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Samstag, 15. September 2018

Warum wir vorerst nicht mehr regelmäßig posten [D/E]

Liebe Leser,

nach insgesamt 222 Posts seit April 2017 lassen wir es in den nächsten Wochen und Monaten etwas ruhiger angehen. Während Studium und Job war es locker möglich nebenher zu bloggen. Jetzt befinden wir uns allerdings beide in zeitintensiven Ausbildungen, bei denen es schwierig ist, "mal eben" ein ganzes Buch zu lesen oder eine ganze Serie durchzuschauen (von Korrekturlesen, Social Media Posts und gegebenenfalls Übersetzungen mal abgesehen). Außerdem besteht der praktische Teil von Katrins Ausbildung aus dem Rezensieren von Filmen und Sendungen - da ist es schwierig, die Leidenschaft beizubehalten, wenn man ihr in Beruf und Freizeit nachgeht. Wir wollen den Blog nicht aufgeben, dafür haben wir zu viel Spaß daran und zu viele Hunderte Stunden Arbeit hineingesteckt. Wenn uns ein Buch, Film oder eine Serie besonders positiv oder negativ auffällt, werden wir euch natürlich weiterhin Bescheid geben - vor allem in Form von "Watch.Read.Discuss"-Beiträgen. Allerdings werden wir vorerst nicht mehr regelmäßig posten, um uns zeitlich und thematisch nicht mehr so sehr unter Druck zu setzen - immerhin betreiben wir den Blog nebenher.
Folgt uns also gerne weiterhin auf Facebook, Twitter und Instagram, um nichts zu verpassen.

Viele liebe Grüße und danke!
Laura & Katrin

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Dear readers,

after 222 Posts in total since April 2017 we'll be taking it a little easier the next few weeks and months. During study and work it was totally possible to blog alongside. But now both of us are doing a time-consuming professional education, therefore it's quite hard to read an entire book or watch an entire series "just in between" (say nothing of proof-reading, Social Media posts and if applicable translations). In addition the practical part of Katrin's education consists of reviewing movies and TV shows - it's hard to maintain a passion if you're pursuing it during your work hours and your free time. We don't want to abandon the blog, because we have way too much fun with it and have invested way too many hundreds of hours of work into it. If a book, movie or TV show makes an exceptionally positive or negative impression on us we'll let you know of course - especially in the form of a "Watch.Read.Discuss" article. However we're not going to post regularly anymore, so we won't continue to put ourselves under pressure in terms of time and topics - after all we're running the blog alongside.
You're welcome to continue following us on FacebookTwitter and Instagram in order to be up to date.

With the best wishes and thank you!
Laura & Katrin


Mittwoch, 15. August 2018

Lauras Top 5 der rasantesten Phantasialand-Attraktionen

Es ist Sommerzeit und das heißt für viele auch Freizeitpark-Zeit! Ich vermeide die Hochsaison meistens zwar so gut es geht, bin aber trotzdem ein großer Fan von Vergnügungsparks und habe schon einige besucht. In vorherigen Posts haben Katrin und ich bereits über unsere liebsten Attraktionen in "Efteling" und im "Europa Park" vorgestellt (Hier kommt ihr zu den Beiträgen). Heute geht es weiter mit einem Park, den ich schon deutlich länger kenne: das "Phantasialand" in Brühl bei Köln. Ich werde euch in diesem Post meine fünf liebsten temporeichen Attraktionen vorstellen, die dieser Freizeitpark zu bieten hat.


5. Black Mamba (Inverted Coaster)

Achterbahn umgeben von einer tollen Landschaft
Foto: Laura Bremer
Wie so ziemlich alle Fahrgeschäfte im "Phantasialand" ist auch "Black Mamba" im Themenbereich "Deep in Africa" bereits vor Fahrtbeginn ein optischer Hingucker. Alles ist schön thematisiert. Vor allem die Gestaltung des Fahrtverlaufs gefällt mir richtig gut, weil keine kahlen Stellen zu sehen sind. So rauscht der Zug immer an thematisch passenden Gebäuden vorbei oder rast durch felsige Höhlen. Während der Fahrt erreicht die Achterbahn bis zu 80 Stundenkilometer und bietet damit definitiv rasanten Spaß. Die Bahn ist allerdings nur auf dem fünften Platz gelandet. Ich bin nicht der größte Fan von Inverted Coastern - also Achterbahnen, bei denen der Zug unter den Schienen fährt. Die Fahrweise ist immer etwas zu ruckelig und anders als bei Holzachterbahnen mag ich das bei diesen Bahnen nicht wirklich. Ich schaffe es fast immer, mit einem Ohr an die Kopfstütze zu schlagen, was ziemlich schmerzhaft ist und nur bei solchen Sitzen passieren kann. "Black Mamba" ist unter den Inverted Coastern noch mein Favorit, kommt aber eben nicht an andere Arten von Attraktionen heran, die sich angenehmer fahren. 

4. Mystery Castle (Bungee Drop)

Ziemlich hoch
Foto: Laura Bremer
Ich bin kein Fan von klassischen Freefall-Towern. Diesen Bungee Drop, der im "Mystery"-Bereich des Parks steht, finde ich aber richtig cool. Das liegt erstens daran, dass die Fahrt nicht im Freien stattfindet, sondern im Inneren des Schlossturms. Ich finde Indoor Attraktionen immer besonders spannend, weil beim ersten Mal nicht klar ist, was einen erwartet. Das erhöht den Nervenkitzel genauso wie die Vorfreude. Die Dunkelheit im Turm macht das Erlebnis außerdem viel aufregender. Zzudem finde ich, dass einem die Höhe auch dort so richtig bewusst wird, wenn man auf die gegenüberliegende Seite zu den anderen Fahrgästen schaut. Das macht vor allem die kurze Wartezeit vor dem Fall noch intensiver. Warum ich diesen Tower allen anderen bevorzuge, hat aber noch einen weiteren Grund. Es macht viel mehr Spaß, weil die Gondel erstens mehrmals fällt und außerdem auch hochgeschossen wird. Das macht die Fahrt aufregender und dynamischer, als nur ein einziger extremer Fall, der nach zwei Sekunden vorbei ist. Durch die Gestaltung und die mysteriöse Erzählung über den "Kampf gegen das Böse", die die Fahrt begleitet, ist diese Attraktion zudem auch richtig schön stimmig. Anders als bei anderen Freifalltürmen hat "Mystery Castle" damit sogar eine eigene Geschichte, in die der Fahrgast eintaucht. Ich finde in Sachen Geschwindigkeit aber Achterbahnen immer noch am besten, daher ist diese Attraktion nur auf dem vierten Platz gelandet. 

