Posts mit dem Label jbu werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label jbu werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 24. Juni 2017

The Shannara Chronicles - Rezension

Die MTV Serie “The Shannara Chronicles” entstand 2016 aus dem Buch „Die Elfensteine von Shannara“ von Terry Brooks. In Deutschland kann man sie auf Amazon Video gucken. Es gibt bisher eine Staffel mit 10 Folgen. Eine weitere Staffel ist für Herbst 2017 geplant. 
Die Handlung spielt in einer postapokalyptischen Welt, in der die Menschheit sich in verschiedene Rassen wie Elfen, Trolle und Gnome entwickelt hat. Außerdem wurde die meiste Technologie zerstört bzw. vergessen, sodass die Leute wie im Mittelalter leben. Die Verschmelzung von futuristischen/postapokalyptischen und Fantasy/Mittelalter Aspekten, gibt der Serie einen sehr individuellen Look.
Foto: MTV
Die Geschichte handelt von den drei Teenagern Will (Austin Butler), Eretria (Ivana Baquero) und Amberle (Poppy Drayton). Will ist ein Halbelf, der mit seiner Mutter und seinem Onkel auf einer kleinen Farm groß geworden ist. Nachdem seine Mutter gestorben ist, bricht er auf, um die Kunst der Heiler zu erlernen. Auf dem Weg dorthin wird er von dem Vagabundmädchen Eretria erst gerettet und dann beraubt. Amberle, die Enkeltochter des Elfenkönigs, nimmt an einem Lauf teil um Hüterin des Ellcrys, einem mächtigen Baum, zu werden und gewinnt. In einer Vision sieht sie, dass ihre Welt von Dämonen und einem Zauberer bedroht wird. Um das zu stoppen, müssen Amberle, Will und Eretria die Samen des Ellcrys zu dem Blutfeuer bringen, von dem niemand weiß wo es genau liegt.


Erwartungen

Dass die Welt super aussieht, wusste ich schon vorher.
Foto: MTV
Meine Erwartungen, nachdem ich den Vortrag auf der MagicCon über die Special Effects gehört und mir den Trailer angeschaut habe, sind durchwachsen. Ein großer Pluspunkt der Serie ist für mich, wie cool alles aussieht. Die Effekte sind super gut gemacht, was nicht überrascht bei einer Firma, die an Game of Thrones mitarbeitet. "Fantasy“ ist mein Lieblingsgenre für Bücher und Filme, also ein weiterer Pluspunkt. Was mich nicht so anspricht, ist die Idee einer postapokalyspischen Welt. Ich kann mit Distopien wenig anfangen. Als ich mit einer Freundin darüber geredet habe, meinte sie, dass sie ein paar Folgen gesehen hat und die Serie langweilig fand. Die Serie hat nur 10 Folgen und da sie wirklich sehr hübsch aussieht, werde ich sie trotzdem anfangen zu gucken.

Nach 5 Folgen

Die Kostüme sind sehr cool. 
Foto: MTV
Ich habe jetzt die Hälfte der Serie geguckt. Eine Erwartung, die sich zu 100% bestätigt hat, war wie fantastisch die Serie aussieht. Nicht nur die Effekte, auch die Szenerie und der Hintergrund sind gut gemacht. Das Einzige, was mir komisch vorkommt, ist das hellrote Blut. Wobei die Personen ja keine normalen Menschen sind, also vielleicht ist es Absicht. Die Kostüme haben mir auch richtig gut gefallen. Sonst ist Kleidung in Fantasy eher mittelalterlich inspiriert, hier ist es modern bis futuristisch. Einer der Hauptcharaktere trägt z.B. eine Lederjacke. Am Anfang war es etwas komisch, weil es so anders ist, aber jetzt gefällt es mir sehr gut. 
Die Geschichte bewerte ich als durchschnittlich. Ich finde es in Fantasy schwer eine neue und unvorhersehbare Handlung zu haben. Meistens folgen sie der einfachen „Held geht auf eine Reise, um die Welt zu retten und das Böse zu stoppen“-Formel. So ist es auch bei Shannara. Eine kleine Abwechslung gibt es, weil es drei Hauptcharaktere auf dem Quest sind. Das bringt Vor- und Nachteile mit sich. Während das nervige „Ein Junge und ein Mädchen sind zusammen unterwegs und verlieben sich“ umgangen wird, gibt es dafür Dreiecksbeziehungs- und Eifersuchtsdrama.
Nicht nur die Hauptcharaktere sehen cool aus. 
Foto: MTV
Was ich schade finde, ist, wie wenig Zeit mit "World Building“ verbracht wird. Ich hätte auch gerne eine ausführlichere Vorstellung der Charaktere gehabt, vor allem der Nebencharaktere. Ich habe viel zu lange überlegt, wie sie miteinander verwandt sind (Wer von denen ist ihr Vater oder gibt es noch einen Bruder?).
Die einzige Sache, die mich abgrundtief an dieser Serie stört und weshalb ich sie nicht uneingeschränkt empfehlen würde: Die Charaktere. Ich habe noch nie überall so unfähige Personen in einer Serie gesehen. Man würde von einem Captain der Garde eigentlich erwarten, dass sie einem Angreifer gewachsen ist. Aber nein, keiner der "Guten" konnte dem Feind lange standhalten. Selbst in Kämpfen, in denen sie in der Überzahl sind, haben sie Probleme. Fehler werden entweder so oft gemacht, dass es sehr nervig wird oder sind vorhersehbar. Eine mächtige, böse Person, die angeblich tot ist, sollte nicht nur von einem Soldat bewacht werden! Ich würde gerne dahin reisen und den Leuten mal was von gesundem Menschenverstand erzählen.

