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Samstag, 15. September 2018

Warum wir vorerst nicht mehr regelmäßig posten [D/E]

Liebe Leser,

nach insgesamt 222 Posts seit April 2017 lassen wir es in den nächsten Wochen und Monaten etwas ruhiger angehen. Während Studium und Job war es locker möglich nebenher zu bloggen. Jetzt befinden wir uns allerdings beide in zeitintensiven Ausbildungen, bei denen es schwierig ist, "mal eben" ein ganzes Buch zu lesen oder eine ganze Serie durchzuschauen (von Korrekturlesen, Social Media Posts und gegebenenfalls Übersetzungen mal abgesehen). Außerdem besteht der praktische Teil von Katrins Ausbildung aus dem Rezensieren von Filmen und Sendungen - da ist es schwierig, die Leidenschaft beizubehalten, wenn man ihr in Beruf und Freizeit nachgeht. Wir wollen den Blog nicht aufgeben, dafür haben wir zu viel Spaß daran und zu viele Hunderte Stunden Arbeit hineingesteckt. Wenn uns ein Buch, Film oder eine Serie besonders positiv oder negativ auffällt, werden wir euch natürlich weiterhin Bescheid geben - vor allem in Form von "Watch.Read.Discuss"-Beiträgen. Allerdings werden wir vorerst nicht mehr regelmäßig posten, um uns zeitlich und thematisch nicht mehr so sehr unter Druck zu setzen - immerhin betreiben wir den Blog nebenher.
Folgt uns also gerne weiterhin auf Facebook, Twitter und Instagram, um nichts zu verpassen.

Viele liebe Grüße und danke!
Laura & Katrin

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Dear readers,

after 222 Posts in total since April 2017 we'll be taking it a little easier the next few weeks and months. During study and work it was totally possible to blog alongside. But now both of us are doing a time-consuming professional education, therefore it's quite hard to read an entire book or watch an entire series "just in between" (say nothing of proof-reading, Social Media posts and if applicable translations). In addition the practical part of Katrin's education consists of reviewing movies and TV shows - it's hard to maintain a passion if you're pursuing it during your work hours and your free time. We don't want to abandon the blog, because we have way too much fun with it and have invested way too many hundreds of hours of work into it. If a book, movie or TV show makes an exceptionally positive or negative impression on us we'll let you know of course - especially in the form of a "Watch.Read.Discuss" article. However we're not going to post regularly anymore, so we won't continue to put ourselves under pressure in terms of time and topics - after all we're running the blog alongside.
You're welcome to continue following us on FacebookTwitter and Instagram in order to be up to date.

With the best wishes and thank you!
Laura & Katrin


Sonntag, 10. Juni 2018

Jurassic World 2: Das gefallene Königreich - Watch.Read.Discuss. [D/E]

The following discussion of the movie "Jurassic World: Fallen Kingdom" is also available in English. Please scroll down for the English version.

Deutsch


- Der folgende Text enthält Spoiler -

Dinosaurier sind so cool!
Foto: Universal Pictures
"Jurassic World: Das gefallene Königreich" ist die Fortsetzung des Megaerfolgs "Jurassic World". Der spielte 2015 über 1,6 Milliarden US-Dollar ein und ist derzeit auf Platz 5 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Wir, die "Watch.Read.Talk."-Autoren, waren begeistert von dem Film und konnten den zweiten Teil kaum erwartenIn diesem Beitrag unserer Reihe "Watch.Read.Discuss." diskutieren wir unter anderem, ob sich unsere Erwartungen erfüllt haben und wie uns der neue Super-Dino gefallen hat. 

Drei Jahre sind seit der Tragödie im Erlebnispark "Jurassic World" vergangen. Die ehemalige Parkmanagerin Claire Dearing (Bryce Dallas Howard) hat mittlerweile die "Dinosaur Protection Group" gegründet, die sich für die Rechte der Urzeitriesen einsetzt. Die Isla Nublar, auf der die verbleibenden Tiere leben, droht von einem Vulkanausbruch komplett zerstört zu werden. Claire und ihre Mitstreiter, darunter Paläo-Tierärztin Dr. Zia Rodriguez (Daniella Pineda) und IT-Fachmann Franklin Webb (Justice Smith, Letztendlich sind wir dem Universum egal), versuchen die erneute Auslöschung der Dinosaurier zu verhindern. Sir Benjamin Lockwood (James Cromwell) und seine rechte Hand Eli Mills (Rafe Spall, The Ritual) sind bereit, eine Rettungsmission zu finanzieren und den Urzeittieren ein sicheres Leben auf einer anderen Insel zu ermöglichen. Claire überredet ihren Ex-Freund und ehemaligen Velociraptor-Trainer Owen Grady (Chris Pratt, Avengers: Infinity War) mit ihr, Franklin und Zia zur Isla Nublar zurückzukehren. Vor Ort werden sie nicht nur mit gefährlichen Dinosauriern und tödlicher Lava konfrontiert, sondern auch mit einer Intrige, die sie fast das Leben kostet. Zurück auf dem Festland müssen Claire, Owen und Webbs Enkelin Maisie (Isabella Sermon) verhindern, dass die überlebenden Dinosaurier, darunter Owens trainierter Velociraptor Blue, den falschen Menschen in die Hände fallen.


Wie seid ihr auf den Film aufmerksam geworden und warum wolltet ihr ihn gucken?

Katrin: Ich fand "Jurassic World" hammergeil! Daher war es sonnenklar, dass ich am Erscheinungstag des zweiten Teils mit meinem "Jurassic Park"-Hoodie im Kino sitzen würde! Es ist übrigens ziemlich cool, dass der Film in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern schon zwei Wochen vor dem US-Start angelaufen ist. 

Laura: Ich habe die "Jurassic Park"-Trilogie als Kind geliebt, deswegen habe ich natürlich die neuen Filme auch im Auge behalten. Der erste Teil von "Jurassic World" hat mir gut gefallen, deshalb wollte ich auch "Das gefallene Königreich" schauen. Ich war definitiv gespannt, wie die Geschichte weitergehen wird.

Wie schlägt sich "Das gefallene Königreich" im Vergleich zu seinem Vorgänger?

Katrin: Mir hat der Film etwas weniger gefallen als der erste Teil. Das lag vor allem daran, dass die Atmosphäre nicht so intensiv war. Dadurch, dass der weltbekannte Original-Soundtrack kaum benutzt wurde, nur ein kleiner Teil der Handlung auf der Isla Nublar spielte und bis auf Claire und Owen keine anderen "Jurassic World"-Charaktere vorkamen, war die Stimmung nicht die gleiche. Trotzdem hat mir "Das gefallene Königreich" gut gefallen. Das lag vor allem daran, dass er im Gegensatz zum Vorgänger mehr dramatische Momente hatte.