3. Winja's Fear & Force (Spinning Coaster)

Die Bahn liegt im "Fantasy" Bereich
Foto: Phantasialand
"Winja's Fear & Force" war damals mein erster Spinning Coaster, den ich gefahren bin und ist bis heute noch immer mein Favorit. Das Highlight ist hier natürlich, dass es gleich zwei Strecken zur Auswahl gibt, die beide ihre Besonderheiten haben. Ich kann da keinen Liebling wählen, weil ich beide gleich gerne mag. Außerdem ähneln sie sich an einigen Stellen auch sehr. Beispielsweise die drehende Fahrt durch die Halle. Die macht durch das schnelle, wilde Hin- und Herdrehen richtig viel Spaß. Die Bahn hält außerdem eine Überraschung bereit, die nicht nur ziemlich besonders ist, sondern auch wirklich unerwartet kommt - für mich immer noch, obwohl ich sie schon so oft gefahren bin. Die Rede ist von den Kipp-Elementen. Warum das so überraschend ist? Der Wagen wird dafür komplett ausgebremst, was ziemlich abrupt passiert. Als nächstes wird er auf dem Schienenelement gekippt, und an den "neuen" Teil der Strecke angedockt. Auch das kommt so unerwartet, dass ich auch nach mehreren Fahrten immer noch davon überrascht wurde. Ich habe noch keine andere Attraktion kennengelernt, die so ein cooles und unerwartetes Element besitzt. Es gibt dennoch einen Grund, warum dieses Fahrgeschäft nicht auf dem zweiten oder ersten Platz gelandet ist. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass die Bahn so viel Freude macht oder wirklich so kurz ist. Aber nach meinem Gefühl endet die Fahrt immer viel zu schnell und könnte ruhig noch ein wenig länger dauern. Ich weiß natürlich, dass es gerade im "Phantasialand" aufgrund des Platzmangels wohl kaum anders funktioniert hätte, finde es aber trotzdem schade. 

2. Colorado Adventure (Mienenachterbahn)

Wer die Fahrt sehen will, sollte nicht die Lokomotive wählen
Foto: Phantasialand
Diese Attraktion ist bei jedem "Phantasialand"-Besuch ein absolutes Muss! Wenn die Zeit noch reicht, fahre ich sie am liebsten auch noch ein zweites oder drittes Mal und da bin ich sicher nicht die Einzige. Ich finde es einfach sehr faszinierend, wie beliebt diese Fahrt noch immer ist und das, obwohl sie schon 22 Jahre alt ist. Das hat natürlich gute Gründe. Diese Bahn macht einfach immer Spaß und ist an manchen Stellen überraschend schnell unterwegs. Besonders wenn man in den hinteren Wagen sitzt. Hinzu kommt, dass die Fahrtzeit eine gute Länge hat und das Erlebnis nicht zu schnell vorbei ist. Vor einigen Jahren wurden ein paar Abschnitte komplett abgedunkelt (Das hatte lärmschutztechnische Gründe). Diese Änderung hat die Fahrt noch einmal besser gemacht. Die Teile der Strecke sind nämlich wirklich total düster und somit wird das Gefühl der Schnelligkeit noch einmal gesteigert. Zudem finde ich die Gestaltung im Westernstil gut. Sie ist zwar nicht so unglaublich detailreich wie die von neueren Attraktionen, insgesamt aber trotzdem stimmig. Ich liebe besonders den Teil kurz vor Schluss, wenn der Zug schräg über dem kleinen Wasserteich fährt. Der Drop vor diesem Streckenabschnitt ist schön steil ist und zudem kommt dabei das Gefühl, gleich im Nassen zu landen. Alles in allem ist "Colorado Adventure" eine gelungene Bahn, der man das Alter wirklich nicht anmerkt. Ich hoffe, sie bleibt dem Park noch lange erhalten. Was die Geschwindigkeit betrifft, geht aber noch mehr, deshalb hat es diese Bahn nur auf Platz zwei geschafft. 

1. Taron (Launched Coaster)

Sieht auf den ersten Blick wie ein Achterbahn-Irrgarten aus
Foto: Laura Bremer
Wie ich bereits in meinem Post über meine liebsten Europa-Park-Attraktionen erwähnt habe, sind Launched Coaster einfach mein absoluter Favorit, wenn es um Achterbahnen geht. Daher ist es wahrscheinlich nicht sehr überraschend, dass mein erster Platz der "Phantasialand" Attraktionen "Taron" geworden ist. "Blue Fire" war lange Zeit mein Achterbahnen-Liebling, aber die 2016 eröffnete Bahn im Freizeitpark in Brühl, hat sie vom Thron gestoßen. Da es sich um einen Launched Coaster handelt, ist das Tempo natürlich richtig rasant. Zusätzlich kommt dann noch der große Spaßfaktor hinzu, der für mich auch immer wichtig ist. Schon direkt nach dem Abschuss geht es los mit schnellen Wendungen und einem tollen Airtime-Moment. Noch atemberaubender wird es dann, wenn die Bahn erneut beschleunigt. Das Tempo ist eigentlich schon so hoch, doch dann wird es noch schneller. Ich bin auch sehr begeistert davon, dass sie Strecke so lang ist. Obwohl man in rasender Geschwindigkeit fährt, kommt mir die Fahrtzeit für einen Launched Coaster nicht zu kurz vor. Ein besonderes Highlight ist zudem die unglaublich tolle Gestaltung. Schon beim Betreten des Themenbereichs fühle ich mich schnell wie in einer mystischen Welt der nordischen Mythologie. Die Bahn macht allein optisch einen tollen Eindruck. Ich könnte den halben Tag nur in "Klugheim" stehen und Bilder von der Themenwelt und "Taron" machen. Diese Felsenlandschaft sticht einfach sofort ins Auge und gibt der Attraktionen eine sehr einzigartige Optik. Oft sind große Achterbahnen eher kahl oder haben nur an einzelnen Stellen thematische Elemente eingebaut. Bei "Taron" ist der Fahrgast von Anfang bis Ende umschlossen von den alles überragenden säulenförmigen Gesteinen. Zusätzlich finden sich auch noch andere gestalterische Bauten, beispielsweise die vielen interessant designten Gebäude, an denen der Zug vorbeirauscht. Es ist wirklich beeindruckend, wie so eine lange Bahn mit einer Streckenlänge von gut 1,3 Kilometern dorthin gepasst hat - da muss jede Kurve und jedes Element genau passen. Deshalb ist "Taron" auf Platz eins gelandet: Nicht nur die Attraktion selber mit ihrer überzeugenden Geschwindigkeit, auch alles darum herum ist ein faszinierendes Erlebnis.


