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Donnerstag, 6. September 2018

Lauras Top 20 Serien

Wir reden auf diesem Blog über Filme, Bücher und Serien - haben aber noch nie unsere Serienfavoriten vorgestellt. Daher gibt es heute von mir eine neue "Watch.Read.List.", in der ich euch meine 20 liebsten Sendungen aufliste und kurz erzähle, wieso sie mit dabei sind. Wie bei den anderen Listen war es auch bei dieser für mich nicht immer ganz leicht, die Platzierungen zu verteilen, da es oft Kleinigkeiten sind, die eine Serie für mich "besser" oder "schlechter" als eine andere machen. Ich kann auf jeden Fall alle Plätze empfehlen. 



20. Hart of Dixie

Foto: The CW
"Hart of Dixie" habe ich immer gerne geschaut. Es gibt keine super großen Dramen und am Ende der Folgen ist alles irgendwie in Ordnung. Neben anderen Serien, in denen ständig ganz viel passiert, fand ich es angenehm, zwischendurch auch mal eine etwas weniger hektische und intensive Show zu schauen. Sie ist nur auf dem letzten Platz gelandet, weil die Charaktere teilweise etwas überzogen sind und der Fokus manchmal zu sehr auf den Liebesbeziehungen liegt und andere Themen weniger Aufmerksamkeit bekommen. 

19. Modern Family

Foto: ABC
Diese Sendung ist perfekt zum zwischendurch schauen. Ich habe sie entdeckt, als ich mich gerade für keine andere Serie begeistern konnte und habe die ersten sechs Staffeln ziemlich schnell beendet (und warte seitdem darauf, dass "Netflix" die nächste online stellt). Sie ist total unterhaltsam, aber fast komplett ohne Tiefgang. Außerdem gibt es keine aufbauende Handlung und die Figuren sind sehr eindimensional. Es ist eine leichte Sitcom, die ich gerne schaue, aber nicht total investiert darin bin, weshalb sie nicht weiter oben gelandet ist. 

18. Wynonna Earp

Foto: Syfy
An dieser Serie liebe ich vor allem die tollen Charaktere. Besonders die Protagonistin und ihre Schwester sind vielseitige und starke Figuren. Dank ihnen habe ich die Handlung trotzdem gerne verfolgt. Denn die ist leider der Schwachpunkt: Sie ist nicht durchweg richtig mitreißend und wirkt manchmal etwas wirr. Zwischendrin gibt es aber immer Folgen, die richtig gut sind. Daher ist die Geschichte etwas durchwachsen und die Serie aus diesem Gruund nur im unteren Teil der Liste gelandet. 

17. Preacher

Foto: AMC
Diese Serie hat in meinen Augen ähnliche Schwächen und Stärken wie "Wynonna". Die Figuren sind hier auch noch einmal eine Spur genialer, einfach weil sie so speziell und teilweise auch etwas verrückt sind. Die Handlung ist insgesamt ebenfalls besser aufgebaut als beim Platz 18 dieser Liste, kann sich manchmal aber auch ziemlich ziehen. Die Geschichte selber ist vollkommen abgedreht, was meistens sehr unterhaltsam ist, an einigen Stellen wird es aber dann für mich etwas zu seltsam.

16. OC California

Foto: Fox 
Mein Platz 16 ist eine der wenigen Sendungen, die ich als Jugendliche geschaut habe und heute immer noch gerne mag. Das liegt vor allem an den sympathischen, interessanten Charakteren. Insgesamt fand ich aber schon damals, dass es teilweise etwas zu viel Drama gibt. Zudem habe ich die vierte und letzte Staffel lange Zeit ignoriert, weil ich das Ende der dritten richtig blöd fand. Letztendlich war die vierte Staffel dann auch nicht so gut wie der Rest. 

15. Black Mirror

Foto: Netflix
Jede Folge dieser Sendung erzählt eine neue Geschichte. Einige davon sind richtig gut, andere haben mir nicht ganz so gut gefallen. Insgesamt finde ich die Idee der Serie aber wirklich spannend und so gut wie jede Episode schafft es, mich zu überraschen oder sogar zu schocken. Denn die Geschichten haben meistens einen abgedrehten Twist. Die Serie ist trotzdem nicht weiter oben gelandet, weil ich Sendungen mag, die fortlaufende Handlungen haben und bei denen man die Figuren richtig kennenlernt. Das ist hier nicht der Fall.

14. Vikings

Foto: History
"Vikings" ist eine richtig spannende und actionreiche Serie, die außerdem eine gut aufgebaute Handlung hat. Mir gefallen vor allem die Charaktere sehr gut, weil sie alle vielschichtig und komplex sind. Sie machen im Laufe der Staffeln alle Veränderungen durch, was sie realer erscheinen lässt. Zudem finde ich die Geschichte der Wikinger sehr interessant - auch wenn in der Serie sicher nicht alles ganz historisch akkurat ist. Dennoch hat die Serie ab und zu ein paar Längen und der Protagonist, den ich am Anfang so toll fand, wird mit der Zeit etwas anstrengend. 

13. American Gods

Foto: Starz
Bei dieser Serie finde ich vor allem die Idee richtig spannend und außergewöhnlich: Ein Krieg zwischen den alten und neuen Göttern in Amerika. Zudem sind die meisten Charaktere richtig gut. Die Handlung ist teilweise etwas abgedreht und zu Beginn verwirrend - vor allem wenn man sich mit den verschiedenen Göttermythologien nicht so gut auskennt. Außerdem fehlt es dem Protagonisten noch etwas an Persönlichkeit. Aber bis jetzt gibt es auch nur eine Staffel und ich freue mich schon darauf, wie es weitergeht. Meine Rezensionen zur ersten Staffel findet ihr hier.

12. Good Girls Revolt

Foto: Amazon Video
Diese Sendung habe ich durch Zufall entdeckt und spontan geschaut - das ist jetzt schon ein paar Jahre her und es gab leider nur eine einzige Staffel, die auch noch offen endet. Trotz dieser Aspekte ist es eine Serie, die mich positiv überrascht hat. Zum einen erzählt sie ein interessantes Thema, das auf wahren Begebenheiten beruht (Ein Gruppe von Frauen verklagte 1970 ihren Arbeitgeber "Newsweek", da sie nur als Rechercheure arbeiten und nicht dieselben Aufgaben machen durften wie ihre männlichen Kollegen.). Zusätzlich behandelt sie dabei generell die Emanzipation der Frauen in den 70er Jahren. Leider ist die Absetzung auch der Grund, warum diese "Amazon Prime Video"-Produktion nicht weiter oben gelandet ist. Die Handlung endet wirklich sehr offen und es ist ärgerlich, dass die Geschichte nie fortgesetzt wurde. 

11. Lost

Foto: ABC
"Lost" habe ich erst relativ spät für mich entdeckt - so ungefähr sechs Jahre nach der Ausstrahlung des Staffelfinales. Daher wurde ich auch immer schonmal gespoilert. Trotzdem konnte mich diese Serie von Beginn an mitreißen und ich habe letztendlich verstanden, warum so viele Leute sie so gut fanden. Die Handlung ist ausgefallen und komplex und es gibt viele interessante Charaktere. Dennoch wurde die Sendung zum Ende hin etwas zu komplex und es gab ständig mehr oder weniger verwirrende Sprünge. Das Finale hat mir dann nicht so schlecht gefallen, wie ich nach den Spoilern und der allgemein eher negativen Meinung befürchtet hatte. 

10. Agent Carter

Foto: ABC
Ich bin bekennender "Marvel"-Fan und fand Peggy Carter im ersten "Captain America"-Film bereits richtig toll. Ihre eigene Serie hat mir schon allein durch ihren genialen Charakter sehr gut gefallen. Aber auch die meisten anderen Figuren sind toll aufgebaut. Neben Peggy gibt es noch weitere starke Frauen. Die Fälle - die sich jeweils über eine Staffel ziehen - sind spannend. Allerdings hat mir die zweite nicht mehr ganz so gut gefallen wie die erste, da sie ein paar Längen hatte. Trotzdem hat es viel Spaß gemacht, die Geschichte zu verfolgen und ich finde es immer noch schade, dass schon nach der zweiten Staffel Schluss war. 

