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Mittwoch, 15. August 2018

Lauras Top 5 der rasantesten Phantasialand-Attraktionen

Es ist Sommerzeit und das heißt für viele auch Freizeitpark-Zeit! Ich vermeide die Hochsaison meistens zwar so gut es geht, bin aber trotzdem ein großer Fan von Vergnügungsparks und habe schon einige besucht. In vorherigen Posts haben Katrin und ich bereits über unsere liebsten Attraktionen in "Efteling" und im "Europa Park" vorgestellt (Hier kommt ihr zu den Beiträgen). Heute geht es weiter mit einem Park, den ich schon deutlich länger kenne: das "Phantasialand" in Brühl bei Köln. Ich werde euch in diesem Post meine fünf liebsten temporeichen Attraktionen vorstellen, die dieser Freizeitpark zu bieten hat.


5. Black Mamba (Inverted Coaster)

Achterbahn umgeben von einer tollen Landschaft
Foto: Laura Bremer
Wie so ziemlich alle Fahrgeschäfte im "Phantasialand" ist auch "Black Mamba" im Themenbereich "Deep in Africa" bereits vor Fahrtbeginn ein optischer Hingucker. Alles ist schön thematisiert. Vor allem die Gestaltung des Fahrtverlaufs gefällt mir richtig gut, weil keine kahlen Stellen zu sehen sind. So rauscht der Zug immer an thematisch passenden Gebäuden vorbei oder rast durch felsige Höhlen. Während der Fahrt erreicht die Achterbahn bis zu 80 Stundenkilometer und bietet damit definitiv rasanten Spaß. Die Bahn ist allerdings nur auf dem fünften Platz gelandet. Ich bin nicht der größte Fan von Inverted Coastern - also Achterbahnen, bei denen der Zug unter den Schienen fährt. Die Fahrweise ist immer etwas zu ruckelig und anders als bei Holzachterbahnen mag ich das bei diesen Bahnen nicht wirklich. Ich schaffe es fast immer, mit einem Ohr an die Kopfstütze zu schlagen, was ziemlich schmerzhaft ist und nur bei solchen Sitzen passieren kann. "Black Mamba" ist unter den Inverted Coastern noch mein Favorit, kommt aber eben nicht an andere Arten von Attraktionen heran, die sich angenehmer fahren. 

4. Mystery Castle (Bungee Drop)

Ziemlich hoch
Foto: Laura Bremer
Ich bin kein Fan von klassischen Freefall-Towern. Diesen Bungee Drop, der im "Mystery"-Bereich des Parks steht, finde ich aber richtig cool. Das liegt erstens daran, dass die Fahrt nicht im Freien stattfindet, sondern im Inneren des Schlossturms. Ich finde Indoor Attraktionen immer besonders spannend, weil beim ersten Mal nicht klar ist, was einen erwartet. Das erhöht den Nervenkitzel genauso wie die Vorfreude. Die Dunkelheit im Turm macht das Erlebnis außerdem viel aufregender. Zzudem finde ich, dass einem die Höhe auch dort so richtig bewusst wird, wenn man auf die gegenüberliegende Seite zu den anderen Fahrgästen schaut. Das macht vor allem die kurze Wartezeit vor dem Fall noch intensiver. Warum ich diesen Tower allen anderen bevorzuge, hat aber noch einen weiteren Grund. Es macht viel mehr Spaß, weil die Gondel erstens mehrmals fällt und außerdem auch hochgeschossen wird. Das macht die Fahrt aufregender und dynamischer, als nur ein einziger extremer Fall, der nach zwei Sekunden vorbei ist. Durch die Gestaltung und die mysteriöse Erzählung über den "Kampf gegen das Böse", die die Fahrt begleitet, ist diese Attraktion zudem auch richtig schön stimmig. Anders als bei anderen Freifalltürmen hat "Mystery Castle" damit sogar eine eigene Geschichte, in die der Fahrgast eintaucht. Ich finde in Sachen Geschwindigkeit aber Achterbahnen immer noch am besten, daher ist diese Attraktion nur auf dem vierten Platz gelandet. 

3. Winja's Fear & Force (Spinning Coaster)

Die Bahn liegt im "Fantasy" Bereich
Foto: Phantasialand
"Winja's Fear & Force" war damals mein erster Spinning Coaster, den ich gefahren bin und ist bis heute noch immer mein Favorit. Das Highlight ist hier natürlich, dass es gleich zwei Strecken zur Auswahl gibt, die beide ihre Besonderheiten haben. Ich kann da keinen Liebling wählen, weil ich beide gleich gerne mag. Außerdem ähneln sie sich an einigen Stellen auch sehr. Beispielsweise die drehende Fahrt durch die Halle. Die macht durch das schnelle, wilde Hin- und Herdrehen richtig viel Spaß. Die Bahn hält außerdem eine Überraschung bereit, die nicht nur ziemlich besonders ist, sondern auch wirklich unerwartet kommt - für mich immer noch, obwohl ich sie schon so oft gefahren bin. Die Rede ist von den Kipp-Elementen. Warum das so überraschend ist? Der Wagen wird dafür komplett ausgebremst, was ziemlich abrupt passiert. Als nächstes wird er auf dem Schienenelement gekippt, und an den "neuen" Teil der Strecke angedockt. Auch das kommt so unerwartet, dass ich auch nach mehreren Fahrten immer noch davon überrascht wurde. Ich habe noch keine andere Attraktion kennengelernt, die so ein cooles und unerwartetes Element besitzt. Es gibt dennoch einen Grund, warum dieses Fahrgeschäft nicht auf dem zweiten oder ersten Platz gelandet ist. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass die Bahn so viel Freude macht oder wirklich so kurz ist. Aber nach meinem Gefühl endet die Fahrt immer viel zu schnell und könnte ruhig noch ein wenig länger dauern. Ich weiß natürlich, dass es gerade im "Phantasialand" aufgrund des Platzmangels wohl kaum anders funktioniert hätte, finde es aber trotzdem schade. 