Nach der Serie
v.l. Amberle, Will & Eretria 
Foto: Kirsty Griffin/ MTV
Ich habe die erste Staffel von“The Shannara Chronicles” fertig geguckt und war am Ende doch positiv überrascht. Die Charaktere haben sich gebessert bzw. sie hatten weniger Zeit für ihre irrsinnigen Entscheidungen. Sie sind aber auch im Laufe der Geschichte angenehm gewachsen. Einige Fehler haben sie aber VIEL zu oft gemacht. Ein wichtiger Gegenstand wurde einer Person von denselben Leuten fünf Mal  gestohlen. Irgendwann war es nur noch lachhaft. Es gibt nicht viele Personen, die für mehr als eine Folge relevant bleiben. Das macht die Handlung gradliniger und es gibt weniger Nebenplots. Für mich sind dafür die Charaktereinführungen viel zu kurz gekommen. Vor allem bei Nebencharakteren musste ich erstmal den Namen googlen. 
Für eine Teenager-Serie gab es wenig Liebesdrama.
Foto: MTV
Gut gemacht ist die Spannung. Es gibt keine langweiligen Folgen und es ist eigentlich immer etwas passiert. Das Liebesdrama hält sich in Grenzen. Ich hatte die Befürchtung, dass es in jeder Folge Dreiecks-Beziehungsdrama und Eifersucht zwischen den weiblichen Charakteren geben wird. Da hat Serie mich aber positiv überrascht. Während das Liebesdrama immer mal wieder aufkommt, bleibt es meistens im Hintergrund.
Eine Sache, die ich noch nicht überhaupt nicht erwähnt habe, sind die Schauspieler. Ich finde sie waren alle gut. Besonders die weiblichen Hauptcharaktere, gespielt von Ivana Baquero und Poppy Drayton, haben mir mit ihren verschiedenen Facetten und Emotionen gefallen.
Ich werde an dieser Stelle noch einmal von den Effekten und der Szenerie schwärmen. Wenn ihr die Serie nur dafür guckt, ist sie ihre Zeit wert. Auch in Sachen Kostüme und Maske ist es super schön gemacht. Durch die futuristisch angehauchte Welt sind die Kostüme neu und interessant. Entgegen meiner Erwartungen hat mir der Twist der postapokalyptischen Zeit mit am besten gefallen. Die Interaktionen der Hauptcharaktere und der früheren (unsere) Welt waren gut gemacht und wirkten nicht gestellt. 

Kann ich die Serie empfehlen?

Zusammenfassend würde ich sagen, die Serie ist einfach gestrickt. Charaktere und Handlung sind nicht kompliziert oder hoch innovativ. Durch ein paar neue Einfälle, wie z.B. Fantasy mit einer postapokalyptischen Welt zu verbinden, bleiben die alten Ideen dennoch interessant. Zwei Aspekte sind mir bei der Serie besonders aufgefallen, zum einen die Charaktere. Vor allem am Anfang fand ich sie alle unverständlich und unsympathisch. Im Laufe der Serie hat es sich gebessert. Entweder habe ich mich an ihre irritierende Art gewöhnt oder sie hatten weniger Zeit, um dumme Entscheidungen zu treffen. Zum anderen ist mir die gute Produktion drum herum aufgefallen. Ob es hochklassige Special-Effects sind, Kostüme, Masken oder die Szenerie, alles ist schön anzuschauen und fügt sich angenehm zu einer ästhetisch ansprechenden Serie zusammen.
Ich habe alles auf Englisch geguckt, daher kann ich nichts zu den deutschen Synchronstimmen sagen. Die Sprache in der Serie ist einfach zu verstehen. Ich würde sie auch für nicht-routinierte Englischsprachler empfehlen oder als erste Sendung auf Englisch. Insgesamt ist die Serie vor allem auf Teenager zu geschnitten. Sie ist gut geeignet für junge Leute, die Interesse an Fantasy haben, aber noch zu jung sind für z.B. Game of Thrones. Das heißt aber nicht, dass jeder über 18 es blöd finden muss. Man sollte nicht zu viel erwarten und vielleicht die eine oder andere Szene ignorieren. Dann ist "The Shannara Chronicles" eine schöne Serie, die perfekt für ein Wochenende in einer Fantasywelt ist. 


Folgt uns auf Facebook, Twitter und Instagram, um weitere Rezensionen nicht zu verpassen. Alle bisherigen Posts zum Thema "TV" findet ihr hier.


Dienstag, 13. Juni 2017

Cloud Atlas - Rezension

Das erste Mal, dass ich von diesem Film hörte, war als ich ihn im Regal der Bücherei gesehen habe. Er hatte ein cooles Coverbild und es spielten einige bekannte Schauspieler mit. Also nahm ich ihn mit. Zuhause angekommen, meinte meine Mutter zu mir: "Ich habe den nicht zu Ende geguckt. Ich habe nach 10 Minuten ausgemacht, weil ich ihn so komisch fand." "Okay", dachte ich mir, "vielleicht ist der Film nicht so cool wie er aussieht". Ich hatte auch den Text auf der Rückseite nur überflogen und wusste überhaupt nicht worum es geht. Aber ich habe dem Film eine Chance gegeben und habe es nicht bereut.

Ein paar allgemeine Fakten 

Foto: Warner Bros. Entertainment Inc.
Cloud Atlas ist ein Abenteuer-Drama Film aus dem Jahr 2012, basierend auf dem Buch "Der Wolkenatlas", "Cloud Atlas" im Englischen, von David Mitchell. Ich finde es schwierig die Geschichte kurz zusammen zu fassen, da sie so vielfältig ist. Hier ist mein bester Versuch: 

Cloud Atlas handelt von den Schicksalen sechs verschiender Personen. Jede wird vor eine Entscheidung gestellt, die ihr Leben verändert.
Der Anwalt Adam Ewing (Jim Sturgess) z.B. beschließt in 1849 während der Rückreise aus Amerika einem geflohenem Sklaven zu helfen. Durch diese Handlung ändert er nicht nur sein Leben und das des Sklaven, sondern auch die Zukunft seiner Seele. Seine Handlung inspiriert 1936 den Komponisten Robert Frobisher (Ben Whishaw), nachdem dieser Ewing's Tagebuch gelesen hat. So sind die einzelnen Geschichten durch Andeutungen und gemeinsame Figuren miteinander teilweise über  Jahrhunderte hinweg verbunden. Durch gute Schnitte zwischen den verschiedenen Handlungen, entsteht eine komplexe Geschichte. 

Sonmi (Zhou Xun) erfährt die Wahrheit über ihr Leben.
Foto: Warner Bros. Entertainment Inc.
Die Charaktere sind alle sehr unterschiedlich in Alter, Aussehen und kulturellem Hintergrund. Jede Geschichte legt den Fokus auch auf etwas anderes bzw. ähnelt einem anderen Genre. Eine Geschichte ist romantisch, die nächste ist eine „feel-good“ und eine weitere ähnelt Sci-Fi. So gibt es für jeden etwas. Dass der Film drei Stunden dauert, habe ich erst erfahren, als ich nach zwei Stunden auf die Hülle geguckt habe. Die Besetzung ist hochwertig. Vor allem Zhou Xun als Sonmi~451 hat mich mit ihrer emotionalen Performance sehr bewegt.