9. iZombie

Foto: The CW
Als ich vor einigen Jahren die Serie "The Walking Dead" (die ich nach vier Staffeln abgebrochen habe, weshalb sie auch nicht in meiner Liste ist) und damit das "Zombie-Genre" für mich entdeckt habe, kamen die ersten Teaser für "iZombie" heraus. Die Show hat mich natürlich sofort interessiert und ich finde die Serie auch bis heute unterhaltsam und spannend. Die meisten Figuren sind super cool, es macht daher immer Spaß, die Geschichten zu verfolgen. Zudem gefällt mir die Richtung, in die sich die Serie entwickelt sehr gut (anders als es damals bei TWD war) - hoffentlich bleibt das auch so. Sie ist "nur" auf Platz 9 gelandet, da manche Folgen die Handlung kaum voranbringen und die Charaktere nicht ganz so vielschichtig sind. 

8. Cloak & Dagger

Foto: Freeform
"Cloak & Dagger" ist die jüngste Serie in meiner Liste. Erst vor wenigen Wochen lief das Finale der ersten Staffel. Die Sendung hat mich bis jetzt wirklich überzeugt. Das liegt vor allem an den tollen Charakteren. In kaum einer anderen Geschichte habe ich Figuren kennengelernt, die so komplex und detailliert aufgebaut werden. Allerdings leidet letztendlich die Handlung etwas darunter, die zieht sich nämlich. Ich bin aber sehr optimistisch, dass das in der kommenden Staffel besser werden. Meine Rezensionen zu den Folgen findet ihr hier. 

7. Daredevil

Foto: Netflix
"Daredevil" ist eine weitere "Marvel"-Serie, die es in meine Top 10 geschafft hat. Sie ist die erste von insgesamt fünf "Marvel"-Heldensendungen, die "Netflix" produziert hat. Zu diesem Zeitpunkt kannte ich nur die Filme des "Marvel Cinematic Universe", was vor allem Action und Spaß als Hauptmerkmale hat. Daher war ich überrascht, wie düster und ernst "Daredevil" ist. Das war eine tolle Abwechslung und mich konnte auch die Handlung sofort packen und die Charaktere haben mich ebenfalls schnell überzeugt.  Die Sendung wirkt insgesamt sehr "real", weil sie nicht davor zurückscheut, die unschönen Seiten von Helden zu zeigen. Sie ist nicht weiter oben in meiner Liste, weil Staffel 2 nicht mehr ganz so gut war wie die erste. Ich freue mich aber schon sehr auf die nächste Staffel! 

6. In the Flesh

Foto: BBC Three
Ich vermute, dass "In the Flesh" die unbekannteste Serie in meiner Top 20 ist. Es geht auch hier um Zombies, allerdings ist das Konzept vollkommen anders als bei "The Walking Dead". Es geht eher in Richtung "iZombie", da auch hier die Zombies nicht die Antagonisten sind, sondern die Protagonisten der Handlung. Trotzdem unterscheidet sie sich noch einmal sehr, denn sie ist deutlich ruhiger, tiefgründiger und ergreifender. Hinzu kommen die grandiosen Charaktere, die mich alle auf ihre Art berührt haben. Leider gibt es insgesamt gerade einmal neun Folgen über zwei Staffeln. Die Serie wurde zwar nie offiziell abgesetzt, allerdings ist die Hoffnung auf eine Fortsetzung eher gering. Das ist sehr schade, weil deutlich ist, dass die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist. Das vorerst unbefriedigende Ende ist der Grund, wieso es "In the Flesh" nicht in die Top 5 geschafft hat.

5. Arrow

Foto: The CW
"Arrow" ist eine der wenigen Serien, die ich zwar ab und an pausiere, aber zu denen ich immer wieder unheimlich gerne zurückkehre. Zudem schaue ich sie schon ziemlich lange. Die ersten Staffeln habe ich regelmäßig verfolgt - bis zur vierten, die ich eher schwach fand. Glücklicherweise habe ich der Sendung dann doch noch eine Chance gegeben, denn die fünfte Staffel ist wieder sehr gelungen. Die Handlung tritt zwar manchmal auf der Stelle, aber das gleicht die Serie gekonnt aus, wenn die Geschichte wieder in Fahrt kommt. Denn dann ist das Erzähltempo perfekt und die Ereignisse richtig fesselnd. Die Kampfszenen gefallen mir ebenfalls immer wirklich gut. Außerdem finde ich die Charaktere toll und vor allem die Teamdynamik der Helden ist eine der großen Stärken der Sendung. 

4. Haikyu!!

Foto: Sentai Filmworks
Diese Sendung ist die einzige Animeserie, die es in meine Top 20 geschafft hat. Generell schaue ich japanische Animationsserien ab und zu sehr gerne, aber es gibt nur wenige, die mich wirklich komplett überzeugen konnten. "Haikyu!!" ist aber richtig toll und das obwohl es grundlegend um Volleyball geht, was mich im echten Leben überhaupt nicht interessiert. Die Sendung schafft es aber, mich richtig mitfiebern zu lassen. Hinzu kommen die wundervollen Charaktere. Egal, ob das Team der Protagonisten oder ihre Gegner - jedem wird in den Episoden genug Aufmerksamkeit geschenkt, so dass man sie kennenlernt, versteht und am Ende wirklich mag. Was mich ebenfalls überrascht hat: Die Handlung kann richtig emotional werden und mich immer wieder berühren, obwohl es die meiste Zeit wirklich "nur" um Volleyballtuniere geht. Aber die Geschichte des Teams und wie sie kämpfen und langsam aufsteigen, ist einfach richtig ergreifend erzählt. Es gibt keinen richtigen Grund, warum sie nicht weiter oben gelandet ist - außer dem, dass es noch drei Serien gibt, die ich noch etwas mehr mag.

3. Supernatural

Foto: The WB
Diese Serie ist wohl die, die ich schon am längsten verfolge: 2008 habe ich mit der ersten Staffel angefangen und zehn Jahre später liebe ich die Sendung immer noch. Warum sie so weit oben gelandet ist, hat wohl auch emotionale Gründe. Die Charaktere begleiten mich jetzt schon so lange, ich kann mir nur schwer vorstellen, ihre Geschichte nicht weiterzuverfolgen. Wenn andere davon reden, dass "Harry Potter" sich so anfühlt, als würde man nach Hause kommen, ist es für mich mit Sicherheit "Supernatural". Ich finde es beeindruckend, wie die zwei Hauptdarsteller ihre Figuren über die Jahre weiter aufgebaut und ihnen so viel Wiedererkennungswert und Persönlichkeit gegeben haben. Zudem liebe ich alles, was mit Übernatürlichem zu tun hat und da ist "Supernatural" natürlich die perfekte Serie. Sollte die Sendung irgendwann 20 Staffeln haben, werde ich sicherlich immer noch dabei sein. Es gibt bei mittlerweile 13 Staffeln und da tritt die Handlung natürlich auch mal auf der Stelle. Aber es ist beeindruckend, dass sie nach so vielen Jahren insgesamt immer noch so gut ist. 

2. Gotham

Foto: Fox
In meiner Liste tauchen einige Superheldenserien auf - in "Gotham" geht es vor allem um die Antagonisten. Diese Sendung ist richtig interessant und spannend. Besonders die Idee, die Entstehungsgeschichten von den Gegnern zu behandeln, gefällt mir richtig gut. Zudem bin ich auch ein großer Batman-Fan und mag Gotham City als Handlungsort wirklich gern. Auch daher hat mich diese Serie sofort angesprochen. Tatsächlich hatte ich sie aber schon fast abgeschrieben, da mir die zweite Staffel im Vergleich zur ersten nicht so gut gefallen hat. Ähnlich wie bei "Arrow" habe ich zum Glück doch weiter geschaut. Die dritte Staffel war dann meiner Meinung nach die bisher beste. Ich war von Anfang bis Ende komplett gefesselt, die Charaktere sind grandios und haben sich toll weiterentwickelt. Ich will unbedingt wissen wie es weitergeht und hoffe, dass Netflix bald die 4. Staffel hat. Da erklärt sich wohl von selbst, wieso diese Sendung auf dem zweiten Platz gelandet ist. Nur die etwas schwächere zweite Staffel hat sie nicht auf den ersten Platz meiner Liste gebracht.

