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Donnerstag, 6. September 2018

Lauras Top 20 Serien

Wir reden auf diesem Blog über Filme, Bücher und Serien - haben aber noch nie unsere Serienfavoriten vorgestellt. Daher gibt es heute von mir eine neue "Watch.Read.List.", in der ich euch meine 20 liebsten Sendungen aufliste und kurz erzähle, wieso sie mit dabei sind. Wie bei den anderen Listen war es auch bei dieser für mich nicht immer ganz leicht, die Platzierungen zu verteilen, da es oft Kleinigkeiten sind, die eine Serie für mich "besser" oder "schlechter" als eine andere machen. Ich kann auf jeden Fall alle Plätze empfehlen. 



20. Hart of Dixie

Foto: The CW
"Hart of Dixie" habe ich immer gerne geschaut. Es gibt keine super großen Dramen und am Ende der Folgen ist alles irgendwie in Ordnung. Neben anderen Serien, in denen ständig ganz viel passiert, fand ich es angenehm, zwischendurch auch mal eine etwas weniger hektische und intensive Show zu schauen. Sie ist nur auf dem letzten Platz gelandet, weil die Charaktere teilweise etwas überzogen sind und der Fokus manchmal zu sehr auf den Liebesbeziehungen liegt und andere Themen weniger Aufmerksamkeit bekommen. 

19. Modern Family

Foto: ABC
Diese Sendung ist perfekt zum zwischendurch schauen. Ich habe sie entdeckt, als ich mich gerade für keine andere Serie begeistern konnte und habe die ersten sechs Staffeln ziemlich schnell beendet (und warte seitdem darauf, dass "Netflix" die nächste online stellt). Sie ist total unterhaltsam, aber fast komplett ohne Tiefgang. Außerdem gibt es keine aufbauende Handlung und die Figuren sind sehr eindimensional. Es ist eine leichte Sitcom, die ich gerne schaue, aber nicht total investiert darin bin, weshalb sie nicht weiter oben gelandet ist. 

18. Wynonna Earp

Foto: Syfy
An dieser Serie liebe ich vor allem die tollen Charaktere. Besonders die Protagonistin und ihre Schwester sind vielseitige und starke Figuren. Dank ihnen habe ich die Handlung trotzdem gerne verfolgt. Denn die ist leider der Schwachpunkt: Sie ist nicht durchweg richtig mitreißend und wirkt manchmal etwas wirr. Zwischendrin gibt es aber immer Folgen, die richtig gut sind. Daher ist die Geschichte etwas durchwachsen und die Serie aus diesem Gruund nur im unteren Teil der Liste gelandet. 

17. Preacher

Foto: AMC
Diese Serie hat in meinen Augen ähnliche Schwächen und Stärken wie "Wynonna". Die Figuren sind hier auch noch einmal eine Spur genialer, einfach weil sie so speziell und teilweise auch etwas verrückt sind. Die Handlung ist insgesamt ebenfalls besser aufgebaut als beim Platz 18 dieser Liste, kann sich manchmal aber auch ziemlich ziehen. Die Geschichte selber ist vollkommen abgedreht, was meistens sehr unterhaltsam ist, an einigen Stellen wird es aber dann für mich etwas zu seltsam.

16. OC California

Foto: Fox 
Mein Platz 16 ist eine der wenigen Sendungen, die ich als Jugendliche geschaut habe und heute immer noch gerne mag. Das liegt vor allem an den sympathischen, interessanten Charakteren. Insgesamt fand ich aber schon damals, dass es teilweise etwas zu viel Drama gibt. Zudem habe ich die vierte und letzte Staffel lange Zeit ignoriert, weil ich das Ende der dritten richtig blöd fand. Letztendlich war die vierte Staffel dann auch nicht so gut wie der Rest. 

15. Black Mirror

Foto: Netflix
Jede Folge dieser Sendung erzählt eine neue Geschichte. Einige davon sind richtig gut, andere haben mir nicht ganz so gut gefallen. Insgesamt finde ich die Idee der Serie aber wirklich spannend und so gut wie jede Episode schafft es, mich zu überraschen oder sogar zu schocken. Denn die Geschichten haben meistens einen abgedrehten Twist. Die Serie ist trotzdem nicht weiter oben gelandet, weil ich Sendungen mag, die fortlaufende Handlungen haben und bei denen man die Figuren richtig kennenlernt. Das ist hier nicht der Fall.

14. Vikings

Foto: History
"Vikings" ist eine richtig spannende und actionreiche Serie, die außerdem eine gut aufgebaute Handlung hat. Mir gefallen vor allem die Charaktere sehr gut, weil sie alle vielschichtig und komplex sind. Sie machen im Laufe der Staffeln alle Veränderungen durch, was sie realer erscheinen lässt. Zudem finde ich die Geschichte der Wikinger sehr interessant - auch wenn in der Serie sicher nicht alles ganz historisch akkurat ist. Dennoch hat die Serie ab und zu ein paar Längen und der Protagonist, den ich am Anfang so toll fand, wird mit der Zeit etwas anstrengend. 

13. American Gods

Foto: Starz
Bei dieser Serie finde ich vor allem die Idee richtig spannend und außergewöhnlich: Ein Krieg zwischen den alten und neuen Göttern in Amerika. Zudem sind die meisten Charaktere richtig gut. Die Handlung ist teilweise etwas abgedreht und zu Beginn verwirrend - vor allem wenn man sich mit den verschiedenen Göttermythologien nicht so gut auskennt. Außerdem fehlt es dem Protagonisten noch etwas an Persönlichkeit. Aber bis jetzt gibt es auch nur eine Staffel und ich freue mich schon darauf, wie es weitergeht. Meine Rezensionen zur ersten Staffel findet ihr hier.

12. Good Girls Revolt

Foto: Amazon Video
Diese Sendung habe ich durch Zufall entdeckt und spontan geschaut - das ist jetzt schon ein paar Jahre her und es gab leider nur eine einzige Staffel, die auch noch offen endet. Trotz dieser Aspekte ist es eine Serie, die mich positiv überrascht hat. Zum einen erzählt sie ein interessantes Thema, das auf wahren Begebenheiten beruht (Ein Gruppe von Frauen verklagte 1970 ihren Arbeitgeber "Newsweek", da sie nur als Rechercheure arbeiten und nicht dieselben Aufgaben machen durften wie ihre männlichen Kollegen.). Zusätzlich behandelt sie dabei generell die Emanzipation der Frauen in den 70er Jahren. Leider ist die Absetzung auch der Grund, warum diese "Amazon Prime Video"-Produktion nicht weiter oben gelandet ist. Die Handlung endet wirklich sehr offen und es ist ärgerlich, dass die Geschichte nie fortgesetzt wurde. 

11. Lost

Foto: ABC
"Lost" habe ich erst relativ spät für mich entdeckt - so ungefähr sechs Jahre nach der Ausstrahlung des Staffelfinales. Daher wurde ich auch immer schonmal gespoilert. Trotzdem konnte mich diese Serie von Beginn an mitreißen und ich habe letztendlich verstanden, warum so viele Leute sie so gut fanden. Die Handlung ist ausgefallen und komplex und es gibt viele interessante Charaktere. Dennoch wurde die Sendung zum Ende hin etwas zu komplex und es gab ständig mehr oder weniger verwirrende Sprünge. Das Finale hat mir dann nicht so schlecht gefallen, wie ich nach den Spoilern und der allgemein eher negativen Meinung befürchtet hatte. 

10. Agent Carter

Foto: ABC
Ich bin bekennender "Marvel"-Fan und fand Peggy Carter im ersten "Captain America"-Film bereits richtig toll. Ihre eigene Serie hat mir schon allein durch ihren genialen Charakter sehr gut gefallen. Aber auch die meisten anderen Figuren sind toll aufgebaut. Neben Peggy gibt es noch weitere starke Frauen. Die Fälle - die sich jeweils über eine Staffel ziehen - sind spannend. Allerdings hat mir die zweite nicht mehr ganz so gut gefallen wie die erste, da sie ein paar Längen hatte. Trotzdem hat es viel Spaß gemacht, die Geschichte zu verfolgen und ich finde es immer noch schade, dass schon nach der zweiten Staffel Schluss war. 

9. iZombie

Foto: The CW
Als ich vor einigen Jahren die Serie "The Walking Dead" (die ich nach vier Staffeln abgebrochen habe, weshalb sie auch nicht in meiner Liste ist) und damit das "Zombie-Genre" für mich entdeckt habe, kamen die ersten Teaser für "iZombie" heraus. Die Show hat mich natürlich sofort interessiert und ich finde die Serie auch bis heute unterhaltsam und spannend. Die meisten Figuren sind super cool, es macht daher immer Spaß, die Geschichten zu verfolgen. Zudem gefällt mir die Richtung, in die sich die Serie entwickelt sehr gut (anders als es damals bei TWD war) - hoffentlich bleibt das auch so. Sie ist "nur" auf Platz 9 gelandet, da manche Folgen die Handlung kaum voranbringen und die Charaktere nicht ganz so vielschichtig sind. 