Das waren meine Top 5 der rastantesten "Phantasialand" Attraktionen. Habt ihr diesen Freizeitpark auch schon mal besucht? Was sind eure Favoriten, wenn es um Geschwindigkeit geht? Schreibt es gerne in die Kommentare.

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Dienstag, 5. Juni 2018

Lauras Top 50 Disney Songs [D/E]

WICHTIG: Da dieser Post 50 Videos beinhaltet, dauert es eine Minute, bis die Seite vollständig geladen ist.

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German

"Disney"-Lieder verzaubern Jung und Alt seit Jahrzehnten
Foto: Walt Disney Company
Disneyfilme begleiten mich schon seit der Kindheit und damit auch die unzähligen Songs, die darin vorkommen. Daher stelle ich euch heute meine 50 Favoriten in dieser "Watch.Read.List." vor. Anders als bei den anderen Listen werde ich hier meine Platzierungen allerdings nicht extra begründen. Außerdem kommen nur Lieder aus den Zeichentrick- und Animationsfilmen vor (mit Ausnahme von "Mary Poppins"; "PIXAR"-Filme habe ich nicht ausgeschlossen, allerdings hat es kein Lied in diese Liste geschafft) und auch nur die, in denen gesungen wird (also keine Titel wie "Fluch der Karibik" oder "Die Chroniken von Narnia"). Viele der Lieder habe ich als Kind in der deutschen Version kennengelernt, weshalb ich sie auch heute gerne auf Deutsch höre. Trotzdem habe ich für diesen Post immer die Originalversion gewählt, damit es einheitlich ist. Katrin hat ihre Top 50 bereits in einem früheren Beitrag präsentiert, den ihr hier finden könnt. 
Jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Hören!

English

As long as I can remember "Disney" movies have been part of my life and so are the numerous songs that appear in them. That's why I'm going to show you my 50 favorites in this "Watch.Read.List." today. Since this list is quite long I'm not gonna justify my order. Furthermore this list only contains songs from the animated movies (except for "Mary Poppins"; I would've included "PIXAR" movies too, but none of the songs have made this list) and just the ones with singing in them (so nothing like "Pirates of the Caribbean" or "Narnia"). All linked videos are the original English versions. Katrin already made a post about her top "Disney" songs, you can find it here.
Have fun!


50. Bibbidi Bobbidi Boo - Cinderella



49. Love Is An Open Door - Die Eiskönigin



48. Theme Song -  Die vielen Abenteuer von Winnie Puuh



47. Bella Notte - Susi und Strolch



46. Chim Chim Cher-ee - Mary Poppins



45. Someone's Waiting For You - Bernard und Bianca



44. One Jump Ahead - Aladdin



43. How Far I'll Go - Vaiana



42. Thomas O'Malley - Aristocats



41. Supercalifragilisticexpialidocious - Mary Poppins



40. Friend Like Me - Aladdin



39. Human Again - Die Schöne und das Biest



38. Just Around The Riverbend - Pocahontas



37. Dig A Little Deeper - Küss den Frosch



36. Hellfire - Der Glöckner von Notre Dame



35. Out There - Der Glöckner von Notre Dame



34. For The First Time In Forever - Die Eiskönigin



33. Hakuna Matata - Der König der Löwen



32. The Gospel Truth - Hercules



31. Cruella de Vil - 101 Dalmatiner



30. Bare Necessities - Das Dschungelbuch



29. Poor Unfortunate Souls - Arielle



28. Friends On The Other Side - Küss den Frosch



27. I Wanna Be Like You - Das Dschungelbuch



26. A Dream Is A Wish Your Heart Makes - Cinderella



25. Once Upon A Dream - Dornröschen



24. The Bells Of Notre Dame - Der Glöckner von Notre Dame



23. On My Way - Bärenbrüder



22. The Aristocats - Aristocats



21. Something There - Die Schöne und das Biest



20. I Just Can't Wait To Be King - Der König der Löwen



19. Go The Distance - Hercules



18.  I See The Light - Rapunzel



17. Under The Sea - Arielle



16. I Won't Say I'm In Love - Hercules



15. You'll Be In My Heart - Tarzan



14. Reflection - Mulan



13. Belle - Die Schöne und das Biest



12. Let It Go - Die Eiskönigin



11. Be Our Guest - Die Schöne und das Biest 



10. I'll Make A Man Out Of You - Mulan



9. Son Of Man - Tarzan



8. I'm Still Here - Der Schatzplanet



7. Almost There - Küss den Frosch



6. Circle Of Life - Der König der Löwen



5. A Whole New World - Aladdin



4. Tale As Old As Time/ Beauty And The Beast - Die Schöne und das Biest



3. Part Of Your World - Arielle



2. Two Worlds - Tarzan



1. Colors Of The Wind - Pocahontas




Das waren meine 50 liebsten "Disney"-Songs. Welche Lieder zählen zu euren Favoriten? Schreibt es gerne in die Kommentare!

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Those were my top 50 "Disney" songs. Which ones are your favorites? Tell me in the comments!

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Dienstag, 15. Mai 2018

Katrins Top 5 der spaßigsten Europa-Park-Attraktionen

Ende April ist "Watch.Read.Talk." ein Jahr alt geworden. Um dieses Jubiläum zu feiern, sind Laura und ich in den "Europa-Park" gefahren und haben dort zwei tolle Tage verbracht. Laura hat euch vor einigen Tagen schon ihre "Top 5 der rasantesten Attraktionen" vorgestellt. Ich bin - was Freizeitparks angeht - nicht wirklich ein Adrenalinjunkie, sondern habe lieber Spaß. Daher geht es in diesem Post um die spaßigsten Fahrgeschäfte (Wir haben auch zwei Shows angesehen, aber die waren nicht ansatzweise Top-5-würdig.). Letztes Jahr haben wir bereits unsere rasantesten beziehungsweise spaßigsten Attraktionen im niederländischen Freizeitpark "Efteling" aufgelistet (klickt hier um zu den Beiträgen zu gelangen).