1. Jessica Jones

Foto: Netflix
Vielleicht ist es nicht so überraschend, dass mein erster Platz auch eine Comicadaption ist. "Jessica Jones" ist für mich die beste Heldenserie, die ich kenne. Die Figuren sind unheimlich interessant, realitätsnah und vielschichtig. Sie machen wirkliche Wandel durch und bleiben nicht auf einer Stelle. Außerdem ist die Protagonistin nicht die übliche Heldin: Sie hat mit etlichen Problemen zu kämpfen und will überhaupt nicht als Superheldin angesehen werden. Sie ist mürrisch und heuchelt keine Freundlichkeit vor, sondern macht den Leuten klar, was sie denkt. Ihr Charakter ist unheimlich interessant, was die Serie unter anderem so gut macht. Spannend ist auch, dass sie eigentlich eine Privatermittlerin ist. Dieser Aspekt gefällt mir sehr, weil ihre Fälle immer spannend sind. Die Handlung ist insgesamt nie langweilig. Zudem sind auch die Gegner sehr interessant, besonders in Staffel 1 ist mir der Antagonist richtig unter die Haut gegangen. Bis jetzt gibt es zwei Staffeln und beide konnten mich komplett überzeugen. Daher ist diese Serie noch knapp vor "Gotham" auf dem ersten Platz gelandet.


Das waren meine Top 20 Serien. Sind ein paar von euren Favoriten auch dabei oder tauchen sie gar nicht auf? Welche Serie ist eure Nummer eins? Schreibt es gerne in die Kommentare.

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Mittwoch, 15. August 2018

Lauras Top 5 der rasantesten Phantasialand-Attraktionen

Es ist Sommerzeit und das heißt für viele auch Freizeitpark-Zeit! Ich vermeide die Hochsaison meistens zwar so gut es geht, bin aber trotzdem ein großer Fan von Vergnügungsparks und habe schon einige besucht. In vorherigen Posts haben Katrin und ich bereits über unsere liebsten Attraktionen in "Efteling" und im "Europa Park" vorgestellt (Hier kommt ihr zu den Beiträgen). Heute geht es weiter mit einem Park, den ich schon deutlich länger kenne: das "Phantasialand" in Brühl bei Köln. Ich werde euch in diesem Post meine fünf liebsten temporeichen Attraktionen vorstellen, die dieser Freizeitpark zu bieten hat.


5. Black Mamba (Inverted Coaster)

Achterbahn umgeben von einer tollen Landschaft
Foto: Laura Bremer
Wie so ziemlich alle Fahrgeschäfte im "Phantasialand" ist auch "Black Mamba" im Themenbereich "Deep in Africa" bereits vor Fahrtbeginn ein optischer Hingucker. Alles ist schön thematisiert. Vor allem die Gestaltung des Fahrtverlaufs gefällt mir richtig gut, weil keine kahlen Stellen zu sehen sind. So rauscht der Zug immer an thematisch passenden Gebäuden vorbei oder rast durch felsige Höhlen. Während der Fahrt erreicht die Achterbahn bis zu 80 Stundenkilometer und bietet damit definitiv rasanten Spaß. Die Bahn ist allerdings nur auf dem fünften Platz gelandet. Ich bin nicht der größte Fan von Inverted Coastern - also Achterbahnen, bei denen der Zug unter den Schienen fährt. Die Fahrweise ist immer etwas zu ruckelig und anders als bei Holzachterbahnen mag ich das bei diesen Bahnen nicht wirklich. Ich schaffe es fast immer, mit einem Ohr an die Kopfstütze zu schlagen, was ziemlich schmerzhaft ist und nur bei solchen Sitzen passieren kann. "Black Mamba" ist unter den Inverted Coastern noch mein Favorit, kommt aber eben nicht an andere Arten von Attraktionen heran, die sich angenehmer fahren. 

4. Mystery Castle (Bungee Drop)

Ziemlich hoch
Foto: Laura Bremer
Ich bin kein Fan von klassischen Freefall-Towern. Diesen Bungee Drop, der im "Mystery"-Bereich des Parks steht, finde ich aber richtig cool. Das liegt erstens daran, dass die Fahrt nicht im Freien stattfindet, sondern im Inneren des Schlossturms. Ich finde Indoor Attraktionen immer besonders spannend, weil beim ersten Mal nicht klar ist, was einen erwartet. Das erhöht den Nervenkitzel genauso wie die Vorfreude. Die Dunkelheit im Turm macht das Erlebnis außerdem viel aufregender. Zzudem finde ich, dass einem die Höhe auch dort so richtig bewusst wird, wenn man auf die gegenüberliegende Seite zu den anderen Fahrgästen schaut. Das macht vor allem die kurze Wartezeit vor dem Fall noch intensiver. Warum ich diesen Tower allen anderen bevorzuge, hat aber noch einen weiteren Grund. Es macht viel mehr Spaß, weil die Gondel erstens mehrmals fällt und außerdem auch hochgeschossen wird. Das macht die Fahrt aufregender und dynamischer, als nur ein einziger extremer Fall, der nach zwei Sekunden vorbei ist. Durch die Gestaltung und die mysteriöse Erzählung über den "Kampf gegen das Böse", die die Fahrt begleitet, ist diese Attraktion zudem auch richtig schön stimmig. Anders als bei anderen Freifalltürmen hat "Mystery Castle" damit sogar eine eigene Geschichte, in die der Fahrgast eintaucht. Ich finde in Sachen Geschwindigkeit aber Achterbahnen immer noch am besten, daher ist diese Attraktion nur auf dem vierten Platz gelandet. 

3. Winja's Fear & Force (Spinning Coaster)

Die Bahn liegt im "Fantasy" Bereich
Foto: Phantasialand
"Winja's Fear & Force" war damals mein erster Spinning Coaster, den ich gefahren bin und ist bis heute noch immer mein Favorit. Das Highlight ist hier natürlich, dass es gleich zwei Strecken zur Auswahl gibt, die beide ihre Besonderheiten haben. Ich kann da keinen Liebling wählen, weil ich beide gleich gerne mag. Außerdem ähneln sie sich an einigen Stellen auch sehr. Beispielsweise die drehende Fahrt durch die Halle. Die macht durch das schnelle, wilde Hin- und Herdrehen richtig viel Spaß. Die Bahn hält außerdem eine Überraschung bereit, die nicht nur ziemlich besonders ist, sondern auch wirklich unerwartet kommt - für mich immer noch, obwohl ich sie schon so oft gefahren bin. Die Rede ist von den Kipp-Elementen. Warum das so überraschend ist? Der Wagen wird dafür komplett ausgebremst, was ziemlich abrupt passiert. Als nächstes wird er auf dem Schienenelement gekippt, und an den "neuen" Teil der Strecke angedockt. Auch das kommt so unerwartet, dass ich auch nach mehreren Fahrten immer noch davon überrascht wurde. Ich habe noch keine andere Attraktion kennengelernt, die so ein cooles und unerwartetes Element besitzt. Es gibt dennoch einen Grund, warum dieses Fahrgeschäft nicht auf dem zweiten oder ersten Platz gelandet ist. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass die Bahn so viel Freude macht oder wirklich so kurz ist. Aber nach meinem Gefühl endet die Fahrt immer viel zu schnell und könnte ruhig noch ein wenig länger dauern. Ich weiß natürlich, dass es gerade im "Phantasialand" aufgrund des Platzmangels wohl kaum anders funktioniert hätte, finde es aber trotzdem schade. 

2. Colorado Adventure (Mienenachterbahn)

Wer die Fahrt sehen will, sollte nicht die Lokomotive wählen
Foto: Phantasialand
Diese Attraktion ist bei jedem "Phantasialand"-Besuch ein absolutes Muss! Wenn die Zeit noch reicht, fahre ich sie am liebsten auch noch ein zweites oder drittes Mal und da bin ich sicher nicht die Einzige. Ich finde es einfach sehr faszinierend, wie beliebt diese Fahrt noch immer ist und das, obwohl sie schon 22 Jahre alt ist. Das hat natürlich gute Gründe. Diese Bahn macht einfach immer Spaß und ist an manchen Stellen überraschend schnell unterwegs. Besonders wenn man in den hinteren Wagen sitzt. Hinzu kommt, dass die Fahrtzeit eine gute Länge hat und das Erlebnis nicht zu schnell vorbei ist. Vor einigen Jahren wurden ein paar Abschnitte komplett abgedunkelt (Das hatte lärmschutztechnische Gründe). Diese Änderung hat die Fahrt noch einmal besser gemacht. Die Teile der Strecke sind nämlich wirklich total düster und somit wird das Gefühl der Schnelligkeit noch einmal gesteigert. Zudem finde ich die Gestaltung im Westernstil gut. Sie ist zwar nicht so unglaublich detailreich wie die von neueren Attraktionen, insgesamt aber trotzdem stimmig. Ich liebe besonders den Teil kurz vor Schluss, wenn der Zug schräg über dem kleinen Wasserteich fährt. Der Drop vor diesem Streckenabschnitt ist schön steil ist und zudem kommt dabei das Gefühl, gleich im Nassen zu landen. Alles in allem ist "Colorado Adventure" eine gelungene Bahn, der man das Alter wirklich nicht anmerkt. Ich hoffe, sie bleibt dem Park noch lange erhalten. Was die Geschwindigkeit betrifft, geht aber noch mehr, deshalb hat es diese Bahn nur auf Platz zwei geschafft. 