James D'Arcy & Halle Berry 
Foto: Reiner Bajo/ Warner Bros. Entertainment Inc.
 Eine Besonderheit des Films ist, dass alle Schauspieler mehrere Rollen spielen. Die Idee ist, dass jeder Schauspieler eine Seele spielt, die wieder geboren wird.  Nehmen wir Halle Berry als Beispiel. Sie fängt an in Amerika als eingeborene Frau in 1849. Das nächste Mal sehen wir sie als Jocasta Ayrs in einer unglücklichen Ehe mit einem bekannten Musiker. Dann tritt sie als Hauptcharakter Luisa Rey skrupellosen Geschäftsmännern entgegen. In Timothy Cavendish's Geschichte ist sie ein Partygast und in 2144 stellt sie sogar einen Mann dar. Als Meronym rettet sie Zachry und seine Nichte das Leben. Man kann während des Films eine Entwicklung in ihrer Seele sehen. Bei dem ersten Mal habe ich nicht alle Schauspieler in ihren verschiedenen Rollen wiedererkannt. Makeup und Kostüme sehen sehr gut aus und machen jede Epoche zu etwas besonderen.


Wie es gibt sechs verschiedene Geschichten?

Wie bereits erwähnt, gibt es sechs verschiedene Handlungen in dem Film, die nur teilweise mit einander verknüpft sind. Das hat mir sehr gut gefallen. Denn wenn man den Film mehrmals guckt, sieht man wo genau die Überschneidungen sind und wie sich die Charaktere gegenseitig beeinflusst haben.
Diese Geschichte hat mir am besten gefallen
Foto: Warner Bros. Entertainment Inc.
Damit man in der Handlung richtig ankommt, muss man dem "Cloud Atlas" mehr Zeit geben als einem „normalen“ Film mit nur einem  Handlungsstrang. 10 Minuten sind auf keinen Fall genug! Am Anfang war ich verwirrt was passiert vor allem weil ich mich bei Tom Hanks' Charakter am Anfang gefragt habe, ob er überhaupt Englisch spricht. Aber nachdem man alle Charaktere einmal trifft, versteht man den Film sehr viel besser. Die Handlung ist lang und detailiert. Es werden viele Hintergrundinformationen zu jedem Charakter gegeben. Ich fand es aber nicht langweilig oder überflüssig, weil das „Leben-verändernde-Ereignis“ auch für den Zuschauer zu einem deutlichen Wandel führt. Nicht jede Person hat ein richtiges Happy End bekommen und nicht jeder Charakter überlebt, aber durch den Wiedergeburt Gedanken in dem Film, ist es ein Abschied für kurze Zeit. Am Ende hatte ich jedoch ein gutes Gefühl bei jeder Geschichte.

Soll ich den Film gucken?

Wenn man von „Cloud Atlas“ drei Stunden an den Stuhl fesselnde Spannung erwartet, wird man enttäuscht. Der Film ist lang und hat Teile, in denen für die spätere Handlung unwichtige Details gegeben werden. Für mich waren die unterschiedlichen Handlungsstränge aber interessant genug, um auch die langweiligeren Teile zu gucken. Durch die verschiedenen Geschichten hat der Film für mich gepunktet. Auch die Kulissen und Hintergründe waren schön. Von der hochklassigen Besetzung mit emotionalen Performances ganz zu schweigen. Ich mag Filme, die philosphische Fragen stellen und bei denen man noch nach Tagen über Antworten grübelt. „Cloud Atlas“ mit der Frage in wie weit unsere Handlungen jetzt das nächste Leben beeinflussen, war für mich so ein Film.

Ich würde den Film empfehlen, wenn genug Zeit und Lust hat sich auf etwas mehr Nachdenklicheres als normal einzulassen . Es ist kein Film, den ich mir jeden Monat einmal angucke, dafür ist er zu lang, aber als Auszeit zum Alltag war er sehr gut. Entweder man liebt den Film oder man findet ihn nicht gut. Ich habe das Gefühl, es gibt wenig Raum dazwischen. Also gebt „Cloud Atlas“ eine Chance. Vielleicht gehört ihr zu der „Ich liebe den Film“-Kategorie. 


Folgt uns auf Facebook, Twitter und Instagram, um weitere Rezensionen nicht zu verpassen. Alle bisherigen Posts zum Thema "Film" findet ihr hier.



Samstag, 13. Mai 2017

Eurovision Song Contest (ESC) 2017 - Liveticker

Der Eurovision Song Contest 2017 aus Kiew
Foto: Eurovision
Seit 1956 gibt es den "Eurovision Song Contest". So lange sind wir noch nicht dabei, wir sitzen jetzt zum dritten Mal gespannt auf dem Sofa - heute das erste Mal mit Blog.
Wir werden für euch im Laufe des Abends livetickern, also die Seite fleißig aktualisieren. ;)





Wem wir den Sieg wünschen:
jbu: Weißrussland, Niederlande, Österreich
kme: Weißrussland, Niederlande, Kroatien
lbr: Niederlande, Ukraine, Belgien

Auf welchen Platz wir Deutschland einschätzen:
jbu: 18
kme: 24
lbr: 23

Liveticker:

00:40 - Okay, wir verzichten darauf den portugiesischen Beitrag nochmal anzuhören und sind raus. Allen noch einen schönen Abend!

00:36 - "69% des deutschen Fernsehpublikums haben den deutschen Titel gewählt." Ja, wer hat denn da gewählt?!? -.- ^kme

00:34 - Es ist wirklich traurig, dass man vorher immer weiß wer gewinnt. ^kme

00:31 - Der Typ sitzt da immer noch im Affenkostüm! ^lbr

00:27 - Deutschland ist auf Platz 25, damit war kme am Nächsten dran.

00:22 - Das Kleid von der Dame aus Kroatien sieht aus wie das Sydney Opera House. ^kme

00:18 - Es wäre schön, wenn die mal nur die Punkte vergeben und nicht noch belanglose Sachen erzählen würden. ^lbr

00:14 - Die armen Spanier, jetzt sind sie alleine auf dem letzten Platz. ^kme

00:11 - Das einzige Gute am deutschen ESC - kein Fake-Hintergrund, sondern echte Stimmung. ^kme

00:07 - Bulgarien hat keinem der derzeitigen "Top 10"-Auftritte Punkte gegeben. Endlich mal jemand, der nicht dem Mainstream folgt! ^kme

00:06 - Ich höre gerade eine Stimme aus meiner Kindheit rufen: "Random Dancing!" ^kme

00:04 - Nicht wundern, jbu ist noch da, sie schläft nur.

00:01 - Peter Urban: "Immer noch keine Punkte für Deutschland." Als ob das überraschend wäre. :D ^lbr

23:54 - Der arme Typ muss jetzt den ganzen Abend im Gorilla-Kostüm auf dem Boden hocken. ^lbr

23:50 - 12 Punkte für Weißrussland: Yay! Zwei Mal 12 Punkte für Portugal: Buh! Daumen runter. ^kme

23:49 - Wieso müssen die alle noch reden? Gebt doch bitte einfach nur die Punkte. ^lbr.