2. Colorado Adventure (Mienenachterbahn)

Wer die Fahrt sehen will, sollte nicht die Lokomotive wählen
Foto: Phantasialand
Diese Attraktion ist bei jedem "Phantasialand"-Besuch ein absolutes Muss! Wenn die Zeit noch reicht, fahre ich sie am liebsten auch noch ein zweites oder drittes Mal und da bin ich sicher nicht die Einzige. Ich finde es einfach sehr faszinierend, wie beliebt diese Fahrt noch immer ist und das, obwohl sie schon 22 Jahre alt ist. Das hat natürlich gute Gründe. Diese Bahn macht einfach immer Spaß und ist an manchen Stellen überraschend schnell unterwegs. Besonders wenn man in den hinteren Wagen sitzt. Hinzu kommt, dass die Fahrtzeit eine gute Länge hat und das Erlebnis nicht zu schnell vorbei ist. Vor einigen Jahren wurden ein paar Abschnitte komplett abgedunkelt (Das hatte lärmschutztechnische Gründe). Diese Änderung hat die Fahrt noch einmal besser gemacht. Die Teile der Strecke sind nämlich wirklich total düster und somit wird das Gefühl der Schnelligkeit noch einmal gesteigert. Zudem finde ich die Gestaltung im Westernstil gut. Sie ist zwar nicht so unglaublich detailreich wie die von neueren Attraktionen, insgesamt aber trotzdem stimmig. Ich liebe besonders den Teil kurz vor Schluss, wenn der Zug schräg über dem kleinen Wasserteich fährt. Der Drop vor diesem Streckenabschnitt ist schön steil ist und zudem kommt dabei das Gefühl, gleich im Nassen zu landen. Alles in allem ist "Colorado Adventure" eine gelungene Bahn, der man das Alter wirklich nicht anmerkt. Ich hoffe, sie bleibt dem Park noch lange erhalten. Was die Geschwindigkeit betrifft, geht aber noch mehr, deshalb hat es diese Bahn nur auf Platz zwei geschafft. 

1. Taron (Launched Coaster)

Sieht auf den ersten Blick wie ein Achterbahn-Irrgarten aus
Foto: Laura Bremer
Wie ich bereits in meinem Post über meine liebsten Europa-Park-Attraktionen erwähnt habe, sind Launched Coaster einfach mein absoluter Favorit, wenn es um Achterbahnen geht. Daher ist es wahrscheinlich nicht sehr überraschend, dass mein erster Platz der "Phantasialand" Attraktionen "Taron" geworden ist. "Blue Fire" war lange Zeit mein Achterbahnen-Liebling, aber die 2016 eröffnete Bahn im Freizeitpark in Brühl, hat sie vom Thron gestoßen. Da es sich um einen Launched Coaster handelt, ist das Tempo natürlich richtig rasant. Zusätzlich kommt dann noch der große Spaßfaktor hinzu, der für mich auch immer wichtig ist. Schon direkt nach dem Abschuss geht es los mit schnellen Wendungen und einem tollen Airtime-Moment. Noch atemberaubender wird es dann, wenn die Bahn erneut beschleunigt. Das Tempo ist eigentlich schon so hoch, doch dann wird es noch schneller. Ich bin auch sehr begeistert davon, dass sie Strecke so lang ist. Obwohl man in rasender Geschwindigkeit fährt, kommt mir die Fahrtzeit für einen Launched Coaster nicht zu kurz vor. Ein besonderes Highlight ist zudem die unglaublich tolle Gestaltung. Schon beim Betreten des Themenbereichs fühle ich mich schnell wie in einer mystischen Welt der nordischen Mythologie. Die Bahn macht allein optisch einen tollen Eindruck. Ich könnte den halben Tag nur in "Klugheim" stehen und Bilder von der Themenwelt und "Taron" machen. Diese Felsenlandschaft sticht einfach sofort ins Auge und gibt der Attraktionen eine sehr einzigartige Optik. Oft sind große Achterbahnen eher kahl oder haben nur an einzelnen Stellen thematische Elemente eingebaut. Bei "Taron" ist der Fahrgast von Anfang bis Ende umschlossen von den alles überragenden säulenförmigen Gesteinen. Zusätzlich finden sich auch noch andere gestalterische Bauten, beispielsweise die vielen interessant designten Gebäude, an denen der Zug vorbeirauscht. Es ist wirklich beeindruckend, wie so eine lange Bahn mit einer Streckenlänge von gut 1,3 Kilometern dorthin gepasst hat - da muss jede Kurve und jedes Element genau passen. Deshalb ist "Taron" auf Platz eins gelandet: Nicht nur die Attraktion selber mit ihrer überzeugenden Geschwindigkeit, auch alles darum herum ist ein faszinierendes Erlebnis.


Das waren meine Top 5 der rastantesten "Phantasialand" Attraktionen. Habt ihr diesen Freizeitpark auch schon mal besucht? Was sind eure Favoriten, wenn es um Geschwindigkeit geht? Schreibt es gerne in die Kommentare.

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Dienstag, 15. Mai 2018

Katrins Top 5 der spaßigsten Europa-Park-Attraktionen

Ende April ist "Watch.Read.Talk." ein Jahr alt geworden. Um dieses Jubiläum zu feiern, sind Laura und ich in den "Europa-Park" gefahren und haben dort zwei tolle Tage verbracht. Laura hat euch vor einigen Tagen schon ihre "Top 5 der rasantesten Attraktionen" vorgestellt. Ich bin - was Freizeitparks angeht - nicht wirklich ein Adrenalinjunkie, sondern habe lieber Spaß. Daher geht es in diesem Post um die spaßigsten Fahrgeschäfte (Wir haben auch zwei Shows angesehen, aber die waren nicht ansatzweise Top-5-würdig.). Letztes Jahr haben wir bereits unsere rasantesten beziehungsweise spaßigsten Attraktionen im niederländischen Freizeitpark "Efteling" aufgelistet (klickt hier um zu den Beiträgen zu gelangen).

5. ARTHUR

Der kurze Ausflug nach draußen
Foto: Europa-Park
Diese Fahrt ist thematisch an die Filmreihe "Arthur und die Minimoys" angelehnt. In der familienfreundlichen Achterbahn schweben die Gäste durch die Welt der Minimoys und über den toll dekorierten Eingangsbereich, bevor es für eine rasantere Fahrt nach draußen geht. Ich mag Indoor-Achterbahnen sehr, vor allem wenn man über die Köpfe der wartenden Menschen hinwegzischt (wie zum Beispiel auch bei "Winjas Fear & Force" im "Phantasialand"). Die Abfahrt draußen macht sogar noch mehr Spaß. Außerdem ist die Bahn auch organisatorisch super geregelt. Bei jedem Freizeitparkbesuch rege ich mich mindestens einmal darüber auf, dass man Taschen nur schlecht verstauen kann oder horrende Preise für Schließfächer zahlen muss. Bei dieser Attraktion braucht man nur seine Eintrittskarte zu scannen, um einen kostenlosen Locker zugewiesen zu bekommen. Beim Verlassen kann man seine Sache dann auf der anderen Seite wieder abholen - so kommen sich die wartenden und die bereits gefahrenen Gäste nicht in die Quere. Trotz der schönen Gestaltung, dem praktischen Verstausystem und der tollen Mischung aus Spaß und Action, hat es "ARTHUR" jedoch nur auf Platz 5 geschafft. Das liegt an der fehlenden Geschichte. Die Figuren in der Bahn sprechen so leise, dass man kaum nachvollziehen kann, worum es geht und die dargestellten Szenen ergeben nicht wirklich eine stringente Erzählung. Am Ende bleiben die Wagen dann vor dem Bösewicht stehen und ein Knopf auf dem Haltebügel leuchtet auf. Was genau man machen soll und ob das Drücken des Buttons irgendeine Wirkung hat, wird nicht aufgeklärt.