1. Taron (Launched Coaster)

Sieht auf den ersten Blick wie ein Achterbahn-Irrgarten aus
Foto: Laura Bremer
Wie ich bereits in meinem Post über meine liebsten Europa-Park-Attraktionen erwähnt habe, sind Launched Coaster einfach mein absoluter Favorit, wenn es um Achterbahnen geht. Daher ist es wahrscheinlich nicht sehr überraschend, dass mein erster Platz der "Phantasialand" Attraktionen "Taron" geworden ist. "Blue Fire" war lange Zeit mein Achterbahnen-Liebling, aber die 2016 eröffnete Bahn im Freizeitpark in Brühl, hat sie vom Thron gestoßen. Da es sich um einen Launched Coaster handelt, ist das Tempo natürlich richtig rasant. Zusätzlich kommt dann noch der große Spaßfaktor hinzu, der für mich auch immer wichtig ist. Schon direkt nach dem Abschuss geht es los mit schnellen Wendungen und einem tollen Airtime-Moment. Noch atemberaubender wird es dann, wenn die Bahn erneut beschleunigt. Das Tempo ist eigentlich schon so hoch, doch dann wird es noch schneller. Ich bin auch sehr begeistert davon, dass sie Strecke so lang ist. Obwohl man in rasender Geschwindigkeit fährt, kommt mir die Fahrtzeit für einen Launched Coaster nicht zu kurz vor. Ein besonderes Highlight ist zudem die unglaublich tolle Gestaltung. Schon beim Betreten des Themenbereichs fühle ich mich schnell wie in einer mystischen Welt der nordischen Mythologie. Die Bahn macht allein optisch einen tollen Eindruck. Ich könnte den halben Tag nur in "Klugheim" stehen und Bilder von der Themenwelt und "Taron" machen. Diese Felsenlandschaft sticht einfach sofort ins Auge und gibt der Attraktionen eine sehr einzigartige Optik. Oft sind große Achterbahnen eher kahl oder haben nur an einzelnen Stellen thematische Elemente eingebaut. Bei "Taron" ist der Fahrgast von Anfang bis Ende umschlossen von den alles überragenden säulenförmigen Gesteinen. Zusätzlich finden sich auch noch andere gestalterische Bauten, beispielsweise die vielen interessant designten Gebäude, an denen der Zug vorbeirauscht. Es ist wirklich beeindruckend, wie so eine lange Bahn mit einer Streckenlänge von gut 1,3 Kilometern dorthin gepasst hat - da muss jede Kurve und jedes Element genau passen. Deshalb ist "Taron" auf Platz eins gelandet: Nicht nur die Attraktion selber mit ihrer überzeugenden Geschwindigkeit, auch alles darum herum ist ein faszinierendes Erlebnis.


Das waren meine Top 5 der rastantesten "Phantasialand" Attraktionen. Habt ihr diesen Freizeitpark auch schon mal besucht? Was sind eure Favoriten, wenn es um Geschwindigkeit geht? Schreibt es gerne in die Kommentare.

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Donnerstag, 12. Juli 2018

Lauras Top 10 Buchreihen

Bücher begleiten mich schon seit meiner Kindheit und seitdem habe ich nicht nur jede Menge Einzelbände gelesen, sondern auch einige Buchreihen. Daher stelle ich euch in der heutigen "Watch.Read.List." meine zehn Favoriten vor. Es gibt viele Reihen, die ich begonnen habe, aber entweder nach dem ersten Teil abgebrochen, irgendwo mittendrin beendet oder noch nicht komplett gelesen habe. All diese habe ich natürlich nicht mit einbezogen. Es war nicht leicht, die Zehn für mich Besten in eine Rangfolge zu bringen. Oftmals sind es nur Kleinigkeiten, die über einen Platz entschieden haben und ich kann jede der erwähnten Reihen wirklich empfehlen. 
Falls ihr manche der Reihen nicht kennt, klickt einfach auf die Titel, dann gelangt ihr zur Inhaltsbeschreibung. 


10. Der magische Zirkel (Lisa J. Smith) 

Foto: Random House
Diese Geschichte gehört zu einer der ersten, die ich als Teenager gelesen habe und die mir noch sehr prägnant im Gedächtnis geblieben ist. Andere Romane aus dieser Zeit habe ich vollkommen vergessen. Mir hat bei dieser Reihe die Mischung aus ganz normalem Schulalltag und den Erlebnissen des geheimen Zirkels sehr gefallen. Die ganze Stimmung hat etwas Mystisches. Ich mochte diese Reihe auch deutlich lieber als die "Tagebuch eines Vampirs"-Reihe der Autorin. Mittlerweile wurden bzw. werden nachträglich neue Bände  der Hexengeschichte veröffentlicht. Die habe ich nie gelesen, weil die Trilogie, die in den 90ern herausgebracht wurde, für mich sehr gut abgeschlossen ist und auch eigentlich nie weitergeführt werden sollte. Würde ich sie heute noch mal lesen, würde sie mir vielleicht nicht mehr ganz so gut gefallen wie damals, aber als Jugendliche war es für mich eine wirklich tolle, unterhaltsame Reihe.

9. Das Tal (Krystyna Kuhn)

Foto: Arena Verlag
Ich mag die mysteriöse, bedrohliche Stimmung in dieser Reihe unglaublich gerne. Auch die meisten der Hauptcharaktere sind mir sympathisch. Da jeder über die acht Bände mal im Vordergrund steht, hat man wirklich das Gefühl, sie alle gut kennenzulernen. Jeder von ihnen trägt ein dunkles Geheimnis mit sich herum, das erst im Laufe der Zeit offenbart wird, was auch den Figuren etwas Mysteriöses gibt. Die meist lebensbedrohlichen Situationen, in die die Jugendlichen im Tal geraten, sind immer sehr spannend und mitreißend erzählt. Der Schreibstil ist locker und flüssig, sodass ich sogar an einem Tag gleich zwei Teile hintereinander verschlungen habe, weil ich mich nicht von der Geschichte losreißen konnte. Warum diese Reihe nur auf Platz neun gelandet ist, liegt an dem Finale und der Auflösung, was denn nun das große Geheimnis ist, das das Tal und das College umgibt. Da habe ich definitiv mehr erwartet und war enttäuscht, weil es sehr zusammengewürfelt wirkt und nicht zu einhundert Prozent stimmig und schlüssig erscheint. 

8. Die Erben der Nacht (Ulrike Schweikert)

Foto: Random House
Im Vergleich zu den größtenteils romantischen Vampirgeschichten, wie "Twilight" oder "Tagebuch eines Vampirs", hat die Reihe von Ulrike Schweikert eine ganz andere Stimmung, die mir sehr gut gefällt. Beim Lesen kommt das Gefühl auf, eine Abenteuergeschichte zu erleben. Es macht einfach Spaß, die jungen Vampire auf ihrem Weg zu begleiten. Dadurch, dass jeder der fünf Bände ein Schuljahr repräsentiert und sie immer neue Fähigkeiten erlernen, ist eine deutliche Entwicklung erkennbar und es wird nie langweilig oder eintönig. Ich finde besonders die verschiedenen Settings sehr faszinierend. Mit jedem Band lernt der Leser eine andere Stadt im 19. Jahrhundert kennen, z.B. Rom, Wien oder London. Mir hat es unheimlich gut gefallen, diese Orte in der Vergangenheit zu "besuchen". Ein Highlight sind zudem die "Gastauftritte" berühmter Persönlichkeiten. So begleitet der Leser unter anderem Bram Stoker oder Oscar Wilde. Die Idee, sie Teil dieser fiktiven Geschichte werden zu lassen, finde ich genial. Ebenfalls positiv ist, dass die Reihe nie den roten Faden verliert. Insgesamt gibt es aber Reihen, die mich noch etwas mehr begeistern konnten. 