8. Cloak & Dagger

Foto: Freeform
"Cloak & Dagger" ist die jüngste Serie in meiner Liste. Erst vor wenigen Wochen lief das Finale der ersten Staffel. Die Sendung hat mich bis jetzt wirklich überzeugt. Das liegt vor allem an den tollen Charakteren. In kaum einer anderen Geschichte habe ich Figuren kennengelernt, die so komplex und detailliert aufgebaut werden. Allerdings leidet letztendlich die Handlung etwas darunter, die zieht sich nämlich. Ich bin aber sehr optimistisch, dass das in der kommenden Staffel besser werden. Meine Rezensionen zu den Folgen findet ihr hier. 

7. Daredevil

Foto: Netflix
"Daredevil" ist eine weitere "Marvel"-Serie, die es in meine Top 10 geschafft hat. Sie ist die erste von insgesamt fünf "Marvel"-Heldensendungen, die "Netflix" produziert hat. Zu diesem Zeitpunkt kannte ich nur die Filme des "Marvel Cinematic Universe", was vor allem Action und Spaß als Hauptmerkmale hat. Daher war ich überrascht, wie düster und ernst "Daredevil" ist. Das war eine tolle Abwechslung und mich konnte auch die Handlung sofort packen und die Charaktere haben mich ebenfalls schnell überzeugt.  Die Sendung wirkt insgesamt sehr "real", weil sie nicht davor zurückscheut, die unschönen Seiten von Helden zu zeigen. Sie ist nicht weiter oben in meiner Liste, weil Staffel 2 nicht mehr ganz so gut war wie die erste. Ich freue mich aber schon sehr auf die nächste Staffel! 

6. In the Flesh

Foto: BBC Three
Ich vermute, dass "In the Flesh" die unbekannteste Serie in meiner Top 20 ist. Es geht auch hier um Zombies, allerdings ist das Konzept vollkommen anders als bei "The Walking Dead". Es geht eher in Richtung "iZombie", da auch hier die Zombies nicht die Antagonisten sind, sondern die Protagonisten der Handlung. Trotzdem unterscheidet sie sich noch einmal sehr, denn sie ist deutlich ruhiger, tiefgründiger und ergreifender. Hinzu kommen die grandiosen Charaktere, die mich alle auf ihre Art berührt haben. Leider gibt es insgesamt gerade einmal neun Folgen über zwei Staffeln. Die Serie wurde zwar nie offiziell abgesetzt, allerdings ist die Hoffnung auf eine Fortsetzung eher gering. Das ist sehr schade, weil deutlich ist, dass die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist. Das vorerst unbefriedigende Ende ist der Grund, wieso es "In the Flesh" nicht in die Top 5 geschafft hat.

5. Arrow

Foto: The CW
"Arrow" ist eine der wenigen Serien, die ich zwar ab und an pausiere, aber zu denen ich immer wieder unheimlich gerne zurückkehre. Zudem schaue ich sie schon ziemlich lange. Die ersten Staffeln habe ich regelmäßig verfolgt - bis zur vierten, die ich eher schwach fand. Glücklicherweise habe ich der Sendung dann doch noch eine Chance gegeben, denn die fünfte Staffel ist wieder sehr gelungen. Die Handlung tritt zwar manchmal auf der Stelle, aber das gleicht die Serie gekonnt aus, wenn die Geschichte wieder in Fahrt kommt. Denn dann ist das Erzähltempo perfekt und die Ereignisse richtig fesselnd. Die Kampfszenen gefallen mir ebenfalls immer wirklich gut. Außerdem finde ich die Charaktere toll und vor allem die Teamdynamik der Helden ist eine der großen Stärken der Sendung. 

4. Haikyu!!

Foto: Sentai Filmworks
Diese Sendung ist die einzige Animeserie, die es in meine Top 20 geschafft hat. Generell schaue ich japanische Animationsserien ab und zu sehr gerne, aber es gibt nur wenige, die mich wirklich komplett überzeugen konnten. "Haikyu!!" ist aber richtig toll und das obwohl es grundlegend um Volleyball geht, was mich im echten Leben überhaupt nicht interessiert. Die Sendung schafft es aber, mich richtig mitfiebern zu lassen. Hinzu kommen die wundervollen Charaktere. Egal, ob das Team der Protagonisten oder ihre Gegner - jedem wird in den Episoden genug Aufmerksamkeit geschenkt, so dass man sie kennenlernt, versteht und am Ende wirklich mag. Was mich ebenfalls überrascht hat: Die Handlung kann richtig emotional werden und mich immer wieder berühren, obwohl es die meiste Zeit wirklich "nur" um Volleyballtuniere geht. Aber die Geschichte des Teams und wie sie kämpfen und langsam aufsteigen, ist einfach richtig ergreifend erzählt. Es gibt keinen richtigen Grund, warum sie nicht weiter oben gelandet ist - außer dem, dass es noch drei Serien gibt, die ich noch etwas mehr mag.

3. Supernatural

Foto: The WB
Diese Serie ist wohl die, die ich schon am längsten verfolge: 2008 habe ich mit der ersten Staffel angefangen und zehn Jahre später liebe ich die Sendung immer noch. Warum sie so weit oben gelandet ist, hat wohl auch emotionale Gründe. Die Charaktere begleiten mich jetzt schon so lange, ich kann mir nur schwer vorstellen, ihre Geschichte nicht weiterzuverfolgen. Wenn andere davon reden, dass "Harry Potter" sich so anfühlt, als würde man nach Hause kommen, ist es für mich mit Sicherheit "Supernatural". Ich finde es beeindruckend, wie die zwei Hauptdarsteller ihre Figuren über die Jahre weiter aufgebaut und ihnen so viel Wiedererkennungswert und Persönlichkeit gegeben haben. Zudem liebe ich alles, was mit Übernatürlichem zu tun hat und da ist "Supernatural" natürlich die perfekte Serie. Sollte die Sendung irgendwann 20 Staffeln haben, werde ich sicherlich immer noch dabei sein. Es gibt bei mittlerweile 13 Staffeln und da tritt die Handlung natürlich auch mal auf der Stelle. Aber es ist beeindruckend, dass sie nach so vielen Jahren insgesamt immer noch so gut ist. 

2. Gotham

Foto: Fox
In meiner Liste tauchen einige Superheldenserien auf - in "Gotham" geht es vor allem um die Antagonisten. Diese Sendung ist richtig interessant und spannend. Besonders die Idee, die Entstehungsgeschichten von den Gegnern zu behandeln, gefällt mir richtig gut. Zudem bin ich auch ein großer Batman-Fan und mag Gotham City als Handlungsort wirklich gern. Auch daher hat mich diese Serie sofort angesprochen. Tatsächlich hatte ich sie aber schon fast abgeschrieben, da mir die zweite Staffel im Vergleich zur ersten nicht so gut gefallen hat. Ähnlich wie bei "Arrow" habe ich zum Glück doch weiter geschaut. Die dritte Staffel war dann meiner Meinung nach die bisher beste. Ich war von Anfang bis Ende komplett gefesselt, die Charaktere sind grandios und haben sich toll weiterentwickelt. Ich will unbedingt wissen wie es weitergeht und hoffe, dass Netflix bald die 4. Staffel hat. Da erklärt sich wohl von selbst, wieso diese Sendung auf dem zweiten Platz gelandet ist. Nur die etwas schwächere zweite Staffel hat sie nicht auf den ersten Platz meiner Liste gebracht.

1. Jessica Jones

Foto: Netflix
Vielleicht ist es nicht so überraschend, dass mein erster Platz auch eine Comicadaption ist. "Jessica Jones" ist für mich die beste Heldenserie, die ich kenne. Die Figuren sind unheimlich interessant, realitätsnah und vielschichtig. Sie machen wirkliche Wandel durch und bleiben nicht auf einer Stelle. Außerdem ist die Protagonistin nicht die übliche Heldin: Sie hat mit etlichen Problemen zu kämpfen und will überhaupt nicht als Superheldin angesehen werden. Sie ist mürrisch und heuchelt keine Freundlichkeit vor, sondern macht den Leuten klar, was sie denkt. Ihr Charakter ist unheimlich interessant, was die Serie unter anderem so gut macht. Spannend ist auch, dass sie eigentlich eine Privatermittlerin ist. Dieser Aspekt gefällt mir sehr, weil ihre Fälle immer spannend sind. Die Handlung ist insgesamt nie langweilig. Zudem sind auch die Gegner sehr interessant, besonders in Staffel 1 ist mir der Antagonist richtig unter die Haut gegangen. Bis jetzt gibt es zwei Staffeln und beide konnten mich komplett überzeugen. Daher ist diese Serie noch knapp vor "Gotham" auf dem ersten Platz gelandet.