Laura: Insgesamt mochte ich den ersten auch noch lieber. Trotzdem ist auch dieser Teil unterhaltsam. Der große Pluspunkt bei diesen Filmen sind einfach die Dinosaurier. Mittlerweile ist die Technik so weit, dass sie unglaublich real erscheinen und das Filmerlebnis sehr besonders machen. Ich könnte wahrscheinlich stundenlang einfach bloß Szenen sehen, in denen sie ganz normale Dinge tun. Schon allein deshalb schaue ich mir diese Filme gerne an und würde wahrscheinlich nie komplett enttäuscht das Kino verlassen. Trotzdem fand ich es schade, dass die Handlung auf der Insel so schnell vorbei war. Ich mochte das Setting sehr, weil der Park mittlerweile ziemlich zerstört ist und ein tolles "Lost Place"-Gefühl hat. Die Militärgeschichte mochte ich nicht wirklich, vor allem weil sie langweilig und nichts Außergewöhnliches ist: Die Dinos als neue "Waffe" im Krieg einzusetzen, hat mich einfach nicht interessiert. Zudem sind die Gegenspieler alle vollkommen unausgereifte und eindimensionale Charaktere, was das ganze nicht besser gemacht hat.

Wie fandet ihr die menschlichen Charaktere - sowohl die bereits bekannten als auch die neuen?

Owen, Franklin, Claire & Zia kümmern sich um Blue
Foto: Universal Pictures
Katrin: Von mir aus hätten alle menschlichen Charaktere und alle fleischfressenden Dinosaurier sterben können, wenn dafür der Brachiosaurus (Ich glaube jedenfalls, dass es einer war.) am Bootsanleger gerettet worden wäre. Ich fand es schade, dass nur zwei der "Jurassic World"-Charaktere dabei waren, zumal ich Owens Art nicht sonderlich mag (Sein Verhalten hat sich im Vergleich zum vorherigen Film aber deutlich gebessert!). Claire hat mir diesmal richtig gut gefallen, da sie sich weiterentwickelt und versucht, ihre vergangenen Fehler wiedergutzumachen. Leider durfte sie wieder nur dabeistehen, während Owen alle gerettet hat. Positiv überrascht war ich von Maisie. In den vorherigen Filmen des Franchise haben die Kinder immer kolossal genervt, aber die Kleine umgeht alle Fehler ihrer Vorgänger: Sie ist selbstständig, quengelt nicht, bringt sich nicht in Gefahr, ist nicht altklug und bleibt weitestgehend ruhig. Ich hoffe, sie ist im dritten Teil wieder mit dabei. Das Ende von "Das gefallene Königreich" ist schonmal vielversprechend in dieser Hinsicht.

Laura: Neben den Antagonisten konnten mich auch die anderen Figuren nicht wirklich überzeugen. Genauso wie Katrin mag ich Claire noch am liebsten, finde Owen aber auch in Ordnung und ihre gemeinsame Dynamik sorgt für ein paar nette Szenen. Das war's dann aber auch. Zia und Franklin sind ganz gute neue Charaktere, die den Zuschauer definitiv unterhalten. Insgesamt bleiben sie dabei aber ziemlich eindimensional. Viel mehr mochte ich Maisie - aus den gleichen Gründen wie Katrin. Bei den anderen Kindern war ich ständig genervt von ihren zahlreichen dummen Aktionen. Sie ist da mal eine sehr nette Abwechslung.

Wie sieht es bei den Dinosauriern aus? Was haltet ihr vom "Indoraptor"?

Laura: Wie ich oben schon erwähnt habe, sind die Dinosaurier insgesamt immer ein Pluspunkt. Auch dieses Mal konnten sie mich überzeugen, vor allem Blue. Aber auch der T-Rex hat wieder einen coolen Moment, als er Claire, Owen und Franklin auf der Insel vor einem anderen Saurier "rettet". Er und Blue haben wirklich Persönlichkeit. Was den "Indoraptor" angeht: Ich finde es etwas ermüdend, dass es immer ein noch "böserer" Dinosaurier sein muss. Als ob ein ganz normaler fleischfressender, aggressiver Dino nicht schon krass genug wäre. Mich konnte er nicht wirklich überzeugen, weil er vergleichsweise wenig Screentime bekommt. Der Zuschauer sieht nicht mal wirklich, wozu er fähig ist und was ihn jetzt so sehr von anderen Dinosauriern abhebt. Den "Indominus Rex" aus dem ersten Teil fand ich deutlich interessanter und unheimlicher. Er wird von Anfang an in die Geschichte eingebunden und bekommt eine wirkliche Einführung.

Katrin: Ich wünschte, die Produktion hätte den Mosasaurus als "Endgegner" genommen. Jede Szene mit ihm ist einfach nur purer Horror - besonders die unglaublich gut gemachte Aufnahme, wie er durch eine Welle taucht, auf der mehrere Surfer unterwegs sind. Das ist der Stoff, aus dem Albträume gemacht sind! Der "Indoraptor" hat mich einfach nur enttäuscht. Er sieht aus, wie ein Velociraptor mit goldener Färbung an den Seiten. Natürlich konnte er nicht so groß sein, wie der "Indominus Rex", da er sonst nicht in die Villa gepasst hätte. Aber im Gegensatz zu zahlreichen anderen Sauriern fand ich ihn schon etwas langweilig. Dass er wie ein Hund dressiert war, hat ihn auch nicht gerade furchterregender gemacht.

Welche Szene hat euch am wenigsten gefallen?

Das ist ein Dinosaurier und keine böse Hexe!
Foto: Universal Studios
Laura: Wo wir gerade schon beim "Indoraptor" sind: Seine Todesszene ist einfach komplett überzogen. Musste er wirklich in Zeitlupe durch das Glasdach stürzen und dann so brutal von einem Dinoskelett aufgespießt werden? Dann wird seine Leiche auch noch durch einen Blitz im dunklen Raum erleuchtet und dazu kommt natürlich noch dramatische Musik. Bei so viel Übertreibung konnte ich nur mit dem Kopf schütteln.

Katrin: Alle mit dem "Indoraptor" - besonders die, in der er in Maisies Zimmer ist. Es ist einfach nur lächerlich, dass er langsam die Tür aufmacht und sich durch den Raum schleicht, als sei er ein Einbrecher und kein wildes Tier. Außerdem fand ich es wirklich schade, dass keiner der Charaktere auf die Enthüllung des großen Geheimnisses (Das ich schon ziemlich früh erraten habe.) eingegangen ist.