4. Kolumbusjolle

Die Schiffchen lassen sich manuell herumwirbeln
Foto: Europa-Park
Auf den ersten Blick mag diese Attraktion, die leider relativ versteckt im Themenbereich "Spanien" liegt, wie ein normales Karussell aussehen. Für mich ist "Kolumbusjolle" jedoch ein absolutes Highlight und empfehlenswert für alle Altersgruppen. Zum einen sieht die Attraktion toll aus - süße Piratenschiffchen, eine mittelalterliche Stadt, ein stark gewellter Boden und eine schier endlose Sternenzelt-Kuppel. Zum anderen hat die Fahrt einen hohen Spaßfaktor. Die Schiffchen sausen ziemlich schnell über die Bodenwellen, sodass man die Fliehkraft deutlich spürt. Außerdem kann man sein Boot mit dem Steuerrad manuell drehen. Das macht einen Heidenspaß, denn sie bewegen sich nicht so schwerfällig wie zum Beispiel "drehende Tassen", sondern reagieren augenblicklich. So kann man sich hektisch hin und her drehen, aber auch einfach seit- oder rückwärts fahren. Besonders amüsant ist es auch, die anderen Fahrgäste zu beobachten, denn viele realisieren nicht, dass sie die Schiffchen manuell steuern müssen. Die irritierten Blicke, wenn alle anderen herumwirbeln und sie selbst stur geradeaus fahren, sind echt witzig. "Kolumbusjolle" sollte man bei einem Parkbesuch auf keinen Fall verpassen!

3. Monorail-Bahn

Toller Ausblick und einfach eine schöne Fahrt
Foto: Europa-Park
Der "Europa-Park" bietet drei Verkehrsmittel, die gehfaule Besucher über das Gelände bringen: den EP-Express, der wie eine S-Bahn aussieht und auf Schienen in mehreren Metern Höhe fährt; die Panoramabahn, eine ebenerdige Miniatur-Dampflokomotive, die gemächlich durch die Gegend zockelt und die Monorail-Bahn. Mit den beiden Erstgenannten fahre ich eher ungern. Der Express bringt einen am schnellsten von A nach B, allerdings ist er geschlossen, wodurch es unangenehm warm und stickig ist und man zudem nicht viel sieht. Die Panoramabahn ist zwar unglaublich süß, aber sie ist auch furchtbar langsam und das Ein- und Aussteigen dauert aufgrund der winzigen Waggons sehr lange, wenn denn überhaupt ein Platz freiwerden sollte. Die Monorail-Bahn schwebt wie der Express auf Schienen über den Park, ist aber offen. Daher ist sie nicht nur als Fortbewegungsmittel klasse, sondern auch als eigene Attraktion. Man hat einen tollen Ausblick, fährt eine schöne Strecke durch den Park und da nur zwei Haltestellen existieren, gibt es auch kein ständiges Ein- und Aussteigen. Die Bahn eignet sich für eine kurze Rundfahrt zu Beginn des "Europa-Park"-Besuchs, genauso wie zur Entspannung nach einem anstrengenden Tag. Als Laura und ich gegen Ende unseres zweiten Tags müde wurden und uns die Temperaturen von rund 30 Grad zu schaffen machten, haben wir anderthalb Runden auf der "Monorail-Bahn" gedreht, den Ausblick genossen und ein paar schöne Fotos gemacht.

2. Schweizer Bobbahn

Das Fehlen von Schienen ist der besondere Kick!
Foto: Europa-Park
Normalerweise bin ich kein Fan der Bobbahnen in Freizeitparks, da sie meist sehr ruckelig fahren und es für zwei Erwachsene relativ unbequem ist, hintereinander in einem der Schlitten zu sitzen. Die Bahn im "Europa-Park" ist jedoch eine Ausnahme. Wie die meisten anderen Freizeitpark-Bobbahnen hat auch sie keine Schienen und fährt stattdessen in einer Rinne aus dünnen Stahlrohren. Das rappelt aber überraschenderweise nicht ansatzweise so stark, wie in den meisten anderen Attraktionen dieser Art. Das Fahrterlebnis ist wirklich einmalig. Da man sehr locker in den Schlitten sitzt, hebt es einen (besonders im vordersten Waggon) bei der ersten Abfahrt leicht aus dem Sitz. Allerdings hat man dabei nicht dieses unangenehme "Magen fällt"-Gefühl, wie bei vielen anderen Achterbahnen. Es fühlt sich mehr wie Fliegen an - das Gefühl wird noch dadurch verstärkt, dass bei der Bobbahn deutlich weniger Metall und Plastik um einen herum ist, als bei den meisten anderen Achterbahnen. Durch die nicht vorhandenen Schienen ist zudem jede Fahrt anders, da sich der Zug je nach Gewicht weniger oder mehr in die Kurven legt. Das Schweizer Bergdorf, das um die Attraktion gebaut wurde, ist zudem echt hübsch.

1. Fjord-Rafting

Ein Riesenspaß für alle Altersgruppen!
Foto: Europa-Park
Auch in meiner "Top 5 der spaßigsten Efteling-Attraktionen"-Liste hatte es Rafting auf Platz 1 geschafft, denn mal ehrlich: Es gibt einfach keine spaßigere und tollere Freizeitpark-Attraktion als runde Boote, die durch Wildwasser rauschen. Der Kanal ist im "Europa-Park" leider schmaler als in "Efteling", sodass es nicht möglich ist, andere Boote zu überholen oder irgendwo hängen zu bleiben. Dennoch ist die Bahn ein Heidenspaß! Das liegt natürlich vor allem an der freudigen Panik, furchtbar nass zu werden. Das Wasser spritzt, plötzlich kommt von irgendwoher eine Fontäne oder eine Stromschnelle: Wer bei dieser Fahrt nicht kreischt und wie ein Irrer lacht, der wird wohl an keiner Attraktion im "Europa-Park" Spaß haben. Dazu kommt noch die schöne Gestaltung - der Wartebereich ist zwar karg, doch der Wasserkanal wird gesäumt von bunten Häuschen, wie sie für Skandinavien typisch sind. Nach der Fahrt kann man sich außerdem aussuchen, ob man über einen normalen Holzsteg zurückläuft, über eine Hängebrücke hüpft oder sich auf einem Floß stehend selbst an einem Tau wieder an Land zieht. 


Welche Attraktionen findet ihr im "Europa-Park" am spaßigsten? Schreibt es gerne in die Kommentare.