7. Skulduggery Pleasant (Derek Landy)

Foto: Loewe Verlag
Obwohl es diese diese Reihe, die mittlerweile bereits zehn Teile umfasst, schon relativ lange gibt, habe ich sie erst sehr spät für mich entdeckt. Ich bin aber letztendlich wirklich froh, dass ich sie noch gelesen habe! Die Geschichte ist definitiv etwas Besonderes und sticht aus der großen Masse an Kinder- und Jugendbüchern heraus. Wobei ich finde, dass diese Romane nicht nur für diese Altersgruppe gemacht sind. Ich war schon über 18 Jahre alt, als ich damit begonnen habe und ich liebe den cleveren Humor, die temporeichen Abenteuer, die abgedrehten und zugleich liebenswerten Charaktere sowie die fantasievolle Idee hinter "Skulduggery Pleasant". Der Grund, warum diese Reihe "nur" auf dem siebten Platz ist: Es gibt zwar auch ein paar emotionalere Momente und die Figuren sind mir über die Zeit ans Herz gewachsen, aber im Vergleich zu anderen Reihen hat mich Derek Landys Geschichte nicht ganz so sehr berührt. Trotzdem ist es eine spannende, witzige und unterhaltsame Geschichte, die genau deshalb in meiner "Top 10" nicht fehlen darf.

6. Die Sieben Königreiche (Kristin Cashore)

Foto: Carlsen Verlag
Diese Reihe mag ich vor allem wegen der vielen tollen Charaktere, die man während der Trilogie kennenlernt. In jedem der drei Bände gibt es unterschiedliche Protagonisten und alle von ihnen sind sehr liebenswerte und vielschichtige Persönlichkeiten. Nach Beenden des ersten Teils war ich skeptisch, ob die Figuren der kommenden Bände mit denen aus "Die Beschenkte" mithalten können. Doch letztendlich haben sie mir ebenso gut gefallen. Alle von ihnen sind wirklich sympathisch und haben einen Wiedererkennungswert. Darüber hinaus liebe ich die geheimnisvolle, komplexe Welt, die Cashore erschaffen hat. Erst nachdem man alle drei Teile gelesen hat, wird wirklich deutlich, wie gut und sorgfältig die Königreiche und ihre historische Geschichte entwickelt wurden. Diese Trilogie ist nicht weiter oben in der Liste, weil die jeweiligen Handlungen zwar schon spannend sind, aber mich teilweise nicht zu einhundert Prozent begeistern konnten. Manche Stellen sind einfach etwas zu lang gezogen. 

5. Legend (Marie Lu)

Foto: Loewe Verlag
Diese dystopische Trilogie überzeugt vor allem durch die dreidimensionalen, sympathischen Hauptcharaktere. Außerdem erzählt sie eine aufregende, mitreißende Geschichte über eine Revolution. Was mir dabei besonders gut gefällt: Die Handlungen und Entscheidungen der Figuren sind durchdacht und strategisch. Sie rennen nicht einfach blindlings in Kämpfe, sondern gehen wirklich bedacht und clever vor, was die ganze Geschichte sehr rund und stimmig macht. Positiv ist für mich auch die Beziehung zwischen den Protagonisten. Diese Liebesgeschichte ist eine der wenigen aus Jugendbüchern, die ich absolut gelungen finde. Sie ist bedeutend, ohne sich dabei unangenehm in den Vordergrund zu drängen oder den Fokus von den wirklich wichtigen Problemen zu lenken. Beide Figuren stehen für sich und sind nicht vom anderen abhängig, doch als Team sind sie noch besser. Trotzdem ist nicht alles perfekt, aber es gibt nie unnötiges Drama. Wenn es Streit und Auseinandersetzungen gibt, sind die sehr verständlich und keiner der beiden reagiert über. Allerdings sind da immer noch ein paar Reihen, die mir einen Hauch besser gefallen haben; besonders eine aus dem Dystopie-Genre mag ich noch mehr.

4. Die Jette-Thriller (Monika Feth)

Foto: Random House
Diese Reihe begleitet mich schon sehr lange! Ich habe den ersten Teil damals mit 14 gelesen und seitdem bin ich ein großer Fan dieser Thriller. Ein großer Pluspunkt sind hier die Charaktere, die man während der Zeit kennenlernt. Als Leser sieht man dabei zu, wie sie älter werden (im ersten Teil sind sie gerade mit der Schule fertig) und sich verändern. Außerdem kommen immer neue Figuren hinzu. Sie alle wirken immer sehr greifbar und wie reale Personen. Auch der Kommissar, der ebenfalls Kapitel aus seiner Sicht bekommt, ist eine sehr dreidimensionale Figur, die mit jedem Band interessanter wird. Zudem gefällt mir, dass die Autorin sich in diesen Geschichten auch mit ernsten Themen auseinandersetzt, zum Beispiel psychischen Krankheiten - sowohl bei Tätern als auch bei manchen der Hauptfiguren. Mittlerweile ist es einfach ein sehr vertrautes Gefühl, diese Bücher zu lesen. Das Einzige, was mich ab und zu stört: Auch nach vielen durchlebten (lebens-)gefährlichen Situationen (So viel Unglück wie die Protagonisten muss man erst einmal haben ...), begeben sich die jungen Leute immer wieder aufs Neue in bedrohliche Lagen. Einerseits trägt das natürlich zur Spannung bei, aber manchmal ist es wiklich nervig. Diese Reihe ist außerdem nur auf Platz vier gelandet, weil es zwei der mittlerweile sechs Teile gibt, die ich nicht ganz so überzeugend finde. Der schlechteste ist dabei für mich "Der Bilderwächter", weil er sehr schleppend verläuft und erst spät für Nervenkitzel sorgt.

Es gibt übrigens eine neuere Reihe (bis jetzt sind drei Teile erschienen, der erste Band lautet "Teufelsengel"), die so etwas wie ein Spin-Off ist und die ich auch empfehlen kann.

3. Riley Blackthorne - Die Dämonenfängerin (Jana Oliver)

Foto: S. Fischer Verlag
Riley ist eine meiner liebsten weiblichen Hauptcharaktere überhaupt! Sie muss so viel Schlechtes durchleben und kommt dabei immer wieder an ihre Grenzen, aber kämpft sich trotzdem immer wieder durch. Sie wirkt sehr echt und glaubwürdig. Mir war sie von Anfang an sympathisch und ich bin ihr gerne durch die Geschichte gefolgt. Ich liebe außerdem die Idee der Reihe. Ich bin ein Fan der Serie "Supernatural" und kann mich für alles, was mit Übernatürlichem und Dämonen zu tun hat, begeistern. Besonders der Aspekt, dass die Menschen in der Zukunft von der Existenz der Dämonen wissen und man in die Lehre gehen kann, um sie zu fangen, gefällt mir sehr gut. Der gesamte Aufbau der Geschichte und die Welt wirken sehr strukturiert und schlüssig. Neben Riley gibt es außerdem noch weitere tolle Charaktere, beispielsweise ihr bester Freund, der zur Abwechslung mal nicht heimlich in die Heldin verliebt ist und deren Freundschaft wirklich glaubwürdig dargestellt wird. Daneben gibt es auch noch Beck, der zwar oft das Klischee "Harte Schale, weicher Kern" bedient, aber trotzdem ein sehr liebenswürdiger, tiefgründiger Charakter ist. Obwohl ich Beck sehr gerne mag, war mir das Drama zwischen ihm und Riley manchmal allerdings etwas zu viel und übertrieben. Das ist aber auch der einzige Störfaktor. Ich war wirklich traurig, als ich die Reihe beendet habe. Am liebsten hätte ich noch vier weitere Teile! 