Und welche am besten?

Katrin: Die oben bereits angesprochene Szene, in der die Menschen mit einem Boot von der Insel fliehen und ein einzelner Brachiosaurus am Anleger steht - hinter ihm Lava und Aschewolken - der ganz klägliche Laute von sich gibt, als würde er um Hilfe rufen. Ich bin bei Filmen selten emotional, aber der Moment hat mir wirklich wehgetan. Er hat mehr als alle anderen Szenen in beiden "Jurassic World"-Filmen gezeigt, dass Dinosaurier keine Spielzeuge und Killer sind, sondern Lebewesen. Claires völlig verzweifelter Blick macht die Sequenz noch trauriger und eindrücklicher. Optisch mochte ich fast jede Szene - die Kameraufnahmen sind beeindruckend und sehr kreativ!

Laura: Für mich war das ebenfalls die beste Szene! Sie zieht sich so lange, dass es für den Zuschauer fast unerträglich ist, hinzuschauen. In diesem Film habe ich deutlich mehr mit den Dinosauriern mitgefühlt als mit irgendeinem der Charaktere. Ansonsten haben mir auch alle Szenen auf der Insel mit am besten gefallen. Schade, dass diese Handlung so schnell vorbei war!

Was hättet ihr an der Geschichte verändert?

Das ist Grusel genug, es braucht keinen Indoraptor!
Foto: Universal Pictures
Katrin: Ich hätte den Mosasaurus oder zumindest einen anderen furchteinflößenden Dinosaurier in den Mittelpunkt gestellt und die Handlung größtenteils auf der Insel spielen lassen. Die freilebenden Urzeittiere und der ausbrechende Vulkan hätten als Horrorszenarien gereicht, da hätte es die alberne Auktion und die eindimensionalen menschlichen Antagonisten nicht gebraucht. Außerdem hätte ich Zia und Franklin mehr Sendezeit gegeben und deutlicher gezeigt, wie heldenhaft Claire ist.

Laura: Da ich die ganze Idee mit dem Militär sehr langweilig fand, hätte ich dem Film wahrscheinlich eine andere Art von Gegenspieler gegeben. Außerdem hätte ich es toll gefunden, wenn die Rettungsaktion mehr im Fokus gestanden hätte und nicht nur ein Vorwand gewesen wäre, um Claire und Owen auf die Insel zu locken.

Last, but not least: Was versprecht ihr euch vom dritten Teil, der im Juni 2021 erscheint?

Katrin: Dass der Film eine Erklärung dafür findet, wie drei Dutzend Dinosaurier (darunter Pflanzenfresser und sehr kleine), die sich nicht fortpflanzen können, tatsächlich eine Gefahr für die ganze Welt darstellen sollen. Außerdem hoffe ich, dass Maisie, Franklin und Zia wiederkehren und die Sendezeit gerechter zwischen den Charakteren verteilt wird. Hat mittlerweile irgendeiner eine Zeitmaschine erfunden? Ich möchte nicht 1.098 Tage warten! 

Laura: Genau das habe ich mich auch am Ende gefragt. Was mich außerdem gewundert hat: Wieso wurden nicht direkt Pläne geschmiedet, um die Dinosaurier doch noch zur sicheren Insel zu bringen? So viele können das doch wirklich nicht gewesen sein, da sie alle auf das Schiff gepasst haben. Ich hoffe daher, dass die Rettungsaktion im kommenden Teil immer noch eine Rolle spielen wird.


Habt ihr "Jurassic World: Das gefallene Königreich" schon gesehen? Wie hättet ihr geantwortet? Teilt es und in den Kommentaren mit

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English


- The following text contains spoilers -


Dinosaurs are so cool!
Photo: Universal Pictures
"Jurassic World: Fallen Kingdom" is the sequel of the mega-hit "Jurassic World". It grossed more than 1.6 billion US dollar in 2015 and is currently ranked fifth on the "Most successful movies of all time" list. We, the "Watch.Read.Talk.", authors loved the movie and couldn't wait for the second part. In today's "Watch.Read.Discuss." we discuss some questions about the movie - like if our expectations were satisfied and what we thought about the new super dino.

Three years have passed since the tragedy at the "Jurassic World" adventure park. Meanwhile former park manager Claire Dearing (Bryce Dallas Howard) has founded the "Dinosaur Protection Group" which advocates for the prehistoric animals' rights. The Isla Nublar where all the remaining species live is threatened to be destroyed by a volcanic eruption. Claire and her fellow campaigners, including paleo-veterinarian Dr. Zia Rodriguez (Daniella Pineda) and IT expert Franklin Webb (Justice Smith), try to prevent the dinosaurs' reextinction. Sir Benjamin Lockwood (James Cromwell) and his right hand Eli Mills (Rafe Spall) offer to finance a rescue mission and allow the animals to live a peaceful life on a different island. Claire convinces her ex-boyfriend and former velociraptor trainer Owen Grady (Chris Pratt) to accompany her, Franklin and Zia to Isla Nublar. On site they're not only confronted with dangerous dinosaurs and deadly lava, but also with an intrigue that almost claims their lives. Back on the mainland Claire, Owen and Webb's granddaughter Maisie (Isabella Sermon) have to stop the surviving dinosaurs, including Owen's trained velociraptor Blue, from falling into the wrongs hands.


When did you become aware of the movie and why did you want to watch it?

Katrin: I thought "Jurassic World" was awesome! Therefore it was crystal clear I would be at the movie theater opening day wearing my "Jurassic Park" hoodie! It's pretty amazing the movie was released in Germany and many other European countries two weeks earlier than in the US.

Laura: I loved the "Jurassic Park" trilogy when I was a kid, that's why I was really anticipating the new films. Since I really liked the first part of "Jurassic World" I also wanted to see "Fallen Kingdom". I was very curious how the story would go on.

How did "Fallen Kingdom" do in comparison to its predecessor?

Katrin: I liked the movie a little less than the first one. The main reason is the not-so-intense atmosphere. The original soundtrack was barely used, just a small bit of the story was actually set on Isla Nublar and except for Claire and Owen none of the other "Jurassic World" characters returned, therefore the mood wasn't the same. I still liked "Fallen Kingdom" a lot. Mainly because it had more dramatic moments than its predecessor.