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Samstag, 12. Mai 2018

Lauras Top 5 der rasantesten Europa-Park-Attraktionen

Katrin und ich haben Mitte April zum zweiten Mal den "Europa-Park" im baden-württembergischen Rust besucht. Unser erster Besuch war im Sommer 2013. Da ist gut fünf Jahre her! Da wir beide den Park damals wirklich toll fanden, war es höchste Zeit, nochmal vorbeizuschauen. Freizeitparkbesuche gehören zu unseren Hobbies, daher haben wir schon einige besucht, darunter auch "Efteling" in den Niederlanden. Wir haben bereits über unsere jeweiligen Top 5 Attraktionen in diesem Park geschrieben. Im heutigen Post über den "Europa-Park" stelle ich euch wieder meine liebsten rasantesten Attraktionen vor, während Katrin in ihrer kommenden "Watch.Read.List." ihre spaßigsten Fahrten präsentieren wird.


5. Poseidon (Wasserachterbahn)

Das Ende der spaßigen Fahrt
Foto: Laura Bremer
Ich habe erst bei meiner Recherche für diesen Post herausgefunden, dass diese Wasserachterbahn bereits 18 Jahre alt ist! Das hätte ich nicht erwartet, weil sie immer noch einen sehr modernen Eindruck macht. Ich finde die Thematisierung der Attraktion ganz gelungen und sie passt zum Themenbereich Griechenland genauso wie zum Namen der Fahrt. Ich mag vor allem die Station, aus der die Boote heraus- und am Ende wieder hineinfahren. Sie erinnert an einen alten griechischen Tempel und sieht einfach sehr stimmig aus. Ich bin ein Fan von Attraktionen, die eine Mischung aus Achter- und Wasserbahn sind. Daher musste diese Fahrt unbedingt in meine Liste, auch wenn die Höchstgeschwindigkeit "nur" bei 70 Stundenkilometern liegt. Anders als beim "Fliegenden Holländer", ebenfalls eine tolle Wasserachterbahn im niederländischen Park "Efteling", hat "Poseidon" eine deutlich längere Fahrtzeit. Außerdem sind die Abfahrten viel intensiver und steiler, besonders die letzte. Insgesamt bietet diese Bahn eine schöne und temporeiche Fahrt, bei der man auch ziemlich nass werden kann. 

4. Silver Star (Hyper Coaster)

Ganz schön hoch
Foto: Laura Bremer
2002 wurde dieser Hyper Coaster (darunter fallen alle Achterbahnen, deren Höhe zwischen 61 und 91 Meter liegt) eröffnet und wird von “Mercedes Benz“ gesponsert - daher auch der "kreative" Name Silver Star. Sie ist mit 73 Metern die höchste Achterbahn Deutschlands und kommt außerdem auf Geschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde. Der größte Pluspunkt bei dieser Bahn ist für mich definitiv die Höhe. Die Abfahrt aus fast 70 Metern ist schon ziemlich spektakulär. Auch die Geschwindigkeit lässt den Adrenalinspiegel schnell ansteigen und die Airtime-Momente sind richtig intensiv. Das hier ist definitiv eine Thrill-Attraktion. Warum "Silver Star" nur auf dem vierten Platz gelandet ist, liegt daran, dass die Fahrt im Vergleich zu anderen keinen so großen Spaßfaktor mit sich bringt. Der Streckenverlauf ist relativ unspektakulär und bietet nur wenig Elemente. Außerdem ist so gut wie keine Gestaltung vorhanden - die Bahn selber steht komplett nackt da. Dass die Besucher in der Warteschlange eine “Mercedes Benz“-Ausstellung sehen, möchte ich nicht wirklich als Thematisierung bezeichnen. Für mich sind besonders der Spaßfaktor und eine abwechslungsreiche Streckenführung wichtiger als purer Thrill, daher liegen immer noch drei andere Attraktionen vor diesem Hyper Coaster.

3. Euro Mir (Spinning Coaster)

Die Spiegeltürme sehen bei Sonnenschein richtig schön aus
Foto: Laura Bremer
Dieser Spinning Coaster ist noch älter als Platz fünf meiner Liste. Die Achterbahn, bei der sich die Waggons während der Fahrt um sich selbst drehen, feierte 1997 ihre Eröffnung. Auch wenn "Euro Mir" eine Höchstgeschwindigkeit von gerade mal 80 Stundenkilometern hat, kommt hier durch die Drehungen und den tollen Streckenverlauf sehr viel Spaß auf. Besonders wenn man rückwärts fährt, kann man ganz schon durchgeschüttelt werden. Ein bisschen antiklimaktisch ist allerdings die Auffahrt. Die Fahrtzeit dauert insgesamt über vier Minuten - ganz schön lange, könnte man meinen. Die meiste Zeit geht allerdings dafür drauf, an den höchsten Punkt zu gelangen. Bis dahin fahren die Besucher eine ganze Weile gemächlich nach oben, während sie von Technomusik beschallt werden (wer sich das Lied anhören will, hier gibt's einen YouTube Link). Alles danach ist aber fantastisch. Ein Highlight sind auf jeden Fall die gigantischen Spiegeltürme, um die die Strecke verläuft. Die sehen nicht nur optisch von außen richtig toll aus, es ist auch lustig, sich selbst darin zu sehen, während man fährt. 

2. Wodan (Holzachterbahn)

Auch optisch ein Hingucker
Foto: Laura Bremer
Im Jahr 2012 eröffnete der "Europa-Park" im Themenbereich Island die Holzachterbahn "Wodan". Als Besucher sieht man vor allem beim Eingang eine schöne Thematisierung. Dort steht ein gigantischer Torbogen, der im nordischen Stil designt ist und von zwei Wikingerfiguren "bewacht" wird. Das wirkt ziemlich beeindruckend. Die normale Warteschlange ist wohl auch thematisiert und führt die Besucher durch die nordische Mythologie. Da ich aber bei beiden Besuchen die Single-Rider-Line gewählt habe, kann ich nicht beurteilen, wie detailreich alles hergerichtet ist. Diese Attraktion ist neben "Colossos" im "Heide Park" und "Joris en de Draak" in "Efteling" mein liebster Wooden Coaster, wobei ich zugeben muss, dass die Fahrt etwas ruckeliger war, als ich es noch 2013 empfunden habe. Das kann aber auch daran liegen, dass ich fünf Jahre jünger war. Trotzdem macht diese Achterbahn immer noch richtig viel Spaß. Es wird dabei ziemlich rasant, weil die Höchstgeschwindigkeit bei rund 100 Stundenkilometern liegt. Dieses Tempo merkt man besonders bei den Richtungswechseln und Airtime-Momenten. Außerdem dauert die Fahrt auch relativ lange, was das Fahrerlebnis noch besser macht. 