5. ARTHUR

Der kurze Ausflug nach draußen
Foto: Europa-Park
Diese Fahrt ist thematisch an die Filmreihe "Arthur und die Minimoys" angelehnt. In der familienfreundlichen Achterbahn schweben die Gäste durch die Welt der Minimoys und über den toll dekorierten Eingangsbereich, bevor es für eine rasantere Fahrt nach draußen geht. Ich mag Indoor-Achterbahnen sehr, vor allem wenn man über die Köpfe der wartenden Menschen hinwegzischt (wie zum Beispiel auch bei "Winjas Fear & Force" im "Phantasialand"). Die Abfahrt draußen macht sogar noch mehr Spaß. Außerdem ist die Bahn auch organisatorisch super geregelt. Bei jedem Freizeitparkbesuch rege ich mich mindestens einmal darüber auf, dass man Taschen nur schlecht verstauen kann oder horrende Preise für Schließfächer zahlen muss. Bei dieser Attraktion braucht man nur seine Eintrittskarte zu scannen, um einen kostenlosen Locker zugewiesen zu bekommen. Beim Verlassen kann man seine Sache dann auf der anderen Seite wieder abholen - so kommen sich die wartenden und die bereits gefahrenen Gäste nicht in die Quere. Trotz der schönen Gestaltung, dem praktischen Verstausystem und der tollen Mischung aus Spaß und Action, hat es "ARTHUR" jedoch nur auf Platz 5 geschafft. Das liegt an der fehlenden Geschichte. Die Figuren in der Bahn sprechen so leise, dass man kaum nachvollziehen kann, worum es geht und die dargestellten Szenen ergeben nicht wirklich eine stringente Erzählung. Am Ende bleiben die Wagen dann vor dem Bösewicht stehen und ein Knopf auf dem Haltebügel leuchtet auf. Was genau man machen soll und ob das Drücken des Buttons irgendeine Wirkung hat, wird nicht aufgeklärt.

4. Kolumbusjolle

Die Schiffchen lassen sich manuell herumwirbeln
Foto: Europa-Park
Auf den ersten Blick mag diese Attraktion, die leider relativ versteckt im Themenbereich "Spanien" liegt, wie ein normales Karussell aussehen. Für mich ist "Kolumbusjolle" jedoch ein absolutes Highlight und empfehlenswert für alle Altersgruppen. Zum einen sieht die Attraktion toll aus - süße Piratenschiffchen, eine mittelalterliche Stadt, ein stark gewellter Boden und eine schier endlose Sternenzelt-Kuppel. Zum anderen hat die Fahrt einen hohen Spaßfaktor. Die Schiffchen sausen ziemlich schnell über die Bodenwellen, sodass man die Fliehkraft deutlich spürt. Außerdem kann man sein Boot mit dem Steuerrad manuell drehen. Das macht einen Heidenspaß, denn sie bewegen sich nicht so schwerfällig wie zum Beispiel "drehende Tassen", sondern reagieren augenblicklich. So kann man sich hektisch hin und her drehen, aber auch einfach seit- oder rückwärts fahren. Besonders amüsant ist es auch, die anderen Fahrgäste zu beobachten, denn viele realisieren nicht, dass sie die Schiffchen manuell steuern müssen. Die irritierten Blicke, wenn alle anderen herumwirbeln und sie selbst stur geradeaus fahren, sind echt witzig. "Kolumbusjolle" sollte man bei einem Parkbesuch auf keinen Fall verpassen!

3. Monorail-Bahn

Toller Ausblick und einfach eine schöne Fahrt
Foto: Europa-Park
Der "Europa-Park" bietet drei Verkehrsmittel, die gehfaule Besucher über das Gelände bringen: den EP-Express, der wie eine S-Bahn aussieht und auf Schienen in mehreren Metern Höhe fährt; die Panoramabahn, eine ebenerdige Miniatur-Dampflokomotive, die gemächlich durch die Gegend zockelt und die Monorail-Bahn. Mit den beiden Erstgenannten fahre ich eher ungern. Der Express bringt einen am schnellsten von A nach B, allerdings ist er geschlossen, wodurch es unangenehm warm und stickig ist und man zudem nicht viel sieht. Die Panoramabahn ist zwar unglaublich süß, aber sie ist auch furchtbar langsam und das Ein- und Aussteigen dauert aufgrund der winzigen Waggons sehr lange, wenn denn überhaupt ein Platz freiwerden sollte. Die Monorail-Bahn schwebt wie der Express auf Schienen über den Park, ist aber offen. Daher ist sie nicht nur als Fortbewegungsmittel klasse, sondern auch als eigene Attraktion. Man hat einen tollen Ausblick, fährt eine schöne Strecke durch den Park und da nur zwei Haltestellen existieren, gibt es auch kein ständiges Ein- und Aussteigen. Die Bahn eignet sich für eine kurze Rundfahrt zu Beginn des "Europa-Park"-Besuchs, genauso wie zur Entspannung nach einem anstrengenden Tag. Als Laura und ich gegen Ende unseres zweiten Tags müde wurden und uns die Temperaturen von rund 30 Grad zu schaffen machten, haben wir anderthalb Runden auf der "Monorail-Bahn" gedreht, den Ausblick genossen und ein paar schöne Fotos gemacht.

2. Schweizer Bobbahn

Das Fehlen von Schienen ist der besondere Kick!
Foto: Europa-Park
Normalerweise bin ich kein Fan der Bobbahnen in Freizeitparks, da sie meist sehr ruckelig fahren und es für zwei Erwachsene relativ unbequem ist, hintereinander in einem der Schlitten zu sitzen. Die Bahn im "Europa-Park" ist jedoch eine Ausnahme. Wie die meisten anderen Freizeitpark-Bobbahnen hat auch sie keine Schienen und fährt stattdessen in einer Rinne aus dünnen Stahlrohren. Das rappelt aber überraschenderweise nicht ansatzweise so stark, wie in den meisten anderen Attraktionen dieser Art. Das Fahrterlebnis ist wirklich einmalig. Da man sehr locker in den Schlitten sitzt, hebt es einen (besonders im vordersten Waggon) bei der ersten Abfahrt leicht aus dem Sitz. Allerdings hat man dabei nicht dieses unangenehme "Magen fällt"-Gefühl, wie bei vielen anderen Achterbahnen. Es fühlt sich mehr wie Fliegen an - das Gefühl wird noch dadurch verstärkt, dass bei der Bobbahn deutlich weniger Metall und Plastik um einen herum ist, als bei den meisten anderen Achterbahnen. Durch die nicht vorhandenen Schienen ist zudem jede Fahrt anders, da sich der Zug je nach Gewicht weniger oder mehr in die Kurven legt. Das Schweizer Bergdorf, das um die Attraktion gebaut wurde, ist zudem echt hübsch.