23:42 - Den langen Weg aus Australien, nur um seinen Hintern zu zeigen... Traurig. ^kme

23:39 - WARUM KANN MAN FAST ALLE LIEDER BEI iTUNES NUR IM GANZEN ESC-ALBUM RUNTERLADEN?!? ^kme

23:36 - Ich bin müde. Wie lange dauert das noch? ^jbu

23:35 - Die Belgierin hätte die Energie und das Lächeln der kleinen Lady gebraucht. ^kme

23:27 - Warum sind die nicht für die Ukraine angetreten? Waren vermutlich schon zu bekannt... ^lbr

23:09 - Wo ist eigentlich die Gewinnerin des letzten Jahres? Da darf die nichts sagen oder singen? ^kme

23:03 - Auftritt von Frankreich
jbu: Nettes Lied, aber nicht Besonders.
kme: Das Lied klingt nicht sehr harmonisch, aber immerhin wird mal auf übertriebene Tanzeinlagen, Konfetti und ähnliches verzichtet.
lbr: Es war okay, aber die Einblendungen sind nervig.

22:59 - Auftritt von Bulgarien
jbu: Ist der 10? Mehr Drama als Lied.
kme: Der sieht aus als wäre er 11. Laaaangweilig.
lbr: Der sieht aus wie 12. Das Lied war nix. Nein.

22:55 - Auftritt von Schweden
jbu: Wenn man die Laufbänder schon gekauft hat, muss man sie auch einsetzen. Hatte mir von Schweden mehr erhofft.
kme: Das war doch der RTL-Bachelor, oder?!? Und was sollten die seltsam guckenden Typen auf den Laufbändern? So viele Fragen....
lbr: Man ist von Schweden mehr gewohnt. Die Laufbänder sind echt peinlich. Walk, walk, fashion, baby.

22:50 - Auftritt von Belgien
jbu: Schade, dass die Performance so langweilig war. Das Lied ist okay.
kme: Die 12 Punkte für die größte Emotionslosigkeit hat sie sicher. Der Gesichtsausdruck macht selbst das schönste Lied kaputt. Aber tolles Kleid.
lbr: Da kommen gar keine Emotionen rüber. Schade, denn der Song ist interessanter als die meisten anderen davor.

22:46 - Auftritt der Ukraine
jbu: Cool, dass es nicht nur Pop-Balladen gibt.
kme: War okay, aber trotz anderen Stils nicht sonderlich herausragend.
lbr: Ich mag es, wenn es beim ESC auch rockigere Auftritte gibt. Mir hat der Song und die Botschaft gefallen.

22:41 - Auftritt von Deutschland
jbu: Die Worte wiederholen sich immer wieder. Es gab aber schon schlimmere Beiträge.
kme: Der Refrain ist okay, aber sonst... Wir konnten zwei Lieder nennen, deren Einstieg GENAUSO klingt. Die gleiche Einheitsgrütze, mit der wir es seit Jahren versuchen.
lbr: Wir hatten schon schlimmere Auftritte.

22:38 - Auftritt von Rumänien
jbu: Wenigstens mal was Verrücktes. DAFÜR gucke ich den ESC.
kme: Das war witzig und seltsam. Aber immer noch besser als Portugal.
lbr: Rap, Jodeln, Pop... alles wurde zusammengeworfen, das passt immerhin zum ESC.

22:34 - Auftritt von Zypern
jbu: Der Tanz ist albern und das Lied ist schnell vergessen.
kme: Nette Stimme, aber komische Performance und langweiliger Song.
lbr: Ich mag die Stimme, aber irgendwie ist das Lied nichts Besonderes. Leider, am Anfang klang es cool.

22:28 - Auftritt des Vereinigten Königreichs
jbu: Gutes Gesamtbild, aber langweiliger Song.
kme: Tolle Stimme und tolle Haare. Aber das Lied war langweilig.
lbr: Schöne Stimme, aber kein Lied, das einen packt.

22:21 - Auftritt von Norwegen
jbu: Wenigstens mal ein Lied, wo ich mittanzen möchte,
kme: Die Einblendungen im Fernsehbild sind ultra peinlich. Und den Song macht es nicht besser.
lbr: Solche gewollten Bildstörungen sind einfach dämlich. Der Song ist auch nicht besonders. Norwegen hatte schon Bessere.

22:17 - Auftritt von Spanien
jbu: Dafür dass ich solche Musik mag und die Melodie ganz nett ist, ist das Lied ansonsten langweilig.
kme: Dafür dass sie so alternativ wirken, klingt es sehr 08/15.
lbr: Klingt wie ein Sommerhit aus den frühen 2000ern. 

22:13 - Auftritt von Griechenland
jbu: Ein weiterer typischer ESC-Song und nicht wirklich eingängig.
kme: Warum müssen die armen Typen putzen? Ansonsten eher naja.
lbr: Erst klang es wie eine Ballade und plötzlich ist es Pop. So oder so, es klingt nicht herausstechend.

22:07 - Auftritt von Australien
jbu: Zu viel Drama und er sah etwas traurig aus.
kme: Das wirkte irgendwie eingebildet.
lbr: Ganz schönes Lied. Aber das Laufband und der Wind war dann doch etwas übertrieben.

22:03 - Auftritt von Kroatien
jbu: Verwirrend, aber das Lied ist ganz gut.
kme: Schräg geht auch ohne Pferdekopf und Gorilla - nur mit Stimme(n). Aber das hier war witzig-schräg.
lbr: Der Refrain ist gut, aber irgendwann nerven die beiden Stimmen.

21:58 - Auftritt von Azerbaijan
jbu: Komisches Bühnenbild und komischer Song.
kme: Wozu die Leiter und der Pferdekopf?!?
lbr: Wirkt irgendwie zusammengewürfelt und ist nicht sehr eingängig.

21:54 - Auftritt von Portugal
jbu: Nicht meine Musik, aber ganz okay.
kme: Warum ist das der Favorit?!? Er hebt sich ab, aber das Lied ist langweilig und seine Stimme dünn.
lbr: Es ist was Besonderes, aber mir persönlich sagt es nicht zu. Toller Hintergrund.

21:50 - Auftritt von Dänemark
jbu: Eine typische ESC-Ballade.
kme: Woher kenne ich das Lied bloß? Egal, das Kleid ist cool.
lbr: Nicht wirklich eingängig und man hat das Gefühl, man hätte es schon mal gehört.

21:45 - Auftritt von Italien
jbu: Dafür, dass der Auftritt so komisch ist, klingt das Lied ganz gut.
kme: Da passt GAR NICHTS zusammen. Nur weil man dazu tanzen kann, ist es nicht automatisch gut.
lbr: Der Gorilla war das Highlight. Haha.