Das waren meine Top 20 Serien. Sind ein paar von euren Favoriten auch dabei oder tauchen sie gar nicht auf? Welche Serie ist eure Nummer eins? Schreibt es gerne in die Kommentare.

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Dienstag, 24. Juli 2018

Hotel Transsilvanien 3 - Rezension

Um die Woche schön ausklingen zu lassen, bin ich Freitag spontan nach der Arbeit ins Kino gegangen. Nachmittags lief allerdings nur ein einziger Film: "Hotel Transsilvanien 3 - Ein Monster Urlaub". Die ersten beiden Teile fand ich ganz nett, sie haben mir aber nicht gut genug gefallen, um es unter meine "Top 15 Nicht-Disney-Animationsfilme" zu schaffen. Auf Lauras korrespondierender Liste war zumindest der erste Film vertreten. Da der dritte Teil gerade erst herausgekommen war, hatte ich weder den Trailer gesehen noch Meinungen dazu gehört, dementsprechend habe ich mir den Streifen völlig "ahnungslos" angeguckt.

Seit Jahrhunderten versucht die Familie Van Helsing Monster auszurotten, scheitert jedoch kolossal bei jedem Versuch. Nachdem Dracula ihn im Jahre 1897 zum wiederholten Male besiegt hatte, schwor ihm der hartnäckige Abraham Van Helsing Rache. In der Gegenwart entscheidet sich der Vampir  - viele Jahrzehnte nach dem Tod seiner Frau - wieder zu daten. Seine Tochter Mavis deutet sein Verhalten jedoch als Überarbeitung und bucht für die ganze Familie eine Kreuzfahrt. Gemeinsam mit ihrem menschlichen Ehemann Johnny, dem gemeinsamen Sohn Dennis, ihrem Großvater Vlad und Draculas zahlreichen Monsterfreunden, sowie deren Familien, machen sie sich auf die Reise in die wiederentdeckte Stadt Atlantis. Auf dem Schiff lernen sie die menschliche Kapitänin Ericka kennen, in die sich Dracula sofort unsterblich verliebt. Was der Vampir allerdings nicht weiß: Seine Angebetete ist die Urenkelin von Abraham Van Helsing und plant, die einzige Waffe zu stehlen, die es möglich macht, ein Monster zu besiegen.

Hauptsache Ekel und Verletzungen

Das sind noch nicht alle Charaktere
Foto: Sony Pictures Animation
Leider gibt es immer weniger Familienfilme (alles aus dem Hause "Disney" ausgenommen), deren Witze charmant oder clever sind. Stattdessen verlassen sich "Sony Animation", "Dreamworks" und "Illumination" vor allem auf Fäkalhumor, Slapstick-Einlagen und das ach so lustige jemand-fällt-irgendwo-runter-oder-tut-sich-sonstwie-weh. Das ist übrigens nicht nur eine Entwicklung bei animierten Streifen, sondern auch bei Realfilmen (Hat jemand das Trauerspiel "Liliane Susewind" gesehen?). Im dritten Teil der "Hotel Transsilvanien"-Reihe gibt es ebenfalls einen ganzen Haufen schaler Witze. Dennis' gigantischer Hund Piesel (Ja, so heißt der wirklich!) sabbert beispielsweise extrem und verteilt den zähen Schleim mit schöner Regelmäßigkeit in der Umgebung. Außerdem wird akustisch dargestellt, dass Vampire beim Verzehr von Knoblauch zwar nicht sterben, dafür aber Blähungen kriegen. Mit Blobby, einem Monster, das aussieht wie grüner Wackelpudding, gibt es sogar einen Charakter, der ausschließlich für Running Gags genutzt wird. Gefühlte zwei Dutzend Mal wird er "getötet", überlebt aber dank seiner gelatineartigen Form. Insgesamt werden die Furzwitze und der Slapstick allerdings nicht so extrem überstrapaziert wie beispielsweise in den "Shrek"- oder "Ich - einfach unverbesserlich"-Filmen. Stattdessen gibt es sogar einige  ganz amüsante Momente. Dazu zählen die zahlreichen Anspielungen auf das "Traumschiff" (Ich frage mich, wie die Dialoge im Original lauten.) und Tinder sowie das völlig ausgelaugte Werwolf-Paar, das seine mehrere Dutzend Kinder im "Kids Club" abgibt und seine freie Zeit nutzt, um ein bisschen durchzudrehen.
Auf diesem Bild sitzt Vlad glücklicherweise
Foto: Sony Pictures Animation
Diese wenigen, ehrlich lustigen Szenen täuschen jedoch nicht über die zahlreichen Schwachstellen des Films hinweg. Es gibt zahlreiche eher fragwürdige Momente, die nicht einmal amüsant sein sollen. In einer Geschichte über Monster treten viele schräge, teils eklige Gestalten auf: klar. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass Abraham Van Helsing einigen Kindern Albträume bereiten wird. Der Vampirjäger hat nämlich seinen alternden Körper durch eine rundliche Maschine mit Rädern ersetzt, auf der sein echter Kopf thront. Es sieht dementsprechend sehr seltsam und unnatürlich aus, wenn er sich bewegt. Sein völlig irrer, diabolischer Blick fördert das gruselige Bild nur noch. Ein ebenso schauriger Anblick ist der Bierbauch und die zu enge Badehose von Vampir-Großvater Vlad, der ständig von drei vollbusigen Hexen verfolgt wird, die ihm unverhohlen auf den Hintern glotzen. Lustig ist das nicht und auch sonst wirken viele Szenen, als wären sie nur produziert worden, um die normale Laufzeit eines Animationsfilms von rund 100 Minuten zu erreichen. Außerdem gibt es extrem viele Charaktere. Da wäre einmal die Vampir-Familie: Dracula, Vlad, Mavis, Johnny, Dennis und Piesel. Dazu kommen Draculas Monster-Kumpel Frankenstein, Griffin, Wayne, Murray und Blobby. Die meisten von ihnen haben noch eine Ehefrau oder Freundin dabei, Wayne zusätzlich noch eine ganze Schar von Kindern - Blobby erschafft sich im Laufe des Films einen eigenen Sprössling aus seinem Erbrochenem. Dann gibt es noch die beiden Van Helsings, eine singende Krake, die Halb-Mensch-halb-Fisch-Mitarbeiter auf dem Kreuzfahrtschiff und zahlreiche andere Charaktere, die kurz auftauchen und keine wirkliche Funktion haben. Zum einen springt die Handlung so ständig zwischen den verschiedenen Schauplätzen. Zum anderen bleibt nicht genug Zeit, um die Figuren sinnvoll weiterzuentwickeln. Die Liebesgeschichte zwischen Dracula und Ericka wird beispielsweise in wenigen Szenen abgehandelt, wodurch der Zuschauer nicht wirklich nachvollziehen kann, wann und wieso sie seine Gefühle plötzlich erwidert. Andere Charaktere, wie zum Beispiel Vlad, kommen zwar im Film vor, tragen aber rein gar nichts zur Geschichte bei und verschwinden für große Teile der Handlung. 

Der Ohrwurm aller Ohrwürmer

Akkurate Darstellung, wie sich das Filmende anfühlt
Foto: Sony Animation Studios
Pünktlich zum großen Finale sind die meisten Figuren plötzlich wieder da. Obwohl sie dann auch nicht wirklich etwas zu tun haben, außer zu schreien und panisch umher zu rennen. Wie in den meisten Animationsfilmen, die nicht von "Disney" produziert wurden, besteht der Höhepunkt aus einem völlig irren, komplizierten Plan des Antagonisten. In diesem Fall (Spoiler!) ist die geheime Waffe, die Atlantis dem Untergang geweiht hat, ein Musikstück. Die aggressive Tonfolge lässt den Riesenkraken, der unter der Stadt wohnt, böse werden, woraufhin er alles um sich herum zerstört. Aus einem nicht näher erklärten Grund ist das der einzige Weg, um Monster zu töten. Van Helsings Hauptziel ist allerdings Dracula - der sich jederzeit in eine Fledermaus verwandeln und wegfliegen könnte. Ja, der Plan macht überhaupt keinen Sinn. Ganz amüsant ist allerdings der "Kampf" zwischen den Helden und dem Antagonisten. Denn überraschenderweise rettet nicht Dracula die Monster, sondern sein - in diesem Film nur spärlich vertretener - menschlicher Schwiegersohn. Das Finale besteht hauptsächlich aus einem DJ-Battle. Witzig ist dabei die Musikwahl auf Johnnys Seite. Zwar wählt er einige coole Gute-Laune-Songs, aber ich bezweifele, ob die "Hotel Transsilvanien"-Zielgruppe den Beach Boys"-Hit "Good Vibrations" von 1966 kennt. Das Lied, was den Helden letztendlich den Sieg beschert, wird hingegen absolut jeder kennen! Ich verrate mal nicht, um welchen Ohrwurm es geht, aber man bekommt wirklich große Lust, im Kino aufzuspringen und zu tanzen. Das wäre eigentlich ein tolles Ende für den Film. Allerdings kommen danach noch ein paar Szenen, die aufgrund ihrer Schmalzigkeit wirklich nicht notwendig gewesen wären.