1. Blue Fire (Launch Coaster)

Der Looping ist nur eines von vielen coolen Elementen
Foto: Laura Bremer
Mein erster Platz befindet sich genauso wie "Wodan" im isländischen Themenbereich des Parks und wurde 2009 eröffnet. Ähnlich wie bei "Silver Star" ist die Namensgebung auch hier sehr "kreativ" gewählt. Denn diese Bahn wird von dem Erdgasförderungsunternehmen "Gazprom" gesponsert und heißt deshalb "blaues Feuer" - eben wie eine Gasflamme. Die Thematisierung ist zwar auch eher schwach, dafür steht der Coaster wenigstens nicht komplett nackt in der Gegend herum. Es wurde viel Grün gepflanzt und die Besucher fahren an großen Felsen vorbei und sogar durch manche hindurch. Ich mag zwar Holzachterbahnen schon richtig gerne, aber Launch Coaster können mich noch mehr begeistern. Schon bei unserem ersten Besuch 2013 war diese Attraktion mein absolutes Highlight und auch nach fünf Jahren ist sie mein Favorit, wenn es um Geschwindigkeit und Spaß geht. Genauso wie "Wodan" liegt die Höchstgeschwindigkeit bei 100 Stundenkilometern, aber der Spaßfaktor ist nochmal deutlich größer. Das liegt vor allem an den vielen abwechslungsreichen und intensiven Elementen, zum Beispiel der gigantische, über 30 Meter hohe Looping oder die Heartline-Roll zum Schluss (bei der die Fahrgäste einmal komplett um die Herzlinie (der gedachte Weg, den das Herz eines Passagiers während einer Achterbahnfahrt zurücklegt) gedreht werden). Hinzu kommt, dass die Fahrtzeit relativ lange ist und nicht nach Gefühl 30 Sekunden wieder vorbei ist. Mir macht diese Fahrt einfach richtig viel Spaß und ich verlasse sie immer mit einem Lächeln im Gesicht. 


Das waren meine Top 5 der rasantesten "Europa-Park"-Attraktionen. Habt ihr diesen Freizeitpark auch schon mal besucht? Was sind eure Favoriten, wenn es um Geschwindigkeit geht? Schreibt es gerne in die Kommentare.

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Freitag, 20. Oktober 2017

Zum 1. Mal auf der Frankfurter Buchmesse

Die Liebe zum Lesen begleitet mich schon seit meiner Kindheit und frühen Jugend. Trotzdem habe ich noch keine Buchmesse besucht. Doch das hat sich dieses Jahr geändert, als Katrin mich spontan gefragt hat, ob ich nicht Lust hätte, sie und ihre Mutter am 15. Oktober zur Frankfurter Buchmesse zu begleiten. Während sie schon zum achten Mal dorthin gefahren sind, war es für mich das erste Mal. Katrin hat in ihrem Post (hier kommt ihr zum Beitrag) vor allem Vergleiche zu den früheren Buchmessen gezogen. In meinem Bericht geht es vielmehr um die Eindrücke eines Erstlings-Besuchers. Außerdem werde ich ansprechen, was ich für den nächsten Besuch gelernt habe und anders machen möchte.

Bücher und Menschen wohin man auch sieht

Bücher über Bücher!
Foto: Laura Bremer
Okay, ich glaube, das ist so ziemlich das meistgenutzte Wort, um den ersten Eindruck der Buchmesse zu beschreiben, aber es ist einfach wirklich zutreffend: Insgesamt war es überwältigend. Noch nie in meinem Leben habe ich so viele Bücher an einem einzigen Tag gesehen. Ich wusste die meiste Zeit nicht einmal, wo ich zuerst hinschauen sollte. Ich habe den Blick ständig nur nach links oder rechts geschweift, um möglichst viel zu sehen, während wir uns durch die Menschenmasse bewegt haben. Denn Stehenbleiben war nicht immer möglich. Es hat mich nicht total überrascht, dass manche der Hallen voller Menschen waren. Ich habe die letzten Buchmessen gerne über die Social Media Accounts verschiedener Verlage verfolgt und wusste, dass ich mich auf überfüllte Räume gefasst machen müsste. Ich hatte es mir allerdings noch deutlich schlimmer vorgestellt. Zwar waren überall um einen herum viele andere Besucher, aber ich hatte trotzdem nicht das Gefühl, vollkommen eingeengt zu sein. Ich wurde am Anfang auch noch etwas "verschont", denn wir haben zuerst Halle Vier, mit den Schwerpunkten Wissenschaft und Bildung, besucht. Besonders in der ersten Etage war kaum etwas los.

Viel los bei den Kinder- und Jugendbüchern
Foto: Laura Bremer
Wie voll es wirklich werden kann, habe ich erst in Halle Drei gemerkt. Da ich vor allem Jugendbücher lese, habe ich mich besonders auf die entsprechenden Verlagsstände gefreut. Dafür hatte ich mir vor dem Besuch extra die Standnummern verschiedener Verlage über die App herausgesucht (nicht die Webseite, die ist grausam, aber dazu später mehr). Letztendlich bin ich die meiste Zeit dann doch einfach durch die Halle gelaufen und habe auf gut Glück nach meinen Lieblingsverlagen Ausschau gehalten. Das hat relativ gut funktioniert. So bin ich außerdem bei einigen anderen interessanten Ständen gelandet, die ich nicht auf dem Schirm hatte: Beispielsweise dem "magellan Verlag", der einige interessante Geschichten im Programm hat, von denen ich schon gehört hatte. Am Ende des Tages habe ich aber ebenfalls festgestellt, dass ich den ein oder anderen Stand doch verpasst habe, weil ich etwas planlos durch die Halle gelaufen bin. So habe ich beispielsweise versäumt, den "Drachenmond Verlag" zu besuchen, aus dem mich auch einige Bücher interessieren. 
Die leuchtenden Buchcover sahen wirklich gut aus
Foto: Laura Bremer
Beim "Carlsen" Verlag hatte zur Zeit, als ich dort war, Jennifer L. Armentrout (Autorin der "Obsidian"-Reihe) eine Signierstunde. Dementsprechend vollgepackt war es um den Stand herum (und quer durch die Halle, wo die Schlange verlaufen ist). Das war wirklich das größte Gedränge, das ich an diesem Tag miterlebt habe. Da ich wirklich keine Lust hatte, mich länger dort aufzuhalten, bin ich erst mal weitergegangen. Dafür bin ich einfach später wieder zum Stand gekommen. Dann war es dort deutlich angenehmer und ich konnte mich genauer umschauen. Ich bin ganz froh darüber, dass ich bis jetzt noch nicht den großen Drang verspürt habe, mir Bücher signieren zu lassen. Nicht nur bei Armentrout, auch bei der Signierstunde von Thriller Autor Sebastian Fitzek sind wir an einer gigantischen Schlange vorbeigelaufen. Selbst wenn ich ein Autogramm gewollt hätte, hätte ich es mir wahrscheinlich sehr gut überlegt - gerade wenn nur ein Tag auf der Messe zur Verfügung steht und die Zeit ohnehin unheimlich schnell vergeht.
Eine meiner Lieblingsreihen
Foto: Laura Bremer
Ich habe an diesem Tag zwar unglaublich viele Bücher gesehen, aber in kaum eines einen Blick geworfen. Für mich war der Trubel dann doch zu viel, um mich in Ruhe irgendwo hinzustellen und wirklich aktiv neue Leselektüre zu suchen. Dafür fehlte dort auch oftmals einfach der Platz, weil man irgendwie immer anderen Leuten im Weg stand. Nur einige Aussteller hatten Sitzmöglichkeiten an ihrem Stand. Wirklich viele neue Bücher habe ich also nicht entdeckt, dafür war es aber auch toll, meine Lieblingsbücher bzw. Werke von meinen Lieblingsautoren auf der Messe zu sehen, genauso wie Geschichten, die noch auf meiner Wunschliste stehen. Obwohl ich mich in keine Bücher vertieft habe, sondern vor allem viel betrachtet habe, war ich erstaunt, wie schnell die Zeit trotzdem umgegangen ist. Dabei sind wir eigentlich "nur" durch zwei oder drei Hallen gelaufen. Beim nächsten Besuch möchte ich definitiv probieren, den Tag besser zu planen, besonders um mehr Veranstaltungen besuchen zu können.