Laura: Overall I also liked the first one better. Nonetheless this film is entertaining too. The great thing about these movies are the dinosaurs. The technology is so advanced that they look unbelievable realistic and this is what makes the movie experience so great. I could probably watch scenes in which they do ordinary things for hours. That's why I love to watch these films and I guess I would never leave the cinema totally disappointed. But I didn't like that the plot on the island ended so soon. I loved the setting because the park looked abandoned and had a great "lost place" feeling. The military story annoyed me, because it's boring and overdone: The idea of using dinosaurs as a "weapon" in wars just wasn't interesting. Furthermore the opponents are all completely one-dimensional and lack interesting characteristics.

What did you think of the human characters - the already known ones as well as the new ones? 

Owen, Franklin, Claire & Zia take care of Blue
Photo: Universal Pictures
Katrin: As far as I'm concerned all human characters and carnivorous dinosaurs might as well have died if the brachiosaurus (At least I think it was one.) at the pier would have lived instead. I was disappointed that only two "Jurassic World" characters returned, especially because I'm not a fan of Owen's attitude (It's way better in this movie than in the previous one!). I really liked Claire this time, because she evolved and tried to compensate for her mistakes in the past. Sadly she once again was only allowed to stand there and wait for Owen to save everyone. I was positively surprised by Maisie. In the other movies of the franchise the children were always incredibly annoying, but she avoided all of her predecessors' mistakes: She is independent, pretty calm most of the time, not whining, not putting herself in danger and not precocious. I hope she'll be in the third movie. The end of "Fallen Kingdom" is promising in this case.

Laura: The antagonists weren't the only ones who couldn't impress me. The other characters weren't very groundbreaking either. Just like Katrin I like Claire the most, but Owen is okay too. I especially enjoy their dynamics because they provide the viewer with some entertaining scenes. But that's about it. Zia and Franklin are good new characters who can entertain the viewers but overall their roles are quite one-dimensional. I liked Maisie a lot for the same reasons as Katrin. All the other children always annoyed me with their countless dumb decisions. So her character is a nice change.

What about the dinosaurs? What's your opinion on the "Indoraptor"?

Laura: As I mentioned above the dinosaurs are always a highlight. This time is no different. Blue was amazing again, but the T-Rex also had its great moment when it "rescued" Claire, Owen and Franklin from another dinosaur. Both of them have real personalities. As for the "Indoraptor": It's kinda tiring that it always has to be a dinosaur that's "more evil" than the last. As if a regular carnivorous and aggressive one wouldn't already be scary enough. I wasn't really impressed by it, mainly because it doesn't even get that much screen time. The viewer doesn't get a clear insight of what it's capable of and what exactly is setting it apart from all the other dinosaurs. The "Indominous rex" in the first part was much more interesting and terrifying. It's involved in the story from the beginning and gets a real introduction.

Katrin: I wish the production would've chosen the mosasaurus as "final enemy". Each scene with it is pure horror - especially the incredible shot of it diving through a wave with a bunch of surfers on top. It looks like a nightmare! I thought the "Indoraptor" was really disappointing. It looks like a velociraptor with a golden coloration on its side. Of course it couldn't have been as big as the "Indominus rex", because otherwise it wouldn't have fit into the villa. But in comparison to other dinosaurs it was quite boring. Being trained like a dog made it even less terrifying.

Which scene did you like the least?

That's a dinosaur and not an evil witch!
Photo: Universal Studios
Laura: Since we're already talking about the "Indoraptor": Its death scene was completely over the top. Did it really have to fall through the glass roof in slow motion and then get brutally impaled by a dinosaur skeleton? Afterwards its corpse gets illuminated by lightning and of course there has to be dramatic music. Seeing so much exaggeration I just sat there shaking my head.

Katrin: Every single one with the "Indoraptor" - especially the scene in Maisie's bedroom. It's ridiculous how the "Indoraptor" slowly opens the door and lurks through the room like a burglar and not like a wild animal. Furthermore it was a great pity that none of the characters really reacted to the revelation of the big secret (Which I guessed pretty early.).

Which scene did you like best?

Katrin: The above-mentioned scene in which the humans flee from the island with a boat and a single brachiosaurus stands at the pier - behind him lava and ash clouds - wailing miserably like it's crying for help. I rarely get emotional while watching movies, but this moment really hurt. Like no other scene in both "Jurassic World" films it shows that dinosaurs are not toys or killers, but living creatures. The completely desperate look on Claire's face makes the scene even more sad and touching. Visually I liked basically every scene - the camera shots are impressive and very creative.

Laura: For me, that was also the best scene! It goes on long enough that the viewer can barely keep his eyes on the screen. In this movie I felt much more empathy for the dinosaurs than for any other character. Additionally, I liked all the scenes on the island very much. It's a pity that this plotline ended so soon!

What would you have changed about the story?

That's enough horror, no "Indoraptor" needed!
Photo: Universal Pictures
Katrin: I would have focussed on the mosasaurus or another terrifying dinosaur and set most of the story on the island. The free-living prehistoric animals and the erupting volcano would've been enough horror scenarios. There would've been no need for the ridiculous auction and the one-dimensional human antagonists. Additionally I would've given Zia and Franklin more screen time and shown distinctly how heroic Claire is.

Laura: I would have introduced different antagonists, because I thought the whole story with the military was boring. Furthermore, I would have loved to see the rescue operation get more importance rather than it just being an excuse to get Claire and Owen to the island.

Last, but not least: What do you expect from the third movie that's going to be released in June 2021? 

Katrin: That it has a good explanation how three dozen dinosaurs (including herbivores and very small ones) which can't procreate are a threat to the entire world. Furthermore I hope Maisie, Franklin and Zia will be back and that the screen time is equally distributed among the characters. Has anyone invented a time machine yet? I don't want to wait 1,098 days!

Laura: I asked myself the same question. Another thing that confused me: Why didn't they make plans to get the dinosaurs to the safe island after all? There really couldn't have been that many dinosaurs since all of them fit on the ship. I hope that the rescue operation will still play a part in the next movie. 


Have you seen "Jurassic World: Fallen Kingdom" yet? What would have been your answers? Tell us in the comments.

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Dienstag, 5. Juni 2018

Lauras Top 50 Disney Songs [D/E]

WICHTIG: Da dieser Post 50 Videos beinhaltet, dauert es eine Minute, bis die Seite vollständig geladen ist.

IMPORTANT: Since this post contains 50 videos, it takes a minute until the page has fully loaded.