1. Fjord-Rafting

Ein Riesenspaß für alle Altersgruppen!
Foto: Europa-Park
Auch in meiner "Top 5 der spaßigsten Efteling-Attraktionen"-Liste hatte es Rafting auf Platz 1 geschafft, denn mal ehrlich: Es gibt einfach keine spaßigere und tollere Freizeitpark-Attraktion als runde Boote, die durch Wildwasser rauschen. Der Kanal ist im "Europa-Park" leider schmaler als in "Efteling", sodass es nicht möglich ist, andere Boote zu überholen oder irgendwo hängen zu bleiben. Dennoch ist die Bahn ein Heidenspaß! Das liegt natürlich vor allem an der freudigen Panik, furchtbar nass zu werden. Das Wasser spritzt, plötzlich kommt von irgendwoher eine Fontäne oder eine Stromschnelle: Wer bei dieser Fahrt nicht kreischt und wie ein Irrer lacht, der wird wohl an keiner Attraktion im "Europa-Park" Spaß haben. Dazu kommt noch die schöne Gestaltung - der Wartebereich ist zwar karg, doch der Wasserkanal wird gesäumt von bunten Häuschen, wie sie für Skandinavien typisch sind. Nach der Fahrt kann man sich außerdem aussuchen, ob man über einen normalen Holzsteg zurückläuft, über eine Hängebrücke hüpft oder sich auf einem Floß stehend selbst an einem Tau wieder an Land zieht. 


Welche Attraktionen findet ihr im "Europa-Park" am spaßigsten? Schreibt es gerne in die Kommentare.

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Samstag, 12. Mai 2018

Lauras Top 5 der rasantesten Europa-Park-Attraktionen

Katrin und ich haben Mitte April zum zweiten Mal den "Europa-Park" im baden-württembergischen Rust besucht. Unser erster Besuch war im Sommer 2013. Da ist gut fünf Jahre her! Da wir beide den Park damals wirklich toll fanden, war es höchste Zeit, nochmal vorbeizuschauen. Freizeitparkbesuche gehören zu unseren Hobbies, daher haben wir schon einige besucht, darunter auch "Efteling" in den Niederlanden. Wir haben bereits über unsere jeweiligen Top 5 Attraktionen in diesem Park geschrieben. Im heutigen Post über den "Europa-Park" stelle ich euch wieder meine liebsten rasantesten Attraktionen vor, während Katrin in ihrer kommenden "Watch.Read.List." ihre spaßigsten Fahrten präsentieren wird.


5. Poseidon (Wasserachterbahn)

Das Ende der spaßigen Fahrt
Foto: Laura Bremer
Ich habe erst bei meiner Recherche für diesen Post herausgefunden, dass diese Wasserachterbahn bereits 18 Jahre alt ist! Das hätte ich nicht erwartet, weil sie immer noch einen sehr modernen Eindruck macht. Ich finde die Thematisierung der Attraktion ganz gelungen und sie passt zum Themenbereich Griechenland genauso wie zum Namen der Fahrt. Ich mag vor allem die Station, aus der die Boote heraus- und am Ende wieder hineinfahren. Sie erinnert an einen alten griechischen Tempel und sieht einfach sehr stimmig aus. Ich bin ein Fan von Attraktionen, die eine Mischung aus Achter- und Wasserbahn sind. Daher musste diese Fahrt unbedingt in meine Liste, auch wenn die Höchstgeschwindigkeit "nur" bei 70 Stundenkilometern liegt. Anders als beim "Fliegenden Holländer", ebenfalls eine tolle Wasserachterbahn im niederländischen Park "Efteling", hat "Poseidon" eine deutlich längere Fahrtzeit. Außerdem sind die Abfahrten viel intensiver und steiler, besonders die letzte. Insgesamt bietet diese Bahn eine schöne und temporeiche Fahrt, bei der man auch ziemlich nass werden kann. 

4. Silver Star (Hyper Coaster)

Ganz schön hoch
Foto: Laura Bremer
2002 wurde dieser Hyper Coaster (darunter fallen alle Achterbahnen, deren Höhe zwischen 61 und 91 Meter liegt) eröffnet und wird von “Mercedes Benz“ gesponsert - daher auch der "kreative" Name Silver Star. Sie ist mit 73 Metern die höchste Achterbahn Deutschlands und kommt außerdem auf Geschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde. Der größte Pluspunkt bei dieser Bahn ist für mich definitiv die Höhe. Die Abfahrt aus fast 70 Metern ist schon ziemlich spektakulär. Auch die Geschwindigkeit lässt den Adrenalinspiegel schnell ansteigen und die Airtime-Momente sind richtig intensiv. Das hier ist definitiv eine Thrill-Attraktion. Warum "Silver Star" nur auf dem vierten Platz gelandet ist, liegt daran, dass die Fahrt im Vergleich zu anderen keinen so großen Spaßfaktor mit sich bringt. Der Streckenverlauf ist relativ unspektakulär und bietet nur wenig Elemente. Außerdem ist so gut wie keine Gestaltung vorhanden - die Bahn selber steht komplett nackt da. Dass die Besucher in der Warteschlange eine “Mercedes Benz“-Ausstellung sehen, möchte ich nicht wirklich als Thematisierung bezeichnen. Für mich sind besonders der Spaßfaktor und eine abwechslungsreiche Streckenführung wichtiger als purer Thrill, daher liegen immer noch drei andere Attraktionen vor diesem Hyper Coaster.

3. Euro Mir (Spinning Coaster)

Die Spiegeltürme sehen bei Sonnenschein richtig schön aus
Foto: Laura Bremer
Dieser Spinning Coaster ist noch älter als Platz fünf meiner Liste. Die Achterbahn, bei der sich die Waggons während der Fahrt um sich selbst drehen, feierte 1997 ihre Eröffnung. Auch wenn "Euro Mir" eine Höchstgeschwindigkeit von gerade mal 80 Stundenkilometern hat, kommt hier durch die Drehungen und den tollen Streckenverlauf sehr viel Spaß auf. Besonders wenn man rückwärts fährt, kann man ganz schon durchgeschüttelt werden. Ein bisschen antiklimaktisch ist allerdings die Auffahrt. Die Fahrtzeit dauert insgesamt über vier Minuten - ganz schön lange, könnte man meinen. Die meiste Zeit geht allerdings dafür drauf, an den höchsten Punkt zu gelangen. Bis dahin fahren die Besucher eine ganze Weile gemächlich nach oben, während sie von Technomusik beschallt werden (wer sich das Lied anhören will, hier gibt's einen YouTube Link). Alles danach ist aber fantastisch. Ein Highlight sind auf jeden Fall die gigantischen Spiegeltürme, um die die Strecke verläuft. Die sehen nicht nur optisch von außen richtig toll aus, es ist auch lustig, sich selbst darin zu sehen, während man fährt. 