Die Messe hält nicht nur Bücher bereit

Dem kann ich nur zustimmen
Foto: Laura Bremer
Neben dem riesigen Angebot an Lesestoff, bietet die Buchmesse auch witzige Aktionen (zum Beispiel Stände mit Virtual Reality Erlebnissen), Vorstellungen neuer Fernsehfilme, Diskussionen sowie viele Lesungen und Autorengespräche. Ich war doch überrascht, wie groß dieses Angebot ist. Anfangs habe ich versucht, mit dem Veranstaltungskatalog auf der Internetseite zu arbeiten, doch das war viel zu umständlich und zeitintensiv. Die Filtereinstellungen sind eher beschränkt, es kommt immer eine riesige Liste an Ergebnissen raus, durch die ich mich umständlich klicken musste. Ich war ziemlich schnell genervt davon. Die App ist viel besser, daher kann ich sie jedem empfehlen, der schnell einen Überblick über Events, Autoren und Aussteller bekommen möchte. Die einzelnen Termine sind eng getaktet und oft zur selben Zeit. (hier kommt ihr zu den Rezensionen der ersten zwei Bände) und die darin erschaffene Welt wirklich gelungen finde, hätte mich diese Veranstaltung unheimlich interessiert.
Globen gab es auf der Messe auch
Foto: Laura Bremer
Deshalb sollte man sich vorher genau überlegen, wohin man wirklich gehen will. Ich habe nicht einmal annähernd alles besucht, was auf meiner Liste stand und die war mit sieben Terminen nicht einmal unglaublich lang. Letztendlich habe ich es nur zu zwei Lesungen geschafft. Wer wirklich viel erleben möchte, muss den Tag sehr gut planen. Dabei sollte auch einberechnet werden, wie viel Zeit es kostet, um zu den jeweiligen Orten zu kommen. Ideal wäre natürlich, direkt zwei Messetage zu besuchen. So ist das Angebot außerdem größer. Ich wäre beispielsweise unheimlich gerne zu einem Gespräch von Thomas Thiemeyer und Andreas Eschbach gegangen, das am Samstag stattgefunden hat. Sie haben über die Zukunftsszenarien in ihren Romanen gesprochen. Da ich Thiemeyers "Evolution"-Trilogie
Noch vor der ersten Lesung gab es aber ein weiteres tolles Event an dem wir eher durch Zufall teilgenommen haben. Da wir viel zu früh bei der Bühne waren, wo Ursula Poznanskis aus "Aquila" (hier kommt ihr zu meiner Rezension des Jugendthrillers) lesen sollte, sind wir in einem Buch-Quiz der Universität Leipzig gelandet. Das war richtig lustig. Obwohl unser Team verloren hat, konnten wir danach am Stand der Medienwissenschaften der Uni Leipzig unser Glück erneut versuchen. Am Ende haben wir so doch noch ein Buch gewonnen. Ich habe mir "Wild" von Reinhold Messner ausgesucht, was witzigerweise sogar schon auf meiner Wunschliste stand. Somit hat sich dieses Erlebnis mehr als gelohnt.
Ursula Poznanski kurz vor Beginn der Lesung
Foto: Laura Bremer
Dirk Trost sorgte für spannend-schaurige Stimmung
Foto: Laura Bremer
Die Lesung von Ursula Poznanski wollte ich vor allem besuchen, um sie einmal live zu erleben. Obwohl ich den Roman schon kenne, war es toll, die Autorin – die übrigens wirklich sympathisch wirkt - selbst daraus vorlesen zu hören. Insgesamt hat mir diese Lesung wirklich gut gefallen. Etwas ärgerlich und störend war jedoch, dass in der Nähe ein Event eines YouTubers stattfand. Von dort haben wir in regelmäßigen Abständen schrilles Gekreische gehört. Es wäre schön gewesen, wenn etwas mehr Rücksicht auf die anderen Veranstaltungen genommen worden wäre. Die zweite Lesung war von Self-Publish-Autor Dirk Trost, der aus seinem Roman "Neuntöter für Gretsiel", dem vierten Band seiner Krimi-Reihe, vorgelesen hat. Tatsächlich kenne ich seine Bücher noch nicht, fand aber, dass die Geschichte spannend klingt, deshalb bin ich einfach hingegangen. Trost wirkte ebenfalls super sympathisch und lustig. Der Anfang des Romans hörte sich zudem vielversprechend an und hat mich definitiv neugierig gemacht. Der Autor hat zwischendrin sogar ein paar Dinge für Zuhörer erklärt, die seine Reihe noch nicht kennen, was ich super fand. Daher kann ich nur empfehlen, auch Lesungen von Autoren zu besuchen, deren Werke man noch nicht kennt. Vielleicht findet sich auf diese Weise sogar ein neues Lieblingsbuch. 
Der Tag verging so unglaublich schnell, dass zum Ende hin ein bisschen die Zeit für das diesjährige Gastland Frankreich sowie den Cosplay-Bereich fehlte. Die Halle für Frankreich sah wirklich toll aus. Mir hat besonders gut gefallen, dass es so viel fürs Auge gab, vor allem Comiczeichnungen und Bücher mit wunderschönen
Jedes Pop-up-Buch hielt eine tolle Überraschung bereit
Foto: Laura Bremer
Pop-up-Elementen. Zur Cosplay-Halle haben wir es dann noch knapp geschafft. Wir konnten einige tolle Verkleidungen sehen. Mir ist vor allem eine Gruppe aufgefallen, die sich als Bösewichte aus den DC-Comics verkleidet hatte, untere anderem Harley Quinn, Poison Ivy und der Joker. Die Halle selbst hat mich auch überrascht, da sie doch ziemlich groß war. Es gab viele Stände mit Merchandise, Cosplay-Zubehör und Comics. Daher fand ich es schade, dass uns dafür die Zeit gefehlt hat. Beim nächsten Besuch möchte ich mich dort gerne noch genauer umschauen. 