German

"Disney"-Lieder verzaubern Jung und Alt seit Jahrzehnten
Foto: Walt Disney Company
Disneyfilme begleiten mich schon seit der Kindheit und damit auch die unzähligen Songs, die darin vorkommen. Daher stelle ich euch heute meine 50 Favoriten in dieser "Watch.Read.List." vor. Anders als bei den anderen Listen werde ich hier meine Platzierungen allerdings nicht extra begründen. Außerdem kommen nur Lieder aus den Zeichentrick- und Animationsfilmen vor (mit Ausnahme von "Mary Poppins"; "PIXAR"-Filme habe ich nicht ausgeschlossen, allerdings hat es kein Lied in diese Liste geschafft) und auch nur die, in denen gesungen wird (also keine Titel wie "Fluch der Karibik" oder "Die Chroniken von Narnia"). Viele der Lieder habe ich als Kind in der deutschen Version kennengelernt, weshalb ich sie auch heute gerne auf Deutsch höre. Trotzdem habe ich für diesen Post immer die Originalversion gewählt, damit es einheitlich ist. Katrin hat ihre Top 50 bereits in einem früheren Beitrag präsentiert, den ihr hier finden könnt. 
Jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Hören!

English

As long as I can remember "Disney" movies have been part of my life and so are the numerous songs that appear in them. That's why I'm going to show you my 50 favorites in this "Watch.Read.List." today. Since this list is quite long I'm not gonna justify my order. Furthermore this list only contains songs from the animated movies (except for "Mary Poppins"; I would've included "PIXAR" movies too, but none of the songs have made this list) and just the ones with singing in them (so nothing like "Pirates of the Caribbean" or "Narnia"). All linked videos are the original English versions. Katrin already made a post about her top "Disney" songs, you can find it here.
Have fun!


50. Bibbidi Bobbidi Boo - Cinderella



49. Love Is An Open Door - Die Eiskönigin



48. Theme Song -  Die vielen Abenteuer von Winnie Puuh



47. Bella Notte - Susi und Strolch



46. Chim Chim Cher-ee - Mary Poppins



45. Someone's Waiting For You - Bernard und Bianca



44. One Jump Ahead - Aladdin



43. How Far I'll Go - Vaiana



42. Thomas O'Malley - Aristocats



41. Supercalifragilisticexpialidocious - Mary Poppins



40. Friend Like Me - Aladdin



39. Human Again - Die Schöne und das Biest



38. Just Around The Riverbend - Pocahontas



37. Dig A Little Deeper - Küss den Frosch



36. Hellfire - Der Glöckner von Notre Dame



35. Out There - Der Glöckner von Notre Dame



34. For The First Time In Forever - Die Eiskönigin



33. Hakuna Matata - Der König der Löwen



32. The Gospel Truth - Hercules



31. Cruella de Vil - 101 Dalmatiner



30. Bare Necessities - Das Dschungelbuch



29. Poor Unfortunate Souls - Arielle



28. Friends On The Other Side - Küss den Frosch



27. I Wanna Be Like You - Das Dschungelbuch



26. A Dream Is A Wish Your Heart Makes - Cinderella



25. Once Upon A Dream - Dornröschen



24. The Bells Of Notre Dame - Der Glöckner von Notre Dame



23. On My Way - Bärenbrüder



22. The Aristocats - Aristocats



21. Something There - Die Schöne und das Biest



20. I Just Can't Wait To Be King - Der König der Löwen



19. Go The Distance - Hercules



18.  I See The Light - Rapunzel



17. Under The Sea - Arielle



16. I Won't Say I'm In Love - Hercules



15. You'll Be In My Heart - Tarzan



14. Reflection - Mulan



13. Belle - Die Schöne und das Biest



12. Let It Go - Die Eiskönigin



11. Be Our Guest - Die Schöne und das Biest 



10. I'll Make A Man Out Of You - Mulan



9. Son Of Man - Tarzan



8. I'm Still Here - Der Schatzplanet



7. Almost There - Küss den Frosch



6. Circle Of Life - Der König der Löwen



5. A Whole New World - Aladdin



4. Tale As Old As Time/ Beauty And The Beast - Die Schöne und das Biest



3. Part Of Your World - Arielle



2. Two Worlds - Tarzan



1. Colors Of The Wind - Pocahontas




Das waren meine 50 liebsten "Disney"-Songs. Welche Lieder zählen zu euren Favoriten? Schreibt es gerne in die Kommentare!

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Those were my top 50 "Disney" songs. Which ones are your favorites? Tell me in the comments!

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Dienstag, 22. Mai 2018

Blindspot: Staffel 3, Folge 22 (Staffelfinale) - Kurzrezension [D/E]

The following review of the "Blindspot" season 3 finale "In Memory" (S03E22) is also available in English. Please scroll down for the English version.

Deutsch


- Der folgende Text enthält Spoiler -

Worum geht es?

In der vorherigen Folge hat Roman (Luke Mitchell) versucht, einen Anschlag auf das UN-Gebäude zu verüben und die Staatsoberhäupter zweier verfeindeter Länder zu töten. Das FBI-Team um Assistant Director Edgar Reade (Rob Brown) konnte jedoch beides verhindern und genug Beweise sammeln, um Hank Crawford (David Morse) mit den geplanten Taten in Verbindung zu bringen. Doch der ist auf der Flucht. Patterson (Ashley Johnson, Spooked) und Rich Dotcom (Ennis Esmer) entschlüsseln ein weiteres von Romans Rätseln, das auf einen Ort in seinem und Jane Does (Jaimie Alexander) Heimatland Südafrika deutet. Jane und Kurt Weller (Sullivan Stapleton) setzen Blake Crawford (Tori Anderson) unter Druck, die ihnen erzählt, dass ihr Vater Roman nach Südafrika gefolgt ist, um sich an ihm zu rächen. Reade, Jane und Weller machen sich auf den Weg, um die beiden endlich festzunehmen.