Fazit

"Hotel Transsilvanien 3 - Ein Monster Urlaub" ist ein mittelmäßiger Animationsfilm. Was ihm an Herz und ehrlichem Humor fehlt, versucht er mit Slapstick-Einlagen und Klamauk wieder wettzumachen. Das gelingt allerdings nicht. Viele Witze sind zu albern für Erwachsene und gleichzeitig zu verquer, um für Kinder lustig zu sein. Zwar gibt es einige amüsante Szenen, doch die gehen in der Vielzahl der Slapstick-Momente unter. Dasselbe gilt für die Dutzenden Charaktere, die sich gegenseitig im Weg stehen, da es einfach zu viele von ihnen gibt. So findet praktisch keine stringente Entwicklung statt, was für die Nachvollziehbarkeit der Geschichte aber definitiv notwendig gewesen wäre. So hat der dritte Teil der "Hotel Transsilvanien"-Reihe zwar einige nette Einfälle, ist unter dem Strich aber ziemlich nichtssagend und reiht sich damit nahtlos hinter den Fortsetzungen anderer Nicht-"Disney"-Animationsfilme ein.


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Dienstag, 17. Juli 2018

Netflix Original Serien - Kurzrezensionen (Teil 7)

"Netflix" bringt regelmäßig neue Serien und Filme als "Netflix Originals" heraus. Darunter fallen nicht nur Eigenproduktionen, sondern auch alle Titel, für die der Streaming-Anbieter die internationalen Veröffentlichungsrechte hat. Da die Auswahl mittlerweile enorm ist und jeden Monat größer wird, gehen wir in unserer Reihe Kurzrezensionen gleich auf mehrere ein und rezensieren sie. In diesem Post stellen wir euch wieder drei Serien vor. In älteren Beiträgen haben wir bereits unter anderem über "Le Chalet", "Alias Grace" oder "Berlin Station" gesprochen. 

The Hollow

Eine Serie mit vielen Mysterien
Foto: Netflix
Drei Jugendliche wachen in einem Raum auf. Sie erinnern sich weder an ihre Vergangenheit noch an ihre Namen oder wie sie dorthin gekommen sind. Nur durch Zettel, die sie in ihren Hosentaschen finden, erfahren sie, wie sie heißen. Als ein Gas in den Raum geleitet wird, schaffen Mira, Adam und Kai es gerade noch rechtzeitig, zu entkommen. Doch damit beginnt ihre Reise erst. Ihr einziges Ziel ist es, zurück nach Hause zu kommen, wo auch immer das ein mag. Doch in der Welt, in der sie sich befinden, lauern überall tödliche Gefahren. Schon bald entdecken sie, dass jeder von ihnen eine Superkraft besitzt. Die brauchen sie auch: Die meisten der übernatürlichen Wesen, auf die sie stoßen, sind nicht freundlich gesinnt. Können sie diesem Ort jemals entkommen?
Ich habe diese Eigenproduktion spontan angefangen und nicht viel erwartet. Aber "The Hollow" ist eine wirklich unterhaltsame Animationsserie von "Netflix". Das liegt vor allem an der verrückten, geheimnisvollen Welt und der Frage, was mit den Protagonisten passiert ist und ob sie es herausfinden können. Es werden bis zur vorletzen Folge so gut wie keine Fragen beantwortet, die sich der Zuschauer, genauso wie die Figuren, über den Verlauf der Episoden stellen. Dadurch wird erst recht die Spannung gehalten und die Neugier auf die Lösung geweckt. Ich wollte jedenfalls unbedingt wissen, was es mit allem auf sich hat. Die drei Hauptcharaktere sind am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Das liegt auch daran, dass sie im Vergleich zu anderen Zeichentrickhelden etwas zu unnatürlich wirken. Ihre Mimik und Gestik ist manchmal etwas irritierend, weil sie z.B. öfter leer in die Gegend starren oder manchmal sehr oft und auffällig ihre Hände benutzen, wenn sie reden. Auch ihre Dialoge hören sich etwas holprig an. Das bessert sich aber im Laufe der Staffel. Mit der Zeit werden sie auch sympathischer. Gerade zu Beginn sind besonders Adam und Kai anstrengend, weil sie sich ständig wegen der unnötigsten Sachen in die Haare kriegen. Doch mit jeder Gefahr, die sie überwinden, wachsen die Drei als Team enger zusammen und dann macht es richtig Spaß, ihre Abenteuer zu verfolgen. Hinzu kommt, dass sie keine eindimensionalen Cartoonfiguren sind. Jeder von ihnen hat glaubwürdige Tiefpunkte und Momente, in denen sie verzweifeln oder von ihren Ängsten ausgebremst werden. Das gibt der Geschichte eine gewisse Ernsthaftigkeit und verdeutlicht, dass ihre Situation schwierig ist und sie kein leichtes, lustiges Spaßabenteuer durchleben. Auch der Humor ist größtenteils gelungen. Da es sich hier aber um eine Serie handelt, die auch Kinder und Jugendliche als Zielgruppe hat, sind manche Witze etwas sehr albern und nicht wirklich lustig - zumindest aus meiner Sicht als Erwachsene. Kai übergibt sich beispielsweise in einer Episode. Da er bis dahin immer noch nicht seine Kräfte entdeckt hat, kommentiert Adam: "Maybe you're a super puker." An solchen Stellen habe ich nicht gelacht. Dafür sind aber die vielen Gegenspieler, denen sie begegnen, immer interessant, ausgefallen und teilweise auch sehr unterhaltsam. Da gibt es zum Beispiel den Tod, der überraschend komisch und sogar sympathisch wirkt. 
Ich war bis zur letzten Folge mit Spaß und Freude dabei, doch die Auflösung macht alles kaputt. Die Enttäuschung über dieses lächerliche, unkreative und peinliche Ende ist bei mir immer noch da. Die ganze Zeit habe ich herumgerätselt, was wohl hinter der ganzen Welt und den Gegnern steckt und was das Geheimnis ist. Da die Serie selbst alles sehr im Dunkeln und viel Raum für eigene Interpretationen lässt, habe ich mit einer wirklich gut durchdachten Idee gerechnet. Ich habe darauf gesetzt, dass die Serienmacher sich erkennbar Gedanken gemacht haben. Das scheint aber nicht der Fall zu sein. Ich habe mich fremdgeschämt, als ich die letzten Szenen geguckt habe. Ich habe mich ernsthaft gefragt, wieso dieses Ende gewählt wurde. Das ist alles viel zu einfach und wird der Sendung nicht gerecht. Sollte das wirklich die endgültige Lösung sein und keine Irreführung (es gibt einen ganz kurzen Moment, der andeuten könnte, dass es nicht das ist, was es zu sein scheint), würde ich mir eine zweite Staffel wahrscheinlich nicht anschauen. 

