansehen
Foto: Netflix
Katrin: Auf jeden Fall hätte ich mir ein Alleinstellungsmerkmal überlegt, mit der ich die Sendung von den vielen ähnlichen Erzählungen abgegrenzt hätte. Zudem hätte ich die Charaktere und die Handlung weniger klischeehaft gestaltet und auf viele übertrieben melodramatische und schräge Momente verzichtet. Außerdem hätte ich das isolierte Leben im Bunker länger beleuchtet und dafür die Probleme innerhalb der Gruppe drastisch reduziert.

Laura: Den Verlauf der Geschichte finde ich gar nicht so schlecht, abgesehen von der komischen Romanze zwischen Rasmus und Beatrice. Der hätte ich weniger Screentime gegeben. Ansonsten hätte ich wahrscheinlich nichts verändert. Es geht mir mehr darum, wie die Geschichte umgesetzt wurde. Für mich kam erst in den letzten zwei Folgen etwas Spannung auf. Ich war allerdings auch dann weit davon entfernt, richtig mitzufiebern. Wenn die Charaktere interessanter gewesen und die Konflikte spannender gestaltet worden wären, hätte das der ganzen Serie viel gegeben.

Last, but not least: Was versprecht ihr euch von einer zweiten Staffel?

Katrin: Da "The Mist" nach nur einer Staffel gecancelt wurde, kann ich mir nicht vorstellen, dass "The Rain" fortgesetzt wird. Beide Serien richten sich an ein sehr ähnliches Publikum und Letztere hat zudem den Nachteil, das sie für den internationalen Markt übersetzt beziehungsweise untertitelt werden muss. Falls es weitere Folgen geben sollte, würde ich auf eine spannendere, abwechslungsreichere und innovativere Handlung hoffen. Aber ehrlich gesagt: Ich glaube nicht, dass ich mir eine zweite Staffel überhaupt anschauen würde.

Laura: Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich einer möglichen Fortsetzung eine Chance geben würde. Es wäre toll, wenn sie etwas Neues bieten würde und nicht nach demselben Schema abläuft wie die erste Staffel. Außerdem sollten die Charaktere weiter ausgearbeitet und vor allem die Gruppendynamik verbessert werden.


Habt ihr "The Rain" schon gesehen? Wie hättet ihr geantwortet? Teilt es uns in den Kommentaren mit. 

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English


-The following text contains spoilers -


In September we discussed the few strenghts and many weaknesses of the "Netflix" show "The Mist" (you can find the post here). A few days ago the streaming service published another series about deadly weather changes: "The Rain". It's also the first Danish "Netflix Original". So more than enough reasons for another issue of our series "Watch.Read.Discuss.", in which we authors discuss some questions about the same medium (click here to see all the other parts - for example about "Dark" or "Greatest Showman").

One more annoying than the other...
Photo: Netflix
The life of teenager Simone (Alba August) changes drastically when her father Frederik (Lars Simonsen) drags her out of school right before an important exam. Her mother Ellen (Iben Hjejle) and her little brother Rasmus (Bertil De Lorenzi) are already waiting in the car. The family flees in a rush and eventually finds its way to an underground bunker. Frederik tells his daughter that a deadly and highly contagious virus is carried by the currenty falling rain. He is going to leave and search for a cure. Until he returns she has to take care of her brother, because apparenty he is the key to saving humanity. Ellen dies the same day as she comes in contact with the rain while fighting an intruder. The children are left alone, waiting for their father to come back. After more than five years the supplies in the bunker are nearly gone and the siblings decide to leave their unintentional home. Shortly after they get attacked by some survivors. Since Simone knows where to find more food supplies, the leader Martin (Mikkel Boe Følsgaard) decides to take her and Rasmus (now: Lucas Lynggaard Tønnesen) with them. The group, that also includes Patrick (Lukas Løkken), Lea (Jessica Dinnage), Jean (Sonny Lindberg) and Beatrice (Angela Bundalovic), starts their search for food and answers.