Insgesamt war dieser Tag sehr erlebnisreich, aber ebenso anstrengend. Am Ende waren wir ziemlich geschafft. Doch ich bin wirklich froh, dass ich die Frankfurter Buchmesse endlich besucht habe und kann das wirklich empfehlen. Nicht nur wegen der vielen Bücher, sondern auch wegen der tollen Events. Ich war übrigens wirklich froh, dass ich mit Katrin und ihrer Mutter zwei erfahrene Messebesucherinnen an meiner Seite hatte. Ich glaube, dass der Tag sonst noch etwas umständlicher und chaotischer geworden wäre.

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Bildergalerie

Nun folgen noch ein paar Impressionen des Tages (alle Fotos von Laura Bremer)


















Mittwoch, 18. Oktober 2017

Zum 8. Mal auf der Frankfurter Buchmesse

Lohnt sich! Nächstes Jahr ist Georgien Gastland
Foto: Frankfurter Buchmesse
Die Anfänge der Frankfurter Buchmesse reichen fast 500 Jahre zurück. Ganz solange bin ich noch nicht dabei. Ich habe 2007 im Alter von 12 Jahren das erste Mal meinen Fuß in die heiligen Hallen der Buchkunst gesetzt. Sonntag war nun schon mein achter Besuch. Die diesjährige Buchmesse hatte über 7.000 Aussteller und 280.000 Besucher - verteilt auf zehn Messehallen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Seit 1988 gibt es jedes Jahr ein Gastland, dessen Literatur im Vordergrund steht. In diesem Jahr war es Frankreich.
In diesem Post möchte ich euch ein bisschen etwas von meinen Erlebnissen bei der diesjährigen Buchmesse erzählen und mit meinen Erfahrungen der letzten zehn Jahre vergleichen. Voraussichtlich am Freitag erscheint Lauras Beitrag, in dem sie ihre Eindrücke als Erstlings-Besucherin schildert.

Größer, spektakulärer, vielfältiger... Bücher!

Mobiles Autohaus auf der Buchmesse 2015
Foto: Katrin Mertens
Das erste Gastland, das ich erlebt habe, war Katalonien. Die Spanier haben damals nicht nur ihre Literatur, sondern auch andere Teile ihrer Kultur präsentiert. Die Messehallen stehen im Viereck um einen großen, freien Platz. 2007 haben die Katalanen dort ihre "Castells" vorgeführt. Dabei formt eine riesige Gruppe Menschen ein Fundament, während weitere Personen in der Mitte aufeinander klettern. Diese menschlichen Pyramiden werden etliche Meter hoch und zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie sahen spektakulär aus und so haben die Besucher auch während ihrer Mittagspause im Freien den Geist des Gastlandes erlebt. In demselben Jahr standen draußen auch gigantische Bücher und dazwischen Stühle zum Entspannen. Seitdem hat sich die Außenfläche leider stark gewandelt. Neben den obligatorischen Fressbuden, präsentieren sich dort immer mehr kommerzielle Anbieter, die überhaupt nichts mit Büchern oder Medien zu tun haben. So waren dort beispielsweise Autoanbieter vertreten, die in einem mobilen Autohaus verschiedene Wagen präsentiert haben. Diese Entwicklung finde ich sehr schade, da das eigentliche Thema Buch so immer mehr in den Hintergrund rückt.
Beim 2. Cover-Quiz haben wir dann doch gewonnen
Foto: Katrin Mertens
In den letzten Jahren habe ich mich auf der Messe vor allem durch Halle drei, wo sich Belletristik befindet, treiben lassen. Denn der Online-Veranstaltungsplan ist so kompliziert, dass ich spätestens beim dritten Besuch die Lust verloren hatte, nach Events zu suchen. Am Sonntag war Laura das erste Mal mit dabei und sie hatte gleich mehrere Lesungen herausgesucht. Zum Beispiel las Ursula Poznanski aus ihrem neuen Buch "Aquila" (hier geht es zu unserer Rezension). Das hat Spaß gemacht, aber noch toller war das Event davor. Laura wollte sich möglichst früh einen Platz sichern, wodurch wir ohne unser Wissen an einem Quiz teilgenommen haben. Leipziger Buchwissenschaftsstudenten hatten es vorbereitet. Dabei mussten wir in zwei Gruppen abwechselnd Genre (zum Beispiel "Krimi", "Kinder- und Jugendbuch" oder "Romantik") wählen und zwei Cover, bei denen Titel und Autor wegretuschiert worden waren sowie ein Zitat erraten. Leider hat unser Team verloren, obwohl wir  (um genau zu sein Laura, ich und drei andere) echt viel wussten. Das Spiel hat großen Spaß gemacht und ich wäre nie darauf aufmerksam geworden, wenn meine Co-Autorin nicht zu der Lesung gewollt hätte. Hinterher haben wir gemeinsam mit meiner Mutter noch ein einzelnes Cover-Quiz gespielt und mit vereintem Teamwork fast alles erraten und jeder ein Buch oder Hörbuch gewonnen. Ich habe mir "Die Schwester des Tänzers" von Eva Stachniak ausgesucht und freue mich jetzt schon, es anzuhören. 

Augen auf, Herz auf, mach' was!