2. Wodan (Holzachterbahn)

Auch optisch ein Hingucker
Foto: Laura Bremer
Im Jahr 2012 eröffnete der "Europa-Park" im Themenbereich Island die Holzachterbahn "Wodan". Als Besucher sieht man vor allem beim Eingang eine schöne Thematisierung. Dort steht ein gigantischer Torbogen, der im nordischen Stil designt ist und von zwei Wikingerfiguren "bewacht" wird. Das wirkt ziemlich beeindruckend. Die normale Warteschlange ist wohl auch thematisiert und führt die Besucher durch die nordische Mythologie. Da ich aber bei beiden Besuchen die Single-Rider-Line gewählt habe, kann ich nicht beurteilen, wie detailreich alles hergerichtet ist. Diese Attraktion ist neben "Colossos" im "Heide Park" und "Joris en de Draak" in "Efteling" mein liebster Wooden Coaster, wobei ich zugeben muss, dass die Fahrt etwas ruckeliger war, als ich es noch 2013 empfunden habe. Das kann aber auch daran liegen, dass ich fünf Jahre jünger war. Trotzdem macht diese Achterbahn immer noch richtig viel Spaß. Es wird dabei ziemlich rasant, weil die Höchstgeschwindigkeit bei rund 100 Stundenkilometern liegt. Dieses Tempo merkt man besonders bei den Richtungswechseln und Airtime-Momenten. Außerdem dauert die Fahrt auch relativ lange, was das Fahrerlebnis noch besser macht. 

1. Blue Fire (Launch Coaster)

Der Looping ist nur eines von vielen coolen Elementen
Foto: Laura Bremer
Mein erster Platz befindet sich genauso wie "Wodan" im isländischen Themenbereich des Parks und wurde 2009 eröffnet. Ähnlich wie bei "Silver Star" ist die Namensgebung auch hier sehr "kreativ" gewählt. Denn diese Bahn wird von dem Erdgasförderungsunternehmen "Gazprom" gesponsert und heißt deshalb "blaues Feuer" - eben wie eine Gasflamme. Die Thematisierung ist zwar auch eher schwach, dafür steht der Coaster wenigstens nicht komplett nackt in der Gegend herum. Es wurde viel Grün gepflanzt und die Besucher fahren an großen Felsen vorbei und sogar durch manche hindurch. Ich mag zwar Holzachterbahnen schon richtig gerne, aber Launch Coaster können mich noch mehr begeistern. Schon bei unserem ersten Besuch 2013 war diese Attraktion mein absolutes Highlight und auch nach fünf Jahren ist sie mein Favorit, wenn es um Geschwindigkeit und Spaß geht. Genauso wie "Wodan" liegt die Höchstgeschwindigkeit bei 100 Stundenkilometern, aber der Spaßfaktor ist nochmal deutlich größer. Das liegt vor allem an den vielen abwechslungsreichen und intensiven Elementen, zum Beispiel der gigantische, über 30 Meter hohe Looping oder die Heartline-Roll zum Schluss (bei der die Fahrgäste einmal komplett um die Herzlinie (der gedachte Weg, den das Herz eines Passagiers während einer Achterbahnfahrt zurücklegt) gedreht werden). Hinzu kommt, dass die Fahrtzeit relativ lange ist und nicht nach Gefühl 30 Sekunden wieder vorbei ist. Mir macht diese Fahrt einfach richtig viel Spaß und ich verlasse sie immer mit einem Lächeln im Gesicht. 


Das waren meine Top 5 der rasantesten "Europa-Park"-Attraktionen. Habt ihr diesen Freizeitpark auch schon mal besucht? Was sind eure Favoriten, wenn es um Geschwindigkeit geht? Schreibt es gerne in die Kommentare.

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Mittwoch, 7. März 2018

Katrins Top 15 Musicals

Ich habe mittlerweile 50 verschiedene Musicals in mehreren Ländern auf drei verschiedenen Kontinenten angesehen. Darunter waren einige Reinfälle, viele gute Stücke und einige grandiose , die ich mir immer wieder ansehe. In diesem Post stelle ich euch meine Top 15 vor.
Zur Info: Zu meinen 50 Musicals zähle ich nur diejenigen, die ich live im Theater angeschaut habe - Videoaufnahmen, Kinoübertragungen und Co. also nicht. Tolle Produktionen wie "Newsies", "Dear Evan Hansen" und "Rent", die in meinem "Top 50 Musical Songs"-Post gleich mehrmals vorkommen, finden sich hier nicht, da ich ich sie leider noch nicht gesehen habe. 



15. If/Then

Foto: Fox Theatricals
Ich schaue mir ein Musical an, wenn mir die Handlung, die Musik oder die Stimmung zusagt. "If/Then" ist eins der wenigen Stücke, bei denen die Besetzung der entscheidende Punkt war. Die Hauptrolle wurde nämlich von Indina Menzel, einer der bekanntesten, internationalen Musicaldarstellerinnen, gespielt. Wer sich in der Broadway-Welt nicht auskennt, wird ihre Stimme vermutlich trotzdem schon einmal gehört haben: Sie spricht Elsa in der englischen Originalversion von "Die Eiskönigin". Letztendlich hat mir am Stück aber vor allem die kreative Geschichte gefallen. Sie ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt und zeigt, wie eine einzige Entscheidung den Rest des Lebens beeinflussen kann. Dabei behandelt das Musical viele ernste Themen, wie Krieg und Abtreibung. Beide Geschichten haben ihr eigenes Produktionsdesign, sodass der Zuschauer anhand der Farbgebung erkennen kann, um welche es sich handelt. Interessant ist hinterher auch die Diskussion, welchen Weg man selbst gehen würde und welche Abzweigungen man vielleicht schon verpasst hat. Es gibt jedoch auch Abstriche: Ich kann mich beispielsweise überhaupt nicht an die Musik oder die meisten Nebencharaktere erinnern.


14. Thoroughly Modern Millie

Foto: La Jolla Playhouse
Dieses Musical konnte mich vor allem durch seine witzige, schräge Geschichte fesseln. Das Stück nimmt sich selbst nicht ernst und das ist seine große Stärke. Handlung und Charaktere, Moral - alles ist herrlich überdreht und mit Klischees überladen. "Thoroughly Modern Millie" schlägt zwar auch ein paar leise Töne an, es ist aber vor allem ein lautes, buntes und verrücktes Gute-Laune-Stück. Damit passt es auch perfekt zu seinem Setting. Durch das tolle, detaillierte Bühnenbild und die Kostüme wird das New York der 1920er lebendig. Wie bei "If/Then" mangelt es jedoch auch diesem Musical an ergreifender oder eingängiger Musik. Außerdem passt die Nebenhandlung um den Slavenhändlerring nicht zum humorvollen Rest der Geschichte.