When did you become aware of the series and why did you want to watch it?

Katrin: "The Rain" was heavily advertised. The moment the teaser trailer got released, it was all over my social media - there was no escape. It looked promising and the plot seemed to be kind of interesting despite the overused "a group of teenagers has to survive in a dystopian world" concept.

Laura: I watched the trailer some time ago, but forgot about the series. Shortly before the release I saw it again and decided rather spontaneously to give it a try. I especially liked the idea of rain as a deadly threat. I was curios how the series had implemented it. 

Did the show live up to your expectations?

A life in a bunker wasn't part of Simone's plans
Photo: Netflix
Katrin: "The Mist" went into a quite similiar direction and I was pretty disappointed by the series. That's why I basically had no expectations for "The Rain". It managed to bother me and I mourned the wasted time. If Laura and I hadn't planned this post, I definitely would have quit the series. Although I review formats I didn't like quite often, I got exceptionally bored and angry watching this one.

Laura: I expected the rain to be the center of the show. Instead its role is very small and it quickly becomes the most harmless "opponent". The story is more about the basic survival since food is rare and there is an organised group that kills everyone who might be infected with the virus. It's a typical apocalyptic scenario. Then there's the classic search for a family member - in this case the father of Simone and Rasmus - which isn't very exceptional either. I thought the series would be a bit more unusual, but it's mainly made up of overused ideas.

Does "The Rain" stand out from other shows that you've watched?

Katrin: No, not at all! There a dozens of dystopian movies and shows, where a group of teenagers has to fight for survival and deal with more or less typical coming of age problems at the same time. "The Rain" isn't different from those in any way. Most adults immediately died in a painful way, but the teenagers managed to survive alone for years; a powerful corporation is responsible for the apocalypse and continues to operate normally even after the great catastrophe; a strong and kind-hearted protagonist falls in love with the mysterious, introverted leader of the rebels... all of that was already shown in other media. The whole series seems like a half-hearted attempt to warm up the already fading trend, which started with "The Hunger Games". Some unpredictable twists, complex characters and innovative ideas could've made it into an okay show. Sadly, there isn't any of that.

Laura: I also don't think that the series has some new aspects. In fact I was reminded of a certain show while watching some scenes: "The Walking Dead". Especially when the "good" people turn out to be cannibals. I already knew that something was up when they welcomed the group of teenagers. Why? Because my thoughts immediately went to the popular zombie series. There the protagonists also meet alleged good people who are the bad guys in the end. This similarity doesn't have to be a bad thing. But the comparison with "The Walking Dead" doesn't do the Danish show any good, because it can't keep up with it. The main problem: The characters are neither interesting nor complex. A story that often has the characters just walking around with not much more happening needs complex protagonists. Otherwise the viewers will get bored at some point. Unfortunatley the characters in "The Rain" stay one-dimensional. The only conflicts within the group are love dramas, jealousy and random disagreements and none of these are told in a thrilling way. Then there are some almost absurd scenes in which everyone is hyped and jumping aroung as if they're having the time of their lives. In comparison to the otherwise dark mood this contrast is way too extreme and just doesn't seem to fit in my eyes. "The Walking Dead" is a hundred times better. Therefore the series isn't special and doesn't stand out from other shows.

What else bothered you about the characters?

Who wants to guess the characters' ages?
Photo: Netflix
Laura: The viewer has no clue about the characters' ages. This was constantly irritating me. Especially the love story between Rasmus and Beatrice was kind of strange in my eyes. Some of the flashbacks don't make much sense either. Lea and Patrick look exactly the same after six years. How's that even possible? Simone's got a new haircut, but that's about it. All the time I was asking myself why they didn't make the difference between the catastrophe and present day shorter, maybe like three years. At least the seemingly not aging characters would be a little more believable.