21:41 - Auftritt von Ungarn
jbu: Gutes Lied, aber der Rap hat nicht so gut gepasst.
kme: Die Sprache klingt cool und die Geschichte hinter dem Auftritt ist schön. Daumen runter für den unpassenden Rap.
lbr: An sich gefällt's mir, aber was soll der Rap?

21:37 - Auftritt von Moldau
jbu: Ich mag das Saxophon und die Geige. Schönes Partylied.
kme: Die Sonnenbrillen und der wackelnde Fuß erinnern mich an "Gangnam Style". Der Song war mal was anderes, aber so gar nicht meins!
lbr: Die machen gute Stimmung.

21:32 - Auftritt der Niederlande
jbu: Ich mag das Lied und die Botschaft.
kme: Die Harmonien klingen fantastisch!
lbr: Schöner Song mit einer tollen Botschaft.

21:29 - Auftritt von Armenien
jbu: Das Lied ist nicht so besonders.
kme: Erinnert mich an den Gewinnersong von letztem Jahr - zu viel Geschrei.
lbr: Ganz cooler Rhythmus, aber was soll das Geschrei?

21:25 - Auftritt von Österreich
jbu: Ist eher mittelmäßig, ein Durchschnitts-Popsong.
kme: Naja, geht so. Eins der Lieder, die man nach zwei Minuten vergessen hat.
lbr: Disco-Mond! Aber ansonsten hat man das alles irgendwie schon gehört. Nichts Besonderes.

21:20 - Auftritt von Weißrussland
jbu: Das ist ganz nett.
kme: Gefällt wirklich sehr gut! Das Lied klingt natürlich und macht gute Laune. Erinnert mich an Disney.
lbr: Weder typisch Ballade, noch zu poppig, ein Gute-Laune-Song.

21:16 - Auftritt von Polen
jbu: Es ist besser als Israel und das Kleid ist schön.
kme: Gute Stimme. war für die linke Seite ihres Kleids kein Stoff mehr da?
lbr: Der Refrain ist etwas aggressiv, aber gute Stimme.

21:13 - Auftritt von Israel
jbu: Nein. Bitte sing' nicht weiter.
kme: Ich wünschte ihr hättet mein Gesicht sehen können als er den ersten hohen Ton gesungen hat.
lbr: Wie ist der ins Finale gekommen?

21:10 - Jetzt glitzern die beiden Moderatoren da alleine rum. ^lbr

21:07 - Irgendeiner sollte den ganzen Leuten mal sagen, dass die Geste Daumen-und-Zeigefinger-formen-ein-"O" in vielen Sprachräumen "Arschloch" bedeutet. ^kme

21:04 - *Niederländerinnen treten auf und posen* Uuuu, Girlband-Move! *Moldawen treten auf und posen* Uuuu, Boyband-Move! ^lbr

21:02 - Ein Gorilla tritt auf? Mein Favorit steht fest! ^lbr

21:00 - Die Eurovisions-Melodie ist immer das schönste Lied! ^jbu & kme (tatsächlich gleichzeitig)

20:58 - Die synchron-hüpfen! :D ^kme

20:49 - Mir tun die armen Leute im Regen voll leid. ^jbu

20:43 - Nicole: "Das beste Lied gewinnt immer." Das gewinnt immer? Seit wann? ^lbr

20:38 - Die süßesten Schweden? Ich dachte gerade die meinen Abba. ^lbr

20:37 - Im Hintergrund läuft "Heroes". Vermutlich der einzige ESC-Titel, an den sich die Leute noch erinnern. ^kme

20:33 - Barbara Schöneberger: "Ich finde den Titel von Levina super." Ich nicht. ^jbu

20:26 - Unser Liveticker fängt jetzt an. Wir freuen uns. ^kme

Dienstag, 9. Mai 2017

Doctor Strange - Watch.Read.Discuss. [D/E]

The following discussion of the movie "Doctor Strange" is also available in English. Please scroll down for the English version.

Deutsch

Stephen Strange erlernt mystische Fähigkeiten
Foto: Marvel Studios
Heute stellen wir euch unsere neue Reihe "Watch.Read.Discuss" vor, bei der wir drei Autoren uns mit demselben Medium beschäftigen und danach einige Fragen diskutieren. Im ersten Teil geht es um den 2016 erschienenen Film "Doctor Strange".

Wer ihn noch nicht gesehen hat: Die Handlung dreht sich um den talentierten Neurochirurgen Stephen Strange (Benedict Cumberbatch), der nach einem Autounfall seine Hände nicht mehr einwandfrei bewegen und dementsprechend nicht mehr operieren kann. Er will sich nicht mit seinem Schicksal abfinden und reist nach Kathmandu, wo er sich von einem Orden Heilung verspricht. Die Älteste (Tilda Swinton) lehrt ihm besondere magische Fähigkeiten, mit denen er die Realität verändern kann. Bald benötigen sie ihre vereinten Kräfte, um einen mächtigen Gegner zu besiegen.


Warum und in welchem Zusammenhang habt ihr den Film angesehen?

Katrin: Ich habe ihn im Kino geschaut. Normalerweise bin ich überhaupt kein Fan von Filmen mit Superhelden, aber der Trailer hat mich von der Optik total an "Inception" erinnert und da bin ich neugierig geworden.

Jessi: Ich habe ihn auch das erste Mal im Kino gesehen. Er hat mich wegen der Schauspieler interessiert und außerdem liebe ich "Marvel"-Filme. Dann habe ich ihn noch ein zweites Mal vor der Diskussion gesehen.

Laura: Normalerweise schaue ich mir jeden "Marvel"-Film im Kino an, doch "Doctor Strange" hat mich nicht wirklich angesprochen. Ich habe daher auf den Blu-ray Release gewartet. Schauen wollte ich ihn auf jeden Fall, weil er nun mal Teil des "Marvel"-Universums ist. 

Wie steht ihr zur titelgebenden Hauptfigur Stephen Strange?

Strange definiert sich über seinen beruflichen Erfolg
Foto: Marvel Studios
Jessi: Was mir spontan in den Kopf gekommen ist, als wir über den Film geredet haben, war wie unerträglich ich den Hauptcharakter fand. Ich würde Stephen Strange als arrogant, Ich-bezogen und unhöflich zu seinen Mitmenschen beschreiben. Auch andere Charaktere bemerken häufig, wie arrogant und egoistisch er ist. Beim zweiten Gucken habe ich mir seinen Charakter, vor dem Hintergrund dieser Frage, nochmal angeschaut und versucht positive Seiten an ihm zu finden. Was man ihm lassen muss, Strange gibt nie auf. Nicht wenn kein Arzt ihm helfen kann und auch nicht wenn der Kampf gegen Kaecilius aussichtslos erscheint.