Frankreich präsentierte sich mit Illustrationen
Foto: Katrin Mertens
Auf der Buchmesse kann man unglaublich viel tun und erleben. Die ARD bietet beispielsweise die "HörSpielBox" an, in der man seine eigene Stimme in ein Hörspiel integrieren kann - leider habe ich das bislang noch in keinem Jahr gemacht. Dafür war ich schon im ARD-Kino, wo TV-Folgen und Fernsehfilme gezeigt werden. 2013 habe ich mir dort die "Tatort"-Folge "Mord auf Langeoog" mit den Kommissaren Falke und Lorenz vor deren offizieller Erstausstrahlung angeguckt. Mit vielen Menschen auf großer Leinwand gemeinsam zu gucken, war ein tolles Erlebnis. Außerdem ist die Episode richtig toll und zählt bis heute zu meinen liebsten "Tatort"-Folgen! Immer wieder bieten auch die Gastländer verschiedene Aktionen an.
Dieses Buch lässt Fantasiegestalten lebendig werden
Foto: Katrin Mertens
Island (2011) hatte riesige Leinwände gespannt, auf denen Videos von Isländern liefen, die in ihren Wohnzimmer saßen und Bücher vorlasen. Bei Brasilien (2013) konnte man in Hängematten liegen und sich Hörbücher anhören. Indonesien (2015) konnte man riechen - überall standen riesige Bars voller Gewürze, die das Aroma des Landes wiederspiegeln sollten. Frankreich hat dieses Jahr sehr viel Wert auf Illustrationen gelegt. Überall hingen Poster mit Zeichnungen und Bildern. Außerdem lagen zahlreiche wunderschöne Aufklapp-Bücher in Glaskästen, sodass sie auch noch am letzten Messetag so gut wie heil waren (besonders die indonesischen Gewürzbars zeigten nach Hunderttausenden Besuchern schon einige Gebrauchsspuren). Durch die vielen schönen Illustrationen war die literarische Vielfalt Frankreichs auch für die Menschen greifbar, die kein Französisch sprechen.
Klares Zeichen: Bücherwürmer stehen zusammen!
Foto: Katrin Mertens
Das ist einer der Faktoren, die ich an der Buchmesse so mag: Sie ist international. Sowohl Aussteller als auch Besucher kommen aus der ganzen Welt und sie alle verbindet die Liebe zu Wörtern und Geschichten. In den letzten Jahren gab es immer wieder politische Konflikte, die irgendwie ihren Weg in die Veranstaltung gefunden haben. Dieses Jahr führte beispielsweise ein Auftritt des rechten Politikers Bernd, äh Björn Höcke zu Tumulten. Doch das sind Ausnahmen. Jedes Jahr freue ich mich darüber, wie vielfältig die Auswahl an Ausstellern ist und wie friedlich die unterschiedlichen Besucher miteinander umgehen - egal ob man wegen prämierter Weltliteratur, Mangas, Kinderbüchern, Sachliteratur, antiquarischen Büchern oder Krimis gekommen ist. Ich habe alleine dieses Jahr Nonnen, eine muslimische Kindergruppe, buddhistische Mönche, kreischende YouTube-Groupies, Busladungen älterer Herrschaften und schrill gekleidete Cosplayer gesehen - alle in friedlicher Co-Existenz.
Newt Scamander & Jacob Kowalski
Foto: Katrin Mertens
Besonders die verkleideten Fans finde ich total spannend. Während eines Uniprojekts habe ich mich intensiv mit dem Thema "Cosplay" beschäftigt und weiß, wie viel Zeit, Geld und Mühe in einigen Kostüme steckt. Im Gegensatz zur MagicCon, wo vor allem Charaktere aus Film und Fernsehen zu sehenwaren, gibt es auf der Buchmesse vor allem Manga-Figuren. In dem Bereich kenne ich mich wirklich überhaupt nicht aus, aber einige Kostüme habe ich erkannt und (mit Erlaubnis der jeweiligen Person!) fotografiert. Seit einiger Zeit sind die Comics auch nicht mehr in Halle drei bei der Belletristik und den Kinder- und Jugendbüchern zu finden, sondern haben einen eigenen Bereich, der durch Merchandise-Stände und bunt angezogene Cosplayer eher der ComicCon ähnelt. Leider konnten wir uns dort aus Zeitmangel nur ein paar Minuten umschauen.
Schreiben ist Macht: Hufflepuff-Katrin
Foto: Katrin Mertens
Ich war zwar nicht verkleidet - irgendwann möchte ich das aber wirklich gerne selbst mal ausprobieren - dafür wurde ich illustriert. An einem Stand gab es den "Illumat". Eine große bunte Kiste, in die man Wünsche stecken konnte. Nach einer Weile bekam man dann ein ganz persönliches Bild - gezeichnet von Illustratoren. Im letzten Jahr hatte ich den "Automaten" schon gesehen, damals war mir aber die Schlange zu lang. Dieses Mal war sie noch länger, aber ich habe mich trotzdem angestellt. Und es hat sich gelohnt. Auf der rechten Seite seht ihr, was aus meinem Wunsch "Ich (weiblich, blond) als Hogwartsschülerin (Hufflepuff) mit einem Stift anstatt eines Zauberstabs" geworden ist - ich habe sogar noch einen Drachen dazu bekommen! Das wird jetzt mein journalistischer Glücksbringer, denn mit einem Stift kann man so viel erschaffen.
Ob Cara auch eine Superautorin ist?
Foto: Katrin Mertens
Ein Buch habe ich mir natürlich auch gekauft! In den letzten Jahren war es meine Tradition, immer den neusten Thriller von Yrsa Sigurðardóttir mitzunehmen, doch ich habe ihr Buch "Sog", das Mitte September erschienen ist, schon gelesen (hier geht es zur Rezension). Als ich mich am Stand des Fischer Verlags durch die Menschenmassen gedrängt habe, die auf irgendeine Signierstunde warteten, fiel mein Blick auf "Mirror, Mirror", den Debüt-Roman von Supermodel und Schauspielerin Cara Delevingne. Da der Klappentext ganz spannend klang und ich, ehrlich gesagt, sehr neugierig darauf bin, wie Cara schreibt, habe ich es mir gekauft. Die Rezension folgt zeitnah hier im Blog.

Auch beim achten Mal hatte ich viel Spaß auf der Buchmesse! Das lag dieses Jahr vor allem daran, dass ich durch Laura andere Aktivitäten gemacht habe als sonst. Meine Highlights waren auf jeden Fall das Buchcover-Quiz, der "Illumat" und die schöne Präsentation des Gastlandes Frankreich. Außerdem hatten wir ein fantastisches Wetter! Bereut habe ich nur die fehlende Zeit für den Cosplay-Bereich und dass ich zu spät vom Interview mit Adele Neuhausers (die österreichische "Tatort"-Kommissarin Bibi Fellner) auf der ARD-Bühne erfahren habe. Ich hätte sie gerne live gesehen. Vielleicht ist sie ja nächstes Jahr wieder da? Ich werde es bestimmt sein!


Bald geht Lauras Post online, in dem sie unseren Messebesuch aus ihrer Sicht als Erstlings-Besucherin schildert. Folgt uns auf FacebookTwitter und Instagram, um diese und weitere Posts wie die "Mirror, Mirror"-Rezension nicht zu verpassen. Alle bisherigen Posts zum Thema "Buch" findet ihr hier.



Bildergalerie

Hier noch einige Fotos, die ich auf der Buchmesse gemacht habe, für die im eigentlichen Post aber kein Platz mehr war (alle Bilder von Katrin Mertens).

Gastland Frankreich















Cosplay

Spiderman und Baymax

"Tardis" aus "Doctor Who"