The Forest

Montfaucon birgt viele Geheimnisse
Foto: France 3
Die Jugendliche Jennifer (Isis Guillaume) begibt sich eines Abends allein in den Wald in der Nähe ihres Zuhauses, dem kleinen Dorf Montfaucon in den Ardennen. Am nächsten Morgen erscheint sie nicht in der Schule und auch ihre Eltern können sie weder finden noch erreichen. Als die Polizei sich einschaltet, verbreitet sich die Nachricht wie ein Lauffeuer in dem kleinen Ort, wo alle einander kennt. Auch die junge Lehrerin Eva Mendel (Alecis Barlier) macht sich große Sorgen um ihre Schülerin und unterstützt die Suchaktion. Sie wird dabei auch mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, da sie in genau dem gleichen Wald als Kind ein traumatisches Erlebnis hatte. Als die Leiche von Jennifer entdeckt wird und klar ist, dass jemand aus dem Dorf der Mörder sein muss, verdächtigt bald jeder jeden. Die Polizei ermittelt noch, als zwei weitere Mädchen verschwinden, darunter auch Maya (Martha Canga Antonio), die Tochter der Polizistin Virginie Musso (Suzanne Clément). Nun beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Der Täter muss schnell gefunden werden, bevor er erneut tötet. 
Ich würde "The Forest" oder "La Forêt" - so lautet der französische Originaltitel ("Netflix" hat die Serie nicht produziert, sondern die internationalen Ausstrahlungsrechte) - als eine durchschnittliche Thriller-Serie bezeichnen. Die sechs Folgen sind auf jeden Fall spannend genug, dass ich sie relativ schnell beendet habe. Das große Rätsel, was mit den verschwundenen Mädchen passiert ist, bleibt bis zum Schluss offen. Dafür wird der ganze Fall auf dem Weg dahin immer größer und komplexer, als er anfangs erscheint. Dadurch wollte ich wirklich wissen, wie die Staffel am Ende ausgeht. Allerdings war ich an einigen Stellen auch wirklich genervt. Die Polizisten in diesem Dorf verhalten sich teilweise sehr unüberlegt und dumm. Der Einzige, der immer den Eindruck macht, als habe er alles im Griff, ist der Hauptkommissar Gaspard Decker (Samuel Labarthe). Der Rest wirkt insgesamt eher inkompetent. Das ist ärgerlich, weil die Serie der Handlung damit sehr auffällig Probleme anheftet, die vollkommen unnötig sind. Beispielsweise lassen sie Virginie alleine mit einem aggressiven und unberechenbaren Verdächtigen alleine. Der befindet sich in einer Zelle auf dem Polizeirevier. Da ist es komplett vorhersehbar, dass diese Situation kein gutes Ende nimmt und als Zuschauer fragt man sich einfach, wo diese Leute ihren Verstand gelassen haben. Am meisten aufgeregt hat mich aber, dass Virginie, die komplett befangen ist und mehrmals unverantwortlich und impulsiv reagiert, nicht vom Fall abgezogen wird. Es dauert mehrere Folgen und einige Ausraster ihrerseits, bis der Hauptkommissar überhaupt anspricht, dass sie sich mal in den Griff kriegen sollte, anstatt sie sofort zu suspendieren. Noch diesem Gespräch handelt sie natürlich weiterhin emotional, natürlich ohne Konsequenzen. Dieses Verhalten hat ihre Figur sehr anstrengend gemacht. Zudem gibt es einen Handlungsstrang, der viel Aufmerksamkeit bekommt, aber sehr offensichtlich eine falsche Fährte beinhaltet. Als Zuschauer hat man das längst erkannt, während die Polizei keinen anderen Anhaltspunkt sucht, sondern weiter an dem Verdächtigen festhält. Auch die Geschichte von der Lehrerin Eva und was mit ihr passiert ist, kann man sich früh zusammenreimen. Trotzdem ist die Serie insgesamt ganz gut gemacht und bekommt gerade durch den geheimnisvollen Wald und die Dorfatmosphäre etwas Mysteriöses und Unheimliches. Daher eignet sie sich auf jeden Fall als Sendung für zwischendurch, auch weil man sie schnell durchgeschaut hat. 

Superstition

Keine normalen Bestatter
Foto: Syfy
Isaac Hastings (Mario Van Peebles) kehrt nach einigen Jahren im Militär zurück zu seiner Familie. Die ist keine ganz gewöhnliche Familie, denn sie besitzen nicht nur ein einfaches Bestattungsunternehmen und den Friedhof in ihrer Stadt La Rochelle. Sie bieten darüber hinaus auch besondere Dienste für die Toten an, die von Dämonen oder anderem Übernatürlichen getötet wurden. Isaac ist vor diesem Leben einst geflohen, jetzt wird er wieder mit hineingerissen. Zudem erfährt er auch noch, dass seine damalige Freundin May Westbrook (Dementria McKinney) schwanger war, als er sie verlassen hat. Nun hat er auch eine jugendliche Tochter, Garvey (Morgana Van Peebles), die er mit aller Macht beschützen will.
Die Serie, die genauso wie "The Forest" nicht von "Netflix" selbst produziert wurde, fängt eigentlich sehr interessant und vielversprechend an: Eine Familie, die im Bestattungsgeschäft ist und sich gleichzeitig mit dem Übernatürlichen auskennt und es bekämpft. Ich als "Supernatural"-Fan habe da sofort angebissen. Leider wurde ich enttäuscht. Spätestens ab der dritten Folge wird der Plot immer uninteressanter. Es ist sehr schwierig, der Handlung aufmerksam zu folgen, weil alles sehr wirr strukturiert und kein roter Faden vorhanden ist. Die halbe Staffel ist vorbei und es ist immer noch nicht ersichtlich, auf welchen Höhepunkt die Serie hinauslaufen will. Dabei wird außerdem zu wenig erklärt und zu vieles einfach in den Raum geworfen, was für Verwirrung sorgt. Die Hälfte der Zeit wird nicht klar, ob die Ereignisse in den einzelnen Episoden jetzt eigentlich etwas mit der großen Haupthandlung zu tun haben. Manche von ihnen sind so ereignislos, dass ich mich gefragt habe, wie man damit überhaupt fast 45 Minuten füllen kann: Beispielsweise als Issac gedanklich in die Vergangenheit transportiert wird, um sich mit einem Erlebnis auseinanderzusetzen, das er nicht verarbeitet hat. So ein Plot könnte packend und mitreißend sein, allerdings ist es hier eher einschläfernd. Die Abläufe der Folgen sind langweilig, weil einfach kein Spannungsbogen existiert. Das noch viel größere Problem ist aber die allgemeine Qualität der Sendung. Die Schauspieler können ihre Figuren nicht überzeugend spielen. Sie alle wirken sehr unecht, das merkt man an zu übertriebener oder nicht vorhandener Mimik. Außerdem hört sich vieles, was sie sagen, sehr unnatürlich oder merkwürdig betont an und nicht so, wie Menschen wirklich reden würden (ich habe die Originalversion geschaut und nicht die deutsche Version). Darüber hinaus hat keine der Figuren irgendwelche herausstechenden Eigenschaften oder irgendetwas, was ihnen als Charaktere eine Persönlichkeit oder Wiedererkennungswert gibt. Sie sind so platt und uninteressant, dass ich nie mit ihnen mitgefiebert habe. Auch die Bösewichte wirken alles andere als bedrohlich. Die meiste Zeit habe ich nicht einmal verstanden, was sie überhaupt wollen oder was sie antreibt. Sie tauchen einfach auf und greifen an. Das alles führt dann dazu, dass die Geschichte überhaupt nicht packen kann. Ein weiterer Störfaktor, der die Qualität schmälert, sind dann noch die schlechten Spezialeffekte. Ich habe lange keine so neue Serie gesehen, die so unechte Effekte eingesetzt hat. Nichts davon wirkt auch nur ansatzweise glaubhaft und trägt definitiv nicht dazu bei, die düstere Stimmung, die die Sendung eigentlich erzielen will, zu unterstützen. Ich hatte das Gefühl, eine Serie aus den 90ern zu sehen. Besonders in der letzten Folge gibt es einen übermäßigen Einsatz dieser schlechten Effekte. Das alles ist wirklich schade und ärgerlich. Die Grundidee hat mir wirklich zugesagt, nur leider hapert es bei "Superstition" an der kompletten Umsetzung. 


Das waren meine "Netflix"-Kurzrezensionen. Da der Streaming-Anbieter immer wieder neue Serien und Staffeln herausbringt, wird es sicher nicht der letzte Beitrag zu diesem Thema sein. Alle Posts zum Thema "Netflix" findet ihr hier.

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Mittwoch, 24. Januar 2018

Katrins Top 15 Nicht-Disney-Animationsfilme

Laura hat euch bereits ihre Top 15 Nicht-Disney-Animationsfilme vorgestellt (hier kommt ihr zum Beitrag). Nun bin ich an der Reihe. Wie schon bei unseren "Watch.Read.List."-Posts zum Thema "Disney"-Lieblingsfilme (klickt hier für Lauras Top 15 und hier für Katrins Top 15) gehen unsere Geschmäcker sehr weit auseinander. Schaut euch also gerne beide Posts an. 
Hinweis: Unter Animation fällt hierbei alles von Zeichentrick über computeranimierte Streifen bis hin zu Filmen mit Stop-Motion-Technik.



15. Störche

Foto: Warner Bros. Pictures
"Störche" habe ich nachts im Flugzeug angesehen, als alle um mich herum geschlafen haben. Das war eine schlechte Entscheidung, da ich mir immer wieder auf die Lippen beißen musste, um nicht laut loszuprusten. Andy Samberg, der in der Originalversion die Hauptfigur Junior spricht, bringt alleine mit seiner Stimme schon viel Charme und Humor in die Geschichte. "Störche" ist generell ein sehr lustiger und unterhaltsamer Film, dem eine kreative Grundidee zugrunde liegt. Er ist mir jedoch an einigen Stellen ein wenig zu sorglos, ein bisschen Ernsthaftigkeit wäre schön gewesen.