Katrin: Ich mag ihn auch nicht. Ob als erfolgreicher Arzt, geschunden auf der Suche nach dem Sinn im Leben oder als Kämpfer - Strange ist arrogant und blendet andere völlig aus. Dass er damit durchkommt ist schade.

Laura: Er ist schon ziemlich eingebildet. Jemand der immer auf andere herabsieht und sich selbst in den Himmel lobt, ist mir nicht sympathisch. Mir war es die meiste Zeit tatsächlich relativ egal, was mit ihm passiert und das ist auch kein gutes Zeichen. Ich muss aber zugeben, dass er gegen Ende etwas erträglicher wird. Ich warte mal seinen Auftritt in "Thor: Ragnarok" ab. Hoffentlich macht er da nicht wieder eine komplette Kehrtwende.

Was hat euch noch am Film gestört?

Laura: Da gibt es keine spezielle Szene. Mich hat am meisten gestört, dass man alles einfach
hinnehmen muss. Es wird so gut wie nie erklärt, warum bestimmte Dinge passieren oder warum sie möglich sind.

Katrin: Ja, finde ich auch. Es ist nervig, dass es keine wirklichen Regeln für die Magie zu geben scheint. In jeder Szene sind die jeweiligen Kräfte und Fähigkeiten einfach so wie es gerade passt.

Jessi: Genau! Zu der Magie wird nicht viel erklärt. Mich hat auch  gestört, wie durch die Magie (ohne Regeln) alle nützlichen Sachen einfach zur Hand waren. Ein Böser greift an und man hat keine Waffe, mache dir einfach eine mit Magie.

Und jetzt mal die andere Seite: Welche Szene hat euch besonders gefallen?

Jessi: Für mich war der erste Kampf zwischen Kaecilius und Strange die beste Szene. Der Hintergrund mit den Relikten war cool und Kampfszenen haben meistens mehr Action als der Rest. Außerdem mochte ich, dass Strange als Anfänger dem ehemaligen Meister Kaecilius unterlegen war und der Held nicht, wie in anderen Filmen, von Anfang an unschlagbar ist. Wie immer war auch Stan Lees Auftritt sehr cool.

Laura: Als Stephen Dormammu ausspielt, indem er eine unendliche Zeitschlaufe erschafft. Das war mal eine ganz andere Art, einen Gegenspieler zu besiegen. Ich mag es, wenn es nicht nur um Stärke, sondern auch um Verstand geht. Er hat ihn ja quasi dazu gezwungen, den Handel mit ihm einzugehen und das war einfach genial.

Katrin: Als Strange ein Stück Papier mit dem W-Lan Passwort in die Hand gedrückt bekommt und es für eine magische Formel hält. Außerdem sehen die Kämpfe, bei denen sich Gebäude und Oberflächen verformen, spektakulär aus.

Was macht die Gegenspieler in diesem Film interessant?

Kaecilius kämpft gegen  Strange
Foto: Marvel Studios
Laura: Ich finde sie nicht wirklich interessant. Bis auf Kaecilius sind die menschlichen Gegenspieler blass und unscheinbar. Sie erfüllen nur den Zweck, die Unterstützung in den Kampfszenen zu sein. Kaecilius ist da etwas besser ausgearbeitet. Man kann verstehen, was ihn antreibt und er setzt Strange das ein oder andere Mal gut zu. Dafür, dass Dormammu so viel Macht haben soll, kann Strange ihn mit seinem Trick schnell ausspielen. Die Idee des "Endkampfs" ist wie gesagt toll, hat aber gleichzeitig die Spannung nicht nochmal angehoben. Strange kann ja nichts passieren und dadurch wirkt Dormammu in dieser Szene einfach nicht wie eine große Bedrohung.

Jessi: Ich finde die Bösewichte, wie Laura, auch nicht besonders spannend. Kaecilius ist ein typischer Bösewicht (traumatisches Erlebnis, erlernt gute Kraft, möchte mehr Macht und wird böse). Vor allem im Vergleich zu anderen Bösewichten im "Marvel Cinematic Universe", wie Loki oder Magneto, ist Kaecilius eher langweilig. Aufgewertet wurde er für mich nur durch Mads Mikkelsen, den ich als Schauspieler sehr mag. Dormammu wurde so spät vorgestellt und war dann zu schnell besiegt, um ihn richtig ansprechend zu machen. Auch dass es keine Hintergrundgeschichte zu ihm gab, macht ihn für mich uninteressant.

Katrin: Das "Bodenpersonal", also die Abtrünnigen wie Kaecilius, finde ich unspektakulär. Sie sind mir zu einfältig und eindimensional. Dormammu hingegen ist interessant, weil er nicht der typische Bösewicht ist, der irgendwann auf die schiefe Bahn kam. Außerdem folgt der "Kampf" zwischen ihm und Strange nicht demselben Muster wie 90% aller Fantasy-, Action-, Superhelden- und Abenteuerfilme, sondern ist sehr außergewöhnlich - auch dadurch, dass Benedict Cumberbatch sowohl Strange als auch Dormammu darstellt.

Last, but not least: Was versprecht ihr euch von einer Fortsetzung?

Katrin: Dass der magische Umhang eine größere Rolle bekommt!

Laura: Strange wird als nächstes in "Thor: Ragnarok" und bei den "Avengers" auftauchen. Ich halte mich daher mit Erwartungen erst mal zurück, bis ich die nächsten Filme im "Marvel"-Universum gesehen habe. Die hängen ja alle zusammen und können die Handlungen und Charaktere der anderen Filme beeinflussen.

Jessi: Eine Szene mit Strange und Loki in "Thor: Ragnarok", nicht nur weil Benedict Cumberbatch und Tom Hiddleston in einem Film auftauchen.  


Wie hättet ihr geantwortet? Teilt es uns in den Kommentaren mit. 


Folgt uns auf Facebook, Twitter und Instagram, um weitere Posts nicht zu verpassen. Alle bisherigen zum Thema "TV" findet ihr hier.


_____________________________________________________________________________________________

English

Stephen Strange masters mystic powers 
Photo: Marvel Studios
Today we'd like to introduce our new segment "Watch.Read.Discuss", in which we three authors  deal with the same media and discuss some questions about it. In this part we talk about the movie "Doctor Strange", which was released in 2016.