Meine Meinung in drei Punkten

1. Zapata als mögliche Antagonistin in Staffel 4

Richtig cooler und passender Übergangseffekt! 
Foto: Screenshot
Es ist in Europa durch Zeitverschiebung und NBC-Ländersperre kaum möglich, die aktuellen "Blindspot"-Folgen live zu sehen. Dementsprechend habe ich mir stattdessen mitten in der Nacht die Live-Tweets durchgelesen und gefeiert, dass ich mit all meinen Vermutungen der letzten Folgen richtig lag! Ich hatte ehrlich befürchtet, dass die Drehbuchautoren Zapatas "Mein Funkgerät ist kaputt"-Szene mit Blake vergessen haben. Aber nein, tatsächlich war es genauso, wie ich es in der damaligen und der Rezension letzte Woche vermutet habe: Blake wusste seit Wochen, wer Roman wirklich ist und was er und ihr Vater vorhaben, weil sie mit Tasha (Audrey Esparza) unter einer Decke steckt. Die Frage ist nur: Arbeitet Zapata noch immer für die CIA und die Kündigung soll ihre geheime Mission verschleiern oder will sie die Welt auf eigene Faust "verändern" (Zapata: "This is how we take the power back. This is how we change the world." Blake: "I know, I'm just not sure I'm cut out for what comes next." Zapata: "That's okay. I am.")? Die Geschichte erinnert stark an Bordens Enttarnung als Maulwurf in der zweiten Staffel. Die damalige Folge begann mit ihm und Patterson, wie sie glücklich im Bett geflirtet haben. "Defection" beginnt mit einem morgendlichen Flirt zwischen Tasha und Reade. Beide Folgen enden dann mit den (vermeintlich) abtrünnigen Charakteren, wie sie mit kaltem Blick und ohne Mimik einen brutalen oder wahnsinnigen Plan andeuten. Der Vergleich ist umso signifikanter, wenn man bedenkt, dass zu Beginn der ersten Staffel geplant war, dass Zapata der Maulwurf sein sollte. Eine Rolle, die letztendlich von Borden übernommen wurde. Ich persönlich denke nicht, dass Tasha wirklich eine Antagonistin wird. Entweder agiert sie im Auftrag der CIA (Das würde die sehr inszeniert und aufgesagt wirkende Kündigungsszene erklären.) oder sie hat eine ziemlich dumme, eigenmächtige Entscheidung getroffen, aber aus noblen Gründen. Es gibt jedoch schon einen kleinen Hinweis, dass sie irgendwann zum Team zurückkehren wird: Serien-Erfinder Martin Gero hat in einem Interview gesagt, dass er es toll fände, wenn Reade und Zapata ein Paar werden würden. Er hoffe, dass sie [er und die Drehbuchautoren] diesen Punkt erreichen würden, jedoch nicht am Anfang der nächsten Staffel. Sollte Tasha tatsächlich die Seiten gewechselt haben, wäre das vermutlich keine Option mehr. Sie hat gegenüber Reade sogar selbst mehrmals angedeutet, dass der Zeitpunkt schlecht wäre - nicht ihre romantische Beziehung an sich ("You're my best friend and I love you. But I don't want to lose you, because we tried this at the wrong time."). Dazu passt der coole Effekt nach Tashas Gespräch mit Blake: Eine Überblende zwischen ihrem und Reades Gesicht, sodass es aussieht, als würden sich die beiden gegenüberstehen. Ich denke, das Ende soll wirken, als habe Zapata die Seiten gewechselt, aber irgendwann wird es in Staffel vier einen Twist geben, der entweder ihre Sichtweise ändert (sollte sie wirklich an den Plan glauben) oder eine geheime CIA-Mission enthüllt. Egal, was es werden wird, das Gespann Tasha-Blake und ihr Vorhaben sind das Einzige, was mich tatsächlich neugierig auf die neuen Folgen macht.

2. Remi als mögliche Antagonistin in Staffel 4

Hier ist direkt ein Beispiel für eine Nebenhandlung, die mich so gar nicht interessiert. Am Ende der Folge stellt sich heraus, dass Janes plötzliches Unwohlsein und ihre Schwindelanfälle die Symptome einer ZIP-Vergiftung sind. Darum handelt es sich auch bei Romans mysteriöser Krankheit. Viel mehr erfährt der Zuschauer nicht. Die zentrale Frage wird beispielsweise nicht beantwortet: Wieso hatte Jane nicht schon vor Monaten oder Jahren Symptome, obwohl sie eine viel höhere Dosis ZIP für eine viel längere Zeit im Körper hatte als ihr Bruder? Vermutlich wird Patterson in der vierten Staffel irgendeine hanebüchene Erklärung dafür finden oder die Drehbuchautoren hoffen einfach, dass die Zuschauer diese Frage durch den "Schock" vergessen. Denn nachdem Jane ohnmächtig geworden ist, wacht sie als "Remi" wieder auf: Ihre Erinnerungen hören zu dem Zeitpunkt auf, als ihr Gedächtnis von Sandstorm gelöscht wurde. Die vergangenen drei Jahre als "Jane" sind weg. Es ist ermüdend, dass die Geschichte wieder ausgegraben wurde. Schon Romans ZIP-Gedächtnisverlust in der zweiten Staffel fühlte sich zu repetitiv an. Jetzt geht es also wieder darum, dass sich jemand in einer ihm fremden Welt zurechtfinden muss, weil er keine Erinnerungen mehr hat. Vor allem hat Martin Gero angegeben, dass es zwischen der dritten und der vierte Staffel einen Zeitsprung von etwa zwei bis drei Monaten geben wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Team in der ersten neuen Folge bereits herausgefunden hat, was mit Jane los ist, denn damit würden die Drehbuchautoren dem Zuschauer die spannendste Stelle vorenthalten. Also wird es vermutlich so kommen, dass Remi Reade, Weller, Patterson und Rich tatsächlich wochenlang vorspielen kann, sie sei Jane. Ich hoffe wirklich, dass das nicht der Fall sein wird, denn das wäre sogar für "Blindspot"-Verhältnisse zu unglaubwürdig. Zwar hat Sandstorm das Leben der FBI-Agenten extrem genau studiert, aber nur durch Beobachtungen wird Remi nicht die drei Jahre nachholen können, die ihr fehlen. Sollten die anderen also tatsächlich nicht merken, was geschieht, ist das schlicht und ergreifend ein schlecht geschriebenes Drehbuch. Dramatisch-bedeutungsschwere Reden gibt es übrigens auch im Überfluss (Jane: "South Africa is where this all started and now he's [Roman, Anm. d. Red.] bringing me home to finish it."). Als wäre diese Enthüllung nicht schon melodramatisch genug, gibt es plötzlich auch noch Komplikationen mit Kurts Schusswunde und er schwebt in Lebensgefahr - nachdem er fast problemlos herumgelaufen und von Kapstadt nach New York geflogen ist. Außerdem: Obwohl Jane und Weller beide im Krankenhaus liegen, werden weder Zapata noch Janes Tochter Avery erwähnt. Haben Reade, Patterson und Rich nicht versucht die beiden zu kontaktieren beziehungsweise wundern sie sich nicht, dass die zwei nicht da sind? An dieser Nebenhandlung gab es für mich nur einen positiven Aspekt: Remis kleines, böses Lächeln in der letzten Szene, als sie an Kurts Krankenbett erkennt, dass sie das FBI-Team erfolgreich infiltriert hat.