14. Ab durch die Hecke

Foto: DreamWorks Animation
"Ab durch die Hecke" war in meiner Kindheit einer meiner liebsten Nicht-Disney-Filme. Weil in den folgenden Jahren aber noch tollere herauskamen, steht er mittlerweile nur noch auf Platz 14. Die Handlung ist wirklich witzig und einfallsreich, vor allem hat sie aber eine tolle Botschaft. Anstelle lange zu erklären, welche Auswirkungen der Mensch auf die Umwelt hat, zeigt der Film sie auf kindgerechte und dennoch eindrücklich-gruselige Weise. Besonders mag ich die vielfältigen und liebenswerten Charaktere, die ihre Besonderheiten nutzen, um neben ihren neuen menschlichen Anwohner zu überleben. Kaum ein Filmzitat wurde in meinem Freundeskreis wohl so oft mit todtrauriger Miene zitiert wie: "Aber ich mag doch den Keks."


13. Megamind

Foto: DreamWorks Animation
An "Megamind" mag ich besonders, dass er da beginnt, wo andere Filme aufhören würden: Der Bösewicht bringt den Helden um, ergreift nach vielen Jahren endlich Besitz von der Stadt - und langweilt sich furchtbar. Die Charaktere sind angenehm anders und mit wenig Klischees behaftet. Besonders Megamind ist eine spannende Figur, da er viele verschiedene Stufen durchlebt und sich selbst neu erfinden muss. Man merkt dem Film deutlich an, wie viel Kreativität und Cleverness in ihm steckt. Er ist ein tolles Beispiel dafür, was dabei herauskommen kann, wenn die Produzenten sich nicht davor scheuen, auch mal aus der Box auszubrechen. Mein einziger Kritikpunkt ist die teils sehr rührselige und mitleiderregende Darstellung des Protagonisten. Ein bisschen mehr "böse" hätte ihm gut gestanden.


12. Die Geschichte vom Teddy, den niemand wollte

Foto: Family Home Entertainment
Leider werden auf Super RTL viele alte Schätze mittlerweile nicht mehr wiederholt, daher habe ich "Die Geschichte vom Teddy, den niemand wollte" schon viele Jahre nicht mehr gesehen. Diesen wunderschönen Film konnte ich jedoch nicht auslassen. Er handelt von einem kleinen Teddy, der aufgrund eines Produktionsfehlers zuerst in einer Kaufhaus-Ramschkiste und später in einem Trödelladen landet. Das Tolle an dem Film ist, dass auf ein übertriebenes Happy End und ein "Umstyling" (Plötzlich wird das hässliche Entlein doch noch zum Schwan.) verzichtet wird. Der Streifen ist versöhnlich und berührend, ohne dabei kitschig zu sein. Die Eigenarten der anderen Trödelladen-Bewohner, die ebenfalls nicht der Norm entsprechen, sind süß und heitern den sonst eher ruhigen Film auf.


11. The Lego Movie

Foto: Warner Bros. Studios
"The Lego Movie" war einer dieser Titel, bei denen Trailer und Inhaltsangabe praktisch geschrieen haben, dass er überdreht und dumm wird. Zum Glück hat sich diese Befürchtung nur zu einem kleinen Teil bestätigt. An einigen Stellen sind Handlung und Witze ziemlich albern, doch der Film ist so klasse gemacht, dass ich locker darüber hinwegsehen konnte. Technisch gesehen ist "The Lego Movie" sogar der Beste auf dieser Liste. Die ganze Welt sieht aus, als sei sie aus Lego-Teilen zusammengesetzt und die Charaktere können sich auch nur so bewegen, wie es ihre Struktur zulässt. Genial sind zudem kleine Details, wie Fingerabdrücke auf den Figuren und Fäden an fliegenden Gegenständen. Solch eine kleinteilige, liebevolle und aufwendige Animation gibt es sonst eigentlich nur in "Disney"-Filmen. Außerdem fand ich die Auflösung am Ende toll, bei der alle Puzzleteile an ihren Platz fallen und mir erst so richtig bewusst geworden ist, wie viel Kreativität und vor allem Fantasie in diesem Film steckt.


10. Ballerina

Foto: Gaumont
An "Ballerina" hat mich vor allem das Design und die Musik begeistert. Letztere stammt von Klaus Badelt, von dem viele berühmte Soundtracks komponiert wurden. Unter anderem hat er mit Hans Zimmer an "Fluch der Karibik" und "Gladiator" gearbeitet. Der Soundtrack zu "Ballerina" ist aufmunternd und belebend, sodass ich Lust hatte, mitzutanzen. Der Animationsstil ist ebenfalls sehr gelungen. Die Charaktere sehen sich zwar alle sehr ähnlich und haben keine nennenswerten Details, doch die Bewegungen sehen toll aus. Als Vorbild wurden die Tänzer des Ballettensembles der Pariser Oper genommen, so wirken die Schritte realistisch und lebendig. Lediglich mit den beiden Hauptfiguren konnte ich mich nicht anfreunden, da sie für meinen Geschmack zu oberflächlich und wankelmütig waren. Außerdem fand ich schade, dass der Film es so dargestellt hat, als sei Leidenschaft ein Ersatz für jahrelanges hartes Training.


9. Ich - Einfach unverbesserlich 2

Foto: Illumination Entertainment
Ich mag den zweiten Teil der "Ich - Einfach unverbesserlich"-Reihe am liebsten, da er für mich die perfekte Mischung aus Humor, Abenteuer, toller Musik und Emotionen ist. Außerdem ist Lucy meine Lieblingsfigur! Der lockere Umgang zwischen den Charakteren ist ein weiterer Grund, weshalb ich den Film sehr gerne mag. Es ist leicht, sich in die (menschlichen) Figuren hineinzuversetzen und sehr amüsant, wie umständlich sie vermeintlich einfache Probleme lösen. Lediglich den Showdown finde ich nicht gelungen, da er eben diesen lockeren Umgang über Bord wirft für einen völlig überdrehten und albernen Kampf, der jeden schlechten Witz mitnimmt. 


8. Barbie in Schwanensee

Foto: Mainframe Entertainment
Es gibt mittlerweile unglaublich viele "Barbie"-Filme, von denen die meisten (ab der späten 2000er Jahre) billig aussehen, mit nervigen Pop-Songs unterlegt und herzlos sind. In meiner Kindheit gab es jedoch zahlreiche wirklich tolle Filme. Zum Beispiel die, die Geschichten berühmter Ballettstücke erzählen - inklusive der dazugehörigen Musik und passender Tänze. Mein Lieblingsfilm ist bis heute "Schwanensee". Ich mochte das Stück schon immer und diese Version ist zwar ein bisschen süßlich, sieht aber dennoch toll aus. So eine ruhige, unaufgeregte Erzählweise und liebenswerte Charaktere findet man in den heutigen "Barbie"-Filmen nicht mehr.


7. Madagascar

Foto: DreamWorks Animation
"Madascar" steht in diesem Fall als Synonym für alle drei Filme, da ich mich nicht entscheiden kann, welcher mir am besten gefällt. Alle drei leben durch ihre amüsanten, vielfältigen und herrlich überspitzten Charaktere - seien es die vier Protagonisten, die Pinguine, die Lemuren oder die "Böse Miezekatze!"-Dame. Jeder der Filme strahlt eine Lebensfreude aus, die einfach ansteckend ist. Dazu kommt noch die tolle Musik und der clevere versteckte Humor (Habt ihr euch schon mal gefragt, warum Marty im Original "Sugar Honey Iced-Tea" schreit, als der hungrige Alex ihn verfolgt?).


6. Rudolph mit der roten Nase

Foto: Goodtimes Entertainment
Ich bin überhaupt kein Fan von Weihnachtsfilmen, da sie mir meistens zu rührselig und kitschig sind. "Rudolph mit der roten Nase" ist da die einzige Ausnahme. Er stimmt auf die Festtage ein, verzichtet aber auf die meisten Weihnachtsfilm-Klischees. Stattdessen wird die Geschichte eines mutigen Helden erzählt, der trotz Mobbings und Selbstzweifel über sich hinauswächst. Untermalt wird das Ganze von einem tollen Soundtrack aus originalen Liedern und bekannten Weihnachtssongs. 


5. Rio 

Foto: 20th Century Fox
Auch "Rio" steht hier stellvertretend für beide unglaublich guten Teile. Mir wurde der erste Film empfohlen. Ich habe ihn geguckt und sofort danach, gemeinsam mit dem zweiten, auf DVD gekauft. Beide zählen seitdem zu meinen Lieblingsfilmen, da sie nur so vor Lebensfreude sprühen! Dazu kommen herzensgute Charaktere mit liebenswerten Eigenarten, ein fantastischer Soundtrack und tolle Animation. Alleine der Straßenkarneval und die Einstellungen, in denen die Vögel über Rio de Janeiro fliegen, sehen absolut genial aus! Im Original hat der Titel zudem noch richtig gute und weltbekannte Stimmen, allen voran Jesse Eisenberg, der wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge zu seiner Synchronrolle, dem unsicheren Ara Blu, passt. 