2. Das Verbotene Eden (Thomas Thiemeyer)

Foto: Droemer Knaur Verlag
Diese Trilogie erzählt eine sehr spannende, ergreifende Geschichte. Zuerst einmal finde ich das Zukunftsszenario sehr ausgefallen und interessant. Nicht nur die Idee, dass Männer und Frauen getrennt leben, auch das Setting der stark zerstörten Version der Erde ist wirklich gelungen. Hinzu kommen die tollen Figuren, die ich alle sofort in Herz geschlossen habe. In jedem Band geht es um ein anderes Paar, was die Reihe sehr abwechslungsreich macht. Die Sechs könnten nicht unterschiedlicher sein und haben alle sehr einprägsame Merkmale, die sie auszeichnen. Warum mich diese Reihe aber besonders überzeugt hat: Die Liebesgeschichten nehmen einen großen Teil der Handlung ein, aber sie alle sind so wundervoll und glaubhaft erzählt, dass sie nie überzogen, kitschig oder nervtötend wirken. Während des letzten Teils musste ich mehrere Male fast weinen, weil mich die Geschichte so berührt hat. Es gibt wirklich nichts, was mich gestört hat. Daher ist es wirklich eine rein emotionale Entscheidung, warum dieser Reihe auf dem zweiten Platz gelandet ist, weil es noch eine andere Trilogie gibt, die mich ein kleines bisschen mehr gefangen nehmen konnte.

Ich habe übrigens auch die "Evolution"-Trilogie des Autors gelesen, die es zwar nicht in die Liste geschafft hat, aber trotzdem wirklich gut ist! Meine Rezensionen dazu findet ihr hier


1. Die Tribute von Panem (Suzanne Collins)

Foto: Oetinger Verlag
Ich habe den ersten Teil als Hörbuch gehört und die Geschichte hat mich so begeistert und berührt, dass ich sofort wissen musste, wie es weitergeht. Deshalb habe mir dann noch am selben Tag die englischen Ausgaben von Band 2 und 3 bestellt. Innerhalb von zwei Tagen hatte ich sie beide durchgesuchtet. Die Geschichte hat mich nicht losgelassen und auch hier bin ich sehr emotional mit den Charakteren verbunden gewesen. Während dieser drei Bände habe ich beinahe alles empfunden: Trauer, Wut, Angst, Freude, Anspannung. Es gibt einige Stellen, die mich so aufgewühlt haben, dass ich das Buch kurz zur Seite legen musste und andere, die mich zu Tränen gerührt haben. Suzanne Collins hat eine bedrückend düsterere und überzeugende Zukunftsversion erschaffen, die mich auch noch lange nach Beenden der Trilogie beschäftigt hat - das schaffen nicht viele Bücher! Erst vor Kurzem habe ich die Reihe erneut gelesen und sie konnte mich wieder genauso fesseln - auch deshalb ist sie ganz knapp auf dem ersten Platz gelandet.


Das waren meine Top 10 Buchreihen. Welche mögt ihr am liebsten? War euer Favorit vielleicht auch in meiner Liste dabei? Schreibt es gerne in die Kommentare


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Dienstag, 10. Juli 2018

Katrins Flop 5 Sonntagskrimi-Teams

Sie sind gern gesehene Gäste in Millionen von deutschsprachigen Haushalten: die Sonntagskrimi-Ermittler. Laut ARD-Homepage sind derzeit 22 "Tatort" und vier "Polizeiruf 110" Teams im Einsatz. Allerdings waren nicht alle während der 2017/2018-Saison zu sehen (klickt hier für unseren Rückblick auf die vergangen 12 Monate Sonntagskrimi). Die Meinungen, welche Kommissare mehr und welche weniger (oder gar keine) Fälle bekommen sollten, gehen sehr weit auseinander. Nachdem ich euch vor Kurzem bereits meine Top 5 Teams vorgestellt habe (hier geht es zum Post), geht es diesmal um die fünf, die ich am wenigsten mag.
Zur Info: In dieser Liste bewerte ich NICHT die schauspielerischen Leistungen, sondern ausschließlich die Charaktere selbst und ihr Verhältnis zueinander und zu ihren Fällen.


5. Stellbrink und Marx, Tatort Saarbrücken

Teamarbeit gibt es bei Stellbrink schon lange nicht mehr
Foto: dpa/Manuela Meyer
Jens Stellbrink (Devid Striesow) und Lisa Marx (Elisabeth Brück) haben seit 2013 sieben Fälle in Saarbrücken gelöst. 2019 ist Schluss, da sich Striesow entschieden hat, die Sonntagskrimi-Familie zu verlassen.  
Ich werde diesen "Tatort" nicht vermissen. Mal abgesehen davon, dass seit 2013 nur unterdurchschnittliche und schlechte Folgen aus Saarbrücken kamen, mochte ich das Team nie. Wie ihr im weiteren Verlauf dieser Liste feststellen werdet, gibt es eine Sache, die mich wirklich stört: Wenn ein Krimi dazu benutzt wird, um einen Ermittler (zufälligerweise fast immer ein sehr bekannter deutscher Schauspieler beziehungsweise sehr bekannte Schauspielerin) zu inszenieren. Der Kommissar, seine ungewöhnlichen Eigenarten und seine Probleme stehen immer im Mittelpunkt. Der Kriminalfall, die anderen Hauptcharaktere (wenn es überhaupt welche gibt) und die Logik gehen dabei völlig unter. Ganz nach dem Motto: Es ist nicht schlimm, wenn die Geschichte keinen Sinn ergibt und die Figuren platt sind, Hauptsache der einsame Held wirkt möglichst cool. Das ist auch der Fall beim Saarbrückener "Tatort". Obwohl Marx und Stellbrink offiziell gleichberechtigt sind, war die Kommissarin in den letzten Folgen kaum noch zu sehen. Auch die restlichen, wiederkehrenden Figuren sind eigentlich Fpnur Statisten, deren einzige Aufgabe es ist, Stellbrink zu unterstützen oder ihn zurückzuhalten - je nachdem, was ihn gerade besser dastehen lässt. Auf meiner "Top 5 Ermittler"-Liste ging der fünfte Platz an das vermutlich harmonischste Duo. Bei den Flops ist es das, was am wenigsten als "Team" bezeichnet werden kann. Dazu kommt noch die Tatsache, dass ich Stellbrink mit seiner treudoofen und naiven Art nicht wirklich ernst nehmen kann.


4. Voss, Ringelhahn, Goldwasser, Fleischer und Schatz, Franken-Tatort 

Viele Köche, äh Ermittler verderben den Brei
Foto: dpa/Daniel Karmann
Das einzige Sonntagskrimi-Quintett ermittelt seit 2015 in Nürnberg und dem Rest des Frankenlandes. Vier Fälle haben Felix Voss (Fabian Hinrichs), Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel), Sebastian Fleischer (Andreas Leopold Schadt), Wanda Goldwasser (Eli Wasserscheid) und Michael Schatz (Matthias Egersdörfer) mittlerweile gelöst.
Vor ihrem jüngsten Fall "Ich töte niemand" wäre das Nürnberger Team auf keiner meiner Listen aufgetaucht. Ganz einfach, weil sie so farblos waren und so wenig Persönlichkeit hatten, dass ich beim besten Willen nicht gewusst hätte, wie ich die Ermittler hätte bewerten sollen. Goldwasser, Fleischer und Schatz sind fast genauso sehr Statisten wie Marx aus Saarbrücken. Auch Voss und Ringelhahn, die deutlich mehr Screentime haben als ihre drei Kollegen, hatten praktisch keine Vorgeschichte, keine individuellen Merkmale - schlicht keine Persönlichkeit. In "Ich töte niemand" wurde dann in Bezug auf die zwei eine Kehrtwendung gemacht: Voss war plötzlich ein herumschreiender und emotional instabiler Choleriker, für dessen Sinneswandel keinerlei Erklärung genannt wurde. Für Ringelhahns Gefühlsausbrüche gab es zwar einen Anlass, doch sie passten überhaupt nicht zu der Figur, die der Zuschauer in den vorherigen Folgen kennengelernt hatte. Kurz gesagt: Die beiden wurden mal eben schnell mit der Holzhammermethode charakterisiert. Ihre drei Mitstreiter laufen allerdings weiterhin als blasse Statisten im Hintergrund herum. Beim Franken-Team entsteht einfach der Eindruck, als hätten die Macher nicht die geringste Ahnung, was sie mit den Ermittlern tun sollen. 