For those of you who haven't watched it yet: The plot revolves around the talented neurosurgeon Stephen Strange (Benedict Cumberbatch), who can't operate anymore after his hands are ruined in a car crash. He doesn't want to except his fate and travels to Kathmandu, where he hopes to find curative treatment in an order. The Ancient One (Tilda Swinton) teaches him special magical skills, that can alternate reality. Soon they need all their powers to fight a powerful enemy.


Why and in which context did you watch the movie?

Katrin: I saw it at the movies. Usually I'm not a fan of superhero movies, but the trailer's visual effects reminded me of "Inception" and I became curious.

Jessi: I saw it at the movies too. I was interested, because of the actors and I love "Marvel"-movies. I watched it again before this discussion.

Laura: Usually I watch all "Marvel"-movies at the theatre, but "Doctor Strange" didn't appeal to me at all. So I waited for the Blu-ray release. I still wanted to watch it, because it's part of the "Marvel"-universe.

What do you think about the main character Stephen Strange?

Strange defines himself through his professional success
Photo: Marvel Studios
Jessi: The first thing that came to my mind, when we talked about the movie was how obnoxious the main character is. I would describe Stephen Strange as arrogant, self-centered and impolite towards his fellow human beings. The other characters also mention frequently how arrogant and selfish he is. When I watched the movie for the second time, I looked for some positive sides of his personality. For example he is really determined. Even if no doctor can help him and the fight against Kaecilius seems hopeless.

Katrin: I don't like him either. As successful doctor, maltreated looking for a purpose in his life or as a fighter - Strange is always arrogant and completely ignores others. That he still gets what he wants is a real shame.

Laura: He is really conceited. Someone, who looks down on others and praises himself, is not likeable. Most of the time I didn't care what happened to him and that is not a good sign. But I have to admit, that he gets more bearable towards the end. I hope he won't take a step backwards in "Thor: Ragnarok".

Was there anything else that annoyed you?

Laura: Not a specific scene, but it bothered me that you just had to except everything. Most of the times it was not explained why certain things happened and how they were possible.

Katrin: Same here. It is annyoing that there seem to be no rules for the magic at all. In every scene the powers and abilities are just the way you need them to be.

Jessi: Exactly! The magic is not explained. It also bothered me that through magic (without rules) all neccessary things were always at their fingertips. A bad guy attacks and you don't have a weapon, so you just make one with magic.

And now the other perspective: What scene did you especially like?

Jessi: For me it was the first fight between Kaecilius and Strange. The background involving the relicts was cool and the fights scenes usually have more action than the rest. I also liked that newbie Strange was inferior to the former master Kaecilius, because in a lot of movies the hero is invincible from the first moment on. And like always Stan Lee's cameo was cool.

Laura: When Stephen beats Dormammu by creating an infinite time loop. That was a different way of defeating an enemy. I like that it was not just about strength, but also about wits. He basically forced him into the deal and that was genius.

Katrin: When Strange is handed a piece of paper with the wifi password and he thinks it's a magical formula. And the fights, where buildings and surfaces deform, look spectacular.

What makes the antagonists interesting?

Kaecilius fights Strange
Photo: Marvel Studios
Laura: I don't think they are really intersting. Except Kaecilius all the human opponents are blank
and unremarkable. Their only purpose is to be a support in the fights. Kaecilius is a bit more elaborate. You understand his motivation and he gets Strange quite a few times. While Dormammu, eventhough he is supposed to be powerful, is quickly defeated by Strange's trick. Like I said the showdown is pretty cool, but it wasn't that suspenseful. Strange can't be hurt and therefore Dormammu doesn't seem like a big threat in this scene.

Jessi: Like Laura I didn't like the opponents that much. Kaecilius is your average bad guy (traumatic experience, learned good magic, wants more power and becomes evil). In comparison to other antagonists in the "Marvel Cinematic Universe", like Loki or Magneto, Kaecilius is pretty boring. But he is valorized by Mads Mikkelsen, who I like as an actor. Dormammu was introduced too late and defeated too fast to be interesting. Also the fact, that there is no backstory to him, makes him unappealing to me.

Katrin: The "ground staff", so the renegades like Kaecilius, are unspectacular. They are pretty simple and one-dimensional. Dormammu is more interesting, because he's not a typical antagonist, who became bad somehere along the way. Besides the "fight" between him and Strange is extraordinary and doesn't follow the same pattern as 90% of the fantasy-, action-, superhero- and adventure-movies. It is also funny, because Benedict Cumberbatch portrays both - Strange and Dormammu.

Last, but not least: What do you expect from the sequel?

Katrin: That the magical cape has a more important part!

Laura: Strange will appear in "Thor: Ragnarok" and "Avengers: Infinity War". Therefore I withhold my expectations until I've seen the next movies in the "Marvel"-universe. They are all connected and influence the plots and characters from the other movies.

Jessi: A scene with Strange and Loki in "Thor: Ragnarok", not just because  Benedict Cumberbatch and Tom Hiddleston are in the same movie.


What would have been your answers? Tell us in the comments.


Follow us on Facebook, Twitter and Instagram to be notified about new stuff. Click here for all our English posts.

Montag, 1. Mai 2017

Fans unter sich - Ein Tag auf der MagicCon 2017

Ein Tag auf der MagicCon 2017
Vom 21. bis zum 23. April fand in Bonn die MagicCon statt. Jessi und Katrin waren am Samstag vor Ort und schildern hier ihre Eindrücke. 


"Molly. Moriarty. Du. Ich?" - diese Nachricht schickte ich Jessi Ende März. Ich konnte es kaum glauben: Die Schauspieler Louise Brealey und Andrew Scott, den meisten besser bekannt als "Dr. Molly Hooper" und "Jim Moriarty" in der BBC-Serie "Sherlock", hatten bei einer DEUTSCHEN Veranstaltung zugesagt - der MagicCon in Bonn. Eine "Convention" (kurz: Con) ist übrigens eine Versammlung von Menschen, die das gleiche Hobby oder ähnliche Interessen teilen.

Sind mir 50€ zu viel, um auf eine Con zu gehen? Generell habe ich kein Problem damit Leute aus der Ferne gut zu finden und möchte meine Lieblingsschauspieler nicht unbedingt kennen lernen. Andererseits habe ich Berichte von Cons gelesen und Videos von den coolen Panels gesehen, sodass ich mir einen Ruck gab und mitkam.

Aus zwei mach eins

Nächstes Jahr findet die 2. MagicCon statt - wieder in Bonn
Foto: Katrin Mertens
2017 wurden zwei bereits existierende Conventions, die RingCon und die HobbitCon, zusammengelegt und zur ersten MagicCon ernannt. Als Stargäste waren neben Brealey und Scott unter anderem Ian Somerhalder (Vampire Diaries, Lost), Tom Wlaschiha (Game of Thrones, Tatort) und Emilie de Ravin (Once Upon A Time, Remember Me) nach Bonn gekommen. Weiterhin standen an den drei Convention-Tagen zahlreiche Workshops und Panels auf dem Programm.

Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und machten uns am Samstagmorgen um 7 Uhr auf den Weg nach Bonn. Für Jessi war es die erste Con, für mich die zweite. Da ich bei meinem ersten Besuch allerdings als Videojournalistin professionell unterwegs war, hatte ich vom Con-Feeling nicht viel mitbekommen. Wir entschieden uns als Einsteiger nur für ein Tagesticket, da Samstag sowieso alle Programmpunkte stattfanden, die uns interessierten. Zum Beispiel das Panel mit Louise Brealey.

What it was like to kiss Benedict Cumberbatch

Panel mit Louise Brealey - Wer findet den Fehler?
Foto: Katrin Mertens
Wer ein sachliches Frage-Antwort-Spiel erwartete, der war beim ersten Panel des Tages definitiv falsch. Dass gleich die erste Publikumsfrage tief philosophisch und interpretativ war ("What is your life philosophy and what is Molly's?"), warf Brealey aus dem Konzept: "I thought you would ask me what it was like to kiss Benedict Cumberbatch." Überraschenderweise stellte im Laufe des Panels niemand diese Frage - genauso wenig wie: "Kommt eine fünfte "Sherlock"-Staffel?" Das Publikum wählte kreative Fragen und wurde mit witzigen, teils nicht ganz jugendfreien Antworten belohnt. Leider dauerten einige Promi-Panels nur 45 Minuten, was definitiv zu wenig war.

Eine Sache, die mir sehr positiv bei der Con aufgefallen ist, waren die meist sehr anständigen und respektvollen Fragen der Fans. Nachdem ich mich bei Videos von Panels manchmal schlimm fremdschämen musste, gab es bei dieser Convention kaum unangenehme Fragen, weder nach privaten Partnern noch nach dem Liebesleben der gut aussehenden Schauspielkollegen.

Abgesehen von denen der Stargäste, gab es auch noch generelle Vorträge, zum Beispiel zu den Special Effects in bestimmten Serien. Auch wenn ich "Game of Thrones" nicht verfolge, fand ich es sehr spannend zu sehen wie die Drachen animiert werden. Generell haben mich alle Panels unterhalten, auch wenn ich den prominenten Redner oder das vorgestellte Projekt nicht kannte. Der Tagesablauf und die Zeiteinteilung waren jedoch nicht ganz ideal. So fanden beispielsweise die beiden Special-Effects-Präsentationen direkt nacheinander statt und viele Workshops starteten so, dass sie zeitlich gleich in mehrere Panels hineinragten. Aus diesem Grund entschieden wir uns gegen die Teilnahme an einem Workshop und blieben die meiste Zeit des Tages im Hauptsaal, wo die Panels stattfanden. Als großes Highlight entpuppte sich dabei MoC (Master of Ceremonies) Mark Ferguson, der gut gelaunt, witzig und originell moderierte. 

Fotos am Fließband

Am späten Nachmittag sah sich Jessi die Panels von Tom Wlaschiha und den "Hobbit"-Schauspielern Adam Brown und Dean O'Gorman an, während ich mich zu einem Fotoshooting wagte. Die Reihe wartender Fans wanderte überraschend schnell vorwärts. Als ich den Anfang der Schlange erreichte, wusste ich auch wieso: Person A schnappte sich von links meine Tasche. Person B zog mich nach vorne und schubste mich auf Louise Brealey zu, die mich entschuldigend ansah. Drei Sekunden Countdown. Foto. Person A gab mir meine Tasche zurück und deutete in Richtung der Drucker. Vom Betreten des Fotostudios bis zum Erhalten des Bildes dauerte es maximal eine Minute. Positiv: Das Anstehen dauerte nicht lange und viele Fans bekamen ein Foto. Die meisten hätten wohl lieber eine längere Wartezeit in Anspruch genommen, um dafür ein bisschen weniger gehetzt auf den Fotos auszusehen. Aber hey, so wirken die Bilder authentischer. ;)

Tom Wlaschiha – mir nicht bekannt, aber sehr unterhaltsam

Moderator Mark Ferguson (l.) und Tom Wlaschiha 
Foto: Jessi Buck
Dean O'Gorman beantwortet die Fragen der Fans
Foto: Jessi Buck
Nachdem Katrin gegangen war, saß ich allein in der Menge. Morgens war ich überrascht, dass es nicht so voll war, wie ich es erwartet hatte. Im Laufe des Tages änderte sich das aber. Alle Leute waren nun in einem Saal, zumindest gefühlt. Ich hatte "Game of Thrones" in 2012 mal angefangen, kam aber nie über die erste Staffel hinaus, deshalb kannte ich Tom Wlaschiha nicht. Eigentlich blieb ich nur im Saal sitzen, um meinen guten Platz für das nächste Panel zu behalten. Es war eine gute Entscheidung. Ich weiß immer noch nicht, wen er in GoT spielt, trotzdem war sein Panel für mich eines der lustigsten und unterhaltsamsten an diesem Tag. Daher mein Tipp: Seid offen für Neues und guckt euch auch Sachen an, die ihr noch nicht kennt.  Er erzählte sehr interessante Geschichten und beantwortete die Fragen der neugierigen Fans.

Mein persönliches Highlight und einer der Gründe warum ich überhaupt gekommen war, waren Adam Brown und Dean O'Gorman. Als großer „Herr der Ringe“ und „Hobbit“ Fan, hatte ich alle Teile der Anhänge gesehen. Außerdem habe ich Videos von anderen Cons gesehen und war ich mir sicher, dass die beiden Schauspieler lustig sein werden. Sie haben mich nicht enttäuscht. Locker erzählten sie Geschichten vom Set und aus ihrem privaten Leben.

Nächstes Jahr wieder?

Der Tag auf der MagicCon ist durch die Panels mit interessanten und witzigen Leuten schnell vergangen. Auch in den Pausen war uns nie langweilig, weil es überall etwas zu gucken gab - Cosplayer in tollen Kostümen; Prominente, die ungezwungen durch die Menge schlenderten; der Tanzworkshop während der Mittagspause...
Die Termine für die zweite MagicCon stehen schon fest. Wir halten sie uns vorsichtshalber frei und hoffen auch im nächsten Jahr auf spannende, redselige Gäste und Mark Ferguson als MoC. Dann hoffentlich mit flexiblerem Programm, sodass wir auch an Workshops teilnehmen können.


Folgt uns auf FacebookTwitter und Instagram, um weitere Posts nicht zu verpassen.