Katrin: Like Laura, it bothered me immensely that the viewer doesn't know how old Simone's and Rasmus' companions are. Lea could be 14 while Martin could be in his late 30s. Their backstories hint their age but the actors' appearances don't fit. Especially the relationship between 15- or 16-year-old Rasmus and Beatrice, who looks much older, seems really weird in this regard. Furthermore all characters are incredibly one-sided and stereotypical. The group consists of  - how could it be different - a supposedly strong leader, a short-tempered pothead, a pretty seducer, a clueless idiot and a religious wallflower, who everyone wants to protect. Every character acts exactly like their superficial character profile tells them to, with exception of the latter who makes rather untypical decisions sometimes. This is boring, predictable and uninspired. Just as their unbelievably tragic backstories that are shown at the beginning of each episode but never addressed after that and don't really affect the present.

Which scene did you like the least?

Katrin: Every scene in which the adolescent Rasmus appears. He makes one stupid decision after the other, complains nonstop and constantly endangers the group without having to face any consequences. That's a pity, because I thought ten-year-old Rasmus was great! Furthermore the entire episode in which the protagonists briefly join a cannibalistic sect. The sequence is just weird and shows how unbelievably dumb and naive the teenagers are. If I have to choose one specific scene it would be the one in which Rasmus mourns Beatrice while losing all his will to live. Could it be more melodramatic - like straight from "The Sorrows of Young Werther".

Laura: When Simone leaves the bunker for the first time after six years. It's completely dark and she runs to god knows where, but is still able to return without any problems. What kind of crazy sense of direction is this? It also doesn't make sense that she has the location of every other bunker saved in her mind und knows exactly how to get there. This was bugging me the whole time. It should have been an aspect that challenges the characters. Instead it's no problem at all, just because Simone can do it. It seems like the showrunners didn't want to deal with this problem. To give one character such an extraordinary sense of orientation without any explanation is a simple but implausible solution.

Which scene did you like best?

Katrin: The scenes between Simone and young Rasmus at the beginning of the series. They have great chemistry and the acting is amazing. There are a lot of touching, harmonious moments - for example the joint mourning for their mother or a spontaneous dance party to cheer them up. Furthermore it's interesting to see how Simone, who just had school projects and a date on her mind, has to deal with suddenly being responsible for her little brother all by herself.

Laura: There wasn't one that could really excite me. But I quite liked the scenes in which Martin gets suspicious of the sect and wants to find out what's going on. At least one person who notices how weird those people are! Besides he isn't stupid enough to get caught and knocked out by one of the residents. I almost saw it coming, but luckily it didn't happen.

What would you have changed about the story?

Simone has to witness some terrible things
Photo: Netflix
Katrin: I definitely would've thought about a unique feature to distinguish the show from all the similar stories. Furthermore I would've made the characters and the plot less stereotypical and cut many unreasonably melodramatic and weird moments. In addition I would have shown more of the life in the bunker and reduced the problems within the group drastically. 

Laura: I think the course of the story isn't even that bad, except for the weird romance between Beatrice and Rasmus. I would 've given this part less screentime, otherwise I probably wouldn't have changed anything. It's more about the way the story got carried out. I only felt some suspense in the last two episodes. I was still far away from rooting for the characters though. If the figures were more interesting and the conflicts more thrilling the series would've been a lot better.

Last, but not least: What do you expect from a second season?

Katrin: Since "The Mist" was cancelled after one season, I doubt that "The Rain" will be continued. Both shows have a similiar target audience and the last one has the disadvantage of needing translations for the international market. If there were more episodes to come I would hope for a more exciting, varied and innovative plot. But to be honest: I don't think I would even watch a second season.

Laura: I'm also not sure if I would give a possible second season a chance. It would be great if it could offer something new and doesn't follow the same scheme as the first one. Additionally, the characters should be more elaborate. Especially the group dynamic should be improved.


Have you seen "The Rain" yet? What would have been your answers? Tell us in the comments.

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