4. Trolls

Foto: DreamWorks Animation
Diesen Film habe ich auf demselben Flug gesehen wie "Störche" - und dann gleich auf dem Rückflug noch einmal, weil ich ihn so genial fand. Ich habe zwar nicht so gelacht wie bei "Störche", doch "Trolls" besticht durch zahlreiche andere Faktoren. Allen voran die Stimmung: Es ist offensichtlich, dass sich der Film nicht allzu ernst nimmt, sondern stattdessen für gute Laune sorgen möchte. Das hat er bei mir auch geschafft, obwohl ich definitiv auf Branchs Seite bin. Ich mag vor allem die tollen Sequenzen, in denen die Geschichte im Scrapbook-Stil erzählt wird - das ist eine geniale Idee und sieht wirklich toll aus. Das einzige, was mir an "Trolls" nicht gefällt, sind die Nebencharaktere. Außer Poppy und Branch mag ich niemanden so wirklich.


3. Die Hüter des Lichts

Foto: DreamWorks Animation
Die Ernsthaftigkeit, die den meisten Titeln auf dieser Liste eher fehlt, hat "Die Hüter des Lichts" im Überfluss. Selten habe ich einen Familienfilm gesehen, der so tiefgründig und dennoch so fantasievoll ist. Das Zusammenspiel zwischen der echten Welt und den magischen Hütern ist wunderschön. Was mir besonders gefällt ist die Botschaft hinter der Geschichte. Normalerweise versuchen Filme immer, ihrem jungen Publikum etwas beizubringen, doch hier lautet das Fazit, dass man seine Fantasie und sein kindliches Staunen niemals verlieren soll. Trotzdem ist "Die Hüter des Lichts" nie kitschig, sondern sehr gemäßigt und berührend. Er ist mit Abstand der beste "DreamWorks"-Film und ich finde es unglaublich schade, dass scheinbar nur Laura und ich ihn kennen.


2. Sing

Foto: Illumination Entertainment
Wie im Laufe dieser Liste sicher deutlich geworden ist, lege ich bei Filmen sehr großen Wert auf den Soundtrack. Daher bin ich an "Sing" mit relativ niedrigen Erwartungen herangegangen, denn meistens sind Musik-lastige Filme, die nicht von "Disney" produziert wurden, ziemlich schlecht. Bei "Sing" kam noch dazu, dass die Synchronrollen nicht von Sängern, sondern von Schauspielern übernommen wurden. Zum Glück hat mich der Film aber völlig überrascht! Die Prominenten, darunter Reese Witherspoon, Scarlett Johansson, Taron Egerton und Seth MacFarlane singen richtig gut und die Musikauswahl ist toll. Dazu kommen bodenständige Charaktere und eine rührende Handlung, die auf unnötige Dramatik verzichtet. Besonders toll finde ich die tiefe Verbundenheit des Protagonisten zu seinem Theater. Für einen Familienfilm ist "Sing" überraschend ausgeglichen und schlicht, aber dafür umso liebenswerter, berührender und ehrlicher.


1. Anastasia

Foto: 20th Century Fox
"Anastasia" ist wohl der einzige Nicht-Disney-Animationsfilm, der aussieht, klingt und wirkt als sei er von "Disney". Er ist einfach ein Meisterwerk und gehört seit fast zwei Jahrzehnten zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Er auf einem realen Vorbild, das eigentlich nicht für ein junges Publikum geeignet ist, macht aber dennoch eine spannende, lebendige, kindgerechte Geschichte daraus. Dabei werden die traurige Aspekte dennoch angesprochen, aber nicht zugunsten von Dramatik ausgeschlachtet. Im Zentrum steht eine starke Frau, die sich bis zur letzten Minute von nichts und niemandem abhängig macht, sondern ihren eigenen Weg geht. Die anderen Figuren sind ebenfalls sehr sympathisch und einnehmend. Selbst der Antagonist ist klasse, da er deutlich gruseliger ist, als die meisten Bösewichte in Familienfilmen. Das passt zum Rest des Streifens, der eher rustikal ist. Anstelle von bunten Farben, vielen Details und anderen Merkmalen, die die meisten Filme auf dieser Liste haben, ist "Anastasia" schnörkellos und passt sich damit dem Setting an. Nicht zu vergessen ist der fantastische Soundtrack! Die Lieder "Journey to the Past", "Once Upon a December" und "At the Beginning" sind zugleich berührend und verbreiten Optimismus. Ich habe mir immer gewünscht, dass dieses Meisterwerk einmal auf die Musicalbühne gebracht wird. 19 Jahre nach der Premiere des Films ist dieser Traum wahr geworden. Jetzt muss ich es nur bald zum Broadway schaffen.


Das waren meine Top 15 Nicht-Disney-Animationsfilme. Was sind eure Favoriten? Schreibt es gerne in die Kommentare

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Dienstag, 12. Dezember 2017

Lauras Top 15 Nicht-Disney-Animationsfilme

Nachdem ich in vorherigen Posts schon über meine Top 15 "Disney" Filme (hier kommt ihr zum Beitrag) sowie meine Top 30 Filme zu Halloween (hier klicken, um zum Beitrag zu gelangen) gesprochen habe, geht es bei der heutigen "Watch.Read.List." um meine liebsten Animationsfilme, die nicht von "Disney" produziert wurden. 
Unter Animation fällt hierbei alles von Zeichentrick über computeranimierte Streifen bis hin zu Filmen mit Stop-Motion-Technik. Von allem ist etwas dabei. Vielleicht taucht in meiner Top 15 ja auch euer Favorit oder ein Titel auf, den ihr noch nicht kanntet. 



15. Hotel Transsilvanien 

Foto: Sony Pictures
Diesen Film mag ich vor allem wegen des Humors. Die Witze wirken nie zu gewollt oder albern, sondern passen immer super in die jeweiligen Szenen. Außerdem gefallen mir die Charaktere sehr. Sie sind sympathisch und haben alle ihre Eigenarten. Vor allem Jonathan finde ich spitze, weil ich es liebe, wie er auf die ganzen Monster reagiert. Natürlich kann der Film zusätzlich dazu mit einer tollen Geschichte überzeugen, die nicht nur unterhält, sondern auch berührt.


14. Trolls

Foto: DreamWorks Animation
Die Gründe, warum dieser Titel in meiner Liste gelandet ist, sind ganz ähnliche wie bei "Hotel Transsylvanien." Es gibt viel Humor, superliebenswerte Figuren und eine schöne Geschichte. Hinzu kommen hier noch die vielen coolen Lieder, die im Film auftauchen und von den Trollen und Kobolden gesungen werden. Besonders "Can't Stop The Feeling" ist natürlich das Highlight. Außerdem gefällt mir bei dieser Geschichte, dass die Handlung sich auch mit dem Thema Glücklichsein beschäftigt. 


13. Annabelle und die Fliegenden Rentiere 

Foto: Hallmark Entertainment
Dieser Zeichentrickfilm musste einfach mit in die Liste. Schon seit meiner Kindheit gehört er einfach zur Weihnachtszeit dazu und auch heute schaue ich ihn mir noch unheimlich gerne an, wenn er im Fernsehen läuft. Der Zeichenstil ist zwar nicht herausragend, aber dafür ist die Geschichte über die Freundschaft zwischen dem Jungen Billy und dem Kalb Annabelle wirklich emotional und ergreifend, besonders das Ende berührt mich jedes Mal. 


12. Spirit - Der wilde Mustang

Foto: DreamWorks Animation
Spirit ist ebenfalls ein Film, mit dem ich aufgewachsen bin und den ich schon Dutzende Male gesehen habe. Er bietet vor allem eine mitreißende, unterhaltsame Geschichte und richtig gute, emotionale Lieder. Besonders "Hier bin ich" finde ich wunderschön. Außerdem gefällt mir der Zeichenstil und ich liebe die tollen Landschaftsbilder.


11. Balto - Ein Hund mit dem Herz eines Helden

Foto: Universal Pictures
Noch ein Film aus meiner Kindheit, den ich ständig gesehen habe. Auch heute noch schaue ich ihn mir unheimlich gerne an, weil mich die Geschichte immer noch begeistern und berühren kann. Er ist außerdem so besonders, weil er auf einer wahren Geschichte beruht. Ich finde es toll, dass den Schlittenhunden ein Zeichentrickfilm "gewidmet" wurde und sie ihre eigene Geschichte bekommen haben. Diese bietet nicht nur Emotionen, sondern auch viel Spannung, sodass ich noch heute davon gepackt werde.