3. Hektisches Ende mit vielen Fehlern

Reicht Jane Does Geschichte für eine weitere Staffel?
Foto: NBC
Das Finale an sich hat mich genauso sehr enttäuscht wie die lahme "Remi ist zurück"-Wendung. Einerseits verhalten sich die Antagonisten furchtbar naiv und dumm, beispielsweise telefoniert Crawford mit seiner Anwältin, obwohl er wissen müsste, dass ihr Gespräch mit Sicherheit abgehört wird. Andererseits gibt es unglaublich viele Anschluss- und Logikfehler. Ich nenne hier nur eine Handvoll, da dieser Post sonst länger werden würde als die vorherigen 21 Rezensionen der dritten Staffel zusammen. Einige Unstimmigkeiten sind noch vertretbar, zum Beispiel, dass der Flug von New York nach Kapstadt nur ein paar Minuten dauern kann, da der komplette Aufenthalt in Afrika, inklusive Hin- und Rückflug, am selben Tag spielt. Zeitverschiebung scheint auch nicht zu existieren. Zwar gibt es Serien wie "Sense 8", die solche Unterschiede berücksichtigen, jedoch ist es akzeptabel, wenn sie ignoriert werden, um die Produktion zu vereinfachen. "Möglichst einfach" scheinen auch die Drehbuchautoren gedacht zu haben, als sie die Geschichte um Hank Crawford halbwegs aufgelöst haben. Dafür, dass er der große, böse Antagonist der gesamten Staffel war, ist sein Ende relativ unspektakulär und wirkt sehr konstruiert. Die Erklärung, wieso Roman ihn nun doch hintergeht, ist recht schwammig und Crawfords eigentlicher Plan wurde immer noch nicht vollständig enthüllt. Dass seine Idee, 50 Millionen Kinder auf brutale Art zu gehorsamen Soldaten zu erziehen, völliger Schwachsinn ist, muss wohl nicht erwähnt werden (Crawford zu Roman: "I was on a mission. And sometimes our missions turn us into monsters. How many others did you hurt along the way, Tom? How many lives did you destroy?"). Es wird auch nicht aufgeklärt, weshalb ein südafrikanischer Polizist auf Reade und Weller geschossen hat. Zu den offenen Fragen und Unstimmigkeiten in der Geschichte kommen außerdem noch einige sehr plumpe Versuche der Drehbuchautoren, die Gedanken des Zuschauers in eine bestimmte Richtung zu lenken. Nachdem Jane ohnmächtig geworden ist, weigert sie sich ins Krankenhaus zu gehen und denkt, sie sei schwanger - ohne irgendeinen Beweis zu haben. Nach allem, was die fünf Hauptcharaktere körperlich bereits durchmachen mussten, ist es mehr als unlogisch, dass Jane voreilige Schlüsse zieht und auch noch allen von ihrer Vermutung erzählt, ohne es sicher zu wissen. Das Ganze wirkt einfach nur wie ein billiger Versuch, positive Stimmung zu erzeugen, damit der "Remi ist zurück"-Twist die Zuschauer umso mehr schockt. Zuerst versucht Jane ihren Zusammenbruch mit der Behauptung zu erklären, ihr Funkgerät sei kaputt gewesen und sie habe das Kommando ihrer Teamkameraden nicht gehört. Später konfrontiert Patterson sie mit der Tatsache, dass das nicht sein könne: Sie habe alle Geräte ausgetauscht, nachdem Zapatas bei der Gala ausgefallen sei. Ein ziemlicher offensichtlicher Wink mit dem Zaunpfahl an die Zuschauer, die sich nicht mehr an Tashas Gespräch mit Blake in Folge 17 erinnern und so das ganze Finale zwischen Blake, Roman und Zapata nicht verstehen würden. Eine Serie, die immerzu versucht, unvorhergesehen und mysteriös zu sein, sollte so etwas Offensichtliches wirklich vermeiden. 

Fazit

"In Memory" ist das enttäuschende Finale einer enttäuschenden Staffel. In den letzten Wochen gab es unglaublich viele Füller-Episoden, die kaum etwas zur staffelübergreifenden Geschichte beigetragen haben. Nun geht plötzlich alles ganz schnell. Der Zuschauer bekommt halb gehangene Erklärungen an den Kopf geworfen, die nicht stimmig sind und mehr Fragen aufwerfen, als sie beantworten. Es wird zwar keine Handlung wirklich abgeschlossen, dafür werden gleich mehrere neue eröffnet, die entweder schon meilenweit vorhersehbar waren oder völlig abgedroschen sind. Es scheint so, als wird es nur vielversprechende Geschichte in der vierten Staffel geben. Ich werde die neuen Folgen gucken, muss aber zu meiner großen Enttäuschung zugeben, dass ich nicht einmal mehr ansatzweise so begeistert von "Blindspot" bin, wie ich es nach der zweiten Staffel war (klickt hier für meinen damals erschienenen Post "Why I love Blindspot").


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English


- The following text contains spoilers -

What was it about?

In last week's episode "Defection" Roman (Luke Mitchell) wanted to attack the UN building and kill the heads of two hostile countries. FBI Assistant Director Edgar Reade (Rob Brown) and his team were able to prevent both and gather enough to link Hank Crawford (David Morse) to the planned crimes. But he's on the run. Patterson (Ashley Johnson, Spooked) and Rich Dotcom (Ennis Esmer) solve another one of Roman's riddles which leads them to a place in his and Jane Doe's (Jaimie Alexander) home country South Africa. Jane and Kurt Weller (Sullivan Stapleton) put pressure on Blake Crawford (Tori Anderson) until she reveals that her father followed Roman to South Africa in order to get his revenge. Reade, Jane and Weller hit the road, hoping to finally arrest the two.