3. Berlinger und Rascher, Tatort Mainz

Unsympathisch, aber nicht auf charmante Weise
Foto: SWR/Julia Terjung
2016 ermittelte Ellen Berlinger (Heike Makatsch) in einem einmaligen Event-"Tatort" in Freiburg. Dabei blieb es jedoch nicht. Seit 2018 bildet sie gemeinsam mit Martin Rascher (Sebastian Blomberg) das Team in Mainz.
Bislang war Berlinger nur in zwei Folgen zu sehen und dennoch sind sie und Rascher bereits in meinen Top 3 der schlechtesten Teams. Mir war die Vorgeschichte der Kommissarin schon in der ersten Folge zu albern und melodramatisch: Hochschwanger kehrt sie nach 15 Jahren in ihre Heimatstadt zurück und trifft dort erstmalig ihre mittlerweile 16-jährige Tochter, die sie nach der Geburt bei ihrer Mutter zurückgelassen hat. Für eine Soap oder ein Familiendrama-Fernsehfilm mag das passen, bei einem Krimi ist das einfach nur übertrieben und unpassend. Vor allem, wenn man bedenkt, dass der Berlinger-"Tatort" damals noch als einmalige Ausgabe geplant war. Eine so umfassende, verstrickte und dramatische Charakterisierung für eine Figur, die der Zuschauer nur 88 Minuten lang begleitet, ist einfach unnötig. Anstelle sich dann nach der Verlängerung auf diese Geschichte zu konzentrieren, wurde Berlingers ältere Tochter im zweiten Fall "Zeit der Frösche" sang- und klanglos herausgeschrieben und durch ihre mittlerweile geborene jüngere Tochter ersetzt. Zudem spielen ihr Liebesleben und ihre schlechte Balance zwischen Privatleben und Beruf eine noch größere Rolle. Für einen Krimi definitiv zu viel, vor allem da Berlinger eine der unsympathischsten Sonntagskrimi-Ermittlerinnen ist. Sie ist unfair, ungehobelt und behandelt die Menschen um sich herum schlecht. Nicht gerade ideale Voraussetzungen, um den Zuschauer für ihr übertrieben dramatisches Privatleben zu interessieren. Ihr neuer Mainzer Kollege scheint auch kein spannender, engagierter und individueller Charakter zu werden. In seinem bislang einzigen Fall wurde er ausschließlich als trübsinniger und lethargischer Jammerlappen gezeigt.


2. Lindholm, Tatort Hannover

Nach 16 Jahren ist Lindholm einfach auserzählt
Foto: NDR
25 Fälle hat Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) schon auf dem Buckel. Seit 2002 wird sie vom Landeskriminalamt Niedersachsen in Dörfer und Städte rund um Hannover geschickt, um dort Verbrechen aufzuklären.
Wenn Berlinger auf dieser Liste auftaucht, dann muss auch Kommissarin Lindholm draufstehen, denn die beiden Frauen sind sich in vielen Punkten sehr ähnlich. Beide suhlen sich gründlich in ihren selbst verursachten Problemen, jammern in Dauerschleife und wissen nicht so recht, wohin mit ihren Kindern. Bei der Mainzer Ermittlerin besteht aber immerhin noch die Chance, dass sie sich im Laufe der Zeit und im Zusammenspiel mit ihrem Kollegen weiterentwickeln wird. Lindholm tritt seit Jahren auf der Stelle. Die Drehbuchautoren werfen immer wieder irgendwelche Liebschaften oder berufliche Probleme ein, doch der Charakter selbst verändert sich nicht. Ihr trübsinniges, schroffes und unorganisiertes Auftreten stört mich schon lange. Das fällt vor allem negativ auf, da sie für die meisten Fälle einen einmaligen Partner zugewiesen bekommt, der fast immer deutlich sympathischer, aufgeweckter und ein besserer Ermittler ist als sie selbst. Wie Frauke Schäfer (Susanne Bormann) im jüngsten Krimi "Der Fall Holdt". Häufig wirkt es so, als sei Lindholm selber die Antagonistin in ihren Geschichten, da sie grobe Fehler macht, voreilige Schlüsse zieht und sich mit ihren Vermutungen verrennt. Einige langjährige Kommissare, wie beispielsweise das Münchener Team, entwickeln sich stetig weiter und passen sich an neue Gegebenheiten an. Bei der Hannoveraner LKA-Ermittlerin werden hingegen in jeder Folge dieselben Problemchen aufgewärmt und dem Zuschauer lustlos vorgesetzt. Hoffentlich schafft es ihre neue Kollegin - die offenbar länger als einen Fall bleibt - Anaïs Schmitz ("Marvel"-Star Florence Kasumba) frischen Wind in den Lindholm-"Tatort" zu bringen.

1. Murot, Tatort Wiesbaden

Sinnlose Ballerei: Bei Tschiller gehasst, bei Murot geliebt
Foto: HR/Philip Sichler
Seit 2010 ermittelt Felix Murot (Ulrich Tukur) in Wiesbaden. Der beim Landeskriminalamt Hessen arbeitende Kommissar war bislang in sechs Folgen zu sehen. 
Wie ich bereits oben geschrieben habe, finde ich nichts schlimmer, als einen Krimi, dessen einziges Ziel es ist, einen Ermittler zur Ikone zu stilisieren. Ein treffenderes Beispiel als den Wiesbadener "Tatort"-Kommissar Felix Murot gibt es schlicht und ergreifend nicht. Selbst sein Hamburger Kollege Nick Tschiller (Til Schweiger) passt besser in einen Krimi als Murot. Das Ziel dieser Folgen scheint nämlich immer zu sein, noch abgedrehter, verstrickter und unlogischer zu werden, als die vorherige. Dabei liegt der Fokus immer auf dem seltsamen Ermittler, der sich auf keine wirklichen Charaktereigenschaften festlegen lässt. Das ist auch sein größtes Problem: Alle Sonntagskrimi-Ermittler, selbst die Münsteraner Ulknudeln und die psychischen Wracks aus Dortmund, fühlen sich zumindest ein wenig wie echte Personen an. Murot ist der einzige, der immer wie eine Kunstfigur wirkt. Er hat keine weltlichen Probleme, ist unbesiegbar und scheint sich durch nichts Bestimmtes auszuzeichnen - das lässt ihn eher wie eine Comicfigur und nicht wie einen handfesten Charakter erscheinen. Sein exaltiertes Verhalten und der ungeheure Zwang, dass sich im Wiesbadener "Tatort" alles um ihn drehen muss, machen Murot zum mit Abstand unsympathischsten und unausgereiftesten Sonntagskrimi-Ermittler. Er versucht so hart künstlerisch, geheimnisvoll und cool zu sein, dass es genau das Gegenteil bewirkt. Ich kann ihn einfach nicht ernst nehmen.


Das waren meine Flop 5 der Sonntagskrimi-Teams. Wie ihr gemerkt habt, waren es nur "Tatort"-Teams. Ich mag die "Polizeiruf"-Ermittler aus München und Magdeburg zwar nicht sonderlich, aber unter den unrühmlichen fünf sind sie dann doch nicht gelandet. Welche Kommissare guckt ihr nicht sonderlich gerne? Schreibt es in die Kommentare.
Falls ihr jetzt auch wissen wollt, welche fünf Teams ich am besten finde, gelangt ihr hier zu meinem Top 5-Post.

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Freitag, 29. Juni 2018

Katrins Top 5 Sonntagskrimi-Teams

Sie sind gern gesehene Gäste in Millionen von deutschsprachigen Haushalten: die Sonntagskrimi-Ermittler. Laut ARD-Homepage sind derzeit 22 "Tatort" und vier "Polizeiruf 110" Teams im Einsatz. Allerdings waren nicht alle während der 2017/2018-Saison zu sehen (klickt hier für unseren Rückblick auf die vergangen 12 Monate Sonntagskrimi). Die Meinungen, welche Kommissare mehr und welche weniger (oder gar keine) Fälle bekommen sollten, gehen sehr weit auseinander. In diesem Post stelle ich euch meine Top 5 Teams vor und erkläre, weshalb sie für mich die besten sind.