13. Rebecca

Foto: Stage Entertainment
"Rebecca" ist eins der wenigen Stücke mit einer überzeugend gruseligen und düsteren Stimmung. In allem - Charaktere, Beleuchtung und Requisiten - liegt etwas Mysteriöses, Beunruhigendes. Die Handlung ist spannend und hebt sich damit klar von den meisten anderen Musicals ab, die eher in Richtung Drama, Romantik oder Humor gehen. Im emotionalen Bereich schwächelt "Rebecca" dafür. Sowohl die Liebesgeschichte als auch die dramatischen Szenen wirken erzwungen und wenig glaubhaft. Die Charaktere sind zudem sehr hölzern und unsympathisch. Allerdings habe ich sowieso kaum auf sie geachtet, denn die Kulissen sind weltklasse - ganz besonders die brennende Treppe am Ende. Beim Soundtrack bin ich hingegen zwiegespalten: Es gibt ein paar schöne Lieder und zwei fantastische, gewaltige Balladen. Der Rest kann übersprungen werden. Der Soundtrack enthält 48(!) Tracks - die meisten sind weniger als drei Minuten lang und hätten nicht gesungen werden müssen.


12. Aida

Foto: Disney Theatrical Productions
"Aida" war das erste Musical, das ich je besucht habe. Damals war ich zehn Jahre alt und kann mich nur noch bruchstückhaft an die Aufführung erinnern. Ich werde aber niemals vergessen, wie überwältigt ich von der Musik, dem Bühnenbild und der Atmosphäre war. Die Geschichte ist unglaublich fesselnd und berührend - besonders die letzten Augenblicke. Sie zeigen, dass ein Ende irgendwo auch ein neuer Anfang ist, selbst das Lebensende. Die tragischen Momenten werden zudem toll in Szene gesetzt, sodass sie lange im Gedächtnis bleiben. Dazu kommt die tolle Musik der beiden Musical-Legenden Elton John und Tim Rice, die unter anderem zusammen am Soundtrack des "Disney"-Films "Der König der Löwen" mitgearbeitet haben. 


11. Ghost

Foto: Stage Entertainment
"Ghost" war mein 50. Musical. Ehrlich gesagt hatte ich nicht allzu viel erwartet, da ich mit Romanzen wenig anfangen kann und den gleichnamigen Film nicht kannte. Ich wurde jedoch positiv überrascht. Die Musik ist ziemlich eintönig und uninspiriert, ansonsten ist das Stück toll. Vor allem das Produktionsdesign hat mich begeistert. Die Kulissen bestehen nur aus wenigen Requisiten, dennoch fühlen sie sich realistisch an, da Licht und Projektionen geschickt atmosphärisch eingesetzt werden. Durch die Technik sieht sogar die Magie der Geister unglaublich echt aus. Trotz dieser übernatürlichen Elemente ist das Musical angenehm bodenständig. Die Charaktere haben einen trockenen Humor, realistische Motive und sprechen nicht so unnatürlich schwülstig wie viele Broadway-Figuren (hier geht es zu meiner kompletten Rezension).


10. Billy Elliot

Foto: Universal Pictures
Gleichzeitig singen, schauspielern und perfekt Ballett tanzen - was viele Erwachsene niemals schaffen würden, sieht in "Billy Elliot" bei Elf- und Zwölfjährigen kinderleicht aus. Vor allem die Vorgänge hinter den Kulissen sind bei diesem Musical spannend. Es ist unglaublich, was die junge Darsteller leisten, vor allem wenn man bedenkt, dass sich am Westend und Broadway meistens vier von ihnen die Hauptrolle teilen (zum Vergleich: der deutlich kleinere Part des jungen "Tarzan" wird im gleichnamigen Musical in Oberhausen derzeit von acht Jungen gespielt). Die Tanzszenen, sowohl der Erwachsenen, als auch der Kinder, sehen fantastisch aus. Außerdem fängt das Stück die Emotionen der Charaktere und die Stimmung sehr gut ein. An einigen Stellen ist die Handlung jedoch ein wenig zu schräg, was nicht zur bodenständigen Handlung passt.


9. Tarzan

Foto: Disney Theatrical Productions
"Tarzan" ist das erste Musical auf dieser Liste, bei dem ich am Soundtrack nichts auszusetzen habe. Allerdings sind die Lieder, die bereits im "Disney"-Film vorkommen, deutlich eingängiger und emotionaler als die, die extra für die Bühne geschrieben wurden. Man hat als Zuschauer das Gefühl, bei diesem Stück nicht nur zuzusehen, sondern ein Teil der Geschichte zu sein, da die Charaktere durch die Gänge laufen und über dem Publikum schweben. Die kleinen Stunts sehen toll aus und erwecken den Eindruck eines 360 Grad-Erlebnisses. Ansonsten ist das Bühnenbild sehr spärlich, fast ein bisschen lieblos. Vor allem, wenn man es mit den Kulissen anderer "Disney"-Musicals wie "Der König der Löwen" oder "Mary Poppins" (hier geht es zu unserer Rezension) vergleicht.


8. Das Phantom der Oper

Foto: Stage Entertainment
"Das Phantom der Oper" habe ich mittlerweile schon mehrmals gesehen. Ich mag besonders die Zwiespältigkeit der Geschichte. Keiner der Charaktere ist "gut" oder "böse". Sie alle sind vielschichtig aufgebaut und haben sowohl positive als auch negative Eigenschaften - ich finde jedoch alle Figuren herzlich unsympathisch. Dafür liebe ich die ersten Momente der Show, wenn der Leuchter während der Ouvertüre an die Decke wandert und das Theater in der Zeit zurückreist. Die Kulissen und die Kostüme - ganz besonders während der "Maskenball"-Szene - sind fantastisch. Der Soundtrack ist ebenfalls grandios, wenn auch für meinen Geschmack viel zu opernlastig - immerhin ist es ein Musical.


7. Sister Act

Foto: The Shubert Organization
Bei diesem Musical ist es schwierig, keine gute Laune zu bekommen. Die Energie und die Fröhlichkeit sind einfach ansteckend. Dazu kommt eine große Portion Humor, der auch von Show zu Show ein wenig geändert wird, um möglichst frisch und tagesaktuell zu bleiben. Die tolle Musik aus dem gleichnamigen Film kommt leider nicht vor. Die Musicalsongs sind zwar auch cool, aber sehr poplastig. Da es aber immer noch um einen Nonnenchor geht, wären ein paar leisere oder kirchlich angehauchte Lieder passender gewesen. Dafür finde ich die Figurenentwicklung in der Show nachvollziehbarer als im Whoopi-Goldberg-Streifen, da das Publikum mehr über die Bösewichte und die anderen Nonnen erfährt. Außerdem ist der Einfall echt klasse, den Papst am Ende vom Dirigenten spielen zu lassen.