My opinion in three points

1. Zapata as a possible season 4 antagonist

A pretty cool and fitting transition effect!
Photo: Screenshot
Due to time difference and the NBC-country barrier it's almost impossible for Europeans to watch the new "Blindspot" episodes live. Therefore I read the live tweets in the middle of the night instead and celebrated that all my assumptions during the last few weeks were right! I honestly thought the writers forgot about Zapata's "my com ist broken" scene with Blake. But no, it was exactly like I predicted in episode 17's and last week's review: Blake has known for weeks who Roman really is and what he and her father are planning, because she is working with Tasha (Audrey Esparza). Now the question is: Is Zapata still working for the CIA and her dismissal is supposed to cover up the secret mission or is she going rogue (Zapata: "This is how we take the power back. This is how we change the world." Blake: "I know, I'm just not sure I'm cut out for what comes next." Zapata: "That's okay. I am.")? The story reminds me of Borden's unmasking as a mole during the second season. That episode began with him and Patterson happily flirting in bed. "Defection" starts with a morning flirt between Tasha and Reade. Both episodes end with the (allegedly) rogue character hinting their brutal or insane plan with a glacial stare and no facial expressions. The comparison is even more significant when one considers that in the beginning of the first season Zapata was supposed to become the mole. A role which was later passed on to Borden. I don't think Zapata will actually be an antagonist. She's either operating on behalf of the CIA (Which would explain why the dismissal scene felt so staged and recited.) or she made a pretty stupid, unauthorized decision, but for noble reasons. There's a small hint that she'll be back with the team eventually: Series creator Martin Gero said in an interview that he would love if Reade and Zapata got together. He hops that they [him and the writers] will get the characters there eventually, but not in the beginning of the next season. If Tasha actually switched sides that probably wouldn't be an option anymore. She even told Reade multiple times that the timing was bad - not their romantic relationship itself ("You're my best friend and I love you. But I don't want to lose you, because we tried this at the wrong time."). There's a pretty cool effect after Tasha's talk with Blake that fits this theory: A transition between her and Reade's faces that makes it look like they are looking at each other. I think the end is supposed to make the viewer believe that Zapata switched sides, but there's going to be a twist in season four where she either changes her mind (if she actually believed in the plan) or a secret CIA mission is revealed. Either way the Tasha-Blake duo and their scheme are the only things actually making me curious about the new episodes.

2. Remi as a possible season 4 antagonist

This is an example of a plot I'm absolutely not interested in. At the end of the episode it turns out that Jane's sudden discomfort and dizziness are symptoms of a ZIP poisoning, which is also Roman's mysterious illness. That's basically everything the viewer is told about the matter. Not even the key question is answered: Why didn't Jane have the symptoms months or years earlier, even though she had a way higher dose of ZIP way longer in her system than her brother? Patterson is probably going to find some absurd explanation during the fourth season or the writers hope the viewers will be so "shocked" that they will forget about it. Because after Jane passed out, she wakes up as "Remi": Her memories end at the moment her mind was erased by Sandstorm. The past three years as "Jane" are gone. It's tiring to see the story being dug up once again. Roman's ZIP amnesia during the second season already felt repetitive. Now there's another story about someone having to find their way in a strange world, because they're missing all their memories. Martin Gero said there'll be a two to three months time leap between the third and the fourth season. I can't imagine the team has already found out what happenend to Jane by the time the first episode airs, because the writers would withhold the most interesting scene. So Remi will probably somehow manage to convince Reade, Weller, Patterson and Rich for weeks that she's Jane. I really hope that's not the case, because that would be too implausible even by "Blindspot" standards. Sandstorm studied the FBI agents' lives pretty closely, but there's no way Remi would be able to make up for the three missing years only by observing them. So if the others actually won't recognize what's happening, that's bad writing. By the way: There are also some dramatic-momentous speeches (Jane: "South Africa is where this all started and now he's [Roman, editor's note] bringing me home to finish it."). As if this revelation wasn't melodramatic enough there's suddenly some complications with Kurt's bullet wound, putting him in critical condition - after walking aroung almost problem-free and flying from Cape Town to New York. In addition: Even though Jane and Weller are both in the hospital, neither Zapata nor Jane's daughter Avery are mentioned. Didn't Reade, Patterson and Rich try to contact them alternatively aren't they surprised the two are not there? For me there's only one positive aspect in this subplot: Remi's small, evil smile in the last scene where she sits at Kurt's sickbed and realizes she successfully infiltrated the FBI team.

3. Hectic end with lots of mistakes 

Is there enough Jane-Doe-story for another season?
Photo: NBC
The finale itself disappointed me just as much as the lame "Remi is back" twist. For one thing the antagonists are incredibly naive and stupid. For example: Crawford talks to his lawyer on the phone even though he should know their talk is probably being intercepted. At the same time there are many continuity and logic errors. I'm only going to name a few otherwise this post will be longer than all of the previous 21 season three reviews combined. Some inconsistencies are justifiable like the flight from New York to Cape Town probably one lasting a few minutes, because their entire stay in Africa, including outward and inward flight, happens on the same day. Apparently there's also no time difference. There are some TV shows like "Sense 8" which consider such distinctions, but it's acceptable to ignore those to simplify the production. "Make it simple" was apparently the writers' motto when they tried to unwind Hank Crawford's story. He was supposed to be this season's big, evil antagonist, but his end was really underwhelming and spurious. The explanation why Roman suddenly decided to betray him was very vague and Crawford's final plan was still not fully revealed. There's no need to mention that his idea to use brutality in order to bring 50 million children up to be obedient soldiers is pure bullshit (Crawford zu Roman: "I was on a mission. And sometimes our missions turn us into monsters. How many others did you hurt along the way, Tom? How many lives did you destroy?"). It's also not explained why one of the South African policemen tried to kill Reade and Weller. In addition to the unanswered questions and the story's inconsistencies the writers also make some clumsy attempts to lead the viewer's thoughts into a certain direction. After Jane has passed out, she refuses to go to the hospital and thinks she's pregnant - without having any proof. After all the five main characters had to go through physically it's highly implausible Jane would jump to conclusions and tell everyone about her assumption without knowing anything for sure. The entire thing feels like a cheap attempt to create a positive mood, so the viewers will be even more shocked about the "Remi is back" twist. At first Jane tries to hide her collapse by claiming her radio device failed, so she didn't hear her team-mate's order. Later Patterson confronts her by stating that's not possible, because she switched out all of the gadgets after Zapata's failed at the gala. That's a pretty broad hint for all the viewers who don't remember Tasha's talk with Blake in episode 17 and therefore wouldn't understand the finale between Blake, Roman and Zapata. A TV series that's trying so hard to be unexpected and mysterious should really avoid something that obvious.

Conclusion

"In Memory" is the disappointing finale of a disappointing season. There were many filler episodes within the last few weeks which contributed nothing to the overall storyline. Suddenly everything happens really fast. The viewers are confonted with some spiritless, partial explanations which raise more questions than they answer. Not a single plot is actually concluded, instead a few new ones are added which were either very predictable or are totally trite. It looks like there's only going to be one promising story within the fourth season. I'll watch the new episodes, but to my great disappointment I have to admit that I'm not even remotely as excited about "Blindspot" now as I was after the second season (click here for my then published post "Why I love Blindspot").


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