5. Janneke und Brix, Tatort Frankfurt

Vermutlich das derzeit harmonischste Team
Foto: HR/Degeto/Bettina Müller
Anna Janneke (Margarita Broich) und Paul Brix (Wolfram Koch) ermitteln seit 2015 in Frankfurt am Main. In mittlerweile sieben Fällen haben sich die einstige Polizeipsychologin und der ehemalige Marinesoldat nicht nur gegen "gewöhnliche" Mörder, sondern auch gegen paranormale Mächte behaupten müssen.
Der Hauptgrund, weshalb ich die beiden Frankfurter so gerne mag, ist ihre Gelassen- und Besonnenheit. Im Gegensatz zu den meisten anderen Teams (darunter die restlichen auf dieser Liste) haben Janneke und Brix keine komischen Angewohnheiten, ein aufbrausendes Wesen oder private Probleme. Sie liegen auch nicht im Dauerstreit, sind insgeheim ineinander verliebt oder gehen zum Ärger des anderen auf Solo-Missionen. Stattdessen arbeiten sie Hand in Hand zusammen und ermitteln ohne großes Wenn und Aber. Dadurch wirken ihre Auftritte stets natürlich und gelassen - selbst im Angesicht von Geistern bleiben sie ruhig. Obwohl ich komplizierte Persönlichkeiten und persönliche Verwicklungen prinzipiell nicht schlimm finde, ist das Frankfurter Team eine nette Ausnahme. Sie zeigen, dass TV-Ermittler auch ein Feierabendbier zusammen trinken können, ohne in Selbstmitleid und Weltschmerz zu verfallen, sich besoffen anzubaggern oder zu zerstreiten. Bitte bleibt weiter so chillig!


4. Sieland und Gorniak, Tatort Dresden

Leider ab sofort ohne Henni Sieland (l.)
Foto: MDR/Gordon Muehle
Von 2016 bis 2018 ermittelten Henni Sieland (Alwara Höfels, Allein gegen die Zeit) und Karin Gorniak (Karin Hanczewski) in Dresden. Nach sechs gemeinsamen Fällen stieg Höfels in der letzten Folge "Wer jetzt allein ist" aus dem "Tatort" aus. Ich berücksichtige das Team dennoch, da ihre Nachfolgerin den Dienst noch nicht angetreten hat. 
Was ich an Sieland und Gorniak so mag, ist ihre unverblümte Art. Sie haben beide einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und setzen alles daran, einen Fall zu lösen - selbst wenn sie ihr Privatleben oder ihre Sicherheit dafür opfern müssen. Außerdem gibt Sieland ihrem Chef Peter Michael Schnabel (Martin Brambach, Das Leben danach) ordentlich kontra, wenn der mal wieder rassistische, sexistische und konservative Töne anschlägt. Das erste rein weibliche Sonntagskrimi-Duo hat mehr als einmal Rückgrat bewiesen, während die meisten anderen Kommissare entweder sinnlos herumbrüllen oder erst hinter verschlossenen Türen ihre Meinung kundtun. Außerdem wirken Sieland und Gorniak deutlich humaner als viele ihrer Kollegen. Während die häufig kaum eine Gefühlsregung zeigen, wird in Dresden auch mal gelacht, geweint und gezittert. Dementsprechend habe ich Höfels Ausstieg sehr bedauert. Hoffentlich werden sich Konzept und Teamdynamik durch die neue Ermittlerin nicht grundlegend ändern.


3. Bukow und König, Polizeiruf 110 Rostock

Ein ewiges Hin und Her zwischen den beiden
Foto: NDR/Christine Schroeder
Der "Polizeiruf"-Kommissar Alexander Bukow (Charly Hübner) und seine LKA-Kollegin Katrin König (Anneke Kim Sarnau) ermitteln seit 2010 in und um Rostock. In 17 gemeinsamen Folgen haben die beiden ein paar Höhen und sehr viele Tiefen erlebt - sei es die Aufarbeitung von Königs dramatischer Kindheit, ihre Fast-Vergewaltigung oder das Ende von Bukows Ehe. 
Die NDR-Ermittler gehören wohl zu den Teams, die am meisten Gepäck mit sich herumschleppen. Je mehr Fälle die zwei lösen, desto kaputter und erschöpfter wirken sie. Dabei bricht auch ihre sowieso schon sehr wacklige Beziehung immer weiter auseinander. Was im ersten Moment wie ein Melodrama klingen mag, ist auf den zweiten Blick aber extrem unterhaltsam. Die große Stärke von Bukow und König ist, dass der Zuschauer die Charaktere leicht durchschaut, obwohl sie fast nie offen über ihre Gefühle sprechen. Durch ihre impulsive Art verraten sie genug über sich selbst, um spannend und dennoch unberechenbar zu bleiben. Bei den beiden Kommissaren kann man sich nie sicher sein, ob sie nicht am Ende einer Folge verhaftet werden, weil sie sich einen Fehltritt zu viel erlaubt haben. Die tolle Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern tut ihr Übriges, dass Bukow und König auch nach 17 gemeinsamen Fällen nicht langweilig werden. 


2. Falke und Grosz, Bundespolizei-Tatort 

Grosz und Falke sind seit Neustem per du
Foto: NDR/Christine Schroeder
Kommissar Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) ermittelt seit 2013 im Sonntagskrimi - zuerst in Hamburg, dann als erster Bundespolizist der "Tatort"-Geschichte. Seit 2016 wird er von Julia Grosz (Franziska Weisz) unterstützt. Zusammen haben die beiden mittlerweile vier Fälle gelöst - von denen einer auf unserer Top- und einer auf der Flop-Liste der Saison gelandet ist.
Falke und seine ursprüngliche Kollegin Katharina Lorenz (Petra Schmidt-Schaller) sind mein All-Time-Favorite-Team. Die beiden hatten eine unvergleichliche Chemie, an die keins der anderen Teams der letzten Jahre heranreicht. Auch die neue Bundespolizei-Besetzung nicht. Ich mag Julia Grosz. Sie ist durchsetzungsfähig, zielstrebig, klug und lässt sich nicht unterkriegen. Mittlerweile ist sie mir auch deutlich sympathischer als Falke, der häufig unkonzentriert und sehr emotional ist. Obwohl die beiden noch etwas eckig im Umgang miteinander wirken, ergänzen sie sich sehr gut und finden genau den richtigen Mittelweg zwischen Harmonie und Konfliktpotenzial. Durch dieses ständige Wechselspiel ihrer Beziehung bleibt die Figurenkonstellation abwechslungsreich und unterhaltsam. In ihrer jüngsten Folge "Alles was Sie sagen" haben sie das mehr als eindrücklich bewiesen. 


1. Faber, Bönisch und Dalay, Tatort Dortmund

Lächeln tut dieses Team im Dienst eher nicht
Foto: dpa/Marcel Kusch
Das Dortmunder "Tatort"-Team, bestehend aus Peter Faber (Jörg Hartmann), Martina Bönisch (Anna Schudt) und Nora Dalay (Aylin Tezel), geht seit 2012 gemeinsam auf Verbrecherjagd. Zehn Folgen lang ermittelten die drei gemeinsam mit Kommissar Daniel Kossik (Stefan Konarske, Tatort: Unter Kriegern). Im elften Fall "Tollwut" trafen sie dann auf Jan Pawlak (Rick Okon), ihren zukünftigen, neuen Kollegen.
Für mich sind die Dortmunder Ermittler die derzeit besten im Sonntagskrimi. Das liegt vor allem daran, dass auf den ersten Blick mehrere völlig unterschiedliche Charaktere aufeinander knallen, die im Kern aber gar nicht so verschieden sind. Obwohl sich die Kommissare gegenseitig anbrüllen, niedermachen und anstacheln, lösen sie dennoch jeden Fall effizient und unterstützen einander. Weiterhin ist das Team so wenig sozial, dass es praktisch keine persönlichen Nebenhandlungen gibt, die nichts mit den Verwicklungen innerhalb des Präsidiums zu tun haben. So bleibt der Fokus stets auf den Charakteren und ihren Beziehungen zueinander, ohne dass Familienmitglieder, andere Kollegen oder Bekanntschaften Aufmerksamkeit einfordern. Es braucht auch keine weiteren Figuren, denn die Dortmunder Kommissare sind deutlich komplexer und vielseitiger aufgebaut als die meisten anderen Sonntagskrimi-Ermittler. Dadurch bleiben sie immer überraschend und können nie in eine Schublade gesteckt werden. Außerdem verfügen die drei über einen grandiosen schwarzen Humor, der sich in sehr unterhaltsamen, sarkastischen Wortgefechten entlädt. Faber, Bönisch und Dalay sind die asozialsten, kaputtesten und verquertesten Ermittler im deutschen Fernsehen - aber auch die mit Abstand besten. 


Das waren meine Top 5 der Sonntagskrimi-Teams. Welche mögt ihr am liebsten? Bevorzugt ihr die "Tatort"- oder "Polizeiruf"-Kommissare? Schreibt es gerne in die Kommentare.
Demnächst werde ich den Spieß dann umdrehen und euch die fünf Teams vorstellen, die ich am wenigsten mag.

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