6. Bodyguard

Foto: Stage Entertainment
Genau wie "Ghost" habe ich auch "Bodyguard" aus reiner Neugierde und ohne den Film zu kennen angeschaut, aber keine großen Erwartungen gehabt. Ich war hinterher wirklich froh, dieses Musical nicht verpasst zu haben. Der Soundtrack ist einfach klasse: Keine "Überbrückungslieder" oder Sprachgesang, stattdessen lauter Power-Songs von Whitney Houston - darunter auch die weltbekannten Lieder "I Will Always Love You", "One Moment In Time" und "I'm Every Woman". Ich finde außerdem die Tatsache richtig gut, nur zwei Charaktere singen zu lassen und auch nur wenn es "logisch ist" (Die Figuren singen nicht einfach in jeder x-beliebigen Situation, wie in 95% der Musicals, sondern ausschließlich, wenn es in der Geschichte Sinn ergibt, also beispielsweise bei Proben oder Auftritten.). Dadurch wirkt die Handlung realistischer und bodenständiger, da Dialoge nicht von Gesang unterbrochen werden. Den gleichnamigen Film habe ich übrigens nicht gesehen. Laut der Inhaltsangabe unterscheidet er sich in zwei sehr wichtigen Punkten von der Bühnenversion - deren Handlung finde ich deutlich schlüssiger.


5. Ich war noch niemals in New York

Foto: Stage Entertainment
Um es gleich klarzustellen: Nein, ich mag die Lieder von Udo Jürgens nicht. Dass es "Ich war noch niemals in New York" trotzdem in meine Top 5 geschafft hat, spricht also definitiv für das Musical. Es hat einfach einen unglaublich witzigen Humor und viele kreative Einfälle, wie die geniale Navi-Irrfahrt. Das Stück nimmt sich nicht sonderlich ernst, sondern will einfach nur gute Laune versprühen, sodass ich Lust hatte mitzusingen, obwohl mir die meisten Songs überhaupt nicht gefallen. Ich bin auch kein Fan von Liebesgeschichten, mag die in diesem Musical aber, weil sie nicht süßlich ist, sondern sehr amüsant und bissig. Außerdem hat das Musical eine der beeindruckendsten Kulissen - ein riesiges, zweistöckiges Kreuzfahrtschiff, das von allen Seiten anders aussieht. 


4. Rocky

Foto: Stage Entertainment
Ich kenne niemanden, dem "Rocky" nicht gefallen hat, selbst die Musicalhasser in meinem Umfeld fanden das Stück fantastisch. Das liegt vor allem an dem komplett ungewöhnlichen Konzept. Die Handlung des Films (wieder einer, den ich nicht geguckt habe...) klingt so gar nicht nach Musical und dennoch funktioniert es unglaublich gut. Das große Highlight ist der Boxkampf am Ende - für mich die visuell beste Szene, die ich je auf einer Bühne gesehen habe! Die Schläge und Verletzungen sehen echt aus, der Ring ist direkt im Zuschauerraum und die Szene wird live auf einem großen Bildschirm gezeigt - wie bei einem echten Kampf. Die Idee alleine ist schon grandios und die Umsetzung einfach fantastisch. Doch auch sonst hat das Stück einiges zu bieten - sympathische Charaktere, detailverliebte Kulissen, tolle Effekte und einige wirklich schöne Songs. Kein Wunder, dass "Rocky" das einzige deutsche Musical ist, das es an den Broadway geschafft hat. 


3. We Will Rock You

Foto: Queen Theatrical Productions
"We Will Rock You" ist das Bühnenstück, das mich mit Abstand am meisten positiv überrascht hat. Ich habe es vor vielen Jahren zum ersten Mal gesehen, als ich im Urlaub Lust auf ein Musical hatte und in der Stadt gerade nichts anderes lief. Ich habe das Theater als großer WWRY- und Queen-Fan verlassen. Die Musik ist klasse, auch weil sie größtenteils im Original belassen wurde (zum Vergleich: Beim Abba-Musical "Mamma Mia" wurden die Texte ins Deutsche übersetzt.). Besonders bei den Welthits "We Will Rock You", "We Are The Champions" und "Bohemian Rhapsody" hält es das Publikum nicht auf den Stühlen, sodass sich das Stück ein wenig wie ein Konzert anfühlt. Die Geschichte ist herrlich schräg unangepasst, genau wie die Charaktere. Außerdem ändern sich ganze Dialoge regelmäßig, da sich das Stück an die Stadt, in der es gespielt wird und die aktuelle Popkultur anpasst. Alles in allem ist "We Will Rock You" einfach nur cool, kreativ und verrückt.


2. Wicked

Foto: Stage Entertainment
Ich habe die Show mittlerweile mehrmals in London und einmal in Sydney angesehen, in der deutschen Version bislang noch nicht. Das ist aber auch nicht schlimm, denn ich liebe die Songs einfach. In meiner "Top 50 Musical Songs"-Liste ist "Wicked" das am häufigsten vertretene Stück mit insgesamt vier Lieder - darunter Platz 2 und 3. Die Musik ist abwechslungsreich, dynamisch und voller Emotionen - genau wie die Geschichte. Es ist eines der wenigen Stücke, in denen es um starke Frauen geht und behandelt auch ernste Themen wie Mobbing, Zwei-Klassen-Gesellschaft und Rassismus. Dennoch kommen auch Humor und Magie nicht zu kurz. Die Welt von Oz sieht einfach toll aus und wird durch die fantastische Musik, die sympathischen Charaktere und die tolle Geschichte lebendig.


1. Der König der Löwen

Foto: Stage Entertainment
"Der König der Löwen" ist einfach ein Phänomen, mit dem kein anderes Musical mithalten kann. Es ist das einzige Stück, das mich jemals zum Weinen gebracht hat. Jedes Mal aufs Neue steigen mir Tränen in die Augen, wenn die ersten Töne von "Der ewige Kreis" gespielt werden und die Sonne über der Savanne aufgeht. Fast noch schöner ist es, zu sehen, wie die anderen Zuschauer um einen herum mit feuchten Augen und staunendem Blick den vorbeilaufenden Elefanten hinterher sehen. Es ist einer der ganz wenigen Fälle, in denen Menschen in Tierkostümen nicht komisch aussehen. Das Produktionsdesign ist unglaublich schön und detailreich. Farben, Materialien und Muster sind harmonisch aufeinander abgestimmt und lassen eine einzigartige Welt entstehen. Die Musik passt ebenfalls dazu. Die Songs, die extra für das Musical geschrieben wurden, haben denselben Charme wie die des Films und orientieren sich noch stärker an afrikanischen Rhythmen, wodurch sich "Der König der Löwen" deutlich vom Pop-Einheitsbrei der meisten anderen Stücke abhebt. Dieses Musical hat eine Magie, die man nur nachvollziehen kann, wenn man es selbst live gesehen hat.


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