10. Anastasia

Foto: 20th Century Fox
Ein wunderschöner und zugleich wirklich berührender Zeichentrickfilm, der locker mit denen aus dem Hause "Disney" mithalten kann (weshalb er wahrscheinlich auch ständig als solcher betitelt wird). Mir gefallen vor allem die tollen Lieder, die mich jedes Mal begeistern können. Außerdem liebe ich die Charaktere, besonders die Protagonistin Anastasia ist so eine herrlich erfrischende, starke und menschliche Figur, die mir einfach vollkommen sympathisch ist. 


9. Kubo - Der tapfere Samurai

Foto: Focus Features
Dieser Film hat mich vor allem durch zwei Dinge begeistert: die interessante Stop-Motion-Animation und die faszinierende Geschichte voller Fantasie. Ich finde die Welt des frühen Japan, in die der Zuschauer hier entführt wird, wirklich wunderschön designt. Man sieht einfach, mit wie viel Liebe zum Detail sie entstanden ist. Die Handlung beginnt langsam, sorgt dadurch aber dafür, dass man die Charaktere und die Welt gut kennenlernt. Wenn die Geschichte dann in Fahrt kommt, kann sie einen umso mehr fesseln. Die Figuren sind sehr sympathisch und sorgen für einige emotionale Momente, besonders die Szenen mit Kubo und seiner kranken Mutter sind mir sehr nahe gegangen. 


8. Der fantastische Mr. Fox

Foto: 20th Century Fox
Dieser Stop-Motion-Animationsfilm überzeugt mich vor allem durch den tollen, cleveren Humor. Teilweise kann der auch ziemlich bissig sein, aber gleichzeitig ist er so nah an der Wahrheit, dass ich beim Schauen ständig schmunzeln muss. Hinzu kommt die spannende und teilweise sogar ergreifende Geschichte, in der die Tiere sich gegen die Menschen, die ihren Wald zerstören wollen, zu Wehr setzen müssen. Das passiert aber auf sehr unterhaltsame Art und Weise, was ebenfalls den genialen Charakteren zu verdanken ist, allen voran Mr. Fox. Was mir persönlich ebenfalls gefällt, ist der eher "grobe", abgehackte Animationsstil, der sich von anderen Filmen dieser Art unterscheidet und ihm einen besonderen Charme gibt, der einfach zum Gesamtbild passt. 


7. Jack und das Kuckucksuhrherz

Foto: EuropaCorp
Dieser Film ist wirklich etwas ganz Besonderes. Er erzählt ein wunderschönes, herzzerreißendes Märchen, das meiner Meinung nach weniger für Kinder als für Erwachsene gedacht ist. Die gesamte Atmosphäre ist eher ruhig und unaufgeregt. Es gibt keine unglaublich aufregenden Ereignisse, der Fokus liegt hier vielmehr auf den Emotionen und dem Tiefgang der Charaktere sowie der Handlung. Jack darf sich nicht verlieben, weil sein Kuckucksuhrherz ansonsten zerspringt, doch er tut es trotzdem. Der Film erzählt diese magische, aber auch traurige Geschichte mit tollen Bildern einer halb realistischen, halb fantastischen Welt sowie mit grandiosen Liedern. Besonders "The Boy with the Cuckoo-Clock Heart" und "King of the Ghost Train" gefallen mir sehr.


6. Prinzessin Mononoke

Foto: Toho
Mich spricht die Geschichte besonders wegen der Tiefgründigkeit an, weil hier ernste Themen behandelt werden, vor allem wie der Mensch mit der Natur umgeht. Hinzu kommen die starken Figuren und die packende Handlung. Hierbei gefällt mir, dass Gut und Böse nicht immer so scharf voneinander getrennt werden und dass die Charaktere nicht fehlerfrei sind, sondern einfach sehr menschlich. Dieser Film lässt den Zuschauer wirklich in eine ganz andere Welt eintauchen, die so viele Details bietet und voller Fantasie steckt. Zusätzlich liebe ich den Zeichenstil sehr und kann mich an den wunderschönen Bildern kaum sattsehen. 


5. Coraline

Foto: Focus Features
Diesen Film liebe ich vor allem, weil er so einzigartig und schön skurril ist. Es gibt eine wirklich fantasievolle Geschichte und ich bin jedes Mal erstaunt, wie schnell ich in diese Welt eintauche. Mir gefällt, dass der Titel eine düstere, unheimliche Atmosphäre sowie eine wirklich angsteinflößende Antagonistin bietet. Der Showdown zwischen ihr und Coraline packt mich jedes Mal. Optisch kann mich dieser Film ebenfalls wirklich überzeugen. Ich liebe das Design und die vielen Details. Außerdem gibt es eine tolle Hauptfigur und ganz allgemein herrlich verrückte Charaktere. Diese Geschichte steckt wirklich voller Fantasie und Spannung und kann mich jedes Mal von Neuem mitreißen. 


4. Drachenzähmen leicht gemacht 2

Foto: DreamWorks Animation
Dieser zweite Teil führt die Geschichte von Hicks und Ohnezahn toll weiter und behandelt dabei auch ernstere Themen wie den Verlust geliebter Menschen. Außerdem steht wieder die Freundschaft zwischen dem Wikinger und seinem Drachen im Mittelpunkt, die amüsant aber auch berührend ist. Auf der anderen Seite gibt es aber ebenfalls viele lustige, unterhaltsame Szenen. Man merkt zudem, dass die Figuren älter geworden sind und sich verändert haben, ohne dabei völlig fremd zu wirken. Mir hat dieser Aspekt gut gefallen, da man die Entwicklung der Figuren wirklich erkennen kann und sie glaubhaft wirken. Die Geschichte bietet außerdem wieder eine aufregende, ergreifende Geschichte und man kann mit Hicks, Ohnezahn und ihren Freunden richtig mitfiebern. 


3. Tim und Struppi - Das Geheimnis der Einhorn

Foto: Sony Pictures
Da ich die Geschichten über den jungen Reporter Tim und seinen cleveren Hund Struppi schon als Kind geliebt habe, zählt auch dieser Animationsfilm, der auf den Comics und der Zeichentrickserie basiert, zu meinen Favoriten. Ich bin immer noch begeistert davon, wie gut die "Wandlung" vom Zeichentrick zur Computeranimation funktioniert hat. Die Figuren haben nichts von ihren Merkmalen verloren. Der Film bietet außerdem den gleichen Charme, den auch die Zeichentrickserie hat und zusätzlich genauso viel guten Humor. Natürlich gibt es ebenfalls eine aufregende Handlung, die aus gleich drei einzelnen Comicgeschichten zusammengesetzt wurde. Das wurde wirklich gut umgesetzt: Man merkt diesen Aspekt beim Schauen nämlich überhaupt nicht, weil die Handlung vollkommen fließend verläuft.


2. Drachenzähmen leicht gemacht

Foto: DreamWorks Animation
Da ich schon den zweiten Teil in meiner Liste habe, darf natürlich auch sein Vorgänger nicht fehlen, der mir insgesamt noch etwas mehr gefallen hat. Als ich den Film das erste Mal gesehen habe, war ich vollkommen überrascht. Ich habe niemals damit gerechnet, dass er mich so sehr mitreißen kann. Die Geschichte von Hicks und Ohnezahn ist wirklich besonders und sehr berührend. Sie hat alles: tolle Charaktere, ein wunderschönes Setting, eine spannende Handlung, Emotionen und einen guten Humor. Darüber hinaus bietet der Film wunderschöne Animationen sowie einen wirklich gelungenen Soundtrack. Die Geschichte über Hicks und Ohnezahn kann mich jedes Mal aufs Neue begeistern und immer noch genauso packen und ergreifen wie beim ersten Mal. 


1. Die Hüter des Lichts

Foto: DreamWorks Animation
Dieser Titel gehört definitiv zu denen, die ich mir immer und immer wieder anschauen kann. Mir gefällt die ganze Grundidee der Hüter einfach unheimlich gut und sie wird wirklich toll umgesetzt. Der Film bietet nicht nur eine kreative und spannende Geschichte, sondern hat zusätzlich ganz viel Herz, sodass er mich jedes Mal aufs Neue sehr berührt. Es gibt viele emotionale Momente, aber auf der anderen Seite hat der Film auch einen tollen Humor und sorgt an einigen Stellen für Lachen oder Schmunzeln. Darüber hinaus liebe ich die wundervollen Charaktere, die alle auf ihre Weise besonders sind und gemeinsam ein tolles Team bilden. Der Zauber dieser Geschichte kann mich immer wieder fesseln. Bis heute bin ich wirklich traurig, dass es keine Fortsetzung gab. 


Das waren meine Top 15 Nicht-Disney-Animationsfilme. Ich hoffe, diese "Watch.Read.List." hat euch gefallen. Was sind eure Favoriten? Schreibt es gerne in die Kommentare

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